Kühlwassertemperatur ist "verdächtig"??

Grünzeug

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26. Nov. 2007
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Habe ja heute einen 404 besichtigt und der Kauf ist perfekt. Der Verkäufer hat nach eigenen Angaben das Fahrzeug nie über längere Strecken bewegt und sagte, er misstraue der Wassertemperaturanzeige.

Jetzt will ich den Mog auf eigener Achse über 150 km überführen, habe als nette Unterstützung einen 18.220 MAN Kirmeszugmaschine mit Schleppstange und gut ausgestatteter Werkzeugkiste im Rücken.

Was sollte ich ausser Flüssigkeitsstand, Dichtheit des Systems und eventuell zu schnellen Anstieg der Temp im Auge behalten? Bei defekter Kopfdichtung würde er ja aus dem offenen Einfülldeckel "blasen"?
 
Achtung, wenn Du den Mog abschleppen musst, dann schalt den Vorwärts-Rückwärtshebel auf Mittelstallung, und leg den sechsten Gang ein.
Und nicht schneller wie 20km/h schleppen, sonst machst Du dir Dein Getribe kaputt!

Nur so, falls Er ferreckt :wink:
Aber, wenn Er oft gefahren wurde, hab ich da nicht viel bedenken.
Am besten, Du schraubst die Heizung auf, (zwei Ventile, wenn Du vorm Mog stehst, linker Hand im Motorraum, die müssen beide ganz rausgedreht sein, dann heizt der Motor den Innenraum.
Dann wird Er Temperaturmässig nicht zu heiss.

Was das mit der ANzeige auf sich hat ??
Da will Ich keine Ferndiagnose stellen.

Gruss Sven aus dem Saarland
 
Moin Jürgen,

behalte die Anzeige einfach mal im Auge.
Und am Anfag wenn er erst warm wird, kurz bevor das Thermostat den großen Kühlkreislauf öffnet steigt die Temp. immer bis ca. 100Grad laut Anzeige an, fällt dann aber kurze Zeit später wieder auf ca. 80.
Beim Fahren ist so alles bis 90-95Grad ok würd ich sagen - da es ein Überdruckkühlsystem ist sind ja eh erst ca. 110Grad echte 100...

Und den Ausgleichsbehälter nur bis etwas über die Hälfte befüllen!

Ich würde dann vor der Abfahrt auch nochmal kurz Getriebeölstand checken: Beifahrersitz raus, den runden Blechdeckel in FH Rückwand rausnehmen, dahinter ist der Peilstab am Getriebe versteckt!
 
Moritz schrieb:
und leg den sechsten Gang ein

Besser noch Du nimmst den zweiten... :wink:

Moins,

das Schleppen im zweiten Gang hat den Vorteil, dass die Nebenwelle, die auch für die Ölverteilung im Getriebe zuständig ist, mit der erforderlichen Drehzahl mitläuft, wenn der Getriebeantrieb nicht von der Motorseite, sondern vom hinteren Kardanantrieb erfolgt. Ausserdem darfst du dann auch mit 40km/h schleppen :wink:
Schleppen im sechsten Gang hat allerdings den Vorteil, dass du gleich mal den Getriebewechsel üben kannst :lol:

Gruß Ulli
 
Eisbaer schrieb:
Achtung, wenn Du den Mog abschleppen musst, dann schalt den Vorwärts-Rückwärtshebel auf Mittelstallung, und leg den sechsten Gang ein.
Und nicht schneller wie 20km/h schleppen, sonst machst Du dir Dein Getribe kaputt!

Gruss Sven aus dem Saarland

Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit :? :? :?

Gruß Hermann
 
Danke erst einmal an ALLE für die Antworten!

Schleppen wollte ich den Kleinen gar nicht, sondern nur (was der Geist der bevorstehenden Weihnacht verhüten möge) bei Bedarf OHNE ADAC die Autobahn verlassen!

Aber ich versuche heut noch einen Tandemtieflader zu leihen, dann kann ich in Ruhe zu Hause alles das prüfen, was mir unterwegs Sorgen verursachen könnt! Der Kirmes-MAN darf ja vernünftig was ziehen.

