Kupplungsglocke gerissen !

404KPG

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27. Okt. 2004
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Hallo Zusammen,

Gestern Abend wollte ich meinen U 404 S noch zwei Meter vorfahren, da tut es einen Schlag und es klappert und raspelt aus dem Kupplungsgehäuse. Nach Entfernen der diversen Abdeckbleche und öffnen des Handloches finde ich in dem Kupplungsgehäuse kleine Metallteile, die so aussehen, als ob sie ursprünglich von einem der drei Hebel des Kupplungsautomaten stammen würden. Ein Hebel ist auch ab, den sehe ich allerdings nicht mehr. Liegt wohl tiefer, war auch schon spät und dunkel. Als ob das nicht schon Ärger genug wäre hat die Kupplungsglocke zu allem Überfluss einen frischen Riss etwa von dem Rand des Handloches bis zum Ansatz des Anlassers. In dem Unimog- Werkstatthandbuch bzw. in der TDV steht geschrieben, dass zum Kupplungs. bzw. Getriebeausbau die Hütte ab muß und der Motor raus muß. Frage: Wenn man den Motor nur nach vorne schiebt, so wie es das Handbuch für den "normalen" Kupplungswechsel beschreibt, bekommt man dann eventuell auch die Glocke gewechselt?

Schöne Grüße und vorab schonmal vielen Dank
Klaus
 
vergiss es

du kriegst bei vorgezogenem Motor die Glocke nicht über die Getriebe-Hauptwelle - absolut keine Chance!

Es gibt nur einen Weg: Hütte runter, Motor raus

Falls du eine Kupplungsglocke brauchst - wir haben gerade einen 404 geschlachtet - melde dich per Mail.

Gruß Ulli

PS: es findet wohl zur Zeit das große 404-Kupplungssterben statt - das ist der dritte innerhalb der letzten 3 Monate, von dem ich weiss - jedesmal ein Ausdrückhebel gebrochen.

Zu deiner Beruhigung: die ganze Aktion haben wir beim UVC-Treffen in Joldelund auf der Wiese in knapp 10 Stunden durchgeführt (ok, haben teilweise 10 Leute gleichzeitig geschraubt und ein 406 mit Ladekran stand auch zur Verfügung)
 
Na das kommt mir doch irgendwie bekannt vor, herzliches Beileid.
Da muß die Hütte auf jeden Fall runter!
Ich sag es immer wieder die Kupplung so einstellen das sie beim Treten kurz vor dem Bodenblech kommt, dann kann das nicht passieren.
Und höchstens zwei mal nachstellen wenn es denn unbedingt sein muß.
Wer sie einstellt wie beim Pkw oder in irgendwelchen WHB beschrieben wird auf kurz oder lang genau dieses Schicksal erleiden.

Tschau Torsten
 
Vielen Dank für die schnellen Antworten.

@Ulli: Email ist unterwegs.
@Thorsten: Ist das mit der Einstellerei tatsächlich so kritisch. Wie macht man es denn richtig?

Gruß
Klaus
 
Hy

verbaut ist in der Regel die Sintermetallkupplung, diese läuft sehr genau rund und braucht nur wenig Platz zum trennen.
Der Automat ist aber nach wie vor von der organischen die bei der BW nie lange gehalten hat (wie auch Bw halt).
Der Automat kann muß aber nicht sehr lange wege gehen die du für die Sinter gar nicht brauchst, du überlastest Ihn zwar nicht damit zwingst aber
durch den langen und unnützen Hebelweg den Automaten dazu sich mehr zu bewegen als er eigentlich muß das Ausdrücklager wird unnötig lange und stark angepresst und fährt zudem noch unnötig weit aus der mitte raus und überträgt die Kraft dadurch ungleichmäßig bzw. schräg über die Anlaufscheibe auf den Automaten.
Dadurch kommt auch das flattern beim anfahren im Antriebsstrang bis sie sauber greift.
Zusammen ergibt das eine Summe unnötiger und teils unharmonischer Belastungen die zu erhöhtem Verschleiß führen.
Nimm noch ein bischen Alter dazu und schwupp Ermüdungsbruch ein Hebel reisst ab kommt zwischen Zahnkranz/Schwungscheibe und Glocke und du hast deinen Riß.
Stell deine neue Kupplung so ein das sie ca. 1-2cm über dem Bodenblech trennt und du hast ruhe.

Tschau Torsten

PS. Besser kann ich das so auch nicht erklären, ist aber so vertrau mir oder frag Viktor, demseine Kupplung hab ich in Joldelund so eingestellt ich glaube er ist zufrieden :wink: .
 
Hi Torsten,

vielen Dank für Deine Erklärung. So erscheint es mir durchaus plausibel, zumal beim meinen Mog das Ausrücklager in der letzten Zeit immer "musikalischer" wurde. Hab ich wohl zu lange gewartet...

Schönen Dank

Gruß Klaus
 
Hi,
wenn Du schon einmal dabei bist, denk doch mal ueber meinen Eintrag vom 7.11.02 nach.

Viele Gruesse aus Stavanger Norwegen
Christoph



quote="christophhaas"]Hallo Torsten
ich war das glaube ich! Im Rahmen meine Umbaus auf 617 952 Turbo habe ich das Fahrerhaus kippbar gemacht. Hierzu wurden:
- alle starren Verbindungen zw. Rahmen und Hütte auf ein Minimum reduziert.
- 2 Scharniervorrichtungen vorne an den beiden Rahmenanteilen re u li sowie an dem Querrohr unter dem Kühlergitter für den Kippvorgang angebracht. Zuvor wird das Gehäuse hier ca. 5 cm angehoben.
- die Lenkung muß raus.
- im Fahrerfußraum habe ich das Bodenblech rausgeschnitten und nach einschweißen eine Rahmens ist das nun leicht entfernbar ( wg der Pedalerie)
-die hintere gehäusekante wird nun gegen die Kofferdachkante gewincht.---das ist eine kritische Situation, besonders wenn man es alleine macht---Aufpaßen-- wennsich das gehäuse dem Kipppunkt nähert ( diesen entsprechend absichern!! ) nimmt gleichzeitig der Abstand der Winchfipunkte zu... das ist irgendwie ein blöder Hebel..
Mir ist da ein Haltepunkt gerißen und das Häuschen ein wenig entgegen gekommen!!

So nun hast du das Fahrerhaus alleine gekippt und hast den super Zugang zu allenm Eingemachten!!

Da ich das Haus in der nächsten Zei nicht kippen werde, kann nur mal Fotos von den Schanieren machen, aber die sind nichts besonderes!
Ich habe das Fahrerhaus auf jeweils 3 Gummielemente gelagert und re und li hierzu die Gehäuselagerfläche nach hinten verlängert und am Ende einen Bolzen der in einem Langloch frei schwingen kann als Ausriß-Sicherung installiert. Fotpos folgen.

Viele Grüße aus Zell
0043 6542 47359
Christoph