Kommunalunimog für Landwirtschaft??

mogträumer

New member
Hallo Unimog Fans,
seit längerer Zeit bin ich auf der Suche nach einem passenden und geeigneten Mog für die Landwirtschaft. Ich bevorzuge hierbei nicht unbedingt die ganz alte Fraktion, will heißen, dass ich mit den Modellen U 406 (ab Bj. 73 - Scheibenbremser), lieber aber mit nem 417er aber auch 4Null8er oder 418er, liebäugle. Insbesondere bei der VEBEG findet man ab und zu doch interessante Modelle die aber häufig als Kommunal ausgestattete Fahrzeuge angeboten werden.
Nun zu meinen Fragen: Ist solch ein "Kommunal-Mog" durch Nachrüstung von z.B. Heck-/Frontkraftheber - sofern nicht doch vorhanden - für die Landwirtschaft geeignet? Was haben die (insbesondere BM 417, 408, 418) für Getriebe eingebaut (ähnlich wie z.B. großes Getriebe wie beim U 406)? Was bedeutet die Angabe "Kommunalhydraulik? Zapfwellen sind ja bei fast allen vorhanden - dies dürfte ja insofern kein Problem sein .....
Möchte den Unimog zur Grünlandwirtschaft und Transport einsetzen und natürlich um Spaß zu haben.
Grüße aus dem Brandenburgischen und in der Hoffnung auf viele aussagekräftige Antworten - Ralf.
 
Hallo Ralf mit nem 408/418 wirst du wohl nicht glücklich für deine zwecke,den es gab die beiden hauptsächlich für kommune und deswegen wird das zubehör für landwirtschaft sehr dünn gesäht sein.Ähnlich sieht es bei der (gebrauchten) ersatzteilversorgung aus da die modelle nicht lange gebaut wurden. Weiterer minuspunkt wäre der relativ kleine motor mit 90 bzw 130 ps aus 3l hubraum.Beim 417 dagegen kannst du etliche anbauteile vom 406 verwenden bei dem die (gebrauchte) ersatzteilversorgung wessentlich besser ist.Auch das zubehör paßt da der 417 auf dem 406 basiert.Falls du nen 417 mit splittgetriebe und zapfwellen bekommen kannst ist das nachrüsten mit kraftheber nur noch eine finanzielle :cry: sache.Leider wurde der 417 auch nur vier jahre gebaut was sich auf die stückzahl niederschlägt. Mußt dir halt mal alle ansehen und dann entscheiden was für dich am besten paßt.MFG Herbert
 
Hallo,

zum Thema 408/418 kann ich Herbert nur zustimmen. Du wirst kaum die passenden landwirtschaftlichen Nachrüstteile gebraucht finden, wenn du ein solches Fahrzeug also nicht mit der passenden Ausstattung findest, ist es eher nicht zu empfehlen.

Zum 406er: Warum nur ein Scheibenbremser? Klar, der hat im Falle einer Anhängerbremsanlage ein etwas sichereres System und hat auch den Hydraulikteil der Bremse zweikreisig (gab's aber auch beim Trommelbremser als SA). Ansonsten gibt es aber keine so gravierenden Unterschiede. Hier würde ich einen 406-Trommelbremser ab ca. 1968 (der hat dann schon das G-Getriebe und auch das kippbare Fahrerhaus) auch mit in die Auswahl nehmen.
Letztenendes gibt es keine bestimmte "Kommunale" oder "Agrar"-Ausstattung, dies wird zwar oft verwendet, ist aber nicht eindeutig, da die Ausstattungen natürlich beliebig ab Werk bestellt werden konnten. Die Hydraulikanlage ist beim 406 grundsätzlich immer gleich (ein Hydraulikkreislauf mit 2 doppeltwirkenden Steuerventilen), es gibt hier lediglich Unterschiede in der Verrohrung, maximal sind vorne und hinten je 2 doppeltwirkende Anschlüsse rausgeführt sowie jeweils ein druckloser Rücklauf.
Getriebemäßig findet man auch bei kommunal genutzten Fahrzeugen oft das sog. "große Getriebe" mit Zwischen-, Kriech- und Schneckengängen, in Kommunalfahrzeugen allerdings oftmals ohne Doppelkupplung. Die Zapfwellenabgänge können in 1 3/4" statt in landwirtschaftlicher 1 3/8"-Dimension sein, läßt sich aber umrüsten (Austausch der Zapfwellenstummel in den Lagerböcken). Kraftheber kann man nachrüsten (nicht billig), die AS-Bereifung passt, wenn mindestens 12,5er Bereifung auf dem kommunalen Mog sind, auf die gleichen Felgen.