Soll mir ja nicht so gehen wie bei der Iltis-Abholung aus dem Raum Marburg. Da stellte sich während der Fahrt ein immer stärker werdendes Rappeln ein :shock: , ich fuhr immer verhaltener. Das Geräusch war erst nicht zu lokalisieren, ich wollte die Fahrt schon abbrechen :cry: . Im Licht einer Autobahntankstelle entdeckte ich dann, das der Unterlegkeil, innen an der nur lackierten Spritzwand angebracht, böse am rappeln war. Der Keil war für mich, 188 cm, gar nicht zu sehen.
 
.... :D hahahahaha der war gut Jürgen. Aber wenn ich mir DICH im
404 FH vorstelle :shock: , zum Glück liegt da kein Keil drinne.
Den würdest du auch nicht sehen bei deiner Größe :lol: (scherz)

Gruß
Stefan
 
Moin Stefan,

du glaubst ja nicht, was ich für böse Flüche kenne! Und dem armen Rolf (Verkäufer des Iltis) hab ich auch bestimmt ein zwei Mal wirklich Unrecht getan!!

Das dieser mistige Keil unterm "Armaturenbrett" (mehr oder weniger) befestigt ist, kann ich als reineweg grossfahrzeugfahrender Ex-BW-ler ja nicht ahnen :lol:
 
Sorry hab mal wieder alles durcheinander geschmissen !!!!!!!!!! :oops: :oops:

Beim Zündung einstellen muss der sechste eingelegt werden, und am Hinterad gedreht !!!!!!

Beim Schleppen der zweite !!
Und mit den 40km/h war ich auch im Irrtum, warum??
Als ich meine Mog geschleppt habe, hatten Wir nen alten Traktor, und der lief nur 20km/h.

Wie gesagt, sorry nochmal !!!!

grus Sven
 
Hallo,

danke für die Tips bezüglich des Schleppens.
Ich habe folgendes Problem:
Nachdem ich aus meiner Einfahrt auf die Straße setze, muß ich den Mog etwa 200 m bergab rollen lassen, bis sich eine Wendemöglichkeit ergibt.- dies geht dann immer um einiges schneller, als der Mog im 2 R fahren könnte. Die Kombination 2 N scheint dann auch hierfür gut zu sein.

........Ralf
 
Sodele, erstmal komm ich nicht weiter mit dem 404, obwohl mir zwei Unimogbesitzer hilfreich beistehen! Danke Carl und Moritz!

Konnte nur mal eben einen Blick drüber werfen.
Der Zündverteiler ist ein abgeschirmter, die Kabel und Stecker sowie die Kerzen zivil. Es sind falsche Kerzen drin, Bosch W7 CC statt der immer angegebenen W7 DC. Kerzen sind nass und schwarz. Die Verstellung des Verteilers stand außerhalb der Skala ganz Richtung Zylinder 6 (hinten), ist das früh??

Das Innere des Verteilers ist leicht rostig, nichts wirklich gravierendes, aber hilft nicht grad, Vertrauen in ihn auf zu bauen. Der Unterbrecherkontakt sieht nicht gut aus, war zudem zu weit eingestellt. Aber auch bei korrekter Einstellung (0,4 mm) kein Anspringen. Die Fliehkraftverstellung war in der begrenzten Zeit nicht zu überprüfen. Ich musste auch noch Kraftstoff heran führen.

Die Zündkabel sind am Verteiler einfach oben reingesteckt worden, haben aber Kontakt. Das Kabel von der Zündspule zum Verteiler ist ebenfalls nur reingesteckt. Er hatte aber Zündfunke, nur nix berauschendes!

Der Vergaser bedarf einer Kur, zumindest aus der Wellendurchführung der Chokeklappe tropft es, wenn der Anlasser läuft, aber keine Verbrennung stattfindet. Er war trocken, als er lief.

Verwunderlich ist nur, dass der Mog bei der Besichtigung gar nicht so schlecht lief, beim Auf- und Abladen jedoch immer bescheidener bis zum Nichtmehranspringen. Dies führte mich zu der Vermutung, dass der Spritfilter zu sein könnte. Tanks waren fast völlig leer heute.

