Kopfdichtung U 411

Herbylix

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25. Aug. 2005
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WIEN
Hallo zusammen,
ich helfe gerade einen Bekannten die Kopfdichtung seines OM 636 zu erneuern.
Da sich mein praktisches und theoretisches Wissen auf den 352er beschränkt, brauche ich Euren Rat.
Der Motor wurde vor einigen Jahren neu gemacht und der Zylinderkopf wahrscheinlich nicht nachgezogen.
Es waren nur wenige Schrauben einigermaßen fest.
Nun meine Fragen:
Das Drehmoment und die Anzugsfolge ist klar. Dann unbedingt Warmfahren oder genügt Warmlaufen lassen?
Muss beim Nachziehen der Motor komplett auskühlen?
Wie haltet Ihr das mit weiteren Nachziehen nach ca. 30 Stunden?
Das Fahrerhaus ist jetzt abgebaut, ist es zweckmäßig und sinnvoll, den Kühler aufzubauen und erst nach dem Warmlaufen und nachziehen das Führerhaus aufbauen?
Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.
 
Hallo Herbert,

man kann die Schrauben auch mit aufgebauter Hütte nachziehen. Sogar ohne Ausbau der Kipphebelböcke mit entsprechendem Sondererkzeug.

Ich habe die Dichtungen mit Drehmoment wie im WHB angezogen. Auf das Nachziehen habe ich in der Regel verzichtet. Das ist meine praxiserprobte Vorgehensweise und kein allgemeiner Rat.

Wichtig ist die Reihenfolge und ein vernunftiger Drehmomentenschlüssel. Die Gleichmäßigkeit ist wichtiger als der Maximalwert.

Gruß
Markus
 
Hallo Herbert
welcome back my friends
to she show that never ends :wink:

da beim 636 die gleiche Technik wie bei der früheren Version am 352 verwendet wird, also ohne Dehnschrauben, gilt auch die gleiche Vorgehensweise. Die Werte gelten für den kalten Motor.
Und vor allem das Nachziehen nicht vergessen, ich habe im Sommer wieder einen Fall gehabt, der auch auf das Nachziehen verzichten zu können glaubte.
Dazu gibt es doch schon mehrer Beiträge zum gleichen Problem
verschiedene Zylinderkopfdichtung OM 636 ???
"Neuer Motor" (OM 636) "frisst" ZK-Dichtung(en)
Zylinderkopfdichtung OM636 verstehen
Kühlkanale-im-OM-636
Warum frisst mein 411 Kopfdichtungen?
 
Hallo Markus, hallo Helmut,
danke für Eure Hilfe!
Ich habe vermutet, dass es richtig ist, den Motor nach dem Warmlaufen auskühlen zu lassen und erst kalt nachzuziehen.
So kenne ich es aus den 80er Jahren von einem BMW-Rennmotor, der musste nach jeder Erwärmung kalt gelockert und wieder nachgezogen werden, sonst war die Kopfdichtung hinüber.
Außerdem habe ich bei der Fa. Wolf in Wien eine Kopfdichtung anfertigen lassen. Diese ist zwischen 1+2 und 3+4 zusätztlich mit Metall verstärkt. Die ist zwar etwas teurer und ich hoffe sie hält entsprechend länger.

Ps. Ja Helmut, the show must go on , danke für das Raussuchen der Links, ich komme mit der Suche nicht so gut zurecht :?