Laubtech Zündung vs. Ignitor

Hallo Olli,

also so schlecht ist die Ignitor dann nun doch nicht.
Sitzt der Magnetring richtig und fest?
Funktioniert die automatische Drehzahlabhängige Zündzeitpunktverstellung Deines Verteilers noch?
Hast du noch die abgeschirmten MIL Zündkabel und Kerzen?
Wenn Du letzteres noch hast werden Dir auch die meisten alten Werkstätten nicht sofort weiterhelfen können.
 
Hi Jürgen!

ich wollte die Ignitor nicht schlecht reden, ich bin nur etwas verunsichert weil ich nun so heftige Probleme habe.
Ich gehe mal davon aus das die Zündpunktverstellung noch funktioniert, da war ich nicht bei und habe den Verteiler während dem Umbau sehr behutsam behandelt.

Was mich so stutzig macht ist die Tatsache das die Probleme erst bei warmer Maschine auftreten und dass das Drehen am Verteiler so GARKEINEN Einfluss darauf hat.

Ja, ich fahre noch die MIL Kabel und Kerzen :/
 
BunterWurstsalat schrieb:
@Marius: Super Video, sehr gut erklärt. Aber mit der elektronischen Zündung so leider nicht mehr anwendbar.

Ja, ich fahre noch die MIL Kabel und Kerzen :/


Abend!

Zu Punkt 1.
Es hilft aber für das Verständnis und das war nur ein Beispiel Video. Es gibt auch Videos über die kontaktlosen Zündungen.....

Zu Punkt 2.
Damit wird es wohl schwer jemanden zu finden, also raus damit! Zivil ist 100 mal besser (meiner Meinung nach).
Aber als kleiner Tipp. Ich habe 3 Jahre in Mannheim gewohnt, das ist ja nicht weit von dir. Wenn dir jemand in der nähe helfen kann, ist es Kurt Kalinowicz.

Münchwälderstraße 4
68219 Mannheim

Vor allem mit den alten Benz Motoren! Wird aber unter umständen nicht ganz günstig sein. Trotzdem viel Erfolg!

Gruß Marius
 
Oweh, nun werde ich mich blamieren.

Ich dachte das die Einstellung des Zündpunktes selbst durch die elektronische Zündung wegfällt...?
Ich habe also lediglich die Ignitor Zündung eingebaut und den Verteiler wieder montiert. Danach den Verteiler in einem Bereich von ungefähr 45° bewegt, bis sich der Motor gut angehört hat.

So habe ich es auch in einer Anleitung für die Ignitor gelesen. Das war aber zugegeben nicht die spezielle Unimog Zündung, sondern eine Anlage für Käfer, Bus usw.

Ich werde mich nun mal durch Youtube klicken. Wenn Marius dort fündig geworden ist, gelingt mir das sicher auch.
 
BunterWurstsalat schrieb:
Ich werde mich nun mal durch Youtube klicken. Wenn Marius dort fündig geworden ist, gelingt mir das sicher auch.

Hey!

Schau dir einfach in Ruhe das Video von mir an.
Da wird erklärt wie man den Zündzeitpunkt einstellt und das gilt auch für kontaktlose Zündungen. In der TDV ist es auch beschrieben. Du hättest dir natürlich einen riesigen Gefallen getan, den Zündzeitpunkt vor dem Umbau zu markieren. Dann hättest du jetzt einen Anlaufpunkt und könntest nachbessern.

Gruß Marius
 
Hallo Olli,

das ist doch garnicht so schlecht, dass Dein Motor überhaupt läuft. Spricht doch für die robuste Technik.

Nur mal kurz gerechnet. Eine volle Umdrehung des Verteilers entspricht zwei Umdrehungen der Kurbelwelle. Jeder Zylinder zündet einmal. Das heißt Deine 45° Verstellung entsprechen 90° Verstellung der Kurbelwelle. Die Grundeinstellung der Zündung liegt bei 2° vor OT. Der optimale Bereich etwa zwischen 2°-5°

Diese Grundeinstellung läßt sich ohne große Hilfsmittel sowohl mit der Kontaktgesteuerten als auch der Ignitor einstellen. Hierzu wird nur eine Prüflampe parallel zur Zündspule zwischen Klemme 15 und Klemme 1 geschlossen werden. Die Prüflampe zeigt (leuchtet) an ob der Kontakt (oder Transistor) geschlossen ist. Die Zündung erfolgt wenn die Lampe gerade ausgeht. Dies soll eben bei 2° vor OT des jeweiligen Zylinders sein.