Symptome, als er noch lief:

Unwillige Gasannahme, kein stabiler Lauf, er fällt durch die Leerlaufdrehzal, springt schlecht an, Fehlzündungen und Patschen in den Ansaugtrakt

Zur Zeit springt er mit keiner Choke-Klappenstellung und/oder Gaspedalstellung an. Man hört, dass er "fast" da ist, es fehlt nur so ein kleines Bisschen.

Mal sehen, wie und wann ich die Originalzündkabel und Kerzen sowie den Versagerdichtsatz bekomme, Carl und Moritz helfen mir da sehr, Danke! Vorher wird nur der Zündverteiler rausgenommen und gereinigt, alles gängig gemacht sowie ein neuer Unterbrecherkontakt verbaut.

Kann mir da noch jemand weiter was zu sagen? Noch etwas überprüfenswert? Hab ich etwas übersehen? Erfahrungen? Die Fliehkraftverstellung, da finde ich hier immer nur Andeutungen, gibt es Bilder, Anleitungen, Tips??

Danke schonmal für den Gehirnschmalzeinsatz!
 
Hallo,

das mit den Zündkabeln hört sch übel an. Ein guter Kontakt ist bei Hochspannung gut - eine gute Isolierung ist noch viel wichtiger.
Ich hatte meine Zündung auch auf zivile Kerzen in Kombination mit dem Originalverteiler umgebaut. Wenn die Kabel einfach reingesteckt werden, kann der Funke entlag der Isolierbuchsen im Verteiler überspringen und sobald der Strom einem Bypass gefungen hat, bleibt nichts mehr für die Kerzen übrig. Ich hatte schließlich die Originalstecker mit allem was dazugehört auf die neuen Kabel montiert. Dabei muß ggf. die Isolierung etwas abgeschliffen werden, damit diese in die Keramihülse des Steckers paßt. Dabei muß es stramm sitzen, denn Lufteinschlüsse verursachen Teilenetladungen und irgendwann tickt es durch. Von außen muß die Kabeleinführung in die Metallhülse des Steckers mit Schrumpfschlauch gegen das Eindringen von Feuchtigkeit gesichert werden.
Für eine saubere Verbindung sehe ich daher die Optionen: Kaufe entweder die Originalkabel mit den teuren abgeschirmten Kerzen, oder besorge Dir die Stecker für den Verteiler und arbeite sehr penibel - alles mit Alkohol entfetten - auch die Verteilerbuchsen von innen.
Bei den Oberbayerischen Unimogfreunden gibt es übrigens eine Anleitung für den Bau dieser Kabel.

Auch das Verteilerinnere muß sauber sein. Jede Verunreinigung kann zu Überschlägen entlang einer Isolationsoberfläche führen. Beim Reinigen der Verteilerkappe muß dann auch der rote Einsatz aus der Metallkappe geschraubt werden.

Der Kontakt sollte ebenfalls gewechselt werden. Wenn sich eine Spitze oder ein Krater bildet stimmt natürlich der Schließwinkel nicht mehr. Verölte Kerzen sind ein Hinweis für das Ausbleiben von Züdfunken. Selbst nachdem Verteiler und Kabel in Ordnung sind, sollen verölte Kerzen gereinigt werden. Ich hatte dabei eimal die Erfahrung gemacht, daß ich beim Messen mit der Zündzeitpistole keine Auslösungen auf einem Kabel bekam. Nach dem Reinigen der verölten Kerze an dieser Position war dies wieder OK.

bis dann...........Ralf
 
Hallo Jürgen,

Wenn du an der Zündanlage noch nix gemacht hast sollte die erstmal
noch so funktionieren, wie bei der Besichtigung. Daher würde ich zunächst
testen, ob es an der Spritversorgung oder an der Zündung liegt. Wenn
die Kerzen (evtl. schlappe) Funken haben sollte das zum starten reichen,
wenn Sprit vorhanden und noch zündfähig ist. (Alter Sprit verliert die
Zündfähigkeit so nach 2-3 Jahren)

Einfacher Test: Luftzufuhrschlauch oben am Vergaser lösen und beiseite
legen. Gas bis unten durchtreten und die Röhrchen der Beschleuniger-
Pumpe beobachten. Da muss es kräftig rausspritzen, sonst ist was mit der
Spritversorgung faul. Vor dem nächsten Startversuch wie beschrieben ein
Paar mal pumpen, keinen Choke und dann starten. Vorsicht mit Rück-
zündungen aus dem Vergaser, kann Bart oder Augenbrauen kosten.

