Kurbelwelle Riemenscheibe OM636 extrem undicht

Wat nu? Gilt die neuere Aussage? Vielleicht nachdem die Drehzahlen im Unimog angehoben wurden, es in der Praxis zu Schwierigkeiten gekommen war und sich Daimler-Benz besser absichern wollte?
Das konnten wir 2009 schon nicht klären.

Moin Christoph,

das werden wir 2014 auch nicht klären. :)

Ich habe mich für folgende Lösung entschieden:

Bis zur nächsten Ausgabe des WHB wuchte ich nichts!!! :wink:
 
Hallo zusammen,

zur selben Zeit als Christoph seinen Panzermotor mit akribisch gewuchtetem Schwung aufgebaut hat, habe ich einen absolut vergleichbaren Motor aus der gleichen Quelle ohne weiteres Wuchten in meinen damaligen 411 eingesetzt.
Der Motor lief sehr ruhig und vibrationsärmer als das ursprüngliche Aggregat. Allerdings habe ich keine wissenschaftlichen Schwingungsmessungen unternommen.

Doch sind wir mittlerweile weit auf die falsche Seite des Motors abgedriftet :wink:
 
Ok Jürgen,

dann gucken wir mal wieder auf die Riemenscheibe und das vordere Ende der Kurbelwelle. :oops:
 
ich möchte schon auch noch was anmerken,es giebt auf jeden fall zwei verschiedene kurbelwellen.
verstärckt und nicht verstärckt.
die nicht verstärckten sind die älteren!wenn mann eine verstärckte in einen alten block einbaut muss man den block an gewissen stellen im gehäuse der kurbelwelle nachsehen und eventuell ausschleifen,sonst droht die kubelwelle gegen den block zu schlagen.

interesant finde ich aber,das wohl die neue kombination neue riemen scheibe auf alte kurbelwelle past.

tobias,das ist keine spezielle unimog riemenscheibe,war auch bei den meisten industrie motoren verbaut.
für die alte rückwurfschnecke mit den zwei nasen dran gab es auch eine die beim unimog past,wurde so bis anfang 1955 vom werk eingebaut,dann past auch die riemenscheibe mit dem lüfter davor.

hab hier noch ne neue schwungscheibe liegen,ist auch gewuchtet.nur zu diesem thema.

gruss arne
 
interesant finde ich aber,das wohl die neue kombination neue riemen scheibe auf alte kurbelwelle past.

Moin Arne,

lt. meinem WHB wurden sowohl die geteilte als auch die einteilige Riemenscheibe im 636.912 und 636.914 verbaut.

Die geteilte Riemenscheibe in Verbindung mit der KW mit breiter, die einteilige Riemenscheibe in Verbindung mit der KW mit schmaler Ölrückförderschnecke.

Über verstärkt oder nicht verstärkt, habe ich nichts gefunden. :?

Das ist hier aber auch unrelevant, da ja die neue, einteilige Riemenscheibe passt.


Nur, zu der einteiligen Riemenscheibe gehört auch ein anderes Kurbelwellenrad.

Und das soll Tobias checken.
 
Hallo,

bin gerade aus einer zweitägigen Dienstreise zurückgekommen, und lese erst jetzt wieder mit. Bin gleich in die Garage und habe mir das nochmals angeschaut:

Riemenscheibe_Keilriemen.jpg Der Keilriemen fluchtet mit Wasserpumpe und Lima. Motor ist im noch im Testlaufgestell und bis alles geklärt ist, baue ich ihn auch nicht in den Mog ein.

Also der Motor hat die Motornummer OM636.917-227-073752 auf dem Ölfilter steht 7/65; vermutlich Herstelldatum. Glaubt ihr dass er die alte Kurbelwelle drin hat?

