Kleines OPTIMOG-Projekt: Trennung der Differenzialsperren

OPTI-MOG

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09. Jan. 2005
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Liebe Unimog-Freunde,

Trennung von Hinter- und Vorderachssperre (411, 421, 406)

Im Gelände ist es in vielen Situationen nicht zweckmäßig, stets beide Sperren gleichzeitig einlegen zu müssen, weil z. B. Kurvenfahrten erschwert werden.
Besser wird zunächst nur mit Allrad und wenn nötig anschließend zusätzlich mit gesperrter Hinterachse gefahren.
Beide Achsen zu sperren sollte der höchsten Eskalationsstufe vorbehalten sein, z. B. beim Durchwühlen im Sand oder Matsch.

Die angestrebte Funktion wird mit einem einfachen und preisgünstigen 2/2-Wegeventil erreicht.
Ein wesentlich teureres 3/2-Wegeventil wird nicht benötigt.

Schaltplan und Einbaubericht folgen.
 

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Hallo Christoph,

dein Projekt ist ja nun nichts wirklich neues.
Bei mir sind seit 9 Jahren die VA-Zuschaltung und die Sperren separat elektropneumatisch gesteuert.
Hier im Thread auf (Seite 1 Beitrag vom 04.09.2012) ist ein Bild der Getriebeabdeckung mit den Schaltern zu sehen. Die Beschreibung ist ebenfalls enthalten.

https://www.unimog-community.de/phpBB3/mein-403-121-t73254.html?hilit=403

Irgendwie kann man den Beitrag nicht editieren? Oder ich finde den Button einfach nicht.
 
Hallo Reiner,

im Prinzip ist die Trennung natürlich nicht neu. Doch bei mir anders als Du es gemacht hast und viel einfacher.

Nur ein Ventil (E) kommt hinzu und der Schalter am Armaturenbrett ist von einem vorherigen Projekt sogar auch schon vorhanden.
 

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Hallo Christoph,
Deine Schaltung hat einen kleinen aber durchaus beachtenswerten Schönheitsfehler. Du kannst bei Dir nicht nur die Vorderachse sperren. Und diese Spielerei kann durchaus mal Sinnmachen. Also wenn getrennt dann aber richtig. Und der zweite Schönheitsfehler vermutlich ist die unveränderte Ansteuerung der hinteren Sperre über den Allrad/Sperrenhebel. Das heißt die hintere Sperre läßt sich nur bei Allradbetrieb schalten. Auch hier kann eine Trennung Sinn machen :D
 
Hallo Jürgen,

der klassische und übliche Ablauf ist doch der:
1. Allrad zuschalten bzw. Mittendifferenzial sperren
2. Hinterachse sperren
3. Vorderachse sperren

Das geht mit meiner Schaltung und ist schon mal eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Serienzustand. Allemal, wenn nur 50 € dafür investiert werden müssen.

Eine weitere Trennung der einzelnen Funktionen ist jederzeit möglich. Aber ich gucke erst mal nach dem individuellen Nutzen für mich. Trial will ich ja nicht fahren.
 
Hallo Christoph,
Nein der klassische und übliche Ablauf ist
- Allrad zuschalten und nicht vorhandenes Mitteldifferenzial sperren
- beide Achsen sperren

Ein Sperren der Achsen macht man ja weil es Schlupf an den Rädern gibt. Und daher können dann auch gleich beide Achsen gesperrt werden. Die Spielerei nur die Vorderachse zu sperren erlaubt es sogar so das Fahrzeug noch stärker in die neue Richtung zu zwingen.
 
Hallo,
also mir erscheint die Lösung von Christoph für den Alltagseinsatz plausibel und erinnert mich an die Umsetzung beim G463. Zuerst wird das Mitteldifferential, dann die HA und zuletzt die VA gesperrt. Ich bin mit der Lösung beim G463 sehr zufrieden und sie ist praxistauglich.
Gruß
Wolfgang
 
