Lichtmaschiene 411 Frage an Experte (E-Winde!)

bae146

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15. Juli 2010
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Tach zusammen,

auf meiner Lima steht
Bosch
0 101 206 012
EG 14V 20A 27

was heißt das und kann ich damit eine 110 Ah Batterie laden.
Möchte gerne eine 6t e-seilwinde dranbauen und will natürlich nicht das die bat
leergelutscht wird. Die Winde brauch übrigens min. 650CCA.
Gebe zu das ich keine Ahnung von Elektrik habe.

:oops:
Schöne Grüße Fank
 
Hallo Frank,

mit einer 14 Volt (V) Lichtmaschine kann man grundsätzlich jede 12 V Batterie laden.
Eine 110 Ah-Batterie benötigt je nach Entladung 2 bis 5 Ampere (A) Ladestrom.
Also genügen die 20 A der Lichtmaschine dicke, wenn der Strom nicht anderweitig abgenommen wird.

Soweit klar?

Nun zur elektrischen Seilwinde:
1 t Zug“kraft“ benötigen etwa 60 A (handelsübliche Winde).
6 t bedeuten dann 360 A. Es wäre zu prüfen, ob die Batterie diesen hohen Strom überhaupt für brauchbare Zeit liefern kann.
Nach spätestens 1/4 Stunde Betrieb wäre die Batterie jedenfalls leer.
(min. 650CCA ist eine Anforderung an die Batterie, d. h. bei 0°F (-17,8°C) und 30 Sekunden Stromabgabe in Höhe von 650 A darf die Zellspannung von 2,3 V höchstens auf 1,2 V absinken.)
Das Aufladen danach würde mehr als 24 Stunden dauern.

Elektrische Winden werden üblicherweise zur Unterstützung bei der Selbstbergung verwendet. Mit 6 t wäre sie damit für einen 411 auch zu groß.
 
Hallo Christoph

danke für die ausführliche und verständliche Antwort.
Es geht mir hauptsächlich darum das ich eine 110Ah voll bekomme.
Mit der Winde gebe ich dir recht das sie zu groß ist.
War auch nicht zum täglichen Einsatz gedacht weil den Mog nur ein Hobby ist.
Aber wenn man sowas mal braucht ist man froh wenn man es hat.
Geht mir nur hallt darum das ich die bat nicht leer sauge und sie dann kaputt ist. Sonst kaufe ich mir eine 2 oder 4to Winde

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

Mit der Lichtmaschine kannst Du wie es Christoph ja schon geschrieben hast eine im normalen (KFZ oder Mog) Betrieb befindliche 12V Batterie immerladen egal ob im 411 übliche 88AH, gewünschte 110AH oder gar 1000AH. Die Kapazität der Batterie spielt dabei keine Rolle.

Je nach Ladezustand dauert es nur kürzer oder länger.

Bei normalen Betrieb mußt Du im Prinzip ja nur die zum Anlassen benötigte Energie wieder in die Batterie zurück laden. Auch diese ist von der Kapazität der Batterie fast und vernachlässigbar unabhängig.

Nur Deine geplante Winde kannst Du aus keiner Lichtmaschine betreiben, die versorgt sich immer aus der Batterie und saugt dies leer. Allerdings kann man mit geeigneten (elektronischen) Maßnahmen die Batterie vor einer Tiefentladung und damit Schädigung schützen.

Aber wie Christoph auch schon sagte, die 6to Winde ist für den 411 einfach völlig überdimensioniert. Er wiegt selbst beladen ja nur 3,5to. Mit meiner mechanischen MB 3,5to Winde konnte ich mich schon praktisch senkrechte Wände hochseilen.

Zum Holzrücken ist eine elektrische Winde völlig ungeeignet, es sei denn Du verlädst auf Deine Ladefläche eine U-Boot Batterie. Zum Selbstbergen tut es aber eine viel kleinere Winde, wenn Du nicht gerade die Breslau mit fährst. Da sollte eine 2to Winde eigenlich völlig ausreichen. Orientier Dich mal bei den guten SUV-Winden. Die Fahrzeuge liegen ja Gewichtsmäßig dicht beim 411.
 
Hallo Jürgen

auch dir danke für deinen Hinweis..hat mich auch zum nachdenken angeregt.
Habe den link mal kopiert damit ihr wisst von ich spreche . Es gibt auch schwächere Winden die sind aber genauso groß und kosten auch nicht viel weniger.

http://www.ebay.com/itm/140477690155?_trksid=p3984.m1423.l2649&item=140477690155&cmd=ViewItem&sspagename=STRK:MEWAX:IT&vxp=mtr

Zur Not bau ich sie an meinen 435... und Breslau würde ich schon gerne mal mitfahren :lol:

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

Recommended battery 650CCA, 130 Minutes Reserve Capacity minimum

Wenn ich die Daten richtig deute, zieht die Winde sogar (5 kW/12 V =) 420 A. Eine geeignete Batterie soll diese mindestens 130 Minuten lang liefern. Damit wären wir bei sage und schreibe 1000 Ah für die Batterie. Hinzu kommt, dass die Amis ihre Daten stets optimistischer ansetzen als die Europäer. Ich fürchte daher, die 6 t-E-Winde ist völlig indiskutabel für einen halbwegs normalen UNIMOG.
 
Hallo Christoph

ich glaube das stimmt nicht ganz. Die Winde ist für SUV gedacht und nicht für
U-Boote.
Sie muss 130 min 25A lliefern bevor sie unter 10.5 Volt fällt.
Und brauch bei 12500 lbs 362 current Amps.

Lasse mich gerne belehren wenn es nicht stimmt.

Gruß Frank
 
Hallo zusammen!