Bei geöffnetem Verteiler den Motor von Hand in Drehrichtung (von vorne gesehen im Uhrzeigersinn auf) auf 5° vor OT stellen (Skala auf der vordenen Schwungmasse). Der Verteilerfinger muss jetzt auf etwa die Markierung (Kerbe) am Verteilerrand zeigen. Die Prüflampe muss an sein. Jetzt Motor weiter drehen und schauen wann die Prüflampe aus geht. Dies sollte eben bei 2° vor OT sein. Geht die Prüflampe zufrüh aus muss der Verteiler in Drehrichtung des Verteilerfingers etwas weitergedreht werden. Geht die Prüflampe zu spät aus Verteiler gegen die Drehrichtung des Verteilerfingers zurückdrehen.
Motor um zwei Umdrehungen weiter drehen und erneut prüfen. Motor niemals gegen seine Drehrichtung drehen. Die Prüflampe darf niemals länger als 20 sek kontinuerlich an sein um den Transistor nicht zu schädigen.

Wenn alles so eingestellt ist Zündverteiler wieder an der Halterung festziehen und nochmals prüfen.
 
Ich hab mir die Gradzahlen mit weissem Edding markiert, weil in Bewegung besser zu sehen.
Dazu eine billigst Blitzpistole und damit eingestellt.
Dann sieht man auch gleich ob die Frühverstellung klappt.
Standgas hab ich 10° v.OT und das wandert dann bis etwa 40° v.OT bei 4000 U.

Finde ich persönlich viel einfacher als das Gefummel bei stehendem Motor.

Gruß
Martin
 
Guuden,

das Abblitzen mit einer Fühlerzange am Zündkabel der ersten Kerze
funzt mit den abgeschirmten Zündkabeln nicht. Du wirst ein provisorisches
Zündkabel in "normaler" Ausführung basteln müssen oder nach einer
entsprechenden Blitzpistole suchen müssen.

Wie so ein Kabelumbau gehen kann findest Du unter:
"Zündkabelumbau von Darrin Fink"
https://www.unimogfreunde.de/technik-tipp/#Zuendkabel404

oder Du lässt Dich von Fritz Kramer verwöhnen, allerdings mag ich seine Kerzenstecker nicht weil sie an den Kerzen keinen Wasserschutz bieten.
Direkt unter Darrin Finks Beitrag.
"Zündkabel 404S
Zündkabelumrüstsatz auf zivile Zündkerzen, der Militärzündverteiler kann weiter verwendet werden.
Fritz Krammer
FritzKrammer@t-online.de

Gut 404! Justus.
 
Einen schönen guten Abend in die Runde!

Nachdem ich meine Zündung nun bis ins Detail überprüft habe, habe ich heute wieder die alte Kontaktzündung verbaut. Was soll ich sagen, das Moggl rennt.

Inzwischen glaube ich an einen Defekt des Magnetringes der Ignitor-Zündanlage. Möglicherweise von Werk aus, möglich wäre aber auch eine Beschädigung beim Einbau. Die letzten 2mm habe ich den Magnetring mittels Nuss und zwei vorsichtigen Schlägen mit dem Schonhammer bewegt. Ich habe mir überlegt, das es bei dieser Montage zu einem Haarriss des Ringes gekommen sein könnte. Mit dem Auge kann ich zwar nichts erkennen, aber das muss ja nichts heißen.

Das wäre auch eine Erklärung für das Phänomen, dass die Probleme erst bei warmer Maschine auftreten.
Im kalten Zustand beeinträchtigt der Riss die Funktion nicht. Wird der Motor und damit alle umliegenden Bauteile aber warm, so dehnt sich der Riss aus bis er dann zu den Fehlzündungen führt.

Was meint ihr zu der Überlegung? Alles andere habe ich überprüft. Zündkerzen, Zündkabel, Verteilerkappe, Zündzeitpunkt und die dynamische Verstellung im Inneren des Verteilers...alles in Ordnung.
Und wie oben geschrieben, mit der Kontaktzündung läuft er nun wieder einwandfrei.

Waldgrüße aus Carlsberg

Olli
 
Guuden,

hattest Du den Kondensator lahmgelegt?
An einem feinmechanischen Gerät mit einem Hammer arbeiten?

