Komplett Ölwechsel 404 Fragen

fietje1

New member
15. Apr. 2009
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Hallo zusammen,

man möge mich schlachten oder darauf hinweisen dass es woanders steht wenn das was ich hier frage bereits kompakt zusammengefasst wurde oder ich einfach das werkstatthandbuch nicht richtig gelesen habe, aber...

Motoröl ist soweit klar ... scheint ja nicht besonders wählerisch zu sein, einzige Frage wäre ob 15W40 oder 10W40 (dies steht sicher bereits irgendwo ... vielleicht erbarmt sich dennoch jemand).

Nun der interessantere Teil ... Getriebe und Achsen. Ich habe bereits gelesen das einige Öle hier zu katastrophalen Schäden führen, daher möchte ich lieber nochmal vorher fragen, welches denn nun hinein darf und welches nicht. Kann man ein uns dasselbe Öl für Getriebe und Achsen verwenden (wenn ja welches ... wo liegt eigentlich der Unterschied bei Hypoid-Öl)

Ich hoffe ich stelle hier nicht allzuviele bereits beantwortete Fragen, falls doch würde ich mich zumindest über ein paar Links freuen, da ich diese Informationen auch nach einer gewissen Zeit mit der Suchfunktion nicht finden konnte.

Edit: Kann ich eigentlich für die Ablassschrauben jede beliebige Metalldichtung verwenden, wenn ich diese ersetze oder gibt es da besonderes zu beachten ?

Eine noch etwas themenfremde Frage: Der Krümmer scheint am Auslass undicht zu sein ... kennt jemand eine Bezugsquelle für eine neue Dichtung oder lässt sich das vielleicht mit einem gängigen Dichtmittel zunächst lösen ... ist dies eigentlich am 404 ein bekanntes Problem oder geht das nur mir so ?

Gruß und schonmal vielen Dank !!!
Klas
 
fietje schrieb:
Motoröl ist soweit klar ... scheint ja nicht besonders wählerisch zu sein, einzige Frage wäre ob 15W40 oder 10W40 (dies steht sicher bereits irgendwo ... vielleicht erbarmt sich dennoch jemand).

15w40 mineralisch.

fietje schrieb:
Kann man ein uns dasselbe Öl für Getriebe und Achsen verwenden

Ja kann man. 1te Wahl ist Shell Spirax MX 80W90

fietje schrieb:
Eine noch etwas themenfremde Frage: Der Krümmer scheint am Auslass undicht zu sein ... kennt jemand eine Bezugsquelle für eine neue Dichtung oder lässt sich das vielleicht mit einem gängigen Dichtmittel zunächst lösen ... ist dies eigentlich am 404 ein bekanntes Problem oder geht das nur mir so ?

Wo? Zwischen Kopf und Krümmer oder zwischen Krümmer und Flammrohr? Dichtung gibt es beim Stern-Händler und / oder im Autozubehör-Handel.

Gruß, Hermann
 
Moin,

danke für die schnelle Antwort, klingt ja schon super. Soweit ich das bisher angeschaut habe scheint die Undichtigkeit beim Übergang vom Kopf zum Krümmer zu sein.

Gruß,
Klas
 
guude,

keine sorge, das forum ist zum fragen da. wenn es mal etwas rupfiger im ton wird, keine angst, mogfahrer sind halt härtner, aber trotzdem umgänglich.

speziell beim getriebeöl ist es wg. der syncronringe aus bronce wichtig, dass es keine kupferkorrosion hervorruft. solltest Du das spirax nicht bekommen können, ist das das ultimative kriterium neben der grundbezeichnung.

motoröl in der einfachen ausführung, kein superschnickltrappeldackelöl, dafür halt häufiger wechseln.

die krümmerdichtung bekommst Du von Elring über den kfz-teilehandel oder MB, kein standartprob.
die dichtringe (die meisten haben 18 mm nenndurchmesser) aus kupfer ebenfalls dort, oder in kfz werkstätten, notfalls die alten glühen und abschrecken. weden im gegensatz zu stahl dann wieder weich!

gut mog! justus.
 
