immer wenn es

peterreez

New member
24. Dez. 2002
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Gummersbach
Immer wen es richtig frostig draussen ist und der Mog (U 406, Bj. 69) ein paar Tage nicht gelaufen hat, dann springt er meist nicht an. Der Anlasser dreht dann nur einige male schwach durch und das wars dann auch. reicht einfach nicht aus um auf Touren zu kommen.

1. Die Batterie ist gerade mal 1 Jahr alt -müßte also noch i.O. sein !?
2. Stelle ich die alte Batterie (die vorher drin war, Säuredichte top) parallel zum brücken
daneben, passiert genau das selbe -langsames drehen und das wars dann
3.Fahre ich einen laufenden Pkw daneben und \"brücke\", springt er sofort an.

Ich muß dabei sagen, die eingebaute Batterie wird immer wieder zwischendurch mal geladen, leer sein kann sie eigentlich nicht.

Ich würde gerne mal einen Leistungstest der Batterie machen, ist aber mangels Testgerät nicht möglich.

Hat jemand einen Tipp woran es liegen könnte ??

Gruss aus dem Oberbergischen
Peter
 
Hallo Peter,


dass die Batterie erst ein Jahr alt ist, schützt sie nicht vor Entladung. Wahrscheinlich kommen bei Deinem Mog mehrere Sachen zusammen:

- irgendwas verbraucht Strom, auch wenn der Mog aus ist. Das kann ne Uhr sein (Fahrtenschreiber), meistens aber irgend ein Kriechstrom (salziger Dreck + Feuchtigkeit = sehr guter Stromleiter)

- der Batterie ist kalt, dann leistet sie wesentlich weniger als bei Temperaturen deutlich über Null.

- die \"Starthilfe\" mit der alten Batterie daneben ist gut gemeint, kann aber auch nicht funktionieren, weil die beiden Batterien erst mal versuchen, ihre Ladung auszugleichen (d.h. die vollere entlädt sich in die leerere Batterie, bis beide gleich \"voll\" sind). D.h. Du schwächst wahrscheinlich die Starterbatterie dadurch eher als dass Du sie stärkst. Es sei denn, die alte Batterie ist proppenvoll geladen und hat keine Macken (dass z.B. ihre Spannung unter Belastung \"zusammenbricht\").

- dem Mog ist auch kalt, entsprechend schwer tut sich der Anlasser, den Motor gegen das zähe Öl durchzudrehen.

- bei Starthilfe vom Pkw mit laufendem Motor klappts, weil der Generator und die Batterie des Autos den völligen Zusammenbruch des 12V-Netzes verhindern. Ein 12V-Anlasser braucht so um die 7-8V damit er überhaupt dreht.

Ich würd Dir raten:

1. Klemm die Mog-Batterie ab, wenn Du ihn länger abstellst (in den BW-Mogs geht das bequem per Hauptschalter), dann ist das Problem mit heimlichen Stromverbrauchern gegessen

2. Reinige mal vorsichtig die Batteriepole und das drumrum, damits da keine Kriechströme gibt.

3. Schau Dir die Masseleitung Batterie - Rahmen und Rahmen - Anlasser, sowie die Plusleitung Batterie - Anlasser mal an. Rost leitet Strom schlecht und die volle Batteriespannung kommt dann erst gar nicht zum Anlasser durch.

4. Wenns wirklich kalt ist, tust Du der Batterie einen Gefallen, wenn Du sie bis kurz vor vor dem Starten etwa über Nacht in einem warmem Raum lagerst (Keller ist \"warm\" genug). Du wirst die Batterie nicht wiedererkennen.

5. Gleichzeitig mit der \"Warmlagerung\" der Batterie kannst Du sie ja auch mal ans Ladegerät hängen.


Die Konstrukteure des DDR-Robur (LO2002A etc.) haben sich da etwas geniales einfallen lassen: unter dem Batteriekasten ist ein kleiner Kasten für eine Petroleumlaterne, damit kann man die Batterie über Nacht bzw. vor dem Stand warm halten.



Grüsse


Thomas
 
Hallo Peter!
Also mein erster Eindruck ist, daß es nicht an der Batterie liegt. Ich tippe eher auf eine Kontaktschwäche im Kabelbaum. Es könnte sein:1. Das dicke Pluskabel am Anlasser oxidiert,lose oder brüchig. 2. Das selbe könnte mit dem Massekabel sein.(Verbindung zum Rahmen richtig fest und sauber, keine Rostschutzfarbe mit Kunststoffpigmenten auf dem Rahmen). Was manchmal noch Wunder wirkt: Batteriepole und Klemmen sauber abschmirgeln, mit Vaseline einfetten und richtig festziehen. Hört sich zwar unwichtig an,bringt aber erheblich mehr Batterieleistung. Fehler und Kontaktschwächen im Kabelbaum treten gerade bei strenger Kälte offen zu Tage, da zum Starten ein höherer Strom benötigt wird. Ist irgendwo der Übergangswiderstand zu groß, geht leicht mehr als die Hälfte der Batteriestartleistung verloren.

