Korrosionsschutz

Jürgen411

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23. Feb. 2003
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Hallo Leute!
Nachdem ich den Rahmen und das Fahrwerk letztes Jahr neu lackiert hatte bemerkte ich jetzt, dass an einigen Stellen wieder leichter Rostansatz zu erkennen ist. Vermutlich Steinschlag bzw. Abschürfungen von der Winterarbeit. Außerdem bemerkte ich bei Wetterumschlägen im Winter Feuchtigkeit auf dem Metall.
Was kann ich nun vorbeugend tun? Hohlraumversiegelungswachs hab ich auf einer Stelle probiert, ist halt leicht grau.
Da muss es doch was geben!?

Servus aus der Oberpfalz
Jürgen
 
Hallo,
bei meinem Unimog 404 hat die Bundeswehr den Rahmen, alle Anbaukästen und alles was unter dem Koffer/Fahrerhaus ist mit Dinitrol 3650/4942 und die Hohlräume des Fahrerhauses mit Dinitrol 4942 behandelt. Der Rahmen hat dadurch eine bräunliche metallicartige Farbe. Gegen Rost hat das bisher gut geholfen, mein Rahmen ist sogut wie rostfrei. Schau einmal unter http://www.bwb.org/WIWEB/tribologie.htm bei den Firmenprodukten nach.
Gruß Stefan
 
Hallo
mir scheinen die sichtbaren Roststellen weit weniger problematisch. Ich haben einer meiner Mogs wirklich bis zu letzten Schraube und Niete (ausgebohrt) zerlegt. Ich war über den Rostfras hinter den genieteten Teilen, besonders Getriebeträger sehr erstaunt. Hier würde ich zum Beispiel Agrorostschutz regelmässig Einsprayen. Hane ich gute Erfolge mit gekochtem Leinöl gemacht. Dies dauert bis zur Fermentisierung etwas länger, ist aber sehr Umweltneutral.Viel Spass mit der Sosse
Guido
 
Hallo
gekochtes oder sogar doppelt gekochtes Leinöl ist billiger als das erstgepresste rohe Leinöl. Durch den Wärmeeinfluss wird die Ausbeute aus den Leinsamen höher (habe mich bei meinem Drogisten erkundigt). Für unsere Zwecke ist es aber mehr als genügend gut. Ich spritze übrigens diesen Sumpf mit einer Unterbodenschutzpistole an welcher ich ein Plasticschlauch befestige und so direkt aus dem Gebinde. Falls Das Leinöl zu dick ist, kann es fast mit allen Kohlenwasserstoffen verdünnt werden. Ich nehme billigen Spiritus falls nötig. Mein nun 17Jahre alten Pajero-Mitsubishi sieht unten wie neu aus, ehrlich, sind doch die Pajeros bekannte Rostlauben. Mache die Tortur jeden Herbst nach einem \"Dampfbad\"
Viel Spass bei der Schmiererei.
Guido
 
Hallo,
das wäre ja ne echte Alternative zu meiner Kettenssägenölkonservierung. Kannst mal näher beschreiben wo du das Öl herkriegst? Habs noch nicht geschnallt: kauftst du das Zeug fertig oder kochst du da was zusammen in Muttis Küche?

Gruß Hartwig
 
@Hartwig,

wenn ich mich richtig erinnere ist doch unser Guido ein \"Eidgenosse\". Bei unseren Eidgenossen wird so manches Naturprodukt vertrieben was hier in Deutschland unmöglich ist. Sogar das \"Zeug\" mit furchtbar gezackten Blättern.
Die hanften also eine bedeuted bessere Auswahl :cool: .
 
Hallo
ja, aus der Hexenküche kommt dieser Sumpf nicht. Früher und auch heute noch wird in der Farbenindustrie für Biofarben oder bei der Herstellung von Bodenbelägen tonnenweise Leinöl verwertet. Ich für meinen Bedarf hole mir jeweils 2,5Liter in der Drogerie. Ich kann mir nicht vorstellen, das ihr das Zeug in Deutschland nicht bekommt oder braucht es dazu nen Waffenschein?
Gruss
Guido
 
@Guido:
also ich hol mir das Leinöl in der Drogerie und was ist dann mit kochen????

