Kaufen oder sein lassen?

da_vinci

New member
19. Sep. 2016
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Hallo Uni Gemeinde
Mein Name ist Edi, wohnhaft in der Schweiz und suche euren Rat.
Hätte zur Zeit Gelegenheit einen 404 mit jg.63 und rund 27000 Km (ex Schweizer Armee)zu erwerben.
Allerdings stand der Mog eine Lange Zeit im Freien.
Führerhaus ist sehr mitgenommen, dafür ist eine weniger Rostbefallene auf der Ladefläche.
Um die "Karosserie" mach ich mir weniger Sorgen, hatte schon eine Willys Jeep restauriert.
Hier geht's mehr um wie haltbar ist so ein Mog wirklich..
Er soll gleich wie der Jeep behandelt werden, also rund 2000Km im Jahr und Leichte Geländefahrten bewältigen.
Alle Aufbauten sind machbar mit genug Zeit, was ich aber gar nicht einschätzen kann, ist das darunter.
Hab hier schon einiges gelesen, von Getriebddefekt, Motorschaden usw, scheint mir fast ein anfälliges Fahrzeug zu sein..
Auch von Verbrauch von 20 Liter (was ein Jeep auch braucht) bis hin zu über 35Liter.. Was stimmt den jetzt?
Sollte man preventiv gleich alle Simmerringe tauschen, oder erst bei bedarf?
(Beim Jeep mach ich es erst nach bedarf, ist ja auch ein Leichteres Fahrzeug und leicht zu reparieren)
Bis jetzt hatte ich nur Angst vor Rost (Hat er nur an den Aufbauten) aber beim Mog könnte ja alles hin sein?
(Hat aber fast alles Funktioniert, soweit man Testen konnte ohne Bremsen)
Bin mir einfach nicht sicher, ob ich dieses "Wagniss" eingehen soll.
Ich rechne mal mit 10k sfr. Verteilt auf 3 Jahre für Restauration, könnte das realistisch sein?
Gruss Edi
 
Hallo Edi,

die Frage ist kaum eindeutig zu beantworten und den Zustand von dem Mog kann man hier so ja nicht beurteilen.

Als anfälliges Fahrzeug würde ich den 404 nicht einordnen - eher im Gegenteil, denn bei ordentlicher Wartung und Umgang ist der durchaus zuverlässig und robust. Wenn allerdings in den rund 50 Jahren der Mog geschunden, vernachlässigt oder schlecht gewartet wurde, dann kann das natürlich einen Schaden verursachen. Von außen erkennbar ist das meistens nicht, also gehört eine gewisse Portion Glück beim Kauf mit dazu (das ist ja aber sogar bei einem älteren Gebrauchtwagen schon so). Wenn sich der Mog aber sauber fahren und schalten lässt ist das schonmal kein schlechtes Zeichen.

Und wenn ein Wedi nach 50 Jahren mal undicht wird kann man das dem Mog kaum krumm nehmen. Auf Verdacht alle Wedis zu wechseln kann man machen, man kann sich die Arbeit aber auch sparen und erstmal abwarten ob im Fahrbetrieb Lecks auftreten (es sei denn, es ist schon jetzt erkennbar daß ein Wedi sifft). Das hängt also auch ganz davon ab wie umfangreich Du den Mog restaurieren willst und in welchem Umfang Du bereit bist, ggf. später nochmal zu reparieren.

Auf den Verbrauch gibt es viele Einflussgrößen. Alleine der Unterschied von einer unbeladenen Pritsche zu einem schweren und hohen WoMO-Koffer kann bestimmt 10 Liter Differenz ausmachen. Das Fahrprofil spielt natürlich auch eine Rolle (Tempo, Bergstrecke oder gar Geländefahrten). Und nicht zuletzt wie gut der Motor eingestellt ist. Ich selbst habe meinen Mog verdieselt, weiß aber von Bekannten daß 20 Liter beim Benzinmotor schon machbar sind (bei den entsprechenden Bedingungen).

Ob 10k sfr. Verteilt auf 3 Jahre für Restauration realistisch sind hängt ganz davon ab, was Du alles machen willst, an Teile kaufen mußt und ob Du selber Hand anlegst oder Arbeiten in der Werkstatt erledigen lässt. Ersatzteile gibt es für den 404 recht preisgünstig und es muß ja längst nicht alles pauschal erneuert werden. Wenn Du alles selber machst, dann kannst Du mit 10k sfr. aber schon sehr viel machen (vermutlich mehr als nötig).

Die Antwort auf Deine Frage lautet also eindeutig: es kommt ganz darauf an... :wink:

Grüße
Günter
 
Die Schweitzer Armee 404 sind die wohl am besten behandelten, die ich kenne !!


Und, da macht es auch nix, wenn die mal ein zwei JAhre draussen standen. Die Kerntechnick iss meist super. Ansonsten alle Öle kontrollieren, und mal probefahren. 25-30 liter superverbleit sind Realistisch. Wende Dich zur Not an den nächsten Unimog club in der Nähe. Da iss bestimmt jemand, der mti Dir den wagen anschaut.

Meist werden hier ja die probleme besprochen, die auftreten können. Aber bei 65 000 gebauten Autos, wo die jüngsten jetzt auch nun schon 45 jahre alt sind, sind solche "macken" durchaus altersbedingt möglich.

mfg Sven aus dem Saarland


Ps.: Im gegensatz zum "Go-Devil-motor" im jeep kannst Du den Unimog ausdrehen lassen, iss nämlich ein sehr robuster Kurzhuber.
 
Hallo
Hab es getan...
Werd sicher noch die einte oder andere Frage haben....
Kann ab Mitte November die Werkstatt beziehen, dann wird es dann auch mit der Restauration los gehen.
Freu mich schon drauf.
 
Hallo Edi

Glückwunsch zum Mogkauf. Viel Spass beim Restaurieren sowie beim fahren.

Gruss Holger
 
Hallo
Nun geht es doch los mit restaurieren.
Zur Zeit haperte am BKV.
Alle Leitungen, Zylinder, Belege sind als Ersatzteil hier, nur für den Unterdruck BKV finden wir kein Rep.Satz.
Weis Jemand wo man sowas noch beziehen kann?


Mit freundlichen Grüßen
Schwarz Edi