Kupplung elekro-pneumatisch betätigen

Hallo Herbert,

pneumatisch eine bestimmte Geschwindigkeit zu fahren ist schwierig bzw. aufwändig. Dafür gab/gibt es z. B. hydraulische Bremszylinder, die parallel zur Pneumatik arbeiten.

Direkt hydraulisch kann man hingegen sehr wohl bestimmte Bewegungsgeschwindigkeiten erreichen. Z. B. für Walter Röhrl habe ich auch schon hydraulische Kupplungsbetätigungen in seine Rallye-Fahrzeuge gebaut. (Angebermodus aus)

Ich würde den Hydraulikzylinder (einfachwirkend, gegen eine Feder) mit einem Proportional-Druckminderventil über eine frei programmierbare elektronische Steuerung betreiben. Dann kann man alle Parameter gut anpassen. Evtl. sogar verschiedene Fahrprogramme ablegen. Das dafür benötigte Gesamtsystem ist zwar nicht ganz billig, aber funktioniert hervorragend.
 
Hallo Christoph,
das ist mir alles klar, nach oben gibt es keine Grenzen :)
Um zum Rallyfahrzeug, ich kann mich als fallweiser Mit-(nicht Bei-)fahrer erinnern, dass eigentlich in der SP keine Dämpfung zur automatischen Kupplung nötig wäre, da tanzten die Füsse derart auf Pedalen, von gefühlvollen Kuppeln war da keine Rede. Bei uns würde man dazu "schnalzen lassen" sagen.
Ich werde trotzdem mit reiner Pneumatik starten und erproben und dann weiter berichten :wink:
 
Hallo Herbert,

... es musste aber genau nach Walters Angaben schnalzen und entsprechend eingestellt werden. :wink:

Dann bin ich mal gespannt auf Deine Ergebnisse.
 
Hallo zusammen,

so schlimm schwierig ist es nicht. Weil, wenn der Anfahrvorgang mit leerem Fahrzeug ausgeführt werden kann ist mir das ausreichend.
Die Hydraulik wird auch nicht fremd bedient, sondern parallel durch Pneumatik.
Eine Zeitmessung des Einkuppelvorgangs mit Fußbedienung während der "Fahrt" war nicht möglich. Allein schon auf Grund des Weges den der Zylinder zurücklegt.

Ich glaube auch nicht dass da größere Anpassungsarbeiten und Steuergeräte für meinen Zweck nötig sind. Bisher hält sich der finanzielle Aufwand in Grenzen und das soll auch so bleiben.

Die Schaltvorgänge während der Fahrt sind ausreichend schnell, das habe ich im aufgebockten Zustand schon mal probiert. Das hoch und zurückschalten klappt alles sauber und geräuschfrei.
Wie es dann unter Vollast aussieht werden wir sehen.

Momentan ist ein Tachowellengenerator montiert und die dort abgenommene Spannung bei 6 km/h dient erst mal als Referenzwert zur Beendigung des Anfahrvorgangs. Evtl. muss die Spannung auch bei einer anderen Geschwindigkeit abgenommen werden. Das wird dann im Fahrversuch ermittelt.

Eine kleine elektronische Schaltung schaltet bei o. g. Schwellwert die Drossel ein und aus.
Soll heißen beim Anfahrvorgang wird nur die Entlüftung des Betätigungszylinders gedrosselt und beim normalen Schaltvorgang nicht.

Wenn jemand noch eine einfachere Umsetzung hat, da bin ich ganz Ohr dafür.
 
Hallo zusammen,

das Ganze ist nun schon einige Zeit im Einsatz und funktioniert während der Fahrt mit leerem Fahrzeug ebenso wie mit Beladung einwandfrei. Egal ob es beim hochschalten oder zurückschalten ist.
Auf dem Bild ist der von mir verwendete Schaltknauf zu sehen, in den ein kleiner Taster mit einem Weg von ca. 1 mm eingebaut wurde. Der Taster lässt sich mit dem Mittel- oder Ringfinger betätigen.

Das Hauptproblem beim Taster war der zu geringe Schaltstrom so dass mit einem Relais gearbeitet werden musste.

Die Steuerung zum anfahren muss noch etwas warten da ich momentan anderes zu tun habe.

Der Tachogenerator benötigt eine Übersetzung.

Evtl. kann mir jemand sagen welche maximale Drehzahlerhöhung mit einem Tachoangleichgetriebe möglich ist? Dann könnte man schon mal eine neue Berechnung starten.
 