Moin,

danke für die Antworten. Ein 20L Eimer Spirax steht nun hier, Ölfilter fürs Motoröl ist unterwegs und das Motoröl besorg ich noch ... dann kann es losgehen.

Die Undichtigkeit ist nach genauerem hinsehen wohl doch nicht am Übergang Kopf/Krümmer sondern am Übergang Krümmer/Flammrohr. Das werd ich mir gleich mal genauer anschauen.

Gruß,
Klas
 
Moin zusammen,

mittlerweile habe ich Motor und Getriebeöl gewechselt und auch mal die Pritsche abgenommen um den Rahmen ein wenig zu entrosten und zu lackieren (man merkt, hab derzeit nen bisschen viel Freizeit). So kommt man auch besser an die Einfüllöffnung fürs Getriebe dran. Der Krümmer ist auch wieder dicht, haben sich doch glatt die Schrauben am Übergang zum Flammrohr losgerüttelt.

Leider finde ich im Werkstatthandbuch nichts zu dem Wechsel der Öle (dies steht bestimmt in der Betriebsanleitung oder ? ). Daher hab ich die Frage wie das bei den Achsen abläuft. Es sieht ja so aus als wäre die untere Schraube zum Ablassen des Öls während die nur minimal höhere Schraube die Einfüllöffnung ist. Ist die Achse dann bis zur Unterkante der oberen Schraube aufzufüllen ? Irgendwie kann ich mir schwer vorstellen wie ich das Öl sinnvoll da reinkriege, am besten wohl mit einem Trichter mit Schlauch oder wie macht Ihr sowas ?

Wieviel Fett sollte eigentlich in die Schmiernippel an der Kardanwelle ? Sonst dachte ich immer bis es irgendwo rausquillt aber das scheint dort irgendwie nicht der Fall zu sein.

Gruß und vielen Dank schonmal,
Klas
 
Hallo Klas,

Hardy schreibt gerade eine herrliche Fotoreportage seiner 404 Restauration, die viele Fragen beantwortet.

Das Bild habe ich aus eben dieser entliehen:

2694718.jpg


Der Ölablass der Achse ist hier klar zu erkennen, die Ol Einfüllschraube befindet sich in dem größeren roten Fleck.
Eingefüllt werden etwa 2,5l, wie Du schreibst bis Unterkante dieser Öffnung.
Ich verwende hierzu eine ältere 500ml Ölflasche mit herausziehbarer Tülle, die ich nach 500ml eben immer wieder aus dem Kanister nachfülle. Damit habe ich gleichzeitig eine einiger maßen Kontrolle der Menge.

Bei den Radvorgelegen ist das Prinzip ähnlich. In Hardys Bildersammlung
schaut das so aus:

2690044.jpg


Die Ölmenge ist etwa 0,5 l

@Hardy, ich hoffe Du gestattest diesen Diebstahl Deiner Bilder :D
 
Moin,

super, danke für die Bilder und Erklärungen. Hab es heute versucht (bewaffnet mit Getränkeflasche und Trichter mit Schlauch) und hat auch recht gut geklappt. Hab bei der Hinterachse angefangen, keinerlei Probleme. Bei der Vorderachse trat allerdings ein Phänomen auf was ich mir nur schwer erklären kann:

Es lief so geschätzt die doppelte Menge an Öl raus (also so etwa 4-4,5L .... mein Erklärungsversuch war zunächst aus dem Getriebe allerdings fehlt dort nicht merklich Öl. Kann es sein das es dort einen Überlauf vom Getriebe in die Vorderachse gibt und beim damaligen Getriebeölwechsel (also nicht meiner sondern der davor), zuviel Öl ins Getriebe eingefüllt wurde und somit die Achse sozusagen überfüllt war ?
Konnte das leider nicht bestätigen da ich natürlich die Ablassschraube vor der Einfüllschraube geöffnet habe. Sollte die Achse bereits überfüllt worden sein, dann sollte ja auch Öl an der Einfüllschraube gewesen sein ... aber wer ahnt schon sowas.