Hallo
OPTI-MOG schrieb:
Die angestrebte Funktion wird mit einem einfachen und preisgünstigen 2/2-Wegeventil erreicht.
Ein wesentlich teureres 3/2-Wegeventil wird nicht benötigt.
OPTI-MOG schrieb:
Nur ein Ventil (E) kommt hinzu und der Schalter am Armaturenbrett ist von einem vorherigen Projekt sogar auch schon vorhanden.
OPTI-MOG schrieb:
Allemal, wenn nur 50 € dafür investiert werden müssen.
rechnet man den vorhandenen Schalter plus die notwendige Verkabelung beim Normalzustand hinzu, ist diese Variante teurer und unflexibler. Es gibt 3/2-Wegeventile z.B. von Riegler, ob mit mechanischer Betätigung mit Kipp- oder Drehschalter oder elektrisch betätigt zwischen 30 und 50€. Die Ventile können je nach Ausführung sogar ins Armaturenbrett integriert werden. Damit kann man frei entscheiden, ob Vorderachsdifferntial mit oder ohne Hinterachssperre gewählt werden kann
kinzigsegler schrieb:
Die Spielerei nur die Vorderachse zu sperren erlaubt es sogar so das Fahrzeug noch stärker in die neue Richtung zu zwingen.
und lässt die von Jürgen beschrieben Option von Jürgen ebenfalls zu. Wobei ich bei off road Fragen tendenziell eher der Erfahrung vom Team Fahlbusch vertraue.
 
Hallo Helmut und Jürgen,

eine Stunde Arbeit: Rad ab, Rohr raus, neue Installation rein, elektrisch anschließen, Rad wieder dran

50 € für das Ventil, alle übrigen Kleinteile waren vorhanden

und nur die Vorderachse sperren kann ich auch, wenn zuvor beide gesperrt waren

Das ist mehr als ich wollte und funktioniert tadellos

(Auf dem 2. Foto ist der "Hörschmän" noch nicht festgezogen)
 

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Hallo Christoph
wenn die Sperre einmal zugeschaltet wurde, lässt sich die VA-Sperre mit einem 2/2-Ventil nicht mehr abschalten, da der Anschluss am Ventil nicht entlüftet werden kann, dazu wäre ein 3/2-Ventil erforderlich. Zum Abschalten muss bei dem von dir skizzierten System einmal komplett entlüftet werden, d.h. VA-Sperren ein, Sperren aus, VA-Sperre aus, Sperren wieder ein,. Das sind zwar nur wenige Schaltungen, wäre mir zu wenig bei dem Aufwand. Wenn beide 3/2- Ventile hinter der Verzweigung Vorder- und Hinterachse angeordnet werden, sind bei gleichem Aufwand beide Sperren separat je nach Einsatzsituation ein- und ausschaltbar.
So ist es bei den Umrüstern in der Trial-, Expedition- und off road-Szene üblich.
 
Hallo Helmut,

Vorderachssperre abschalten geht, aber natürlich nur, wenn man mit dem Hebel (M) abschaltet und dann das Ventil E abschaltet, siehe Funktionsdiagramm. Danach kann man ja wieder jeden der Zustände einschalten. Also was ist jetzt noch zu bemängeln?
 
Liebe Unimog-Freunde,

ok, eine Schwäche hat meine Lösung, die aber bei mir nicht vorliegt.
Der Sperrenzylinder (Vorderachse, bei Sperrung alleine der Vorderachse) muss absolut dicht sein. Sonst bleibt die Wirkung nicht lange erhalten. Weil keine Nachversorgung vorhanden ist.
 
Hallo, ich habe seit Jahren bei meinem 416 mit Allrad - Sperren - Schalthebel die Allradschaltung mech. per Hebel belassen aber die Sperren , erst HA, dann zus. VA, mit einem separaten Schaltventil geschaltet. Das Vetnil ist jenes, welche die jüngeren Unimog für erst 4x4 und dann beide Sperren verwenden. Die Schaltung VA vor HA oder ohne HA ist insbesondere was für Trial - Einsätze. Allrad bzw. Längssperre, Sperre HA und dann VA ist üblich bei LKWs und auch bei der BR 405 und im allg. zweckmäßig.
Christoph
 
Hallo,
das Trennen der Sperren ist ein nettes Extra dass der ein oder andere sicher für nützlich hält, ich hatte es mir auch schon überlegt. Aber wenn dann bitte nur eine Lösung die permanent Luft nachliefern kann, wie mit zwei seperaten Ventilen, wenn bei der Lösung von Christoph nur eine minimale Undichtigkeit vorliegt besteht ein sehr hohes Risiko sich die Sperre zu zerstören!!!