Wenn der Mog schon zumindest mit passender Getriebeausstattung kommt (großes Getriebe mit Doppelkupplung und Zapfwellen hi/vo), kannst du mal als Richtpreis folgendes veranschlagen (zzgl. Einbau):
- Kraftheber hinten (ca. 2000,-€)
- Umrüstung Zapfwellen 1 3/4 auf 1 3/8 (vo+hi) (ca. 300,-€)
- AS-Bereifung 405/70R20 (ca. 1700,-€)
- Zapfwellenverlagerungsgetriebe (ca. 800,-€)
- Kippzylinder (ca. 750,-€)

Gruß,
Michael
 
Hallo

Getriebmäßig haben 417, 408 und 418 das UG2/30 drin, die neuere Version des UG2/27.
Der Name Split hat wohl was magisches, ist das doch nichts anderes wie der Zwischengang. Nur wird er beim 2/30 pneumatisch geschaltet.
Die bei der Vebeg angebotenen 418 aus Bundeswehr-Beständen (StOV)haben meist auch HKH und Zapfwellen.
Der U130/140 hat den OM364 drin, also nix mit 3l-Motörchen. Der einzige Nachteil ist das schmale Drehzahlband, da der Motor verauchsoptimiert ist und nur noch 2400U/min dreht. Bei entsprechender Fahrweise stellt er jeden 406 in den Schatten, nur muß man halt die Motorcharakteristik richtig einsetzen. Das ist heute bei allen Motoren so, ich sage da nur Downsitzing.
408 und 418 haben eine pneumatische Zapfwellenkupplung, da drunter alles als konventionelle Doku. Der 418 hat, sofern mit Vorschaltgetriebe ausgerüstet, immer eine schnellen Zwischengang. Ohne kommt das Teil nicht aus den Füßen, ein Grund, warum fast alle 418 ein Vorschaltgetriebe besitzen. Beim 418 gibt es bis zu 4 hyd Steuerkreisen, je nach SA auch mit Zweikreishydraulik (2x2), welche leistungsoptimiert zusammengescvhaltet werden können.
Ein 417 ist relativ teuer, da gefragt und nur wenig gebaut. Außer dem Getrieb hat er gegenüber dem 406 auch wesentlich besseren Komfort, ist aber erheblich höher, sollte bei Tordurchfahrten oder Garagen bedacht werden, je nach SA mit bis zu 3 Steuerkreisen.
Kommunal bedeutet Fahrtenschreiber und 1 3/4" Zapfwellenprofil, alles andere SA. Agrar normaler Tacho, 1 3/8" Zapfwelle, HKH und Doku.
 
Hallo,
nachdem die technik abgehakt ist, muß ich auch noch was melden!
komunale fahrzeuge haben meisst auch winterdienst und salzstreuer hinter sich. dadurch und bei mangelder pflege sind sie im allgemeinen rostiger.
der agrar hat da vielleicht mal auf dem gehöft den schnee geschoben. dafür haben die meissten agrar hohe kilometerleistungen. meiner, bj. 71, hat über 400000km auf dem tacho.

Grüße aus dem Westerwald
Arndt
 
Muß Helmut leider recht geben,im 418 ist der 364 A verbaut :oops: ,nichts desto trotz sollte man in betracht ziehen das die versorgung mit zubehör beim 406/417 mit sicherheit besser ist als beim 418/408.Wer im laufe seines unimog nutzung hat nicht das eine oder andre zubehör nachgerüstet. Richtig auch der einwand von Arndt das die kommunalen meist auch winterdienst machen mußten was sich am äußeren zustand niederschlägt.Mein 417 (kommunal mit allem außer kraftheber der aber schon in der werkstatt liegt) war auch kommunal was man an der rückwand sieht.Aber auch das rahmenheck muß mal blank gemacht,entrostet und neu gelackt werden.Nichts desto trotz bei 70000km und 4000bstd kont ich nicht wiederstehen.Würds auch wieder machen. :lol: MFG Herbert
 
