kein TÜV wegen Luftdruck Anhängerbremse

tommes

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16. Sep. 2002
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Hallo,

nachdem ich letzte Woche keine TÜV-Plakette bekommen habe wegen Funktionsstörung Anhängerbremse (detaillierter Aussage wär mir lieber gewesen) bin ich etwas ratlos. :oops:
Unimog 403 Bj 83, Scheibenbremse, 2 Druckluftkessel.
Nach Rückfragen hatte ich die Aussage erhalten, die Druckluftkupplungen hatten nur 1 bar Druck, meine Frage welche Zweikreis, gelb, rot oder Einkreis - lapidare Antwort alle!
Hm - kann ich mir mal so nicht vorstellen, aber na ja. Ich gehe nun davon aus, dass es sich um den Vorratsdruck der beiden Systeme handelt, also die Einkreisleitung und die rote Leitung (Zweikreis). Nun erst mal die Frage, ob das Problem jemand schon kennt und idealerweise eine mögliche Lösung.
Meine gegenwärtige Theorie: Die Anhängerbremse (Vorratsdruck) wird vom 2.(kleineren) Druckluftkessel gespeist (richtig?) wenn das Ventil zwischen ersten und zweiten Kessel nicht richtig öffnet, bekommt die Anhängerleitung zu wenig Druck (richtig?), das sollte sich überprüfen lassen mittels des Entwässerungsventils des zweiten Kessel (richtig?).
Umgekehrt, wenn am 2. Kessel der max. Druck anliegt, muss er auch an der Vorratsleitung anliegen?! Ich sehe hier aktuell nur eine Fehlermöglichkeit, das Ventil zwischen den Kesseln.
Nun nochmals die Frage/Bitte, kennt das Problem jemand oder habe ich einen Denkfehler?
Noch eine Bitte: Die Aussage "der Prüfer soll gefälligts vernünftige Fehleraussagen treffen und nicht so" mag zwar richtig sein, hilft jedoch in der Sache nicht weiter - ich war nicht dabei und kenne nur obige Aussage.

etwas frustrierter Gruß
Tommes
 
Moin Tommes,

Noch eine Bitte: Die Aussage "der Prüfer soll gefälligts vernünftige Fehleraussagen treffen und nicht so" mag zwar richtig sein, hilft jedoch in der Sache nicht weiter - ich war nicht dabei und kenne nur obige Aussage.

Wir waren auch nicht dabei :roll:

Dann miss doch selbst mal und schreibe was Fakt ist.
 
Hallo Tommes,

ein genauer Plan der Bremsanlage ist - neben vielen, vielen anderen interessanten und nützlichen Dingen - in der Betriebsanleitung enthalten. Eine solche (Kostenpunkt: € 13,50) halte ich für die absolute Mindestausstattung. Wenn Du schon eine hast, will ich nichts gesagt haben :wink:

Wie sollen Dir jemand helfen, wenn Du selbst noch nicht das Problem genau beschreiben bzw. die Ursache eingrenzen kannst?

Nichts für ungut, aber eine möglichst präzise Beschreibung des Fehlers hilft seitenlangen wilden, aber auch fruchtlosen Mutmaßungen vorzubeugen.
 
Hallo Tommes,

ich habe vor geraumer Zeit ein 2-Leiter Ventil eingebaut und am roten Hängeranschluß ca. 6 bar und am gelben bei voll getretener Bremse nur zwischen 0 und 2 bar gehab. Dann habe ich den Steuerdruck der vom Bremskraftverstärker kommt, gemessen und der hatte auch ca. 6 bar bei voll getretener Bremse. Alles wieder angeschlossen und nochmals hinten am Gelben Hängeranschluß gemessen und siehe da, nach öffterem Betätigen ging der Druck immer schneller immer weiter nach oben.
Ich vermute noch heute, dass die Membrane irgendwie geklebt hat und deshalb der Steuerdruck zu niedrig war. Nach öffterem Betätigen ist alles i.O.
Gruß
Volker
 
Hallo,

ich hab letzte Woche mein Einkreis und Zweikreis Anhängersteuerventil (U416 Bj71) ausgebaut, zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut. Mit durchschlagendem Erfolg. Einen O Ring musste ich wirklich ersetzen und mittelfristig werde ich auch einen Dichtsatz kaufen, aber da war soo viel Dreck drinnen, dass es kein Wunder war, dass es nicht funktioniert hat.

Insgesamt ist das auch nicht wirklich kompliziert aufgebaut. Man muss halt sehr sorgfältig arbeiten.

Wenn du dir das zutraust ist das bestimmt eine gute Aktion.