Ich habe deshalb die Riemenscheibe umgebaut, weil im WHB 25 und 32 PS auf Seite 00-3/7 folgendes unter Anmerkung steht:

"Ab Motor Nr. 7500570 ist die Keilriemenscheibe auf der Kurbelwelle durch eine einteilige Ausführung ersetzt. dadurch entfällt das bisher vorhandene Zwischenstück mit Mitnehmernasen, und damit haben auch die auftretenden Beanstandungen über Lockerwerden der Riemenscheibe mit Folgeschäden aufgehört. Neuerdings wird die einteilige Riemenscheibe auch in Tauschmotoren eingebaut. Es wäre zweckmäßig, diesen Einbau auch bei älteren Fahrzeugen gelegentlich einer Motorenreparatur vorzunehmen, wenn eine lose Keilriemenscheibe festgestellt wird. Dabei ist zu beachten, daß der Ansatz im Steugerhäusedeckel entfernt wird (ausbohren, ausdrehen oder ausreiben). Die dahinter liegende Dichtbohrung darf keinesfalls beschädigt werden, andernfalls ein neuer Gehäusedeckel eingesetzt werden muß. Die dafür notwendigen Teile sin in der KD-Mitteilung Nr. 22/58 aufgeführt."

Ich habe meinen Steuergehäusedeckel daraufhin getauscht.

Aufgrund dieser Aussage im WHB bin ich von einem gängigen Riemenscheibetausch ausgegangen. Leider habe ich heute ein paar Tropfen Öl unter der Riemenscheibe festgestellt. Ist also doch nicht ganz dicht. Aber was will man von dieser Art "Wellendichtung" erwarten!

Ich habe vor etlichen Jahren mal einen 411 geschlachtet und der hatte eine lockere Riemenscheibe, wodurch auch die Kurbelwelle Schrott war, weil sich die Mitnehmerscheibe in die Welle eingedreht hatte.

Bin auf euere Äußerungen sehr gespannt!!

Beste Schraubergrüße Tobias
 
Moin Tobias,

schau mal auf die Tafel 3.

Dort sind mit Pos. 10 und 11 zwei unterschiedliche Kurbelwellenräder aufgezeigt.

Nach meinem Verständnis, für die unterschiedlichen Riemenscheiben.

Deshalb sollst Du prüfen, ob die neue Riemenscheibe fest gegen die KW stößt.

Nicht, dass die Riemenscheibe (im Betrieb) weiter in das Steuergehäuse gezogen wird und den Deckel zerstört.
 
@Reiner, ich habe definitiv das Kurbelwellenrad Nr. 11 drin, also dieses Kurbelwellenrad und Zwischenstück Nr. 12 getrennt! Also müsste die einteilige Riemenscheibe passen!

Trotzdem werde ich am Wochenende die einteilige Riemenscheibe nochmals abziehen und die Abstände genau messen!

Gute Nacht........

Tobias
 
Moin Tobias,

das ist gut! :D

Dein Buch behandelt die OM 636.912 und OM 636.914 Motore.

Dein Motor ist aber ein OM 636.917.

Vielleicht waren darin noch wieder andere Komponenten verbaut. :?
 
Hallo, ich habe jetzt die Riemenscheibe nochmals abgenommen und ein paar Maße und Bilder aufgenommen:

Riemenscheibe bis Anschlag.jpg



Riemenscheiben Nr 636 206 06 10 Fahr.jpg



Riemenscheibenrücktransportgewinde.jpg
 
Ölspritzring hat 5mm Luft.jpg



Kurbelwelle ist bündig.jpg


Ich bitte euch das mal mit den Serienunimogmotoren zu vergleichen. Mir kommt das Spiel zwischen Riemenscheibenrücktransportgewinde und Bohrung im Stirnraddeckel etwas zu groß vor (48 zu 50mm). Bitte mal bei einem anderen Motor nachmessen!

Ansonsten müssten alle anderen Maße passen!

Vielen Dank für die Mithilfe!