Hallo miteinander,
erst mal vielen Dank für die Infos. Dass mit den Salzstreuern hab ich schon mitbekommen - das weiße Zeug nagt ja recht heftig am Eisen. Hab da schon einige bemitleidenswerte Mogs angesehen. Auch dass die Teileversorgung für die 408/418er Modelle schlechter ist als bei den viel mehr gebauten 4Null6ern is ja klar. Aber war mir bis jetzt noch nicht so recht schlüssig was für mich das Beste ist. Zum einen ist natürlich die klassische Mog-Form schon der 406er und auch der 417er die mir auch am besten gefallen, jedoch will ich bei der Arbeit mit dem Unimog auch villeicht nen bisschen "Komfort" haben. Ich meine, dass mir beim Gras mähen nicht nach einigen Stunden die Ohren abfallen und die Bandscheibe schmerzt - das hab ich schon bei meinem Deutz oder MTS Schlepper zur genüge. Ferner wollte ich nicht arg so viel schrauben........
Naja, ich denke, dass ich bei meiner ursprünglichen Planung bleibe und die Klassiker U 406/417 weiterhin im Fokus behalte und vielleicht auf einen der ganz wenigen landwirtschaftlich komplett ausgestatteten 418er schiele. Letztendlich spielt ja auch noch das Euronenbudget eine gewisse Rolle, das mit der Liebsten abgestimmt werden muss :(
Ich wünsche Euch allen nen guten Start ins neue Jahrzehnt und sende viele Grüße aus dem verschneiten Brandenburg - Ralf
 
mogträumer schrieb:
... bin ich auf der Suche nach einem passenden und geeigneten Mog für die Landwirtschaft. ...

Es gibt keinen unter aktuellen Gesichtspunkten für die landwirtschaft geeigenten (d.h. sich rechnenden) Unimog. Die potentiell anstehenden Reparaturrisiken (Kupplung, Getriebe, usw.) sind imho viel zu hoch. Unimog kann nur Hobby sein. (Bsp. gebrauchter U417 für 20.000 €, Umrüstung Bereifung und Nachrüstung Heckhydraulik 5.000 €, Rücklage für Reparatur Kupplung/Getriebe/usw. 10.000 €. Dafür kann man sich einen neuen Traktor kaufen.)

mogträumer schrieb:
... Möchte den Unimog zur Grünlandwirtschaft und Transport einsetzen ...
Zu beachten:
a.) Unimogdreipunktheckhydrauliken "schwimmen" i.d.R. nicht gut, was zu Problemen beim Mähwerk, Heuwender und Schwader führen kann.
b.) Geräteanbau passt oft nicht, insbesondere wenn parallel ein Traktor genutzt wird.
c.) Anhänger benötigen Druckluft, da für auflaufgebremst der Unimog hinten i.d.R. zu leicht ist.
d.) Unimog hat nur 1.000 kg Stützlast, was für die meisten landwirtschaftlichen Anhänger wie Güllefaß, Silierwagen, Miststreuer, Ladewagen, Tadem oder 1-Achskipper zu gering ist.

mogträumer schrieb:
... und natürlich um Spaß zu haben. ...
Ja, dass muss der Hauptgrund sein.
Es wird ein teuerer Spass, wenn Du wirklich regelmäßig und viel damit arbeitest. Und keine Ausweichmaschinen hast.

gruesse
hueroth
 
ist möglich ich mahe zur zeit das glecihe mit einem 1600er
zapfewellen tauschen
heckhydraulik iwann
andere REifen in 24 Zoll
 
uli124 schrieb:
ist möglich ich mahe zur zeit das glecihe mit einem 1600er
zapfewellen tauschen
heckhydraulik iwann
andere REifen in 24 Zoll


Was willst du uns sagen?

Vielleicht das Ganze nochmal auf deutsch und verständlich?
Dann gibt es sicherlich auch Antworten, mit denen du was anfangen kannst.