Gruß
Hermann
 
Hallo,

danke für die ehrlich gemeinte Hilfe. Anhängersteuerventil hatte ich vor einigen Jahren getauscht, das hoffe ich ist´s nicht. Also werde ich mal nach Überprüfung des Druckes im zweiten Kessel das Anschlussventil zerlegen, Gummi ist neu, aber möglicherweise ist noch etwas Gammel innen drin. Messen am Anschluss ist eher schwierig, dafür müßte ich mir erst ein Kopplungsstrück besorgen und mit Manometer umbauen - mal sehen.
Übrigens habe ich selbstverständlich eine Bedienungsanleitung ;-)

Ich hoffe ich finde den Fehler und kann die Lösung auch hier posten - Stimmung steigt!

@Reiner: Schade - siehst Du, genau das meinte ich mit obigem Nachsatz :? aber ich will den Thread nicht in eine falsche Richtung lenken

freundliche Grüße
Tommes
 
Hallo,

Anhängersteuerventil hatte ich vor einigen Jahren getauscht, das hoffe ich ist´s nicht.

Wenn z.B. irgendwo Rost in der Anlage ist (z.B. in einem Kessel oder in einer Leitung) kannst du entweder dauernd Ventile ausbauen, zerlegen und reinigen (da sprechen wir dann aber eher von Wochen als Jahren) oder der Ursache auf den Grund gehen.

Messen am Anschluss ist eher schwierig, dafür müßte ich mir erst ein Kopplungsstrück besorgen und mit Manometer umbauen - mal sehen

Ich hab mir 'nen Anhänger-Anschlußkopf besorgt (der passt nach leichter Modifikation auf den roten oder den gelben Anschluß) und den mit einer normalen Druckluftkupplung ausgestattet. Sowas kann man immer brauchen, wenn man Druckluft unterwegs benötigt. Dazu noch ein 0..10bar-Manometer mit Druckluftstecker und die Prüfeinrichtung "light" ist fertig.

Gruß,
Michael
 
Hallo Tommes,

um den Druck am gelben Anhängeranschluß zu messen, brauchst Du nur einen Anhängeranschluß, reduzierst den über Schlauch auf ein kleines Röhrchen und drückst da den Reifenfüllanschluß drauf, den du sonst zum Füllen von Reifen mit Luft verwendest. Das daran angebaute Manometer zeigt dir beim Betätigen der Bremse den Brems-Steuerdruck für den Anhänger. Für das Messen des Steuerdrucks vom Bremskraftverstärker ist der Adappter aufwendiger, aber das Messen würde auch mit dem Füllmanometer funktionieren.
Gruß
Volker
 
Moin tommes,

ich kann Kritik ab :wink:

Es sollte lediglich ein "dezenter" Hinweis sein, Dein Problem etwas genauer zu schildern.

Z.B. eine konkrete Aussage wie: Roter KK. hat 2bar, gelber KK. hat 1bar, schwarzer KK. wiederum 1bar.
Luft entweicht da und dort bei nichtbetätigter Bremse, usw.

Dann kann man Dir konkrete Tips geben.

Also, nichts für Ungut, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch(nicht mit dem Mog) :wink:
 
Hallo

Michael und Volker super!! Ich war schon unterwegs und habe mir eine Anhängerdruckluftkopplung besorgt. Jetzt noch ´ne Kupplung dran und den Druckminderer vom Kompressor und das Messgerät ist fertig! Ich poste umgehend. Das mit dem Reifenfüllanschluss ist auch nicht schlecht! aber ich hab nun den Druckminderer daliegen.
Übrigens der Fülldruck ist i.O. Sicherungsdruck, Abschaltdruck, das passt alles lt. Anzeige - die Bremsen waren ja auch i.O. nur der Druck auf den Anhängerleitungen war zu niedrig. Nachdem wir jetzt hier auch wieder deutlich mildere Temperaturen haben war vielleicht auch die Kälte ein Problem. Morgen kann ich messen zumindest die Zweileitungsanlage. Jetzt überlege ich noch wie ich die Einleitungsanlage messen kann, oder davon ausgehen wenn der Druck im roten Anschluss passt, muss er auch in der Einleitungsanlage passen - das wäre eher zu einfach. Ich habe diese Einleitungsbremsanlage an einem Hänger noch nie gesehen, von gebraucht gar nicht zu reden.
Mal sehen, was die Messung morgen bringt!