Tobias
 
hallo tobias

das ist mir ganz wichtig, ich habe MIST geschrieben.
mein blöder kopf,war der meinung,das es verstärkte kurbelwellen gibt, dem ist nicht so :!:
es waren die pleuelstangen, die man verstärkt hat.
kurbelwellen gab es laut katalog 2010 ausgabe E märz 1962 schon drei verschidene, was die da geändert haben, weiss ich auch nicht. nummern sind 136 030 02 02,136 030 1101,636 030 05 02.

egal(mir nicht) deine kundendienst mittteilung müsste ich auch irgenwo haben, ich hasse es nur, die kataloge und bücher anzufassen. denn die sind oft extrem anstrengend für meiner einer geschrieben und sortiert.
ich muss es aber ab und zu trotzdem, einstellmaße hat man ja nicht viele im kopf.
ich habe den band OM 636 und OM 621, der ist sehr umfangreich, aber da sind auch nur schnittzeichnungen drin
mit nummer wo die teile benant werden, was es ist und wofür, ohne teilenummern, aber leider keine maße.
muss das noch mehrmals lesen und habe ja noch etliche andere literatur von DB
und teile wo ich messen kann.

das schwungrad ist laut nummer auch mehrmals geändert, da giebt es ausser zahnkranz zum rad selber und FB makierungen kaum unterschiede, kann man mit der riechtiegen FB markierung und der richtigen ausführung und stellung zu OT kaum was falsch machen.

ich mach mir nochmal gedanken
jetzt kann ich leider gerade deine motor nummer nicht lesen und wage es nicht zurück zu gehen,damit ich diesen text nicht verliere
aber am block ist das immer erkennbar von hinten gesehen links kurz unterm kopf, ist aus der gussnummer erkennbar.

nochmal :sorry für die verwirrung meinerseits

gruss arne
 
so schon mal vorab habe gerade an einem steuerdeckel gemessen,der ist nicht nachgearbeitet oder aufgebohrt.
bohrung ist circa 48,1mm

gruss arne
 
Moin Arne,

ist doch gar kein Problem!!!


Aktuell sind die Fragen:

1. Wieviel Luft ist zwischen dem Ölspritzring und dem Gehäusedeckel?

(Ich müsste dazu einen Deckel abbauen und messen)

2. Welchen Durchmesser hat die Bohrung für die Riemenscheibe im Gehäusedeckel? (636.912 oder 636.914)
 
Oh, da bist Du mit zuvor gekommen! :)

Hast Du auch die Antwort zur Frage 1 ?

Tobias hat 50mm gemessen, was ja eindeutig zu gross ist!
 
Also falschen Deckel gekauft. Bitte messt nochmal ganz genau. Bin noch am überlegen ob ich den alten Deckel von der zweitteiligen Riemenscheibe aufbohren lasse oder einen neue Deckel besorge. Sagt mir bitte die Teilenummer von dem Deckel den ich brauchen.

Gruß Tobias
 
636 010 23 17 ist der Steuerdeckel im 636.914 (Unimog-Motor ohne Spritzversteller)

Ob die Deckel vom 636.917 mit Spritzversteller sich von diesem wieder unterscheiden, weiß ich nicht.

Vielleicht meldet Arne sich dazu.
 
Also mein getauschter Deckel mit der 50er Kurbelwellenbohrung war definitiv in einem Motor ohne Spritzversteller, weil die Antriebswelle der Einspritzpumpe noch drin war und die ist für Motoren mit Spritzversteller zu kurz. Kann man aber ohne Probleme umbauen!!

Trotzdem wundert mich so langsam gar nichts mehr!! Ich habe schon so viele 411er mit Spritzversteller gesehen, aber das es an den Motorteilen so viele Abweichungen gab, habe ich mir nicht gedacht.

Wichtig ist dass der Deckel die 48er Bohrung hat, die Welle der Reimenscheibe ist leicht drunter, so 47,95mm.

Evtl. wisst ihr wo es noch Unterschiede in den Deckels gibt.

Beste Schraubergrüße

Tobias