Hydraulik Steuerblock überholen

Hallo Christoph
die Hubbewegung erfolgt beim 406 über die Stangenseite, falls das deine Frage war.
 
Hallo,

Es ist auch zu bedenken, dass die Hydraulik im historischen Unimog universell einsetzbar sein musste. Im Gegensatz dazu hatte die Hubhydraulik im Traktor nur einen einzigen Zweck und war im Getriebegehäuse integriert.

Zumal das im Vergleich zu den meisten Schleppern beim Unimog noch gar nicht so schlecht war. Der hatte ja immerhin zwei Doppel-wirkende Steuerventile mit Schwimmstellungen.
Viele Trecker hatten damals nichts, oder vielleicht ihren Heckkraftheber und/oder nicht einen Einfachwirkenden Anschluss für Kipper.

Ob das mit der von Jürgen erwähnten Sperre in der Hydraulik für die Mog's so einfach ist, würde doch weiter oben schonmal erwähnt glaube ich. Das man da dich dann einen Druckspeicher oder so bräuchte, um die Schläge aufzufangen.
In der Ih Anleitung steht da ja auch der Kommentar im Stand.
Interessant zu wäre dann wirklich die mechanische Verriegelung. Oder auch irgendwas, dass man dann in die Anbauböcke mit Bolzen einsetzen kann, was als Anschlag dienen könnte.
Auch wenn das dann immer Aufwand wäre.



Gruß
Sebastian
 
[usermention=4274]@OPTI-MOG[/usermention]
na, dann wird's mal Zeit.... ich freu mich auf die Lektüre :D

Also, zusammenfassend höre ich jetzt raus, dass ein gewisses Absinken als normal betrachtet werden muss und aktuell ich meinen Steuerblock ruhen lassen kann.

Somit beschränkt sich meine anstehende Arbeit erstmal auf die Westinghouse Hydr.P. Die sabbert am Lager vorne ziemlich raus. Da ist der Plan, dass die Riemenscheibe ein neues Lager und Dichtung bekommt. Die Leistung der Pumpe haben wir aktuell noch nicht gemessen, aber die ist eigentlich auch zweitranging, solange es reicht um Spalter und Winde anzuheben.

Grüße aus Middl-Frangn
Holger
 
Liebe Unimog-Freunde,

kaum zu glauben: Da hat doch wirklich jemand einen Steuerblock mit kaputten Dichtungen und mit 2K-Kleber oder Schraubensicherung zusammengebaut.

Ihn zu öffnen ging nur mit vielen Prellschlägen, Hitze und sehr langem Hebelarm. Und der Zapfenschlüssel ist hinüber.
 

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Nabend zusammen,
wenn es nicht unbedingt das Original sein muss, könnte ich mir auch eine solche Modifikation/Lösung vorstellen. Vorteile: Hebel und Gestänge im Fuß/Knieraum entfallen. Ist gut erreichbar für Austausch/Reparatur. Leicht erweiterbar. Kostengünstig. (3 x einfachwirkend für € 160,-) Nachteile: Ins Unimogmuseum schafft es dieses Fahrzeug vermutlich nicht mehr.
Muss aber jeder selbst bewerten, was ihm wichtig ist.
VG
Roland
 

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Hallo Roland,

toll Deine Lösung, gefällt mir ausgesprochen gut. Hast Du das Fahrerhaus nach hinten verlängert?

Eine neumodische Ersatzlösung hatte ich auch schon gemacht, jedoch nicht so ideal.

Die Instandsetzung der alten Technik ist aber auch sehr befriedigend.
 

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Liebe Unimog-Freunde,

um nochmal auf die erforderliche Präzision bei Schieberventilen zurückzukommen, hier ein paar anschauliche Plausibilitätsüberlegungen.

Eine Düse mit Bohrungsdurchmesser 0,2 mm lässt bei 150 bar etwa 0,27 l/min Öl durch. Das ist 45 mal so viel wie die zulässige interne Leckage von 6 cm³/min bei den Westinghouse/WABCO Steuerblöcken.

Ganz grob gerechnet wäre für eine Leckage von 6 cm³/min eine Düse mit Bohrungsdurchmesser 0,01 mm vergleichbar. Dies entspräche einem Ringspalt zwischen Schieber und Gehäuse mit einer Durchmesserdifferenz von etwa 0,005 mm bei einem Schieber mit 24 mm Durchmesser.

Mit jeder versuchten Nacharbeit an Schieber oder Bohrung kann man die interne Dichtheit und somit das Lasthaltevermögen also nur verschlechtern. Und Aufhonen der Bohrung, Aufchromen des Schiebers und auf Maß Schleifen wäre bei einem profilierten Schieber und entsprechend zerklüfteter Bohrung ein unkalkulierbares Unterfangen.
 
Zur Genauigkeit Kolben in einer Bohrung:
ich kenne aus der Fertigung von Automobilteilen für die Bremshydraulik eine Passung von 6..10um Spiel. Herstellung wurde damals durch zupaaren hergestellt, also kein anpassen eines Kolbens an eine Buchse oder andersrum. Es wurde gefertigt, gemessen und dann gepaart.
Gruß Peter
 
Liebe Unimog-Freunde,

nach fast 18 Jahren der Beschäftigung mit dem historischen Unimog begegnet mir erstmals ein Westinghouse Steuerblock mit einer Alu-Eingangsplatte. Es handelt sich um ein Gußteil, ist also wohl keine Einzelanfertigung. Der Nachteil dieser Materialwahl zeigt sich auch sogleich, indem die Gewinde für Pumpenanschluss und Rücklauf durch zu starkes Anziehen etwas aus der Form geraten sind. Glücklicherweise sind sie nicht ganz ausgerissen. Sonst wären Gewindeeinsätze fällig.
 

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Hallo Christoph, endlich kann ich die Bilder wieder sehen. (Habe auf Edge umgestellt) Nein, Hütte wurde nicht verlängert. Ist aber zugegeben Millimetersache. Ich habe einen Halter gebaut. Besser gesagt,habe ich ihn 3 x gebaut. Etwas Schwund ist immer. :oops: Der Halter ruht primär auf der Entlüftungsschraube. Etwas schwierig war es den richtigen Winkel zu finden. Die senkrechte Variante ist grundsätzlich einfacher, wegen der Leitungen. Etwas nach vorne gekippt wirkt gefälliger, wird dann aber mit den Leitungen eng. Mit Winkelverschraubungen ging es dann.
Gruß
Roland
 

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Hallo, kann mir jemand sagen wie viel Bar die hydraulikpumpe bei standgas bringen sollte?
Bei meinen 406 kommen nur 100Bar, hinten am Anschluss gemessen.
Bei 2000 Umdrehungen schafft er dann 200bar.
aber nur nach mehrmaligen Hebel loslassen und wieder ziehen, ganz komisch 😅
 
Hallo
der Arbeitsdruck ist 160 bar, der wurde später auf 180bar angehoben. Dann sollte das Überdruckventil öffnen. Das sollte die Pumpe auch im Leerlauf schaffen. Ansonsten sind das die typischen Anzeige von Verschleiß. Damit könnte man zwar nochleben, aber eine verschlissene Pumpe fördert auch Abrieb ins System, worauf die Steuervenrile ebenfalls mit Verschleiß reagieren.
 
Hallo
der Arbeitsdruck ist 160 bar, der wurde später auf 180bar angehoben. Dann sollte das Überdruckventil öffnen. Das sollte die Pumpe auch im Leerlauf schaffen. Ansonsten sind das die typischen Anzeige von Verschleiß. Damit könnte man zwar nochleben, aber eine verschlissene Pumpe fördert auch Abrieb ins System, worauf die Steuervenrile ebenfalls mit Verschleiß reagieren.
du bist jetzt nicht mehr neu hier, trotzdem nochmal der Hinweis, jeder Beitrag beginnt mit einem Gruß und endet mit der Unterschrift des Realnamen. das hier ist keine Chatecke.
Das ist ein Bestandteil unserer Nettiquette , die du sicherlich bei der Anmeldung gelesen hast und unterscheidet uns von WA, Tister, Insta,FB,tt.... auf das wir hier Wert legen.
Danach klappt es auch besser mit den Antworten.
 
Hallo nochmal miteinander,

Ich hatte gestern Abend 200 bar ausgesagt aber vielleicht habe ich mich da eben geirrt.

Ich hatte aber meine Infos doch hier genommen:

https://www.youtube.com/watch?v=XbgRau37IHw

Bitte schaut ab etwa Minute 14:20

Sehr interessant. Ich schaue dem jede Woche zu :)

Moechte keine andere Aussagen machen wegen des Arbeitsdruckes aber anscheinend sind 200 bar doch moeglich.

Vielleicht kann da jemand dieses Verhalten erklaeren. Wuerde mich jetzt schon interessieren.

Liebe Gruesse und schoenes Wochenende aus dem verschneiten Kanada,

Rolf
 
Hallo Rolf
case406 schrieb:
Bitte schaut ab etwa Minute 14:20

Sehr interessant. Ich schaue dem jede Woche zu :)
Der Inhalt
Moechte keine andere Aussagen machen wegen des Arbeitsdruckes aber anscheinend sind 200 bar doch moeglich.
sind wir jetzt schon soweit, dass diese Propheten als Wissenbasis dienen sollen. wenn das bei Youtube so verkündet wird muss das doch richtig sein, dann kannst beim nächsten mal doch dort fragen.
Beim 417 wurde der Maximaldruck auf 180 bar angehoben. Die Konstrukteure sind anscheinen alle doof, warum hat man nicht auf 200bar erhöht? Der Kollege stellt die alle in den Schatten. Dazu muss man wissen, um am YT-Content zu verdienen muss man wöchentlich mindestens einmal ein Video einstellen. Der Inhalt ist vollkommen egal, und ob richtig oder nicht ist auch egal, merkt doch keiner.
Gefährlich wird die Sache, wenn solche Informationsquelle als Wissensgrundlage angegeben werden, der Mist vervielfältigt sich direkt tausende Male. Und wie man sieht, ins Werkstatthandbuch guckt doch keiner mehr, wozu auch. Dann können wir hier ja unsere Arbeit einstellen. Schon mal was vom Flynn-Effekt gehört?
 
Hallo nochmal,

na ja, dann entschuldigt mich halt dass ich ueberhaupt geantwortet habe.

Das naechste Mal lass ich es halt bleiben. :D

Ganz liebe Gruesse aus der Ferne

Rolf