Kaltstartprobleme

thomasbu

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27. Juli 2005
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Viersen-Süchteln
Guten Mogen zusammen,
wie springen Eure 404' bei Temperaturen unter 0'C an?
Bei meinem muß ich sehr lange orgeln bis er endlich anspringt anschließend läuft er die ersten 5 min sehr unruhig.
Danach läuft er dann normal weter.

Ich habe vor einem Monat die Dichtungen in dem Flansch der Kraftstoffpumpe erneuert, da dort ständig Motoröl austrat, den eigentlichen Pumpenkörper habe ich nicht auseinandergenommen,lediglich das Sieb gereinigt. Kann da ein Zusammenhang bestehen?

Gruß aus Willich
Thomas
 
Hallo,
mein 406 springt auch sehr schlecht an bei minus Graden.Zwei Minuten orgeln und dann geht´s oder auch nicht.Zum Leidtragen der Batterie.
Hab mit leuten gesprochen die einen 180er Oldtimer haben oder eine Heckflosse und auch einen mit einem 411er Unimog. Alle hatten früher und haben heute noch das gleiche Problem. Alle sagen :
"So gut der Mercedes und Motor auch ist,aber das Startverhalten ist sehr schlecht"
Tips bekommt man von allen.Angefangen vom benutzen des originalen Startpilots, oder Startplot in den neuen Sprüh-Flaschen in kleinster Mege in den Luftansaug-Schlauch spritzen. Die haben sogar eine Leitung bis ins innere des Autos vom Ansaugschlach gelegt um alleine zu starten und zu Sprühen :lol:
 
Matthias1807 schrieb:
Hallo,
mein 406 springt auch sehr schlecht an bei minus Graden.Zwei Minuten orgeln und dann geht´s oder auch nicht.Zum Leidtragen der Batterie.
Hab mit leuten gesprochen die einen 180er Oldtimer haben oder eine Heckflosse und auch einen mit einem 411er Unimog. Alle hatten früher und haben heute noch das gleiche Problem. Alle sagen :
"So gut der Mercedes und Motor auch ist,aber das Startverhalten ist sehr schlecht"
Tips bekommt man von allen.Angefangen vom benutzen des originalen Startpilots, oder Startplot in den neuen Sprüh-Flaschen in kleinster Mege in den Luftansaug-Schlauch spritzen. Die haben sogar eine Leitung bis ins innere des Autos vom Ansaugschlach gelegt um alleine zu starten und zu Sprühen :lol:

Also bevor Ihr alles auseinanderbaut oder mit Startpilot eure Motoren kaputt macht, :? schaut einfach mal die Vorglühanlage an.
Dort insbesondere nach den Glühkerzen. 8)

bg,

fuxel
 
Hallo Thomas,

nach etwas längerem orgeln, als im Sommer, recht gut.

Ich benutze keinen Startpilot o. ä.

Jedoch pumpe ich vor dem Anlassen erst so an die 10 mal mit dem Gaspedal, damit schon etwas mehr Sprit im Ansaugkrümmer ist, Choke natürlich bis Anschlag rausgezogen. Mit dem Prozedere springt er recht gut an.

Der unrunde Lauf in den ersten Minuten und dem schlechten Startverhalten würde ich jetzt so erklären:

Da der Ansaugkrümmer ja komplett aus Alu ist und der genauso kalt ist wie der Rest, schlägt sich hier beim Start und während der ersten Minuten sehr viel Kraftstoff nieder, der dann also nicht sofort im Brennraum landet und somit dem Motor "verloren" geht.

Gruß

Roland
 
Da fällt mir ein:

So gut können die DB-Dieselmotoren dann auch nicht sein!

Ich habe 2 Deutzschlepper mit dem 812er Motor. Die beiden springen auch bei grimmigster Kälte im Winter nach max. 1 Minute Vorglühen problemlos an.

Laufen Anfangs etwas unrund, dies kann ich jedoch mit Nachglühen (max. 10 Sekunden) sehr schnell beheben ...

Es geht halt nichts über die Produkte der ersten und ältesten Motorenfabrik der Welt! 8)

Gruß

Roland
 
Hallo,

ich weiß jetzt nicht, warum hier Kaltstartprobleme von Benzinmotoren (M180 im 404S) sowie völlig unterschiedlichen Dieselmotoren (Vorkammer mit Vorglühanlage im 411er, Direkteinspritzer ohne Vorglühanlage im 406er) in einen Topf geworfen werden, da meist unterschiedliche Probleme vorliegen.

Ein 406er mit OM352 springt bei Temperaturen über 0 meist problemlos bei der ersten Motorumdrehung an, sofern der Motor selbst, Batterie und Anlasser in Ordnung sind. Bei knapp unter 0 gilt das gleiche, nur dass der Motor dann einige Umdrehungen braucht. Die vorhandene Startpiloteinspritzung braucht ein gesunder Motor erst bei deutlich unter 0.
An der Vorglühanlage kann's da schonmal nicht liegen...

Beim 411er muss man eben lange genug vorglühen, dann springt der bei gutem Motor, Batterie, intaktem Anlasser und intakter Vorglühanlage auch gut an.

Beim 404er kommt es eben noch dazu auf die richtige Motoreinstellung (Vergaser, Zündung) an, dann sollte auch der gut anspringen. Generelle Startprobleme bei Kälte haben jedenfalls keine der genannten Motoren.

Gruß,
Michael
 
Hallo,

Tja,andere sagen sie haben Probleme.

Hab ja die möglichen Ursachen je nach Motortyp schon genannt. Mein Ex-416er mit deutlich mehr Stunden auf der Uhr sprang bei schlechter Batterie unter 0 auch kaum an. Bei guter Batterie kam er auch etwas zögerlicher auf Touren als mein 406er.

Bei Fahrzeugen mit Vorglühanlage kommt dann oft noch Fehlbedienung hinzu, viele wissen nicht, dass man früher auch mal locker 'ne Minute und nicht nur wie bei heutigen PKW mit Schnellglühanlage nur wenige Sekunden vorglühen mußte. Nachglühen ist auch vielen völlig unbekannt und wer braucht schon die Hinweise in der Bedienungsanleitung (sofern überhaupt vorhanden...)

Gruß,
Michael
 
Hallo Ihr Kaltstarter :D ,

mein Dicker mit M130 springt bei allen Temperaturen problemlos an, solange ich den Choke entsprechend einsetze. Wichtig ist eine optimale Einstellung der Zünd- und Kraftstoffanlage.

Mein M180-Motor der vorher verbaut war lief im kalten Zustand allerdings wie ein Sack voller Nüsse :? :shock: .

Gruß, Hermann
 
Hallo,

bei unserem Feuerwehr-404er hatten wir trotz immer warmem Unterstellplatz lediglich das Problem, dass nach Standzeiten von mehr als einer Woche der Motor immer erst ansprang, wenn nach einigem Orgeln das Öldruckmanometer auch Öldruck anzeigte. Bei kurzen Standzeiten sprang er sofort an. Der danach eingebaute M130 (PKW-Version mit Startautomatik) sprang, Aktivierung der Startautomatik durch einmaliges treten des Gaspedales vorausgesetzt, immer gleich an, auch wenn er mal 4 Wochen nicht gestartet wurde.

Gruß,
Michael
 
Hallo,

es wurde ja schon fast alles an möglichen Ursachen genannt.
Fakt ist, daß ein Kaltstart nunmal deutlich höhere Anforderung an die Motoren und Peripherie stellt als ein Warmstart.
Daher sollte alles optimiert sein, von der Stromversorgung (Batterie, Zündung, Kontakte, Anlasser) über Kraftstoffaufbereitung (Vergaser oder ESP) und natürlich auch sämtliche Mechanik (Verdichtung, Ventile...).
Dann gehts auch :!:
Problem bei unsren alten Fahrzeugen ist halt, daß sie meist jahrzehntelang hart benutzt wurden und dabei ein Minimum an Wartung hatten.
Und schon geringe Fehler am Motor machen sich beim Kaltstart viel schneller bemerkbar. Drum sollte ja auch jeder Käufer eines Verbrennungsmotors den Kaltstart ausprobieren - weil er eben Rückschlüsse auf evtl. Fehler des Motors/Einstellung deutlich erkennen lässt.
Mein 406 sprang nach einer "Kur" letzten Winter sogar bei -15 Grad, ohne so Gift wie Startpilot etc., an. Auch Danis Mog springt an, genauso wie es sein soll (und fährt auch im Winter - siehe Bild).
Mercedesmotoren allgemein zu verteufeln halte ich für falsch. Haben, wie andere auch, Vor- und Nachteile. Aber bei richtiger Wartung sind sie äußerst robust und langlebig.
Aus dem Oldtimerbereich weis ich, das früher die Wartung in den Werkstätten oft im Argen lag. Wenn der Motor dann schlecht lief hies es oft Motorschaden und ein neuer Motor war verkauft. Wer z. B. schon mal bei einem OM621 (kleine Heckflosse und 421er Unimog) Ventilspiel eingestellt hat, weis warum die Werkstätten sich um dieses pfrimelige Geduldspiel gerne drückten. Auch M 130 und M 180 machen da keinen großen Unterschied. Mit dem Rest der Peripherie verhält es sich genauso.

