Hallo Mobbl & Markus,
schön, dass sich die 1300L-Gemeinde wieder vergrößert
Der Bund mustert zwei Arten Material aus: \"Strukturüberhang\" und \"Schrott\" (ok, sie nennen es nicht so direkt). Das erste sind meist vollfunktionsfähige gepflegte Fahrzeuge, die übrig sind, weil BW-Standorte geschlossen werden und die Truppe reduziert wird. Der \"Schrott\" wird ausgemustert, weil sich aus BW-Sicht eine Instandsetzung nicht mehr lohnt. Das sind dann solche halb ausgeschlachteten Modelle ohne Lenkrad und Fahrersitz, lustlos und nur unvollständig ausgebaute Antriebsaggregate usw. Wer bei der VEBEG privat ersteigern will, sollte Fachverstand haben oder jemand bei der Besichtigung mitnehmen, der Ahnung vom 1300L hat.
Ahnung von der Sache haben auf jeden Fall die grossen Händler, die der VEBEG ganze Kasernenhöfe leerkaufen, als da wären (Reihenfolge ohne Wertung):
www.inter-commerz.com
www.alfers.de
www.aignertrucks.com
www.padh.de
www.merex.de
Die kennen auch die Schwächen der 1300er vom Bund. Allerdings verkaufen diese Händler lieber 10 Mogs auf einmal nach Westafrika, als sich mit einem Privatkunden rumzuschlagen, der ne Probefahrt machen will, den Mog auf der Grube inspizieren will usw. und dann doch nicht kauft. Also erwartet von denen kein übertriebenes Interesse bei Anfragen von Privat. Sie verkaufen unsereins natürlich die Autos, keine Frage. Aber man sollte als Kunde schon wissen, was man will.
Der ganz grosse Vorteil der Händler ist natürlich, dass sie \"ihren\" TÜV-Prüfer gut kennen. Unser Mog wurde bei seiner zivilen Wiedergeburt problemlos zum \"LKW m. Wechselaufbau, wenn mit Wohnkoffer, dann gilt So.Kfz. Wohnmobil\" abgenommen und die Nato-Anhängekupplung eingetragen - zu dem Zeitpunkt gab es den Wohnkoffer noch gar nicht mal

Da rennt man als Privatmensch beim TÜV dann von Pontius zu Pilatus, um so was zu erreichen...
Als Basis für ein \"Expeditions-WoMo\" reicht m.E. der U1300L mit der normalen (kurzen) Achsübersetzung völlig aus. Bei Bereifung mit 14,5x20 kann man gut mit 80km/h unterwegs sein. Und abseits der Pisten zählt Drehmoment mehr als Endgeschwindigkeit...
Vom Gewicht her: unser 1300L hat die Original-Pritsche drauf und wiegt damit knapp 5000kg. Wenns auf Reisen geht, dann packen wir nen Natoshelter auf die Pritsche, der wiegt ca. 800kg. Mit 380l Sprit, 150lWasser und Ausrüstung kommen wir dann auf etwas über 6,3t \"Kampfgewicht\" - die sich bislang im Gelände nicht negativ ausgewirkt haben. Im Vergleich zu einem 11t Magirus Eckhauber hat sich unser Momo in \"Kleindünenfeldern\" in Tunesien wesentlich besser geschlagen - weil wendiger und eben leichter.
Grüsse
Tom