Gruß
Stefan
 
hueroth schrieb:
(Bsp. gebrauchter U417 für 20.000 €, Umrüstung Bereifung und Nachrüstung Heckhydraulik 5.000 €, Rücklage für Reparatur Kupplung/Getriebe/usw. 10.000 €. Dafür kann man sich einen neuen Traktor kaufen.)

Hallo

zum Verständnis, ich habe eine Landwirtschaft. Das eine Maschine den Geist
aufgibt, kommt immer mal vor.
In seltenen Fällen kommt man mit ein paar Hundert Euronen davon, meist
wird es teurer.

Wenn ich einen gebrauchten Traktor für 25.000,- kaufen würde (der Beispiel-
417er incl. anderer Reifen und HKH), müsste ich auch die anvisierten 10.000,-
als Rücklage an die Seite packen.
Das sind dann Kisten die auch was einiges getan haben und das Risiko eines
größeren Defektes ist da weder geringer noch günstiger!
Ein neuer Traktor in der 80-90PS Klasse liegt bei groben 40-60.000,-
es sei denn man sucht nach Belarus oder ähnlichem was man nie wieder vom Hof bekommt.

Ich hab grad an meinem Traktor den Zylinderkopf komplett überholen lassen, ein neuer/im Austausch wäre teurer gewesen!
Der Spass hat ohne das holen per Tieflader und anderem Kleinkram gut
3.000,- gekostet!!
Ich hab keine Ahung wie teuer ein AT Motor für einen 417 ist, auf jeden Fall
wäre ein anderer Zylinderkopf für ihn günstiger gewesen!

Frag mal bei Fendt, Deutz, Case, MF, JD nach was dort die Teile kosten....
da schlackert man mit den Ohren!
Nur das Automatikzugmaul für einen 15 Jahre alten 309er Fendt liegt bei knapp 900,- Euronen....
Gebraucht ist so gut wie nichts aufzutreiben, keine Ahnung wo die sowas lassen....

LG
Holger
 
was ich damit sagen will?
dass es nicht wie oftmals beschrieben nicht möglcih oder zu aufwendig ist umzubauen
man muss halt warten und rechnen können;)
und ja ersatzteile sind bei daimler wirklcih günstiger wie bei anderen Bulldogschmieden,
 
SholgerS schrieb:
... zum Verständnis, ich habe eine Landwirtschaft. Das eine Maschine den Geist aufgibt, kommt immer mal vor. ...
Meiner Ansicht nach sollte das nicht vorkommen! Wir haben also im Ansatz schon mal grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen. Ich mach trotzdem mal weiter, wobei ich nicht glaube, dass Du mich verstehen wirst.

SholgerS schrieb:
... Wenn ich einen gebrauchten Traktor für 25.000,- kaufen würde (der Beispiel 417er incl. anderer Reifen und HKH), müsste ich auch die anvisierten 10.000,- als Rücklage an die Seite packen. ...
Sorry, Du beschönigst! Beim Unimog hast Du für 25.000 € einen 20 Jahre alten 85 PS-Bock mit 10.000 Std. auf der Uhr (Warum sollte der weniger wie 500 Std. pro Jahr gelaufen haben?), der zudem im Winterdienst permantent dem Salz ausgesetzt war.

Für 35.000 € inkl. MwSt. bekommst Du meines Wissens nach einen neuen Claas, Same, Deutz, Lamborghini, Fergusson, Steyr, New Holland usw. der 80 - 100 PS-Klasse. Natürlich nicht mit allem landwirtschaftlichen Firlefanz, aber den hat der Unimog ja auch nicht.

SholgerS schrieb:
... Das sind dann Kisten die auch was einiges getan haben und das Risiko eines größeren Defektes ist da weder geringer noch günstiger! ...
Die sind neu, haben 2 Jahre Garantie und ich würde mal davon Ausgehen, dass die, je nach Einsatz und Behandlung, die ersten 5 - 10 Jahre nichts haben sollten.

- Teil 2 -
 
SholgerS schrieb:
... Ich hab keine Ahung wie teuer ein AT Motor für einen 417 ist, auf jeden Fall wäre ein anderer Zylinderkopf für ihn günstiger gewesen! ...
Der Motor drüfte beim Unimog 417 das geringste Risiko darstellen, soweit er nicht aufgedreht wurde bzw. zwischenzeitlich mal aufgedreht war.

