Leistungsauskunft Kipperpritsche 411

Timo411

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07. Juli 2004
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Hallo,

hab heute festgestellt, das mein 411er nicht in der Lage ist, die (bergig) mit Erde geladene Pritsche seitwärts zu kippen. Ich schätze mal, das so etwa 1,5 - 1,8 tonnen Material geladen war.

Ist das bei euch auch der Fall?
Was leistet eure Pritsche?
Weis jemand, wieviel Druck die Hydraulikpumpe bringen sollte und wo MB das Druckbegrenzungsventil versteckt hat?

Spiele schon mit dem Gedanken, eine \"ordentliche\" Pumpe über Zapfwelle anzubauen.
Oder hat jemand ein plausibles Argument, warum eine Pumpe 40 Jahre lang ständig laufen muss, obwohl sie nur gelegentlich gebraucht wird?
:casstet:
 
\"bergig\" mit Erde beladene Pritsche kann auch etwas mehr Gewicht haben... ;)

nichts desto Trotz sollte das Abkippbar sein.
Das Hydrauliksystem sollte ca. 120-150 bar zum Kippstempel bringen. Das Überdruckventil ist im Steuerblock integriert und nicht einstellbar. Das Ganze hängt etwas davon ab, was genau verbaut ist (Hydraulikpumpe am Luftpresser oder separat, Steuerblock auf Lenkgetriebe oder im Fussraum links). Die Größenordnung zum Druck sollte aber stimmen.
 
Hallo Timo !

Der Teleskopzylinder drückt in der untersten Stufe grob gerechnet 8 Tonnen. Das reicht aus, um die Pritsche zu verbiegen. Wenn die Hydraulikpumpe stark verschlissen ist (passiert nur durch verdrecktes Öl oder durch falsches Zusammenbauen nach Zerlegung) ist der Förderdruck im unteren Drehzahlbereich ziemlich schwach.
Frage daher: hast du den Motor zum Kippen der Pritsche auf Höchstdrehzahl gebracht ?

Gruß
Gundo
 
Hallo,

also meine Hydraulikpumpe ist am luftpresser direkt angeflanscht. original unimog würd ich sagen. Laut Typenschild handelt es sich aber wohl schon um ein Austauschgerät.
Der steuerblock sitzt über dem Lenkgetiebe.

Um genau zu sein, packt der Kipperstempel nur die ersten 2 Stufen -die 3. Stufe packt er auch bei absoluter Enddrehzahl nicht mehr.

Meiner Meinung nach sollte solch ein Fahrzeug in der Lage sein, bei etwa halber Drehzahl mit ausreichend Reserve die ( überladene )Pritsche zu kippen - oder seht ihr das anders? :cool:

Wenn ich übrigens für jede Umdrehung, die die Hydraulikpumpe in ihrem Leben gedreht hat, ohne das sie Tatsächlich gebraucht worden ist, einen CENT bekommen würde, wär ich wohl längst in Übersee :D

Versteh echt nicht, warum so eine Einheit nicht auf dem Nebenantrieb liegt.....
 
... dann soltest Du dir mal ein Manometer zulegen und den Druck messen, der hinten am Stempel ankommt.
 
Hallo Timo !

Die am Luftpresser angeflanschte Hydraulikpumpe war natürlich in der Herstellung billiger als eine Pumpe die (mit zusätzlichen Halterungen etc...) über die Zapfwelle angetrieben wird. Sie reicht auch völlig aus, um die beladene Pritsche schon bei etwa 1.500 UpM anzuheben. Auf Grund deiner Schilderung ist die Sache völlig klar: die Hydraulikanlage liefert nicht genügend Druck. Entweder ist die Pumpe verschlissen (so dass das Öl an den Zahnrädern vorbei zurückfließen kann) oder das Druckbegrenzungsventil im Steuerblock ist defekt.
Den Pumpendruck kannst du nur messen, indem du direkt hinter der Pumpe ein Manometer anschließt (die Weiterleitung zum Steuerblock muss natürlich gesperrt werden). Wenn die Pumpe genügend Druck liefert (ohne Begrenzungsventil dürften das mehrere hundert Bar sein !) kann es nur noch am Begrenzungsventil liegen.
Das Ventil im Steuerblock kann man reparieren, für die Zahnradpumpe gibt es leider keine Ersatzteile...

Gruß
Gundo
 
Bevor Du alles zerlegst und durchprüfst: Genug Öl im Öltank ? DerTank sollte bei eingefahrenen Zylindern bis ca. 5 cm unterhalb der Oberkant Sieb gefüllt sein.
zuerst da mal nachsehen.
Gruss
e.a.
 
Hallo,

Hab´ mir einen 300BAR Manometer sowie eine Schnellkupplung zusammengesucht.
Muss jetzt nur noch einen Adapter drehen, um die beiden Komponenten zu verbinden.

Genug Öl ist drin - das war am Anfang auch mein erster Gedanke gewesen.
Hab übrigens \"nur\" 15 W 40 statts Hydrauliköl drin. Denke aber nicht, das sich das auf mein Problem auswirkt......

Hat jemand von euch diese Pumpe mal komplett durch z.B. eine Zapfwellenpumpe ersetzt? Wenn ja, wie ist eure Erfahrung damit?

Da ich den Baas - Frontlader mitsamt der Schmidt Anbauplatte entfernt habe, hätt ich im vorderen Bereich alle Möglichkeiten, um einer neuen, größeren Hydaulikpumpe ein Zuhause zu bieten. Meine Gedanken schweifen um eine \"Casappa\" Zahnradpumpe mit einer Leistung von 55Litern/min und 210 Bar. Diese mittels Zahnriemen von der Zapfwelle ca. 1:3 ins schnelle Übersetzt müsste eigentlich ausreichen ( Hoffe ich doch :casstet: )
55 Liter, da ich noch einen \"Laubschneider\" zum schneiden meiner Hecken besitze und dieser relativ viel Volumenstrom im Verhältniss zur Fahrgeschwindigkeit benötigt....


Viele Grüße und ein schönes Wochenende wünscht euch

Timo


*Hoch lebe Rudolf Diesel* :cool: