Hallo, Eberhard,
das ganze ist nicht als Dauerlösung und auch nicht als professionelle Instandsetzung anzusehen, denn es kann nur ein Teil des Verschleißes behoben werden und ein Erfolg ist - abhängig vom Ausmaß des übrigen Verschleißes - nicht garantiert.
Einen Versuch ist es sicher wert, wenn die Pumpe noch nicht ganz schwach auf der Brust ist - und wenn man die Maschinen dafür günstig zur Verfügung hat.
Da ich in einer Firma arbeite, die Flach- und Rundschleifmaschinen herstellt, war der Spaß für mich kostenlos und daher auf jeden Fall rentabel. Wer zu Stundensätzen die Schleifarbeiten vergeben muss, sollte vielleicht besser gleich eine neue Pumpe kaufen.
Es werden die beiden (in der Regel aus Leichtmetall gefertigten) Außenteile nachgeschliffen, die Teile, die zur Stirnseite der Zahnräder hin dichten.
Begrenzender Faktor ist die Bohrungstiefe für die Wellen (Lagerung) der Zahnräder, ansonsten müssen die Wellen der Zahnräder in ihrer Länge auch etwas zurückgenommen werden. Ohne die Wellen nachzuarbeiten sind nur wenige Zehntel möglich, das reicht aber in der Regel.
Das ganze geht aber nur bei Zahnradpumpen der einfachsten Bauart, bei der die Breite der "Brille" und der Zahnräder identisch ist und die beiden Außenteile der Pumpe (bis auf evtl. erforderliche Nuten für O-Ringe) eine glatte Oberfläche haben.
Wenn nur die Außenteile überschliffen werden, ändert sich am Axialspiel der Zahnrader nichts.
Wer eine Rundschleifmaschine zur Verfügung hat, kann auch die Zahnradstirnseiten und mit der Flachschleifmaschine entsprechend die "Brille" (das Mittelteil der Pumpe) nacharbeiten (Breite der Zahnräder und des Mittelstückes vorher messen und das Maß, was die Zahnräder kleiner sind, wieder herstellen. Man kann auch durch my-weises Wegnehmen am Mittelstück so lange probieren, bis die Zahnräder gerade noch frei drehen.)
Da auch der Verschleiß am Außendurchmesser der Zahnräder, sowie dem umschließenden Gegenstück, der Brille von Bedeutung sein kann, ist, wie bereits gesagt, der Erfolg nur begrenzt, aber spürbar.
Beim Zerlegen der Pumpe sieht man, wo der Hauptverschleiß sitzt.
Haben die Zahnräder an den Seitenteilen erhebliche Einlaufspuren hinterlassen, ist ein Überschleifen in der Regel sinnvoll, sind jedoch auch erhebliche Verschleißspuren in den Bohrungen der "Brille" erkennbar, bringt die Maßnahme nur wenig, da der Druck auch durch die verschlissene "Brille" entweicht.
Die geschliffene Oberfläche braucht nicht glatt sein, das ist ähnlich, wie bei Zylinderlaufflächen, es braucht Schmierung.
Eine Universalschleifscheibe mit 46-er Körnung ist schon geeignet. Auf der Rundschleifmaschine zur Bearbeitung der Zahnradstirnseiten eine mit 100-er Körnung.
My-weise Zustellung und ausreichendes Ausfeuern und die Oberfläche passt. In die vorhandene Rauhtiefe setzt sich Schmieröl hinein und dichtet sogar zusätzlich ab.
Wie gesagt, wer auf Schleifmaschinen zurückgreifen kann, kann Geld sparen, das war damals, als ich meine überholt habe, auch mein Hauptmotiv.
Grüße
Holger