Kurbelgehäuseentlüftung

GünzelChristian

New member
10. Okt. 2006
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Landshut
Aus meinem 411 kommt, wenn er steht, ordentlich Dampf aus dem Entlüftungsrohr. Wie er sich während der Fahrt verhält, weiß ich nicht. Nach einem Tipp habe ich das Rohr abgeschraubt und nach einem Filter gesucht: Fehlanzeige. Meine Fragen nun sind:
1. Warum braucht man diese Art der Entlüftung?
2. Dampft es immer?
3. Welcher Filter sollte eingebaut sein?

Christian
 
Hallo Christin

Die Entlüftung des Kurbelgehäuses brauchst du, damit sich dort kein Druck aufbaut :roll: sonst hättest du gleich noch einen Kompressor :lol:
Einen Filter gibt es dort nicht nur eine Art Umlenkung damit kein Öl austritt.
Wenn er raucht ist die Abdichtung der Kolben schlecht oder du hast Wasser im ÖL das verdampft wenn es warm wird.

Gruß Lukas
:thumbup:
 
Hallo !

Bei meinem 411, Baujahr 1958, sieht`s genauso aus wie von Christian beschrieben. Frage : Kann sich daraus ein weiterer Schaden entwickeln, wenn man`s so lässt ? Wie kann man denn abstellen, dass Wasser ins Öl gelangt ???

Gruss, Michael
 
Also wenn es da "ordentlich dampft" ist das normal das erste Zeichen eines kapitalen Motorschadens, normalerweise Kolbenringe defekt. Etwas "atmen" an der Entlüftung ist normal. Mal Kompression der einzelnen Zylinder messen, hilft, gebrochenenen Kolbenringen auf die Spur zu kommen. Ich würde an deiner Stelle schonmal vorsichtshalber nach einem Ersatzmotor Ausschau halten oder für den Motorinstandsetzer sparen. :cry:
Wasser im Öl liegt normal an massiv überschrittenem Ölwechselintervall oder defekter Kopfdichtung. Öl ablassen und sehen, ob Wasser drin ist oder weiss-grauer grisseliger Schaum. Kopfdichtung wechseln geht bei eingebautem Motor.

ersatzmotorhabenderweise...
 
Hallo Stephan,

Kompression messen, ist so eine Sache um die Kolbenringe zu prüfen, besser ist eine Druckverlustprüfung. Wenn im Bereich des Zylinderkopfes Undichtigkeiten sind, hast Du auch einen schlechte Kompression.

Gruß
Torsten
 
@Torsten:

Kompressionsmessung als erster Schritt geht im Hobbybereich recht einfach. Wenn schlechte Kompression, etwas Öl in den Zylinder, wenn dann Kompression besser, liegt der Verdacht auf defekten Kolbenring nahe. Ist aber nur eine erster Schritt, keine zuverlässige Diagnose - richtig.

Wie genau funktioniert die Druckverlustprüfung?
 
Hallo Stephan,

versuchen wir es mal, ich bin nicht von Fach auch nur ein "Hobbyschrauber" aber mit der Zeit...

Und die neuen Kfz Mechaniker haben eh keine Ahnung, die können nur noch mit Laptop defekte Teile austauschen.

Also, wie das Wort schon sagt überprüfen wo der Druck verloren geht.

Man überprüft Zylinder für Zylinder.

z.B. 1 Zylinder auf OT, Ventile geschlossen, Motor blockieren, Luftdruck z.B. 2 bar auf den 1 Zylinder geben und überprüfen ob die 2 bar gehalten werden, oder ob sich der Druck verflüchtigt. Dieses kann man sehr schön erkennen, ob die Luft am Einlaßkanal oder am Auslaßkanal des jeweiligen Zylinders entweicht > Ventile schliessen nicht. Wenn dort keine Luft entweicht > Ventile sind dicht, entweicht sie ggfls. in das Kurbelgehäuse, wird man auch merken. Danach Öl in den zu prüfenden Zylinder füllen, Druckverlust wird weniger, dann kann man von defekten Kolbenringen ausgehen.

Gruß
Torsten
 
Vielen Dank für die Hilfe. Da erst ein Ölwechsel vorgenommen wurde und das Öl schön schwarz war, schließe ich aus den Antworten, dass Wasser nicht das Problem ist und dass mein Motor eine gründliche Überarbeitung nötig hat; in diesem Fall werden es wohl die Kolbenringe sein, die die Abgase nicht an die richtige Stelle befördern. Wenn man nämlich den Öldeckel nach dem Abstellen des Motors öffnet, dampft es auch hier.

@MogMichel
Meiner ist auch Baujahr 1958 und hat laut Stundenzähler 15.000 Betriebsstunden auf dem Buckel.

Viele Grüße, Christian
 
Meiner ist auch Baujahr 1958 und hat laut Stundenzähler 15.000 Betriebsstunden auf dem Buckel.

:shock: 15.000 Stunden auf einem OM 636?
gruengrins.gif
gruengrins.gif
 
@Stephan
Die Zahl erscheint hoch, doch auf ungefähr 50 Jahre umgelegt ergibt sich nicht einmal eine Stunde pro Tag. Wenn ich allein die Fahrzeit in den Wald und zurück mit einer halben Stunde veranschlage, komme ich schon sehr nahe an den Mittelwert. Da er aber schon alt ist, muss er nur im Schnitt alle zwei Wochen in den Wald. In seinem früheren Leben ging es wahrscheinlich nicht so beschaulich zu. Dennoch hast du Recht, ein respektabler Wert!
Viele Grüße
Christian