danke und freundliche Grüße
Tommes

@Reiner: Ich kann blöde Kommentare auch ab, ich bedaure es nur dass hier inzwischen zum Teil Quantität vor Qualität gilt - will/muss ich Seniormember werden?! :? natürlich auch Dir schöne Tage, aber ich will ja morgen nochmal posten :)
 
Hallo,

noch eine Ergänzung: Je nach Ausführung der Bremsanlage kann es sein, dass die Anhängerbremsanlage nur dann mit Luft versorgt wird, wenn am roten Vorratsanschluß eine Leitung angeschlossen ist. Früher gab's beim 403/406 einen Absperrhahn vor den roten Anschluß, mit dem man die Anhängerbremsanlage abschalten konnte, später kam ein roter Anschlußkopf mit eingebautem Umschaltventil zum Einsatz. Wenn dem so ist, brauchst du noch einen zusätzlichen Anschlußkopf als "Blindkupplung", behelfsmäßig müßte aber auch ein Stück Gummi mit einer Schraubzwinge ausreichen, um den Ring des Anschlußkopfes reinzudrücken und somit die Anhängerbremsanlage in Betrieb zu setzen.

Gruß,
Michael
 
Hallo,

wie oben versprochen hänge ich nun mein "Prüfgerät" hier mal rein. Anschaffung: Kupplungskopf rot ca. 9 EUR, Kleinteile der Verschraubung 6 EUR, Druckminderer vom Kompressor

Ergebnis Vorratsdruck/rote Kupplung bis zu 8 bar alles i.O. Allerdings hat der TÜV dann für Steuerdruck/gelb und Einleitungsbremsanschluss nur ca. 1 bar gemessen, d.h. keine Plakette; aber zunächst das Bild


Gruß
Tommes
 

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Hallo,

wie oben geschrieben war das noch nichts, d.h. ich beschäftige mich weiter mit dem Problem und nehme Hilfe gerne an :)
Gemessener Druck an der Einleiterkupplung und an der gelben Druckluftkupplung Steuerdruck < 1bar, Doppeldruckmanometer zeigt korrekt knapp 8 bar an(roter Pfeil), bei getretener Bremse kommt der gelbe Pfeil max. bis zum roten Pfeil, dieser Teil funktioniert schon mal. Wenn ich nun das Bremsenschema betrachte, würde ich als ersten Messpunkt die gelbe Leitung (unten) aus dem Hydropneumatischen Steuerventil 18 sehen, dort erwarte ich Bremsdruck analog gelber Zeiger im Manometer - messen (morgen bei hoffentlich etwas weniger Regen und Schnee)
Was ich auch noch nicht weiß, wie stellt sich den die gezogene Handbremse 15 dar, Druck gelbe Leitung? Mittels Drehknopfventil für Anhänger 33.1 sollte ich ja dann die Handbremse des Anhängers auch wieder lösen können - Druck? Steuert die Handbremse auch die Einleitungsanlage?
Ich versuchs mal mit strukturierter Vorgehensweise und zunächst das Handbremsverhalten zu ergründen und den Druck bei 18 zu messen.

Für hilfreiche Tipps bin ich sehr dankbar, über Ergebnisse werde ich berichten.

Gruß
Tommes

und nun die Bilder zur Beschreibung
 

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Hallo,

grundsätzlich macht die Handbremse das gleiche wie die Betriebbremse.
Bei mir also im Zweileiterkreis wenn Handbrememse dann Druck auf der gelben Leitung - abhängig davon wie stark man zieht.
Im Einleiterkreis - wenn Handbremse dann kein Druck auf der Leitung.
Gruß
Hermann
 
Hallo,

trotz Dauerregens in Franken habe ich begonnen den Fehler zu suchen:
- Handbremse gezogen/gelöst -> kein Abblasen
- Handbremse gezogen -> kein Druck auf gelber Leitung
- Bremse getreten -> kein Druck auf der gelben Leitung vom hydropneumatischen Steuerventil 18 (siehe oben)
- messen: kein Eingangsdruck (rot) an diesem Ventil
- messen: Abreisventil 45.3 Eingangsdruck liegt an
- messen: Ausgangsdruck an diesem Ventil ebenfalls vorhanden
- also geht der Druck auf dem Weg vom Abreisventil 45.3 zum Hydro.-Steuerventil 18 verloren
- Leitung demontiert -> komplett dicht d.h. zugerostet
- nächste Leitung ebenso - quasi Flächenbrand :(

3 Meter Leitung habe ich noch, beim Heizungsbauer Schneidringe und ein paar Überwurfmuttern geholt - morgen geht´s los bei hoffentlich besserem Wetter
Diese ganzen Ventile sind ja so verbaut, dass man um eine Leitung zu wechseln mindestens drei andere ausbauen muss, d.h. ich werde alle kurzen Leitungen sukzessive ausbauen und erneuern und wenn dann noch Leitung da ist die nächsten tauschen - die schauen vermutlich alle gleich aus. Und wenn dann der Dreck noch nicht in den Ventilen hängt habe ich vielleicht das Problem gelöst - I hope so :?