Hier liegt die Einsparmöglichkeit in keinem Verhältniss zum Risiko und den damit verbundenen Kosten und Aufwendungen zur Reparatur.

Die Gesichter von Leuten denen dass passiert ist habe ich schon Live beim Geländewagen Trial gesehen.

Gruß Robert
 
Moin,

meines Wissens haben die früheren UG kein Mittendifferenzial,
VA und HA sind immer zueinander gesperrt wenn auf Allrad eingestellt ist.

Gut Mog! Justus.
 
Hallo Justus,

manche Lkw haben Mittendifferenzial. Meine Aussage oben war allgemein gefasst und nicht nur auf den Unimog bezogen.

Und das wesentliche Ziel des Projektes war lediglich, die vordere Sperre abschalten zu können, und das ist bestens erreicht.
 
Hallo Christoph
Find ich gut danke für den Tip , sollte ich dringend für meine Waldarbeit nachrüsten !
Würde dann aber ein Ventil 3/2 einbauen welches die Vordere Sperre entlüftet/abschaltet .Damit ich die Vordersperre zum lenken ab und anschließend wieder zuschalten kann ohne zu viel vorschub zu verlieren.
Nur die Vorderachse zu Sperren seh ich ( für mich mit meinem Heckaufbau) wenig sinn.
:spitze gruß Nico
 
Hallo Nico,

bei Kreisfahrt auf Schotter habe ich es nochmal getestet.
Vorder- und Hinterachse gesperrt: Unangenehmes Fahrgefühl mit extremer Verspannung im Antriebsstrang. Vergrößerter Wenderadius.
Lediglich Hinterachse gesperrt: Nur unwesentlich größerer Wenderadius als ohne/mit Allrad und völlig "entspanntes" Fahrgefühl, sogar mit Anreiz zum Driften.
 
Hallo Christoph,
So wie ich Dich kenne, weist Du schon wofür und wann Sperren benötigt werden. Wenn Du schreibst, daß Du beim Test nur mit Hinterachssperre den Anreiz zum Driften hattest, warst Du auf eigentlich griffigem Boden zügig unterwegs, eigentlich keine notwendigkeit für Sperren, weder vorne noch hinten, aber schön zum spielen. Bei so einem Boden ist sicherlich der komplett gesperrte Antrieb nicht sinnvoll. Bei weichem schlüpfrigem Boden macht es aber auch in Kurven das Fahrwerk komplett zu Sperren. Die Differenziale sollen ja die Drehzahlunterschiede auf griffigem Boden ausgleichen, auf weichem Boden wird dies durch den Schlupf der Reifen übernommen. Daher ist es dann notwendig die Differenziale zu sperren.
Ich weis, das speziell Dir dies nicht unbekannt ist. Und ja ich empfehle auch das unabhängige Schalten beider Sperren, aber eben dann möglichst ganz unabhängig. Der Mehraufwand ist meines Erachtens gering.
 
Hallo Christoph
Ich muss um aus meinem Wald (Lehmboden nass), auf einen befestigten Weg zu kommen, eine ca 120 Grad kehre bei ca. 40% steigung ( keine Grad !!) fahren, das ganze mit ca. 3to als Heck und Ladegewicht mit Hänger geht nur trocken.
Da wäre die Schaltung ideal da die Vorderräder schon auf Schotter kommen wärend die Hinterräder noch im dreck wühlen und die Hauptlast tragen
Wenn ich die Sperre nicht raus mach geht meiner wie ein Flugzeugträger ums eck ,wenn dan die sperren raus sind geht s gut ums eck aber der Bludruck, das nichts durchdreht , steigt gefährlich . den wenn er anfängt zu graben heist es rückwärts den Hang wieder runter oder ketten aufziehen. Zur zeit fahr ich so lange gerade aus das schon das rechte Vorderrad beim wenden (Sperre ist dann raus) durch den gegenüberliegenden Straßengraben fährt ( das Heckgewicht hält es dann oben :lol: )
Steht jetzt auf der todo liste
gruß