SholgerS schrieb:
.... Frag mal bei Fendt ...
Rolls Royce ist auch ein wenig teuerer wie Unimog

SholgerS schrieb:
... Deutz, Case, MF, JD nach was dort die Teile kosten ... da schlackert man mit den Ohren! ...
Oh Mann! Wenn Du mit den Ersatzteilpreisen schon ein Problem hast, dann warte erst mal die Rechnungen aus der "Daimler-Apotheke" ab.

Hauptproblem ist, dass Du viele Unimog-Reparaturen gar nicht selbst machen kannst, weil die Spezialwerkzeuge oder Umfangreichers Fachwissen (das in der Form bei einer Traktorreparatur oft nicht Notwendig ist) fehlt.

Ich hab ja nichts dagegen, wenn Du Dir einen Unimog kaufst - im Gegenteil. Fang aber hinterher nicht an zu heulen über die enormen Kosten und sag dann nicht, es hätte Dich vorher keiner drauf hingewiesen.

gruesse
hueroth
 
@hueroth

nur kurz, ich hab grad wenig Zeit und wir sollten den Thread vom Ersteller nicht zumüllen ;)

Ich habe lediglich darauf hingewiesen dass Ersatzteile bei Ackerschleppern schon lange nicht
mehr billig bzw. günstig sind.
Ich hab keine ahnung wieviel Traktoren du schon auf eigene Rechnung repariert hast,
aber die Ersatzteilpreise sind ziemlich nach oben gegangen
Fendt verliert grad schwer Marktanteile an JD, ich hab auch schon Fendt gehabt,
die Unterschiede zu anderen sind mittlerweile mehr als gering.

Die Preise der Sternapotheke sind mir aus dem PKW Bereich bekannt, ich hatte/habe
/8, W123, W124 und W203. Wenn ich mit dem W203 in die Werkstatt fahre,
ist das nichts teurer als bei VW, Audi, BMW usw. Wie es bei einem Dacia aussieht
weiss ich nicht... selbst bei Ford zahlt man sich mittlerweile dumm und dämlich.
Alles eigene Erfahrungen f. Mittelklasse/obere Mittelklasse, außer VW, aber da arbeitet ein enger Verwandter,
daher kenn ich auch deren Preise.

Zurück zum Traktor, ja, wir haben verschiedene Auffassungen. Wenn man
eine Maschine benutzt, geht sie auch mal kaputt, das liegt in der
Natur der Sache.
Wenn das bei dir nicht passiert würde mich interessieren wie du das machst!
Die ersten Jahre haben Maschinen und Geräte wenig bis keine Schäden, das stimmt.
Kauft man aber von vornherein Qualität, zahlt sich das danach dann aus.
Mein 18 Jahre alter Weidemann Hoftrac war nicht billig in der Anschaffung (Neukauf),
hat aber bisher 5000h gelaufen und an Schäden 1 Diffential (Garantie), 1x Steckachse,
eine Kardanwelle, die ich selbst ruiniert hab und ein Radantrieb. Das ist nichts.... da sind sogar noch die ersten Hydraulikschläuche dran!

Was mich bei den "neuen" Traktoren ebenso stört wie im PKW Bereich
ist die ganze Elektronik in den Kisten.
Ein Bekannter musste auf eigene Rechnung die kompletten Kabelbäume bei
einem Fendt Vario austauschen, war 3 Monate aus der Garantie raus, Kostenpunkt
lag bei 27.000,- netto.
Ein anderer hat einen Case, der hat mittlerweile 3000h gelaufen und die 4!!
EHR drin.
Garantie ist nun abgelaufen und die Kiste steht bei Traktorpool drin ;)

Hier noch ein paar Links auf die schnelle mit Preisen für Traktoren die
fast neu sind und auch nicht alles haben., aber vom Deutschen Händler und nicht
von wer weiss wo....