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allo Tüftler!
Meine Komfortkupplung funktioniert!
Am Wochenende fand auf der Fahrt zu einem Treffen die Erprobung statt. Ich bin begeistert!
Ich habe schon vor einigen Jahren den hydraulischen Nehmerzylinder in die hintere Stellung montiert um die Kupplung leichtgängiger zu machen. Den restlichen Weg zum Auskuppeln der Zapfwelle erledigte ein Druckluftzylinder mit separatem Ventil. Derselbe Zylinder ermöglicht mir jetzt das Kuppeln mit dem Mittelfinger. Ich suchte mir einen passenden Taster zum Einbau in den Schalthebel. Leider musste ich vor dem Einbau feststellen, dass es kein Taster sondern ein Schalter war. Nach einiger Überlegung lies ich es auf einen Versuch ankommen, da es sicher nicht immer ganz leicht ist den Finger während des Schaltens exakt auf den Taster zu halten.
Der Schaltvorgang dauert zwar um eine Kleinigkeit länger, aber ich kupple aus, schalte dann und durch nochmaliges drücken kupple ich wieder ein. Dabei gehe ich nicht ganz vom Gas und somit passt der Anschluss exakt.
Ich kann diese Kupplung für alle Schaltvorgänge, außer zum Anfahren benutzen. Auch im Stadtverkehr hat sich das Auskuppeln zum Hin rollen zur Ampel gut bewährt. Und wenn ich noch rolle während die Ampel grün wird, schalte ich runter und kupple mit dem Finger wieder ein.
Jetzt stelle ich noch verschiedene Überlegungen an, die Kupplung fürs Anfahren leichtgängiger zu machen. Versuche mit dem Pneumatikzylinder und einer Abluftdrossel waren nicht zufriedenstellend.
Ich werde noch Bilder machen und wenn Interesse besteht, auch einstellen.
Übrigens hatte ich am Sonntag auf der Heimfahrt von einem Treffen einen defekten 1400er für 100Km an der Schleppstange, der die Betätigung der Kupplung am Schalthebel als Sonderausstattung ab Werk hat.
 
Hallo Zusammen!
Mittlerweile habe ich auch die Unterstützung der Fußkupplung gelöst.
Mit einer Mechanik am Fußpedal wird ein Microschalter betätigt, der bei der Abwärtsbewegung ein eigenes Magnetventil aktiviert, das mit einen reduzierten Druck meinen Pneumatikzylinder beaufschlagt. Sobald das Pedal 1-2 mm nach oben geht (egal in welcher Stellung) bläst das Ventil ab. Die Einleitung des reduzierten Druckes erfolgt über die Entlüftung des Ventils, das die Kupplung voll pneumatisch betätigt. Die Kupplung ist jetzt sehr leichtgängig und trotzdem gefühlvoll dosierbar.
Das Einschalten der Zapfwelle der Zapfwelle geht so wie vorgesehen nur mit der vollpneumatischen Betätigung. Ist für meine Zwecke sinnvoll da ich die Zapfwelle für Holzspalter und Seilwinde immer von außerhalb der Kabine einschalte. Im Führerhaus sitzend hätte ich trotzdem noch die Möglichkeit, die Zapfwelle einzuschalten, einzukuppeln und dann später erst wegzufahren.
So ist das ganze einfach, störungssicher und logisch überschaubar und die Herstellung war mit geringen Aufwand verbunden.
 
Hallo Herbert,

die Verwendung des montierten Pneumatikzylinders als Kupplungskraftverstärker ist ein interessanter Ansatz.
Stell doch bitte mal Bilder von deinem Umbau ein.
 
Hallo Reiner,
ich werde nächste Woche einige Öle wechseln und wenn mir Zeit bleibt werde ich den Zylinder freilegen und auch die Mechanik zur Steuerung ausbauen und ein bisschen dokumentieren.
 
Hallo zusammen,

die bei mir montierte Kupplungsbetätigung funktioniert immer noch nicht als Anfahrkupplung. Aber im Betrieb ab dem 3. Gang ohne Probleme.

Im Bild sind schon beide Magnetventile zur Steuerung zu sehen nur das Ventil zum anfahren ist noch nicht elektrisch angeschlossen.

Evtl. baue ich zwischenzeitlich wenn es die Zeit zulässt auch noch mal auf "Kupplungskraftverstärkung" um.
 

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Hallo zusammen,

die Kupplungskraftverstärkung ist fertig, gesteuert von einem induktiven Sensor mit wasserdichten Schraubstecker. Der Sensor steuert das vorhanden Relais des Tasters vom Schalthebel mit an.

Die Einstellung ist denkbar einfach. Im Abstand von ca. 7 mm neben dem Kupplungspdal wird der Sensor platziert und durch schwenken seines Halters der Auslösezeitpunkt eingestellt. D. h. man muss erst ein Stück das Pedal niedertreten bevor die Verstärkung einsetzt.

Herbert, wolltest du nicht auch ein paar Bilder beisteuern?
 

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Hallo Leute,

es gibt eine Werkslösung für die Baureihe UHN ohne EAS, das sind U 3000, 4000, 5000 mit manueller Kupplungsbetätigung. Sie ist für das externe Kuppeln beim Schalten z.B. einer Feuerlöschpumpe gedacht.
Das Einkuppeln könnte man falls nötig evtl. über eine einseitig wirkende Drossel verlangsamen. Bei Interesse reiche ich die Info aus der Aufbau - Richtlinie nach. Dann bitte melden 66christoph@gmx.de.
Gruß
Christoph