Konservierungswachs

Hoschi

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03. Juli 2006
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Kaltenkirchen
Moin!

Leider funktioniert die Suche ja noch nicht wieder, deshalb stelle ich mal ne Frage, die vielleicht schon beantwortet wurde.

Meine neuen Bremstrommeln sind eingetroffen und natürlich satt mit Konservierungswachs überzogen. So weit ja auch sehr gut, aber wie bekomme ich die wieder sauber. Ich würde die Trommeln gerne lackieren und dazu muss der Kram natürlich wieder runter.

Ich habe das Wachs mal grob "abgeschoben" und es dann mit Kaltreiniger versucht- klappt so weit auch, aber es dauert ewig und ich befürchte, dass es auch nicht ausreicht um die Flächen lackieren zu können.

Macht es vielleicht Sinn, die Trommeln in den Backofen zu legen und bei 200 Grad einfach abtropfen zu lassen?

Für Tipps wäre ich sehr dankbar.
greets
Arne
 
Hallo Arne

Ich habe es bis jetzt immer mit Terpentin gemacht.In einen Topf und dann immer schön mit dem Pinsel rein und dann auf die Trommel.

Gruß
Harald
 
Hallo Arne,

versuch doch mal mit einem Heißluft-Fön das Wachs zu verflüssigen und dann mit Papiertüchern ab zu tupfen. Im Backofen gibt es wohl die totale Schweinerei, ganz abgesehen von der Geruchsbelästigung und eventueller Schadstoffe :shock:

Gruß, Hermann
 
Hi Arne,

die Backofenmethode ist ungeeignet, da auch beim Erhitzen immer noch Reste von Wachs bleiben. Es sei denn du erhitzt so stark und lange genug daß das Wachs verdampft/verbrennt. :?
Bleibt nur die Möglichkeit mit Lösungsmittel.

Grüße

Tobias
 
Hallo Arne,

kipp doch einfach kochendes Wasser aus dem Wasserkocher darüber.
Das müsste eigentlich klappen.

Viele Grüße ,

Manuel
 
Hi Arne,

wenn du lackieren willst, dann mußt du doch vorher sowieso entfetten. Also die Trommeln mit einer Art Verdünnung oder Silikonentferner o. Ä. gründlich reinigen, damit jeder noch so kleine Rest von Trennmittel (Fett/Wachs etc.) entfernt wird.
Wozu dann die abenteuerlichen (noch dazu untauglichen) Methoden? Das wäre doch dann nur zusätzlicher Arbeitsaufwand!

Grüße

Tobias

PS: lackierte Bremstrommeln am Unimog :?: :roll: :!:
 
Tobs406 schrieb:
Hi Arne,

wenn du lackieren willst, dann mußt du doch vorher sowieso entfetten. Also die Trommeln mit einer Art Verdünnung oder Silikonentferner o. Ä. gründlich reinigen, damit jeder noch so kleine Rest von Trennmittel (Fett/Wachs etc.) entfernt wird.
Wozu dann die abenteuerlichen (noch dazu untauglichen) Methoden? Das wäre doch dann nur zusätzlicher Arbeitsaufwand!

Grüße

Tobias

PS: lackierte Bremstrommeln am Unimog :?: :roll: :!:

Haja, sieht dann ungefähr so aus:
1320336.jpg

ist aber mein Bild vom 411`er...
 
Hallo Miteinander,

entfetten mit der chemischen Keule funktioniert bestimmt ganz toll, wenn man eine Lackiererei mit Teilewaschanlage und nachgeschalteter extra Käranlage hat.
Wenn man aber so wie ich und wahrscheinlich viele andere auch im Hof hinter der Garage rumbastelt, gibt das eine ziemliche Sauerei.
Um eine 1,2 oder 3 mm starke Schicht aus Konservierungswachs herunterzuwaschen braucht man ziemlich viel Lösungsmittel, egal ob das jetzt Nitroverdünnung, Waschbenzin, Aceton oder sonst was ist.
In jedem Fall fließt die Brühe in der Ecke vom Hof in den Gulli und zwar ohne Abscheider, Kläranlage oder ähnliches.
Mit kochendem Wasser ginge schon mal das Meiste ab und würde beim Abkühlen einfach wieder erstarren.
Wenn man das also auf einer Unterlage wie z.B. einem alten Bettlaken machen würde, wäre das ganze Zeug nach dem Abkühlen und Trocknen da drin.
Den Rest vom Wachs kann man dann kurz vorm Lackieren mit Verdünnung abwischen.
Ich weiß dass meine Unimogs auch Öl tropfen wie alle anderen, aber deshalb braucht man ja nicht nocht extra Schweinereien machen.

Viele Grüße,
Nix für ungut,

Manuel
 
Moin!

erstmal vielen Dank für Eure Antworten.
Über Deine Antwort Manuel wunder ich mich schon ein wenig. Ohne Wissen davon auszugehen, dass wir alle unsere Chemiekeulen einfach im Erdreich versickern lasse halte ich für sehr gewagt.

Da es scheinbar keine wirklich einfache Lösung gibt, bin ich nun gestern folgendermaßen vorgegangen und habe jetzt 2/4 Trommeln "entkonserviert":

Ich habe mit einem Stechbeitel das dick aufgetragene Wachs abgeschoben - ist nicht gerade einfach, aber in ca. 15 Minuten pro Trommel ist das erledigt. Dann habe ich eine große Waschwanne genommen und die Trommel dort reingelegt. Mit einem dicken Pinsel habe ich die Trommel nun an allen Stellen satt mit Kaltreiniger abgewaschen und diesen dann einwirken lassen. So 2-3 Mal im Abstand von ca. einer Stunde habe ich das wiederholt und nun ist die Trommel fast top.
Zwei Trommeln sind sauber und ich habe ca. 2 Liter Kaltreiniger benötigt, wobei der noch längst nicht aufgebraucht ist und auch noch für die anderen beiden Trommeln reicht.
Zum Schluss werde ich jede Trommel noch mal mit etwas sauberen Kaltreiniger einpinseln und nach Einwirkzeit mit einem sauberen Lappen abwischen.
Das ist schon recht mühevoll, aber ne einfache Patentreinigung gibt es ja scheinbar nicht :(

greets
Arne