Viele Grüße
Holger

http://www.traktorpool.de/details/Traktoren/DeutzFahr-Agroplus-87-INV/1230222

http://www.traktorpool.de/details/Traktoren/Claas-Axos-320/1190843

http://www.traktorpool.de/details/Traktoren/New-Holland-T-5050/1183627

http://www.traktorpool.de/details/Traktoren/Same-Dorado-86-DT-INV/1230381

http://www.traktorpool.de/details/Traktoren/Massey-Ferguson-5435/1243346
 
Hallo "SholgerS",

hab ich geschrieben, dass zu zum Preisvergleich Maschinen mit:
a.) Frontlader
b.) Fronthydraulik
c.) Frontzapfwelle
d.) EHR
e.) Lastschaltung
f.) Durckluft
usw.
zum Vergleich zu Grunde legen sollst?

Du hast in Deiner Aufzählung nicht 1 Basismaschine drinnen, sondern alle mit teueren Extras. Ich kanns nur nochmal sagen: Für um die ca. 35.000 € inkl. MwSt. kannst Du meiner Ansicht nach bei vielen Herstellern einen neuen Traktor der 80 - 100 PS-Klasse in Basisausführung (d.h. mit Kabine, Allrad und Standartbereifung) bestellen. Dafür mußt Du noch nicht mal einen Messe-, Ausstellung- oder Sonderaktionspreis nutzen.

gruesse
hueroth
 
Guten Abend liebe Unimog- und Traktorfreunde,
ist schon interessant wohin die Diskussion geführt hat. Aber nun mal zurück zum Thema. Möchte gerne noch mehr über die Einsatzfähigkeit eines Mogs in der Landwirtschaft erfahren, bevor ich meinen vorandenen Fuhrpark - ja, zudem gehört auch nen Belarus MTS 820 und der macht auch nen guten Job, auch wenn sicher nicht der Komfort da ist wie bei anderen Schleppermarken - erweitere. Neben dem MTS Traktor steht noch nen 05er Deutz aufm Hof für kleinere Arbeiten (mit Rundballen beladene Anhänger vom Feld zerren, Reitplatz planen, Gülle fahren ....). Der Mog sollte überwiegend zum Gras mähen (hab da nen Claas Heck-Scheibenmäher mit 280 cm Schnittbreite) eingesetzt werden oder wenn ich mal weitere Strecken zurück legen muss um Rundballen zu holen - das mache ich z.Zt. mit dem Russen. Geht zwar auch, aber mit nem Mog sicher mit mehr Spaß!?! Außerdem "träume" ich von der Kombination mit Front- und Heckmähwerk - will damit sagen, dass ich zum bereits vorhandenen Scheibenmäher noch nen Frontmäher ggf. zukaufen möchte.
O.k., genug gefaselt. Meint Ihr als "Fachleute" und "Mog Erfahrene Landwirte", dass sich meine Vorstellungen mit einem mittlerweile von mir favorisierten U406 verwirklichen lassen??? :lol:
Letztendlich is ja die Anschaffung eines noch brauchbaren UNIMOG nicht unbedingt mit den Einnahmen aus der Kaffeekasse zu finanzieren :roll: .

Bin auf Eure Antworten gespannt und grüße aus dem immer noch verschneiten :cry: Brandenburger Ländle.

Ralf
 
mogträumer schrieb:
Der Mog sollte überwiegend zum Gras mähen (hab da nen Claas Heck-Scheibenmäher mit 280 cm Schnittbreite) eingesetzt werden [...] Außerdem "träume" ich von der Kombination mit Front- und Heckmähwerk
Hallo Ralf,

bei allem Respekt: aber träum den Traum besser schnell zuende. Für den Frontmäher wirst Du, die Spurweite des 406ers berücksichtigend, wohl bei min. 220 cm gut bedient sein - gibt zusammen also Minimum 500 cm Arbeitsbreite. Und das mit den 84 PS des 406ers???

Das wird wohl irgendwie gehen, keine Frage, aber Spaß macht das sicher nicht.

Vom Durst des guten, alten OM352 bei solcherlei Beanspruchung will ich gar nicht erst sprechen, aber der dürfte bei dauernder Abgabe der Höchstleistung (die erforderliche Zapfwellendrehzahl liegt bei Nenndrehzahl an) deutlich jenseits der 20l/Bh liegen...

