Lagerschaden Panhardstab 406

Megalon

New member
28. Juli 2006
256
0
16
Hallo Mogler,

habe einen Lagerschaden am Panhardstab vorne links.

Wie ist bei der Reparatur vorzugehen?
Hat jemand von Euch schon mal das Lager bzw. die Buchse
gewechselt? Muß die eingepresst werden?

Die Suche brachte zwar manchen Link zutage, u. a. das
der Stab bei Mercedes Querlenker genannt wird,
vielmehr leider nicht.
http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=31517&highlight=panhardstab
 

Anhänge

  • Panhardstab_1.jpg
    Panhardstab_1.jpg
    64 KB · Aufrufe: 6.546
Hi Frank,

Der Panhardstab ist ja nur mit zwei Schrauben festgeschraubt. Bei gerade stehendem Mog einfach losschrauben und rausnehmen. Neue Lager gibts immernoch bei Mercedes und sind sogar erschwinglich (auch nicht teurer als in e-blöd).

Hab meine Gummilager auch erst gewechselt. Wenn Du Zugriff auf eine Presse hast ist das Ganze überhaupt kein Problem. Ohne Presse bringst Du sie vermutlich nicht raus.
Bevor du die neuen Lager einpresst solltest aber mit einem Schmirgelpapier den Rost und Schmutz aus der Hülse säubern. Ein Hauch von Fett läst das neue Lager leichter einpressen und wirkt korrosionshemmend.

Ich hätte nicht gedacht, daß sich die neuen Lager so positiv auf den Geradeauslauf auswirken, zumal bei der Nachschau kaum Spiel zu erkennen war.

Viele Grüße aus dem schönen Frankenland

Tobias

PS: und so sehen sie aus (Bild von Nutzfahrzeuge-Kindermann)

http://nfzk.wdre.de/popup_image.php?pID=1449&osCsid=cb67270080df80bc94766779b80b2a9d
 
Hallo,
habe diese Lager erst neulich am 411er gewechselt, kannst du mit einem ordentlichen Schraubstock selber machen.
Lenker ausbauen Gummilagerung mit 8mm Bohrer um die mittlere Metallhülse herum herausbohren, mittlere Metalllagerung heraus brechen, äußere Lagerschale des Lagers an 2 bis 3 stellen mit Eisensäge durchsägen, Blatt aus Säge nehmen und durch Loch stecken Säge zusammenbauen und sägen.

Schale herausschlagen, Auge reinigen und ein wenig Fett im Schraubstock einpressen.

Gruß
Peter
 
Moing Frank,

wie äußerst sich der Schaden?
Klappert der Panhardstab - oder hauptsächlich die Schraube?
Hatte bei meinem 406 genau das Problem bei der Übernahme (da an der Hinterachse).
Es war nicht das Lager - die Schraube hatte offenbar irgendwann mal bischen Spiel gekriegt und wurde dann langsam rund und klein gedengelt - neue Schraube rein und gut wars. Danach lief er auch endlich geradeaus.

mfG
Axel
 
Hallo,

wie immer lassen helfende Antworten nicht lange auf sich warten!

Tobias,
so habe ich mir den Arbeitsablauf auch schon gedacht.
Hilfreich sind dann die kleinen Tipps, die einen vor unliebsamen
Überraschungen bewahren können und die Arbeit ohne Umwege
vorangehen lassen.

Peter,
wenns mit Schraubstock geht, noch besser. Zugriff auf Presse
müßte ich erst organisieren.
Werde es mal testen, wie es geht.

Axel,
klappern tut nix, aber vom Gefühl her ist es wie eine große
Unwucht im re. Vorderrad.
Zuerst habe ich es auf die alten Kommunalen geschoben, rechts
außen war er auch stärker abgelaufen.
Aber mit meinen neuen Mitas 03 war es auch nicht weg.
Dachte auch schon an den Achsschenkel.
Um das Auge sieht man auch schon ein bisschen "Spaltmaß".
Mal schaun, wenn ich es ausgebaut habe.
 

