Kupplungsschaden! bitte hilfe!

meister6575

New member
19. Juli 2006
18
0
1
Much
hallo zusammen,

heute hatte ich leider mein erstes unschönes erlebnis mit meinem mog, von einem zum anderen treten war eine starke vibration in dem kupplungspedal.
nach drei weiteren versuchen hatte ich null kupplungswirkung, habe die heimfahrt mit zwischengas und ohne anhalten durchgebracht.

ich gehe davon aus das am ausdrücklager was nicht in ordnung ist.

jetzt meine fragen könnte ich mit dem ausdrücklager richtig liegen???
wenn ich da dran will muß ich wirklich die ganze kabiene abbauen???
hat evtl. jemand eine explosionszeichnung????

danke für eure hilfe im vorraus.

gruß

torsten
 
Moin Torsten,
die anfänglichen Vibrationen im Kupplungspedal lassen eher den Verdacht aufkommen, dass einer der Ausdrückhebel der Druckplatte seinen Geist aufgegeben hat. (ist der Standardfehler beim 404 :cry: )
Im angenehmsten Fall ist nur eine Haltefeder des Ausdrücklagers verloren gegangen und das Ausdrücklager aus der Gabel gerutscht.

Du kannst folgendermassen vorgehen:
Bleche im Fahrerhaus zwischen Motorinnenverkleidung und Getriebeabdeckung entfernen. Auf der Kupplungsglocke ist eine von einem Blech verschlossene "Service-Öffnung", Deckel abschrauben, dann kannst du schon einen Blick riskieren :wink:

Hilfreich ist, wenn du den Mog an der Hinterache einseitig aufbockst, 6. Gang einlegst (gegen Wegrollen sichern) und von einem Helfer das Hinterrad drehen läßt. Dann kannst du die Druckplatte in ihrem gesamten Umfang inspizieren.

Falls die Druckplatte der Übeltäter ist, wirst du um einen Motorausbau (d.h. Hütte runter) nicht herumkommen.
Es gibt allerdings einige Spezies, die schaffen den Kupplungswechsel bei aufgesetzter Hütte, bauen nur den Kühler aus und ziehen den gesamten Motor bis zur Frontmaske nach vorn, das reicht theoretisch, wenn man sehr gelenkige Finger und Arme hat (der typische Unimog-Mechaniker zeichnet sich durch 3 Ellbogengelenke pro Arm aus :lol: ).

Gruß Ulli
 
hallo ulli,

besten dank für deine schnelle antwort es könnte auch der ausdrückhebel sein, genaues weiss ich leider erst morgen.
vielen dank für den tip mit der seviceklappe.

gruß

torsten
 
so mog ist wieder repariert, wir haben gestern von morgens 8:00 bis um 23:00 den motor einmal aus und wieder eingesetzt.
dabei haben wir gesehen das der kupplungsautomat defekt war, diesen konnten wir glücklicherweise gestern nachmittag noch neu besorgen.
heute noch ein paar kleinteile wieder anschrauben, und dann eine ausgiebiege probefahret.

kupp_1.jpg

kupp_2.jpg

kupp_3.jpg

kupp_4.jpg
 
Moin,

Klasse Leistung! Endlich mal beweiskräftige Photos, daß es auch ohne Abbau der Kabine gehen kann (Hoffnungsschimmer vor allem für die mit der geschlossenen Hütte). Nicht einmal den Fahrersitz ausgebaut, das hat Stil!!!

Es ist zum Kupplungswechsel bzw. Abbau der Druckplatte nun nicht grade Mega-Platz aber jetzt kann jeder beurteilen, ob er mit seinen Fingern dazwischen kommen kann, ich hätte da Hoffnung.

Hast Du noch mehr Photos gemacht, so daß man vielleicht eine Anleitung bebildern könnte?

An die Experten: Kann man so noch mit dem Zentrierdorn agieren (oder zumindest mit dem Langenkampschen Zentrierdorn)?

Gruss

Michael
 
der zentrierdorn sollte durch die serviceklappe gehen, wir hatten leider keinen und mußten die kupplung einmessen.

der motor kann sogar noch ein stück weiter vorgezogen werden.

weitere bilder muß ich noch auswerten.

gruß

torsten
 
Hallo,
auch von mir unbekannterweise Gratulation zur vollzogenen OP. Wie weit konntet Ihr den Motor nach vorne ziehen ?
Grüsse und einen schönen Sonntag
Mauritz :shock:
 
Hallo,

auch wir hatten einmal bei unserem Feuerwehr-404 die Kupplung mitsamt Schwungrad bei aufgesetzter geschlossener Hütte gewechselt. Hatte aber keine Bilder gemacht, dies jedoch auch hier schon öfter auf Nachfrage erwähnt. Da es auch im WHB so beschrieben ist, wird's wohl auch machbar sein. Der Aufwand ist wesentlich geringer als mit Abbau des kompletten Fahrerhauses.

Gruß,
Michael
 
guude,

wirklich beeindruckende leistung!

ich möchte zur vermeidung der wiederholung des problems auf den tip von Torsten hinweisen, die kupplung gaaanz lang einzustellen. sie sollte schon kurz nach dem bodenblech anfangen zu "ziehen", um so unnötig weite hubwege der ganzen mimik zu vermeiden. so lässt sich die gefahr von ermüdungsbrüchen reduzieren. es muß da schon richtig üble schäden mit zerstörter glocke u.ä. gegeben haben.

mit bestem gruß, justus.
 
:D Hallo Leute
Da bin ich ja in bester Gesellschaft. Habe selbst arge Probleme mit der Kuppelei. Da ich ein geschlossenes Führerhaus raufgehievt habe, lasse ich die Finger grundsätzlich vom abnehmen des selbigen, was dazu führt, daß ich alle Arbeiten am Motor im eingebauten Zustand erledige. Ich habe allerdings einen Vorteil. Der Motor 300 D (Fünfzylinder) ist bedeutend kürzer als der Sechszyliner. Ich muss jetzt zum dritten Mal den Motor abziehen, um das Pylotlager zu wechseln, welches sich in regelmäßigen Abständen auflöst. Das ist ausgsprochen übel, weil die Hauptgetriebewelle keine Führung mehr hat und somit die Mitnehmerscheibe den Innendurchmesser der Schwungscheibe streift. Das blockt die natürlich garnicht ab und verliert dabei ein Sintermetallsegment, daß dann lose dort drinnen rumschwirrt. Als ich dienen Hilferuf las Torsten, dachte ich an einen eventuell ähnlichen Schaden. Hat sich zum Glück nicht begründet. Woher hast du eigentlich den Kupplungsautomaten so schnell herbekommen. Der ist offensichtlich neu. und was hast du löhnen müssen.
Gruß unimatthias