Und der Hinweis auf das sehr träge Schwimmen der Heckhydraulik kam ja schon weiter oben. Im Zweifelsfall gibt das dann in Kombination mit der Federung des Mogs einen schönen Wellaform-Schnitt Deiner Wiese :-)

Tante Edit fügt noch an:
Für Transportarbeiten und den Betrieb von gezogenen Anbaugeräten auf eigener Achse mag der 406er ja sehr gut geeignet sein, möglicherweise bedingt auch noch für getragene Bodenbearbeitungsgeräte. Für ein Mähwerk ist er m. E. jedenfalls eine sehr "suboptimale" Lösung.
 
Hi,

was würde aber gegen einen MB-trac sprechen? Ist teilweise aufm Acker fast besser wie der Unimog.....hat grossteils auch die Gleiche Technik verbaut und ist halt doch eher für Landwirtschaftliche Tätigkeiten gebaut. Gut- V-Max ist halt bei den grösseren 40km/h aber ich meine mal was gelesen zu haben das sich da das getriebe entsperren lässt dann wird er etwas schneller (ist aber mit vorsicht zu geniesen da der MB-trac keine gefederte HA hat und das mitm Geschwindigkeitstuning auch nicht ganz StVO konform ist). Preisliche geben sich noch gute MB-tracs und gute 417`er nicht viel....
 
Hallo!

hueroth schrieb:
Sorry, Du beschönigst! Beim Unimog hast Du für 25.000 € einen 20 Jahre alten 85 PS-Bock mit 10.000 Std. auf der Uhr (Warum sollte der weniger wie 500 Std. pro Jahr gelaufen haben?), der zudem im Winterdienst permantent dem Salz ausgesetzt war.

Ähm, das kann ich aus eigener Erfahrung so nicht bestätigen. Man sollte nicht soo verallgemeinern. Für 25k bekommt man schon einen ordentlichen U1200/U1400 aus der Baureihe 427, da denk ich nicht mehr über 406/417 nach.

thomas-406 schrieb:
mogträumer schrieb:
Der Mog sollte überwiegend zum Gras mähen (hab da nen Claas Heck-Scheibenmäher mit 280 cm Schnittbreite) eingesetzt werden [...] Außerdem "träume" ich von der Kombination mit Front- und Heckmähwerk
bei allem Respekt: aber träum den Traum besser schnell zuende. Für den Frontmäher wirst Du, die Spurweite des 406ers berücksichtigend, wohl bei min. 220 cm gut bedient sein - gibt zusammen also Minimum 500 cm Arbeitsbreite. Und das mit den 84 PS des 406ers???

Das wird wohl irgendwie gehen, keine Frage, aber Spaß macht das sicher nicht.

Und der Hinweis auf das sehr träge Schwimmen der Heckhydraulik kam ja schon weiter oben. Im Zweifelsfall gibt das dann in Kombination mit der Federung des Mogs einen schönen Wellaform-Schnitt Deiner Wiese

Tante Edit fügt noch an:
Für Transportarbeiten und den Betrieb von gezogenen Anbaugeräten auf eigener Achse mag der 406er ja sehr gut geeignet sein, möglicherweise bedingt auch noch für getragene Bodenbearbeitungsgeräte. Für ein Mähwerk ist er m. E. jedenfalls eine sehr "suboptimale" Lösung.

Für sinnvolles arbeiten mit zwei Mähwerken brauchst Du vorne min. 270cm Arbeitsbreite, besser 300cm. 406 mit zwei Mähwerken... wie soll ich das sagen... vergiss es!!!
Wenn soviel Arbeitsbreite gewünscht ist, geh ich davon aus, das mehr als 2 Hektar zu bearbeiten sind. Den ganzen Tag bei Vollgas im 406? Dein Rücken wird sich freuen...

Der Wellenschnitt der Wiese wegen der gefederten Hinterachse des Unimogs ist der nächste Überblödsinn. Bei einem 280cm Seitenmähwerk ist der Bock am HKH starr und und der Mähbalken wird mit einem weiteren Steuergerät ausgehoben, dieses ist in Schwimmstellung und ermöglicht dem Balken perfekte Bodenanpassung.
Ich mähe mit meinem U427 und 270cm Scheibenmähwerk und bis jetzt hat sich noch keiner übers Schnittbild beklagt (und ich fahr 20km/h+)!
Wenn alles glatt geht ab heuer mit 300cm vorne und 270cm hinten, man wird sehen...

Grüße Bene

anbei noch ein kleines Video vom Mähen: *click*