Anhänge

  • Panhardstab_2.jpg
    Panhardstab_2.jpg
    95,8 KB · Aufrufe: 6.313
Hallo Frank,

eine Presse läßt sich auch einigermaßen gut improvisieren mit einem hydraulischen Wagenheber ("Bottle Jack") quer in einem Türstock (Beton oder stabiles Mauerwerk). Dazu noch ein paar Kanthölzer und Unterlagen aus Stabstahl-Abschnitten - fertig :idea:

Ich habe so auch wunderbar meine Radbolzen eingepreßt bekommen - wir sprachen ja am Freitagabend am Stammtisch bereits darüber :wink:

Viel Spaß beim Basteln :)
 
Hi,

also eine Unwucht erzeugt das defekte Panhard-Lager mit Sicherheit nicht. Ich denke eher es ist umgekehrt. Durch ein unrund laufendes Rad (Reifen, Felge usw.) wird der Panhardstab erheblich mehr belastet.
Dadurch kommt es zu frühzeitigem "Verschleiß".

Bei mir hab ich das erhöhte Spiel festgestellt, als ich nachschauen war, warum der Mog beim Geradeausfahren so ein "Eigenleben" entwickelt. Ich lag unten, ein zweiter Mann drehte das Lenkrad mit etwas Krafteinsatz hin und her. Dabei kann man erkennen wo es Spiel hat (Spurstangenköpfe, Panhardlager). Hinten stellte sich der zweite Mann auf die Pritsche und versuchte durch Gewichtsverlagerung den Mog links und rechts zu schaukeln.

Eure Versionen des Auspressens sind ja fast schon genial einfach - einfach genial :wink:

@ Frank

wenn die Schraube schon Spiel hat, dann solltest Dir vorher gleich eine neue besorgen. Hoffentlich ist das Auge an der Achse nicht schon in Mitleidenschaft gezogen. An der von Dir gezeigten Stelle ist an der Schraube nach dem Kopf eine große runde Scheibe (fest mit der Schraube verbunden), die im Auge der Achse steckt. War zumindest bei meinem Mog so. An der Rahmenaufnahme des Panhards war das nicht.
Wenn Du es rapariert hast, dann auf jeden Fall nach der Ursache der "Unwucht" suchen.

Grüße

Tobias
 
Hi Tobias,

ich hoffe, daß es so wie bei Axel ist und die Schraube an Substanz
verloren hat.
Man sieht ja auf dem Bild einen kleinen Schlitz zwischen Schraube
und Auge.
Ich befürchte aber.... - so wie es aussieht, könnten da einige mm
Luft dazwischen sein.
 
Hallo Frank,

wie hat er sich den die letzte Zeit beim Geradeausfahren verhalten? Gebe Tobi recht, Unwucht erzeugt der Panhardstab nicht. Beobachte beim Fahren auch mal die Reifen selber - hast Du starken Höhen-/Seitenschlag der Reifen oder Felgen?

mfG
Axel
 
N`Abend,

soo, raus isser, der Stab.

Aud der Seite, die ausgeschlagen sein sollte, war die
Schraube locker, ließ sich fast mit der Hand drehen.
Und das war wohl schon die Ursache des Malheurs.

Tobias, ich habe keine Scheibe festverbunden mit der
Schraube, sondern eine Buchse hinter dem Schraubenkopf
sitzen. Die sitzt in dem Auge der Aufnahme.
Weil die Schraube ein paar Gewindegänge draußen war,
hatte sich die Buchse Spiel verschaffen können und schlackerte
im Auge. Für das Auge auf Dauer natürlich Materialmord.

Da das Ding aber schonmal draußen ist, kommen gleich neue
Lager rein und fertig.
 
Megalon schrieb:
N`Abend,

soo, raus isser, der Stab.

...und drin isser auch wieder.
Übrigens war das Auge zur Aufnahme der Lagerbuchse
schon in Mitleidenschaft gezogen, gerade noch rechtzeitig.