Eventuell statt zu pumpen mit einer Spritze (Krankenhausbedarf)
2-3 Milliliter ganz neuen Sprit von oben "intravenös" in den Vergaser
geben, kein Choke, starten, und aufpasssen.

Der von dir beschriebene Ablauf des "schlechterwerdens" sieht nach
Abmagern aus (Patschen, Fehlzündung)! Also evtl. ein Hinweis in
Richtung Spritversorgung.

ABER:
Nix geht über eine ordentliche Zündanlage mit den richtigen
neuen Kerzen, gescheiten Kabeln und einer optimal mit der
Blitzpistole eingestellten Zündanlage.

Die Fliehkraftverstellung ist bei der Frage, Anspringen oder nicht, völlig
ohne Belang. Nur wenn sie total ausgehängt ist und die Verteilerwelle
mehr als ca. 5mm Spiel in Drehrichtung hat stimmt der ZZP gar nicht
mehr. Dann springt er auch nicht an.

Beste Grüße aus Viersen

Klaus Gartz
 
Danke für eure qualifizierten Antworten! Carl und Moritz von der ig404 werden mir die fehlenden Bauteile zum Zurückrüsten auf mil-Zündung zur Verfügung stellen und ich werde morgen nach der Arbeit erst einmal Spritfilter reinigen und die Tips mit dem Versager abarbeiten!
 
Hallo Ralf, hallo Grünzeug



Ich hatte schließlich die Originalstecker mit allem was dazugehört auf die neuen Kabel montiert. Dabei muß ggf. die Isolierung etwas abgeschliffen werden, damit diese in die Keramihülse des Steckers paßt.

dafür kann man auch 5 mm Kabel verwenden oder doppelt ummantelte (keine abgeschirmten), dann muß man nicht abschleifen.

Zündung ist zwar immer das allererste, wonach man schauen sollte, aber wenn der Vergaser wie auf dem Bild aussieht, dann nützt auch die beste Zündung nix. Bei mir lief der Motor zwar, aber mit ähnlichen Symptomen.

Letzten Endes habe ich den Vergaser komplett zerlegt und "entkalkt". Die Ablagerungen waren tatsächlich wie Kalk.

Grüße

Sascha
 

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Hallo Sascha,

dagegen sieht mein Vergaser geradezu neu aus.

@all
Ich hab ihn heute schon mal runter genommen. das einzige, was mich nun störte, war, dass tropfenweise Kraftstoff von der Welle der Kaltstarteinrichtung tropfte. Ist dort eine Büchse verbaut, ein Dichtring? Teil 82 oder 75 der Explosionszeichnung des Versagers sind hier meine Verdächtigen!

Andererseits war der Vergaser sauber, frei von Fremdkörpern, Düsen frei. Alles leichtgängig bis auf den Choke.

Kraftstoff kommt an, ich denke, auch in ausreichender Menge.

Damit rückt wieder die Zündanlage ins Licht der Ermittlungen, hier habe ich heute mil-Kerzen erhalten. Leider war ich so spät zu Hause, dass ein Einbau in der beginnenden Dunkelheit nicht mehr ratsam war.

Morgen früh werde ich dann rückrüsten auf mil-Zündkabel und Kerzen, dann muss nur noch der neue Unterbrecherkontakt rein. Wenns dann nicht läuft, sollte ich mal nen Fachmann sich die Sache ansehen lassen.


Gibt es ein Foto, auf dem ich die UNGEFÄHRE Stellung des Verteileirs erkennen und abschätzen kann?

Zündung kann ich erst überprüfen lassen, wenn er wenigstens schlecht fährt!