@Peter: natürlich gibt es sau gutes Zeug auf dem Markt. Aber für wasn Preis? Könnte mir vorstellen daß das Leinöl die günstigste Lösung wäre
 
Hallo,

Leinöl ist gut, ich hab es allerdings bisher nur für die Holzbehandlung eingesetzt. Dass man es für Unterbodenschutz nehmen kann, ist mir neu. Aber das werd ich mal probieren - es ist bestimmt weniger Sauerei als die von mir bisher verwendete Methode (Wachs, ein Schuss Altöl, spritzen, staubigen Weg fahren).

Noch was: Bei Leinöl aufpassen, das Zeug ist Feuergefährlich und kann sich selbst entzünden. Nasse Leinöl-Lappen immer ausgebreitet zum Trocknen aufhängen, nie einfach in die Tonne!

Für einen Fahrzeugrahmen hätte ich einfach einen guten Rostschutzgrund (die besten gibts beim Schiffbau und bei der Bahn) und Lack genommen, danach alle kritischen Stellen (Nieten, Schrauben, Spalte) leicht eingefettet.

Gruß, Daniel
 
Hallo Hartwig
also wenn du als ev. verhinderter Koch Leinöl kochen willst, ist das sicher möglich. Aber bei uns in der Schweiz ist \"gekochtes Leinöl\" ein Handelsprodukt, so wie es kaltgepresstes Olivenöl für die Salatsosse gibt. Kaltgepresstes Leinöl ist einfach viel teurer und wird auch in der Lebensmitelindustrie verwendet.
Frag doch mal einfach nach gekochtem Leinöl und verwende es so wie es ist. Einzig wenn dir die Trockenzeit zu lange geht, wäre die Beigabe von einigen Tropfen Sikkativ möglich, ich mache das aber nie.
Schönes Wochenende (war übrigens auch mal LR-Fan 1x 109 und 110 Frontlenker)
Guido
 
Hallo,

also das Dinitrol kann ich selbst aus meiner langen Bw-Zeit nur empfehlen. Das Zeug ist wirklich klasse, nur ein wenig Schweinerei, wenn man am Rahmen bastelt. Aber regelmäßig aufgefrischt, gibt es nichts besseres.


Gruß

Oliver
 
@Guido:

also bei uns ist in der Drogerie nur das Leinöl zum kochen aufzutreiben(sau teuer und nur in kleinen Gebinden)

Was hälst du davon:?

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=2785467370&category=22189

Gruß Hartwig
 
Hallo Hartwig
unschön! Ich überlege mir eine Pipeline zu bauen oder eine Drogerie in Deutschland mit Industrieleinöl im Regal zu eröffnen. Spass beiseite. Da ich mir dies einfach nicht erklären kann, bleibe ich am Ball. Vieleicht muss woanders gesucht werden.
so long
Guido
 
Hallo,

habe etwas neues. Habe diese Woche eine T4 Doka-Pritsche verkauft und an den Käufer (ein Bauer) ausgeliefert. Der hat nur darauf gewartet und gleich im Anschluß die Pritsche auf die Hebebühne gefahren und den Unterboden mit warmen Schweinefett eingesprüht!!!
Er sagt, dass das Zeug besser als jeder Unterbodenschutz und dazu noch saubillig ist. Ist nämlich ein Abfallprodukt und gibt Dir jeder Schlachter für lau.

Da war ich echt baff. Und riechen tut es auch nicht. Habe mir dann seine Anhänger angeschaut (auch ale mit Schweinefett eingesprüht und bestimmt 15 - 20 Jahre alt), die sahen alle super vom Unterboden aus.

Interessant oder? Wie groß der Hundenachlauffaktor ist, habe ich allerdings vergessen zu fragen.



Gruß

Oliver
 
mir gehts eigentlich nur darum daß ich Unterböden (aus Blech wie z.B. Auto) , vielleicht auch Unterseite vom Mog/Schlepper/Anhänger konservieren kann. Ich will kein teures Produkt, sondern ein billiges was ich immer wieder erneuern kann.
Die Schweinefettmethode ist auch ned schlecht. Hast du den Bauern gefagt wie er das macht? Das Fett dürfte ja ziemlich schnell abkühlen und somit nicht mehr spritzbar sein.
Je nachdem was ich zuerst bekomme (Leinöl oder Schweinefett) werde ich probieren und berichten.