Wahrscheinlich wäre die Umrüstung auf Kunststoffleitungen die bessere Methode - habe aber keine da und schon mal bei Stahlgruber etc. nachgefragt und auch keine bekommen. Das hat jetzt 26 Jahre gehalten, mal sehen!

soweit mein aktueller Status

Gruß Tommes
 
Hi Tommes,

na dann schon mal Glückwunsch zum Teilerfolg!
Gib dir keiner Hoffnungen hin mit Kunststoffleitungen - Kunststoff ist nicht dauerfest! Dann kommt da zudem noch schön Druck drauf - versuch's besser gleich mit VA-Rohren (auch wenn das streng genommen auch nicht dauerfest ist) oder/und nem Lufttrockner. Soweit ich da bisher mitgekriegt hab, gibts dabei allerdings jedes Jahr die notwendigkeit der teuren Trockenpatronen. Also irgendeinen Tot stirbste.

Dann noch viel Glück für den TÜV im nächsten Jahr!

mfG
Axel
 
Hallo Tommes!

Wenn du deinen Druckluftschaltplan mal genau anschaust, wird dein Zweileiteranhängersteuerventil und dein Handbremsventil erst mit Druckluft versorgt, sobald an deinem roten Kupplungskopf (Vorrat) ein Anhängerkupplungskopf angekuppelt wird. Dann wird erst die Anhängersteuerung aktiviert. Deswegen hat der TÜV-Prüfer am gelben Kupplunskopf auch keinen Steuerdruck bekommen; er hätte nämlich zusätzlich am roten Kupplungskopf einen Kupplungskopf montieren müssen.

Gruß Franz :)
 
Hi Tommes !

Dasselbe gilt auch für den Einleiter. Erst wenn auch dort ein Kupplungskopf angeschlossen wird, wird die Anhängersteuerung am Anhänger aktiviert. Schau dir mal genau deinen roten Kupplunskopf und deinen Einleiterkupplungskopf an. Am roten Kupplungskopf 2 Anschlüsse;
Anschluss "1": Vorrat vom Luftkessel
Anschluss "2": Steuerleitung (Vorrat) zum Anhängersteuerventil
Einleiterkupplungskopf: 3 Anschlüsse
Die zwei kleinen Leitungen: einmal Vorrat und einmal Steuerleitung (Vorrat) zum Anhängersteuerventil.
Die große Leitung: Steuerleitung vom Einleitersteuerventil zum Kupplungskopf.

Entschuldigung für die evtl. ZU ausführliche Beschreibung, aber ich bin seit 27 Jahren Nfz-Monteur bei Mercedes. :D

Gruß Franz
 
Hallo,

vielen Dank für die Unterstützung und die aufmunternden Worte :)

@Franz: Deine Ausführunge waren keinesfalls zu umfangreich - danke!!
Das mit der Schaltfunktion des roten Kupplungskopfs war mir natürlich nicht klar :idea:

Zur Entlastung des TÜV-Prüfers kann ich sagen, dass am roten Kupplungskopf mein oben gezeigtes Messgerät angeschlossen war, also das hätte funktionieren müssen. Und die bsiher ausgebauten Leitungen sind definitiv zu - also da stimmt der Weg bisher. Ich weiß natürlich nicht, ob dies auch die finale Lösung ist/wird.
Am Abreisventil 45.3 liegt unten (meiner Meinung nach Ausgang) Vorratsdruck an, nachfolgende Leitung ist dicht.

@Franz: Nach Deiner Erläuterung ist mir nicht mehr klar, wie das Lösen der Handbremse (ohne angeschlossenen Hänger) zu einem Abblasen/Zischen führen kann, das ist definitiv so (also jetzt nicht weil Leitung dicht aber normalerweise) :?: Vielleicht kannst Du hier nochmal helfend erläutern
Auf jeden Fall werde ich für die (abschließenden) Messungen eine angekupplete Vorratsleitung simulieren (habe ja nur eine, die brauch ich zum Prüfen) kleine Schraubzwinge sollte funktionieren - aber so weit bin ich ja noch nicht
erst Leitungen ersetzen

Gruß Tommes
auf Erleuchtung und besseres Wetter hoffend (letzeres ist wahrscheinlich einfacher)