frostige Kaltstartgrüße

Tobias
 

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Schönen guten Abend zusammen,

muß auch noch ein paar Worte im "alten" Jahr loswerden. Hab zwar (noch) keinen eigenen Unimog, dafür aber einige alte Traktoren, unter anderem einen MAN 4N2 Bj. 1962. Der hat einen 1,6ltr. 2 Zylinder-"M"-Motor, also einer mit dem Mittelkugel-Brennverfahren, halt mit so ner kugligen Aussparung oben im Kolben. Jedenfalls hat der auch ab Werk ne Startpilot-Einrichtung und da ich davon eigentlich auch Gegner bin, und den Traktor im Winter auch benötige (Schneepflug und so) hab ich mir einfach 4 alte Glühkerzen vom Golf in den Luftansaugstutzen gemacht, glühe die dann vor, bis sie schön hellrot sind, dann bekommt der Motor 1-2 Züge warme Luft beim Starten und er springt eigentlich problemlos an, auch bei unter -10°C. Wenn ich richtig weiß, gibt es sogar einen kurzen Schlauchring, den man in den Luftansaugstutzen einbauen kann, der eine Heizspirale enthält. Alternative wäre die "alte" Vorglüheinrichtung vom Deutz umbasteln. Der hat eine Glühkerze im Luftansaugstutzen und darüber eine Einspritzdüse mit Magnetventil. Man(n) glüht etwas vor, betätigt dann einen Schalter und spritzt damit etwas Diesel auf die Glühkerze, dieser brennt dann. Dieses kleine "Feuerle" zieht der Motor beim Startvorgang dann an und kommt eigentlich bei jeder Außentemperatur, da spielen auch -20 oder -25°C keine Rolle mehr. Wenn man den Anlasser wieder los läßt hört auch das kleine Einspritzventil wieder auf und das Feuerle geht wieder aus... (Hoffe ich habe die Deutz Variante richtig erklärt, falls es jemand besser weiß, kann er mich ja gerne korigieren.)

Wünsche allen einen guten Rutsch, ohne Glatteis, in ein erfolgreiches Schrauberjahr 2009

Clemens
 
Hallo Jochen,

siehe auch
http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=31759&highlight=fahr

ein gesundes neues Jahr 2009

mfG
Axel
 
Hi,

mein MAN 4P1, ist eigentlich der gleiche Schlepper hat aber ein Zylinder mehr und 35 PS statt 28PS, hat serienmässig eine Flammstarteinrichtung.

@Clemens zeig mal Bilder von deinem Ansaugkrümmer mit den Golf Glühkerzen.
Ich meine in der SchlePo sowas schon mal gesehen zuhaben.
 
@Thomas

Bei meinem Unimog, iss die Spritpumpe nicht mehr ganz dicht, ansonsten ist Er super eingestellt, Zündung, Co alles passt.

Da Der Sprit im Vergaser dann verdampft, im warmem Zustand, und im kalten zurückfliest, verharzt das gute stück auch nicht.

Mein Motor (M180), orgelt schon ca.30 sekunden, mim Gas pumpen nutzt net viel, wenn eh kein Kraftstoff im Vergaser ist.

Also mit voll gezogen "Shock" orgenlen, dann springt Er an,(es dauert eben etwas bis der Vergaser voll ist) und läuft auch sofort auf allen töpfen rund, ich drück dann meist den Shock halb rein, und lass Ihn etwas warm laufen.
Ein problem an Dem Auto ist auch die grosse "ansaugbrücke", dis braucht immer relativ lange bis Sie richtig durchgewärmt ist, da schlägt sich schon viel Kraftstoff nieder, was dem anspringen des Motors nicht grad zudräglich ist.


@Roland

Also, Dein mog iss aber im letzten Oktober echt super angesprungen, der hat noch keine 5 Sekunden georgelt !!!


mfG Sven aus dem Saarland
 
Hallo Sven,
meiner zickt momentan total. Ich kann orgeln soviel ich will, er rührt sich nicht. Ich habe dann festgestellt, daß auf der Rückseite des Vergasers( dort wo der Zug vom Choke besfestigt ist) leicht Kraftstoff austritt und sich unterhalb auf dem Blech sammelt. Könnte also daran liegen?!

Naja wenn die Temperaturen wieder etwas fingerfreundlicher sind, wollen Kollege Moritz und ich uns dieser Sache mal annehmen.

Gruß
Thomas