Gut 404! Justus.
 
Okay
Der Mog ist ein Uriges und Grobes Gefährt....aber mit dem Hammer an der Zündung werkeln ...

Nääääää

Gruss Ralf
 
Guten Abend Justus, hi Ralf!

Das man normalerweise nicht mir dem Hammer an der Zündung werkelt ist mir bewusst. Aber den Magnetring konnte ich einfach nicht per Hand in die finale Position bringen, das habe ich sehr lange versucht.
Es Waren auch nur zwei sehr sehr feine Hammer-"schläge". Möglicherweise dennoch zu viel...

Den Kondensator hatte ich noch angeschlossen. So wurde es im Video vorgemacht. Ich dachte der Kondensator hätte bei der elektronischen Zündung keinen Einfluss mehr auf die Funktion?

Einen schönen Freitagabend wünsche ich!

Olli :D
 
Hallo Olli,

dann ist das Video falsch, der Kondensator soll die Funkenbildung am Zündkontakt reduzieren. Bei der elektronischen Zündung ensteht aber gar kein Funke. Der Kondensator wirkt bei der Transistorzündung wie ein Zeitglied und verändert in Abhängigkeit der Drehzahl ( Frequenz) den Zündzeitpunkt.

In der Einbauanleitung der Ignitor war deutlich ausgesagt, dass der Kondensator zu entfernen ist.
Auch zum Aufsetzen des Ringes ist ausgesagt, dass dieser genau auf die Form der Verteilerwelle passen muss. Hattest Du durch hin und her drehen festgestelt, dass er auf dem unteren nicht mehr runden Teil der Welle "einrastet" oder sie nur einfach mit dem Hammer nach unten gezwungen?
 
Hoppla!

Das Video hat einen sehr seriösen Eindruck gemacht, ich habe das gar nicht hinterfragt. Dann war wohl der Kondensator der Grund für die Probleme? Würde zumindest genau in die Symptomatik passen....

Also den Magnetring habe ich schon ein gutes Stück über den Seckskant der Verteilerwelle schieben können, die Position stimmt also. Lediglich die letzten 2mm ließen sich nicht mehr per Hand überwinden, dazu habe ich dann den Hammer genutzt, wie gesagt, sehr vorsichtig.

Zugegebener Maßen habe ich überhaupt nicht auf die mitgelieferte Anleitung geachtet, da das Video eben genau den Verteiler des Unimogs beschrieb.

Dann werde ich die Transistorzündung nochmal in meinen Ersatz-Verteiler bauen. Dann kann ich kurzfristig hin und her tauschen. Diesmal dann ohne den Kondensator anzuschließen..... :roll:

Hier mal das Bösewicht-Video. Bei Minute 3 wird der Kondensator wieder angeschlossen...
https://www.youtube.com/watch?v=wivi6tux690
 
Hallo Olli,

das Video ist garnicht so böse wie angenommen, den wenn alles genauso gemacht wurde ist der Kondensator tatsächlich nicht angeschlossen.
Die Leitung ist zwar in die Klemme eingeführt, aber es ist keine weitere Leitung eingeführt. Damit "schwimmt" dieses Ende vom Kondensator genauso wie ein isoliertes Kabel.
 
Hallo zusammen! Da an meinem Verteiler die Unterdruckdose defekt ist (weniger als 2mm Hub) bin ich am Ueberlegen auf eine elektronische Zuendung umzubauen. Lese hier nur Gutes ueber die Laubtec. Frage zu dieser Zuendung: wie funktioniert da die Zuendzeitpunktverstellung? Immer noch ueber die Unterdruckdose oder elektronisch? Wie ist das bei der Ignitor? Verstehe die Nachteile dieser Anlage, kann die hier in den USA aber leichter bekommen.

Gruss,
Robert
 
Hallo Robert,

sowohl die Laubtech als auch die Ignitor ersetzen lediglich den elektro mechanischen Unterbrecherkontakt durch einen elektronischen Schalter. Die Zündzeitpunktverstellung erfolgt in beiden Fällen weiterhin über die ursprünglich im Verteiler vorhandenen Methoden (Unterdruck und/oder Fliehkraftverstellung) Der 404 hat normalerweise eine Fliehkraftverstellung. Die Unterdruckdose ist nur selten optional verbaut gewesen.