Kipper kippt irgendwie nicht mehr sondern quietscht

kraefti

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18. Apr. 2005
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Thüngersheim
www.kraefti.de
hi!
Bei unserem 421 wollte ich am Wochenende ne Ladung Holz abkippen. Als ich den (linken) Hebel für die Hydraulik betätigt hab hat sich leider nix getan - hat nur ekelhaft gequietscht...
Bei der Kompostaktion vor 2 Wochen hat alles gaaanz einfach funktionniert. Muss ich da noch irgendwas umstellen? Funzt das nur in einer bestimmten (Getriebe-)Stellung...?
Rutscht da irgend ein Riemen durch?
Viele Fragen eines Hilfesuchenden ;-)
Vielen Dank schonmal
Sebastian Kraft
 
hmmm - das hört sich schonmal gut an - nachdem der kipper längere zeit nicht genutzt wurde kann ich mir das ja schon fast so vorstellen....
noch ne frage - wo kann ich das denn kontrollieren?? :oops:
DANKE
Sebastian
 
Hallo Sebastian

Den Ölstand der Hydraulik kannst du vorne im Motorraum am Hydraulikölbehälter kontrollieren. Der Ölstand muß bei eingefahrenen Hydraulikzylindern in Kontrollglas sichtbar sein.

Gruß Markus
 
Wenn die Pumpe wg. Ölmangel kreischt, hört sich das NICHT gut an.
Und beim Weiterfahren riskierst du schätzungsweise nen Fünfhunderter.

Kann natürlich auch nur der Keilriemen sein.

So, und jetzt helfe dem Mann einer aus der 421er Fraktion weiter.
(Inklusive aushängen der Motorhaube)
buttrock.gif


Thorsten

Edit: aha, da war schon einer.
 
Moin,

es kann auch sein das Du gegen die Pumpe drückst.Habt Ihr an dem
Ölkreis Schläuche gedreht ?
was passiert wenn Du den Hebel in die andere Richtung betätigst ?

Gruß

Frank
 
Hallo Sebastian,

1. Wie bereits geschrieben Ölstand vorne im Motorraum links, Ölstand im Schauglas prüfen, sollte sichtbar sein.
2. Keilriemenspannung
3. evtl. falschen Hebel gezogen/gedrückt?
4. wenn vorhanden, hebt der Heckkraftheber noch?

Gruß
Torsten

Mindestens eine Bedienungsanleitung des Fahrzeuges sollte vorhanden sein. Es gibt noch mehr Ölstände am Fahrzeug die regelmäßig überprüft und gewechselt werden müssen, von den Schmierstellen mal abgesehen.
 
Hallo zusammen,

Das Thema wird jetzt langsam interresant.

Ich kenne dieses Quitschen, wenn man einen Anschluß belastet, an dem nix dranhängt. Z.B. ziehen in falsche Richtung.

Das das Öl nicht ausreicht, kann ich zumind. bei mir ausschließen.
Woher kommt es also ???
Meine Vermutung ist a. der Keilriemen oder b. das Überdruckventil in der Pumpe, das dann das Quitschen erzeut.

Was meint ihr???

Gruß, Stephan
 
vielen dank schonmal bis hierher!
ich werd mir das ganze bei nächster gelegenheit mal anschauen (das mit dem öldruckbehälter) - und mal sehn ob sich bei meiner freundin auch noch eine bedienungsanleitung auffinden lässt. seit ihr vater nicht mehr ist wurde der mog nur noch sporadisch 5 bis 6 mal im jahr bewegt (um mal eben mit dem hänger was zu transportieren oder so...)
wie gesagt - ich guck mal was ich als laie da erkennen kann und werd mich wieder rühren ;-)
merci
Sebastian
 
Hallo allerseits !
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach könnte das Druckbegrenzerventil höchstens etwas zischen oder rauschen, keinesfalls jedoch quietschen oder gar kreischen.
In den allermeisten Fällen dürfte wohl der Keilriemen zu gering gespannt sein. Beim 421 muss der Keilriemen für Luftpresser/Hydraulikpumpe mit einer Spannschraube (am Fuß der Halterung oder am oberen Halter) gespannt werden, Handspannung reicht nicht aus ! Keilriemen darf sich nur etwa insgesamt 5-10 mm bewegen lassen.
In seltenen Fällen: wenn das Druckbegrenzerventil defekt ist und nicht oder erst bei viel zu hohem Druck öffnet, arbeitet die Hydraulikpumpe praktisch gegen die Wand. Dann wird auch der gut gespannte Keilriemen durchrutschen. Zumindest wenn man Glück hat. Wenn man Pech hat zerstört sich die "3-Kugel-Kupplung" auf der Antriebswelle der Hydraulikpumpe.