Gruß Christian
 
Ich habe die Batterie schon mal ausgebaut, sämtliche Anschlußstellen der Verkabelung an Batterie und Rahmen gereinigt´/gefettet - aber bisher wohl erfolglos !?

Es ist zu aufwendig, ich bekomme die eingebaute Batterie so schnell nicht aus dem engen Batteriekasten. Verbaut ist eine 110Ah Batterie.

Schließe ich das Ladegerät an die verbaute Batterie an, ist nach kurzer Zeit der Ladestrom schon annähernd 0 !!!

Ich habe ja schon den Verdacht das die Batterie an Speicherkapazität verloren hat, meist läuft der Unimog nur am Wochenende. Bei Temperaturen um 0° springt er dann aber einfach nicht mehr an !

Gruss aus dem Oberbergischen
Peter
 
Hallo,
klemm einfach mal die Batterie ab und häng sie an ein Ladegerät dem Du eine Zeitschaltuhr vorsetzt. Auf diese Weise wird die Batterie regelmäßig geladen und ist gleichzeitig vom Stromnetz des Unimog getrennt was zur Folge hat daß kein Kriechstrom fließen kann. Hast Du auch nach den Kabeln von der Batterie zum Anlasser geschaut? Geknickt, brüchig?? Wenn Du das schwere Ding nicht oft ausbauen willst hilft Dir ein Batterie-Hauptschalter, gibt`s regelmäßig recht günstig bei ebay.
 
Hallo Peter
Ich habe an meinem 406 die Masse- und die Plusverbindung gegen 90 ² Hochflex Cu getauscht. Der Mog kommt immer obwohl ich erst vorglühen muß. Wenn du mal in der gegend Wiehl bist, zeige ich dir wie ichs gemacht habe.
Gruss aus dem Oberbergischen
 
Hallo,
hier kommt meine Ferndiagnose:

Ich wette um mein PHILIPS Multimeter-Messgerät, dass es nur 2 Ursachen haben kann, wenn du so ein müdes Anspringen hast:
- das +12V Kabel, daumenstark, von der Batterie zum Anlasser, ist vergammelt
- das Masse-Kabel (eigentlich ein Kupfergeflecht dick wie eine Wurst) ist vergammelt

Abhilfe:
>> besorge ein neues 12V-Kabel, das wird als \"hochflexibles Schweisskabel\" verkauft
>> Und auch ein neues Massekabel, ein hochflexibles Schweisskabel auch hier.
>> Geh zu einem örtlichen Elektro-Handwerksbetrieb, die haben Klemmen und Presswerkzeug für die Anschlüsse. Adresse bekommst du über deine Stadtwerke raus.

Und dann wirst du sehen.....
>>>>Ich wette auf das Massekabel - immer wieder ungeliebt und vernachlässigt :o.
Und damit hätte dann auch Christian F. recht!

Gruss -Martin.Glaeser-

P.S. hast du nicht im Winter das Motoröl 15W25 gegen etwas dünneres getauscht ?

[Editiert am 18/12/2003 von -Martin.Glaeser-]
 
Ich habe daeben im Dunkeln die Batterie ausgebaut und lade sie noch einmal. da ich am WE das Gefährt zum Holz rücken brauche, werde ich vorerst nur mal die Kabel ausmessen (Länge) und mir dann Anfang nächster Woche erst einmal die beiden Kabel
- von der Batterie an den Massepunkt am Rahmen
- von der Batterie an den isolierten Pluspol am Rahmen
anfertigen.

Die Batterie nimmt übrigens kaum Strom am Ladegerät - habe das extra noch einmal beobachtet.
Ok, der Massepol sah nicht mehr gerade frisch aus -
schaun wir mal.

Ist nur schade das es bei den Startproblemen immer so kalt draussen ist, sonst würde ich der Sache auch etwas verbissener nachgehen.

Gruss aus dem Oberbergischen
Peter
 
Hallo Peter!

Hast Du schon mal geschaut wieviel Startstrom die Batterie überhaupt liefert?
Das sollten für den 406 mind. 900A !!!! sein (4,7KW Anlasser + zäheres Öl + weniger Leistung der Batterie, gerechnet bei -20 Grad)
Das steht auf jeder Batterie (ist aber klein gedruckt)

Wichtig!!!

Die Qualität einer Batterie definiert man bei gleicher Kapazität über

1. den Startstrom (je mehr um so besser)
2. das Gewicht (je mehr um so besser)
3. die Garantie (es gibt auch Batterien mit 4 Jahren Garantie)

Die Kapazität der Batterie ist in erster Linie zweitrangig, da zum Starten ausschließlich der STARTSTROM zählt!! Die Kapazität macht sich dann erst bemerkbar, wenn man lange und viel orgelt bis der Mog läuft. Dann ist eine hohe Kapazität besser.

Ich hatte genau das gleiche Problem (eine 120Ah Batterie mir 460A Startstrom)
Jetzt habe ich eine 88Ah Batterie mit 960A Startstrom von Exide
Unter 5Grad ein himmelweiter Unterschied!!!!