Probefahrt steht noch aus :wink:
 
Hallo zusammen,

habe nach massiven Lenkproblemen festgestellt, dass die Befestigungsschraube des vorderen Panhardstabs - Beifahrerseite - fehlt.
Die Schraube konnte ich bei MB nachkaufen (21 Euro !!). Die benötigte Buchse ist angeblich nicht mehr lieferbar. Kennt zufällig jemand die Maße dieser "Buchse mit integrierter Unterlegscheibe"?
Nach meinen Messungen misst das Auge ca. 30 mm, die Schraube 14 mm. Aber wie dick sollte das Teil sein? Der Teilekatalog gab keine Anhaltspunkte. Anzugsdrehmoment der Schraube? Soll der Panhardstab nach dem Festziehen noch etwas Luft haben?

Viele Grüße
Willy
... der auf ein Weihnachtsgeschenk vom Bild & Buch-Verlag hofft.
 
Dann sag du willst eine M14x100 Schraube oder was die hat- ist das gleiche bauteil nur ca 20 Euro günstiger.
Die Lager sind sehrwohl erhältlich- Teilenummer sagt dir dein Freund und Helfer wo du bestellst. Was meinst du mit Beilagscheibe?
Anzugsdrehmoment? Werkstatthandbuch befragen ;) Nichts locker- Fest!
 
Hallo Lukas,
siehste, wie man von den DB-Leuten verkauft wird!! Ich hatte beim bezahlen auch Sauerstoffmangel.
Es geht mir allerdings um folgendes:
Die Schraube hat einen Durchmesser von 14mm. Das Auge in das ich die Schaube reinstecken muss hat einen Durchmesser von 30mm. Da muss ein Bauteil dazwischen (siehe Hinweis von Frank), sonst funktioniert das nicht. Soviel sagt mir mein Verstand auch als Mog-Neuling. Ziehe ich die Schraube fest an, wird der Panhardstab fixiert. Er sollte sich aber bewegen/drehen können, deshalb die Frage.
Übrigens habe ich mir mein Wunsch-Weihnachtsgeschenk „Werkstatthandbuch“ soeben selbst bestellt. Hast auch noch keins?
Grüße
Willy
 
guude Willi,

es wird nicht der panstab fixiert sondern das rohrstückchen in der gummimuffe. das rohrstückchen ist etwas länger als das panstabauge.

gut mog! justus.
 
Danke, ich habe schon- oder bekomme ich eines von dir?
Werde aber nicht herumrennen und alles heraussuchen, entschuldige -nur weil jemand fragt und doch alles besser wissen will dann ;)

Zur Montage: Stab rein, oben und unten und dann erst anziehen so dass er entspannt ist- wie bei Stoßdämpfern auch.

Im Ersatzteilkat sind mehrere Lager und Buchsen verzeichnet, welche da die richtige ist musst du selbst rausfinden.
 
Vielen Dank für die Tipps.

Wie gesagt, mein Freundlicher gab mir die Auskunft, dass die Buchse für genau meinen Mog nicht mehr lieferbar sei. Nun hoffe ich, dass mein Werkstatthandbuch bald kommt und mich vielleicht weiter bringt. Ansonsten muss ich den Drehbankbesitzer meines Vertrauens bitten ….

Wünsche Allen schöne Weihnachten
Grüße
Willy
 
Hallo,
Ich habe auch ein neues drehen müssen.
Es ist einfach nur ein Rohr mit innen 14.2 und aussen 18oder20mm
Die Länge habe ich anhand des Altmusters angefertigt.
mfg. Mattes
 
Hallo,


hää, was hast du drehen müssen :?: :roll:

der Unimog wird mir immer unheimlicher.

Gruß
der andere Lukas
 
Hallo anderer Lukas,
ganz einfach, es geht hier um eine Buchse, die – mangels Verfügbarkeit - auf einer Drehbank selbst hergestellt werden soll bzw. wurde.
In meinem persönlichen Fall ist allerdings das Problem, dass ich die Maße nicht genau kenne, weshalb ich in diesem Forum um Hilfe gebeten habe.

Grüße
Willy