Gruß, Gundo
 
@ Sebastian

Ein "Lapalie", falls ich es nicht überlsen habe.

Ist Dein Hydraulikschlauch von Heckkrafheber auf den Kippzylinder umgesteckt? Sonst Drückst Du gegen die Wand und machst die Pumpe kaputt.

Gruß! Karl
 
Hallo,
ist eigentlich schon fast alles gesagt worden.
Ich würde in folgender Reihenfolge vorgehen.
Da sowieso der Ölstand mal kontrolliert werden muss:
1. Ölstand kontrollieren, Fahrerseite der schwarze Behälter
2. Besitzt der Unimog Heckkraftheber? Links am Rahmen Hebel zum Umstellen von Sperren / Kipper / Kraftheber? ist dieser evtl gesperrt?
3. Wieso ist der Kipper am linken Hebel und nicht rechts?
4. Hebel nach hinten ziehen oder nach oben (Richtung Lenkrad).
5. Kippzylinder überhaupt angeschlossen?
6. Kipperpritsche evtl. mit 4 Bolzen gesichert?
7. Keilriemen der Hydropumpe + Kompressor mit Pumpe

So,
Hydraulikanlagen können unter Druck sehrwohl Geräusche machen die sich unangenehm anhören. Selbst an einfache Anlagen wie Holzspalter ohne schnick schnack dazwischen. Das liegt dann an Virbrationen der Leitungen die durch anschlagen an Rahmen / Karosserie noch verstärkt werden.

Nun kenne ich die älteren Baujahre der 421er nicht, mein 421 ist 79. Da ist es standartmäßig so, daß am rechten Hebel der Kraftheber und der Kippzylinder angschlossen ist. Angewählt mit Hebel am Rahmen etwa vor dem Kotflügel des Hinterrad. Wenn der auf Kraftheber steht und der Hebel wird betätigt und der Boden der Pritsche ist nicht herausgenommen geht irgendwo etwas zu Bruch!!!!

Berichte mal über Erfolg / Misserfolg / Schaden / Ursache

Gruß
Bernd Thomes
 
Nochmal vielen Dank an all die super "Anleitungen"! Ich hoffe ich komme am Wochenende an den Mog um mir das mal alles weng anzugucken. (Wie bereits erwähnt isses ja nicht meiner sondern gehört meiner Freundin bzw. deren Mutter...) Bericht folgt! Versprochen!!
Danke!
Sebastian
 
Hallo,

also, bei meinem ("älteren": '71) 421er ist kein HKH verbaut. da hinten alle 4 hy-anschlüsse verfügbar sind, vorne aber nur 2 (die vom rechten hebel), ist der kipper auf den linken hebel gesteckt. auf dem rechten ist der FL (vorne), der rest (3 leitungen) ist hinten unbenutzt.

das hat 2 vorteile:
a) man muß nicht immer umstellen
b) man kann auch mal abkippen, wenn man neben dem fahrzeug steht, weil man bessere sicht nach hinten braucht !

übrigens, wenn man gegen die verschlüsse der unbenutzen anschlüsse drückt (hebel andersherum), dann DARF absolut NICHTS kaputt gehen - der überdruckregler der hydraulik muß aufmachen ! das ist genau so, wie wenn man einen zylinder gegen den anschlag fährt !
ABER: dies ist kein dauerzustand, d.h. die pumpe, der antrieb und der druckbegrenzer werden auf vollast gefahren, und damit alles volle pulle belastet. man sollte diesen betriebszustand also vermeiden bzw. nur so kurz wie möglich halten.

ansonsten bin ich auch mal gespannt, was das war ...

mfg,
Andreas