Gruß

Bernd
 
Hallo,

wenn Deine Kabel der Zuleitungen (+ und -) ok sind, mach doch bitte mal einen Kapazitätstest mit Deiner Batterie. Auch wenn sie erst ein Jahr alt ist, kann sie bei Leistungsabgabe in sich zusammenfallen.
Messe doch auch mal den Säuregehalt der einzelnen Zellen.

Ist das alles ok?, dann hast einen Nebenverbraucher der zieht. Hast Du einen Fahrtenschreiber in Deinem Mog? Ist immer eine Tachoscheibe eingelegt, auch über Nacht.
Folgendes: wenn keine Scheibe eingelegt ist, leuchtet die rote Kontrolleuchte im Fahrtenschreiber. Das reicht vom Strom her schon.


Gruß

Oliver
 
Hallo,
ich hatte mal an einem /8er Diesel eine elektrische Motorvorwärmung, eine Art Heizstab, der im Motorblock anstelle eines Froststopfens saß. Aus dem Motor ein Kabel mit normalem Stecker, Zeitschaltur - fertig! Der Mercedes sprang immer an. Gibt es sowas noch zu kaufen?

Elektrische Batterie-Heizdecken gibt es auf jeden Fall - das bringt auch einiges.
Gruß, Daniel
 
Meine Batterie ist eine 12V 110Ah 480A Kälteprüfstrom !
Es ist eine rüttelfeste handelsübliche Lkw-Batterie, die muß doch ausreichen für meinen Mog !?????????

Ich habe keine Tachoscheibe in meinen Fahrtenschreiber eingelegt (rote Lampe Leuchtet). Der Tacho zeigt sowieso irgendwelche \"schwankenden Werte\" an.

Die ganzen Kabel am Rahmen hatte ich mir im Sommer schon mal angeschaut, alles gereinigt/gefettet.

Einen Batterie-Trennschalter und auch neue Kabel zur Batterie werden in Kürze nachgerüstet !
Das Fahrzeug steht unglücklicherweise nicht immer so, das ich mit einem Pkw fremdstarten kann.

Gruss aus dem Oberbergischen
Peter
 
Hallo,
kennst Du keinen Stromer der ein Zangenamperemeter hat?
Da ich bei meinen Fahrzeugen auch schon oft solche Probleme hatte und die Sucherei mir auf den Nerv ging habe ich mir so ein Ding gekauft.
Wenn alles i.O. ist Batt.,Kabel,.... können da bei einem Kaltstart im Winter eben mal locker 500A durchs Kabel huschen.
Den Zangenamperemeter habe ich übrigens im Geschäft testen lassen. Das Ding stimmte exakt mit den Meßinstrumenten überein.

Gruß Hartwig
 
Hallo Peter,

jetzt wieder mal ein prakischer Tip, bevor Du den ganzen Mog zelegst. Du kannst ganz einfach rausbekommen ob es am Kabel oder der Batterie selbst liegt. Besorg bzw. leih Dir ein LKW-Starthilfekabel, sollte aber schon 50mm2 haben, klemm die Batt. ab, klemm das Starthilfekabel an Batterie und andererseits direkt an den Anlasser. Dann siehst Du ja was passiert, und ob es doch an der Batt. oder den Kabeln liegt. So kannst Du auch ein defektes Kabel Rausfinden.
Und ob Du es mir glaubst oder nicht. Ich hab meinen 406 schon alleine mit einer 55 Ah-Batt., direkt auf Anlasser geklemmt, gestartet bekommen.
Und falls Du Kabel brauchst, schneeketten.com hat Schweißkabel mit 50mm2 für nur 2 Euro/Meter.
Tschüß,

Bernd
 
Ich habe gerade 40m 60mm2 bei ebay ersteigert, das dürfte für die Verkabelung ausreichen. Jetzt brauche ich nur noch ein paar passende Quetschanschlüsse und ein paar neue Batteriepolbefestigungen.

Mit einem \"Rest\" des 40m Kabels baue ich mir dann noch ein paar zuverlässige Fremdstartkabel, so das ich in Zukunft auch testen kann ob der Mog anspringt wenn ich die Kabel am Anlasser \"direkt\" brücke.

Die Angabe des Kälteprüfstroms soll sich übrigens in den letzten Jahren geändert haben (im Zuge der europäischen Normung ?).
Meine 450 Ampere Kälteprüfstrom nach DIN soll wohl heutigen ca. 720 Ampere entsprechen.

Ich habe die Batterie übrigens ausgebaut und zusammen mit der \"alten\" Batterie über Nacht geladen, Kabel an den Polen gereinigt -er sprang natürlich sofort an.
Die Aussen-Temperatur ist aber auch wieder gestiegen, es läßt sich also nicht genau sagen warum er wieder läuft.
Die Zellen (Säuredichte war vorher schon mindestens 1/2 voll (1,26)), es ist wärmer geworden und der Masseanschluß an der Batterie wurde gereinigt.

Vielen Dank für Eure Mithilfe und Ratschläge
Gruss aus dem Oberbergischen
Peter

PS: Kann ich morgen wieder Holz schleppen ;)