Informationen zu U 419, FLU 419 SEE Tractor US Armee

hallo Lothar, hallo Justus,
danke mal. Wer nun zuerst innitiativ wurde, ist ja auch zweitrangig. Natürlich wäre es interessant mal zu wissen, wie die Fahrzeuge dann damals konkret entstanden sind. Da muss es ja erste Entwürfe, Lasten- und Pflichtenhefte gegeben haben, da muss es Versuche gegeben haben und und eine US-Army Erprobung. Auf einigen Bilder sind auch alternative Baggeraufbauen (ähnlich Schaeff EAG BW) als erste (Erprobungs-)Varianten zu sehen. Aber vielleicht führt das alles etwas zu weit ...
Gruss
Walther
 
Hallo

und Chase, damals Poclain, Frankreich, -tochter, ('77-'80 US importeur unimog 406 als Chase MB4/94)
du

Die Bude nennt sich Case und war nicht eine Poclain-Tochter sondern umgekehrt. Case war schon immer ein Lieferant für die US-Armee und weiß, wie so ein Geschäft eingefädelt wird.
Freightliner hingegen ist erst relativ neu im Armeegeschäft.
Die US-Armee war damals an kolonnenfähigen Maschinen für Pionier und Nachschubeinheiten interessiert.
Der Einsatz des FUG der Bundeswehr scheiterte an den Reifen, da für die geforderte Geschwindigkeit kein Hersteller Reifen für ein ungefedertes Fahrzeug dieser Gewichtsklasse anbieten konnte. Im Gegensatz zur BW hatte die US-Armee nämlich eine Marschgeschwindigkeit von 65km/h statt 40 km/h gefordert.
Der 419 als HMMH konnte die Bedingungen besser erfüllen, da wegen der Federung die Reifen nicht so stark beansprucht wurden. Das FUG ist im Gegensatz dazu ungefedert.
 
hallo Helmut,
schon mal danke. Deine Aussagen beziehen sich auf das HMMH, weisst Du was genaueres auch über die Entwicklung des SEE?
Gruss
Walther
 
Hallo

zu Beginn der 80er wurde der 406 (Case MB4/94) neben anderen Fahrzeugen von der US-Armee geprüft. Im Juli 83 wurden 8 Stück, ausgerüstet mit einem FL4 und einem Case-Heckbagger von der Armee dann beschafft. An der Entwicklung des 419 war neben Freightliner auch Euklid beteiligt, die ja von 77 bis 84 ebenfalls zu Daimler gehörten.
Wer genau was entwickelt hat ist nicht bekannt. Evtl hat Euklid die Zusammenarbeit mit Case begonnen, da ja Freightliner erst 81 zum Daimlerkonzern kam.
Der Daimler-Part bezog sich augenscheinlich auf die Fahrzeugseite bis einschließlich Pumpenantrieb. Der Aufbau trägt den von Case bekannten Fahrerhausschutzbügel und Bagger. Der größte Unterschied zum MB4/94 ist der Aufbau incl Pionierzubehör wie Aufbruchhammer, Bohrhammer und Kettensäge (mit pneumatischem oder hydraulischem Antrieb). Der Heckbagger hat durch eine andere Transportstellung eine kleineres Profilmaß als beim 406.
Laut US-Quellen wurde der HMMH und HMSEE ab 1985 beschafft, vom HME wurden 1987 zwölf Stück beschafft.
Nach den mir bekannten Daten sieht die Sache folgendermaßen aus
HMSEE 419.101 ab Serien-Nr 118 008
HME 419.102 ab Serien-Nr 136 785
HMMH 419.103 ab Serien-Nr 141 834

[youtube]UjoqlcV7YG0[/youtube]
 
Hallo Helmut,
ist sehr interessant. Was war jetzt aber der HME?
Ich werde mal schaue, ob ich beim Daimler was direkt noch dazu rausbekomme.
Schönen Abend
Walther
 
Huhu,
Beim rumsurfen bin ich auf diesen alten Beitrag gestoßen.
Da ich einen SEE fahre kann ich die eine oder andere Frage beantworten. Bin aber kein Profiunimogschrauber, noch nicht :lol: .