Gibt es einen derartigen Überlauf vom Getriebe oder was würdet Ihr zu dem Sachverhalt sagen ?

Gruß und vielen Dank,
Klas
 
Hallo Klas,

der Simmerring oder Filzdocht am vorderen Getriebeabgang ist undicht und das Getriebeöl läuft über das Schubrohr in die Achse.

Keine Sorge, ist ein häufiges Phänomen bei den 404ern.

Also öfters den Getriebeölstand und den Ölstand in den Achsen kontrollieren.

Mehr Infos gibt hier:

http://www2.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=10588

Ciao,
Hardy
 
fietje schrieb:
...da ich natürlich die Ablassschraube vor der Einfüllschraube geöffnet habe.

Moin Klas,

schwerer Fehler insbes. bei so alten Autos.
Wenn du nämlich die Einfüllschraube nicht aufbekommst und das Öl bereits raus ist, stehst du ganz schön dumm da.
Merke: immer zuerst die Einfüllschraube öffnen.

Gruß Ulli
 
Moin,

vielen Dank für die Infos. Jetzt wo ichs mit der Reihenfolge der Einfüll- und Ablassschraube höre macht es natürlich durchaus Sinn die Einfüllschraube zuerst zu öffnen ... muss ich mir unbedingt merken, zumindest diesmal ists ja auch so gut gegangen weil sich die Schrauben gelöst haben.

Vielen Dank,
Klas
 
Und nicht vergessen ! Beim Befüllen zuerst die Ablassschraube wieder verschließen ! :lol: :roll: :shock:
 
Der Autoteilezulieferer meines Vertrauens hat mir ein Castrol Getriebeöl empfohlen nachdem ich ihm die 404 Betriebsanleitung unter die Nase gehalten habe.
Das Öl besitzt folgende Freigaben:
Api GL4
MIL-L-2105
MB 235.1
ZF TE.ML 02

also ganz ähnlich wie das von euch hier empfohlene Shell Öl.

Leider läßt sich das Getriebe extrem schwer schalten. Nach 10 bis 20 Kilometer nutze ich den ersten und zweiten Gang gar nicht mehr. Den dritten und vierten muß ich schon beidhändig einlegen.

Kann sowas denn wirklich am falschen Öl liegen??? Oder habt ihr noch eine andere Idee was da faul sein kann.

Gruß
Rolf
 
gerätedoc schrieb:
Leider läßt sich das Getriebe extrem schwer schalten. Nach 10 bis 20 Kilometer nutze ich den ersten und zweiten Gang gar nicht mehr. Den dritten und vierten muß ich schon beidhändig einlegen.

Kann sowas denn wirklich am falschen Öl liegen??? Oder habt ihr noch eine andere Idee was da faul sein kann.

Hallo Rolf,

die Frage ist jetzt ob sich das Schaltverhalten nach dem Ölwechsel verschlechtert hat oder ob es schon vorher so war?
Wenn es erst nach dem Ölwechsel schlechter wurde hat sich Deine Frage schon beantwortet.
Ich kenne das Castrol nicht, aber alle Getriebe die wir bisher mit dem Shell Spirax gefüllt haben ließen sich anschliessend superleicht schalten.

Gruß, Hermann
 
Hallo Hermann,

ach, wenn es doch nur so einfach wäre. Hätte sich das Schaltverhalten erst nach einem Ölwechsel verschlechtert hätte ich mir schon denken können das es am Öl liegt.

Aber ich habe mir meinen Mog mit Getriebeschaden gekauft und ein Austauschgetriebe eingesetzt. Daher habe ich keinen direkten Vergleich. Aber das sich das Getriebe zu schwer schalten läßt ist nicht nur meine Meinung (denn ich habe ja eh keine Ahnung davon), sondern habe auch einen langjährigen Mogfahrer mal mit meinem fahren lassen. Der hat mich dann in meiner Meinung bestätigt das es zu schwergängig ist. Nur warum ist das so???


Gruß
Rolf