Katastrophe am Strand mit U 424

ABW

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20. Okt. 2005
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Tach zusammen,

habe gestern meinen neuen/ alten U 424 Bj. 85, 2.500 Betr.Std abgeholt. Mit ca. 70 km/h insgesamt ca. 300 km Landstraße abgespult - alles okay. Für die lange Landstraßenfahrt die 405 Reifen auf 4 Bar aufgeblasen.

Heute erste Ausfahrt - natürlich auch an den Strand. An den Strand gings, aber dann folgte die Katastrophe. Trotz eingelegter Diff. Sperre (Allrad sowieso) schaffte das Fahrzeug die kleine Anhöhe zurück nicht. Das Fahrzeug machte kleine Bocksprünge, die Reifen drehten durch, es stank nach Gummi. Nichts half - volle Geschwindigkeit im 5. Gang oder langsam und kräftig im 1. Gang.

Ich habe versucht mit eigener Manöverkritik der Sache auf den Grund zu gehen:

1.) vergessen 4 Bar auf 1,5 Bar in den Reifen zu reduzieren

2.) Ackerstollenprofil Michelin auf 4 mm und damit zu wenig

Sind das mörderische Rupfen und Reissen am gesamten Fahrzeug und die kleinen Bocksprünge das Indiz für zuviel Luft oder für was??!!

Gruß, Euer Andreas
 
Bist Du vielleicht mit den Sperren auf festem Untergrund gefahren?
Ich kenne das eigentlich nur, wenn sich der Antriebsstrang durch den einsatz von Sperren verspannt.
Gruß Inge
 
Hallo

wie du selbst festgestellt hast, sind 4 bar zu viel, und abgefahrene Reifen Gift im Sand. Was es allerdings mit dem Geruch auf sich hat? Viel mit der Kupplung gespielt?
Dass die Karre springt hängt an der Luft, zumahl du ja Leer unterwegs warst.
Versuchs doch noch mal, mit weniger Luft!
 
Hallo Andreas,
das wichtigste im Sand ist das radikale Absenken des Luftdrucks – mindestens bis 1,5 bar. Die Reifenaufstandsfläche vervielfacht sich somit. Der Effekt ist enorm: Mit dem entsprechenden Luftdruck und leichtem Fahrzeug könntest du die Passage vielleicht sogar ohne Allrad meistern.
Am fehlenden Profil wird es wohl eher nicht gelegen haben. Im Sand gilt eigentlich je weniger Profil destso besser. Je glatter der Reifen, destso eher gelingt es auf dem Sand zu fahren, anstatt ihn beiseite zu schaufeln und sich somit einzugraben.
Dass die großen Räder eines Unimogs im Sand nicht in PKW-Manier durchdrehen, ist normal. Dies gelingt eher auf sehr klitschigen Untergrund.
Kleine Warnung am Rande: Das war der ultimative Test für den gesamten Antriebstrang deiner Neuerwerbung.
Gruß
Jakob
 
Hallo Andreas,
ich gehe im Sand bis auf 0,8 bar runter mit Michelin XZL-Reifen. Das bringt erstklassige Sandeigenschaften.
Das Springen entsteht meiner Meinung nach bei eingelegter Sperre durch die Spiele im Antrieb und hat nichts zu bedeuten. Es ist ganz normal. Ich denke, daß sich der ganze Antriebsstrang spannt, bis die Räder durchdrehen, dann springt der Unimog und dann beginnt das Spiel wieder von vorne. Man sollte es nur nicht bis an die Grenze der Materialbelastbarkeit weitertreiben und rechtzeitig zu Hilfsmittel wie Sandbleche oder ähnliches greifen.

Gruß,
Horst
 
Hallo Andreas,
im Sand darf es im Antriebsstrang nicht "rupfen und reisen"- und es darf nicht nach Gummi riechen...
Klar, Luft raus zu lassen ist Pflicht, och mit oder ohne kann es dem Antriebsstrang nicht schaden, wenn es wirklich nur Sand war. Unser Antriebsstang ist nicht super stabil...aber im Sand tuts das noch allemal.
Der Geruch nach Gummi würde mich stören- sicher das das keine Kupplung war?- die Reifen können das ja beim besten Willen nicht sein.
Grüße
Markus
 
Das einzige, was nach Gummi, und nicht nach Kupplung riechen kann, wären da die Reifen.
Sind die Schlauchlos?
Würde alles erklären.

Die Felgen haben in den Reifen gedreht.
Daher das Rupfen und das stinken. ;) schon mal daran gedacht?
 
Bei 4 bar im Sand mit kaum Profil? Na vieleicht hat der Vorbesitzer sie ja mit Fett montiert... aber selbst dann..???
 
Ich weiß, das mit 4 bar ist dann eher unrealistisch- aaaber was sonst soll das ruckeln in verbindung mit dem Gummigeruch herbeigeführt haben?