Da wird ja so ziemlich viel merkwürdiges geschrieben.

Die US-Winde ist sicher schick an einem Jeep und mag den Mog aufhübschen, aber mehr nicht.

Das mit der Elektrik ist ja ziemlich konfus.
Die Winde braucht bei 4 Tonnen Zug ca. 250 Ampere (A). Mit einer 750 AmpereStunden (Ah) Batterei läuft die dann 3 Stunden. Doch diese Größe braucht Platz auf der Pritsche.
Alle anderne Möglichkeiten kann man rechnen. Z. B. 110 Ah-Batterie bei 6 Minuten Lauf ist schon zu 75% leer.

Doch auch das Kabel von der Batterie zur Winde ist nicht billig, 4 Quadrat reicht da nicht! Eher das zehnfache! Und die Batterie ist normalerweise nicht für Dauerhochstöme ausgelegt.

Und die Winde ist dann auch kaputt, denn 250 A bei 12 Volt sind 3000 Watt, ein Heizofen Zuhause hat gerade mal 1000 Watt.

Im Schiffsbau werden solche Leistungen für Querstrahlruder eingebaut. Die laufen max. drei Minuten, dann ist Ende. Diese Batterien werden auch direkt dort eingebaut mit einen halben Meter Kabel, daumendick!

Gruß

Ronald
 
Hallo,

soweit ich diese Winde richtig wiedererkenne, wird sie in diesem Fall nur in den USA vertrieben, kommt aber aus China und ist vor allem Anderen ganz hübsch.

Die Daten kann man glauben...

Diese Winden werden zum Teil auf dem freien Händlermarkt für unglaublich wenig Geld vertrieben - ab 79 Euro.

Wenn Du Glück hast, ist sie gerade eben stark genug, um einen nicht allzutief eingegrabenen Unimog 411 etwa 2 - maximal 5 Meter zu bergen - dann ist die Batterie alle.

Nichts für ungut

Rolf
 
Hier ein paar Meinungen aus dem Web:
The boys at the club said Tuff Stuff winches have not proved themselves and reliability is an issue. That is why no major retailer sells them as of yet.

I went to NM to pick up a 67 Mustang shell that did not have a engine or trans., it weighted about 1500 to 2000 lbs.
Hooked on to it and started to roll it up on the trailer, got the front tires on the trailer and it quit,finally got it unhooked and finished with a comalong.
When I got home I pulled the motor off and it looked like the motor had been in water. This winch has been sitting in my storage shed since I got it.
Tried to call Vendor in Cal. , No luck , Tried to E-mail , No luck, Finally got ahold of another vendor that sell them plus other parts, he said that I was SOL which is what I figured.
My advise don't buy a Tuff Stuff Winch, Just Spent 1200 and ordered a Warn 9500.....

These winches are made overseas, and sold under many badges. A friend in Haiti had bought one at the traveling Cummins Tool Circus, and it burned up on him the first or second time using it. He was able to get the motor rebuilt, and it works now, but it will not pull (since new), the rated 10,000 pounds.

... und ähnliche Kommentare sind viele zu finden - natürlich auch positive (auf den Verkäuferseiten :wink: )

Es wäre schon interessant, wenn sich unter uns ein "Testkäufer" fände und die Sache in der Praxis mal genau untersuchen würde.

Aber vermutlich können wir uns das sparen: http://translate.google.de/translate?js=y&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&layout=1&eotf=1&u=http%3A%2F%2Fwww.club4x4.ru%2Fclub%2Fnews%2F3534.html&sl=ru&tl=de
 
Nach den Kommentaren überlege ich mir ob ich sie überhaupt noch kaufe ... es sind mir erhebliche Zweifel gekommen.
Aber dafür schätze ich das Forum hier... weiter so.
Sollte ich Testkäufer werden sag ich bescheid.


Gruß Frank :wink:
 
Hallo Frank,

hast Du den Russen-Test, den ich nachträglich in meinen letzten Beitrag eingefügt habe, schon gesehen?

Der hat auch für mich endgültig Klarheit gebracht.

Aber eigentlich ist es doch klar: Ein Einhandwinkelschleifer für 15 €, ein 3 t Wagenheber für 30 €, eine 6 t Seilwinde für 400 € ... das können keine reellen Produkte sein! Klar, wir hoffen immer wieder, das ultimative Schnäppchen zu machen. Aber - was nix kostet, is nix wert, das ist Gesetz!
 
...und bei 400 Euro Verkaufspreis macht der Händler dann immer noch etwa 300 Euro Gewinn!
 
also vielleicht noch für nachzudenken folgendes:

Der Windenmotor hat eine Leistungsaufnahme von 5kW also 5000 Watt. D.h., er zieht 420 A bei Vollast, wenn als 6to oder mehr gezogen werden müssen. Bei lediglich 3to zieht er logischerweise nur die Hälfte, also 210 Ampere.

Die Stromdichte von Kupfer unter Dauerlast sollte 5A/mm2 nicht überschreiten, d.h.es wird ein Kabelquerschnitt von max. 84 mm2 verlangt, d.h. ein Kabel von 10mm Durchmesser langt allemal.

Wenn mit dieser Konstellation der Mog, unterstellt er hat etwa 3to Gesamtgewicht, senkrecht hochgezogen wird, würde eine 110Ah Batterie etwa 1/2 Stunde funktionieren.

Warum soll das nicht gehen?

Es wäre dann auch noch zu berücksichtigen, dass eine 6to Belastung praktisch nur dann auftreten kann, wenn der Mog am anderen Ende festgebunden wird. Mehr als dessen Eigenwicht braucht die Winde nicht zu ziehen.


Gruss aus dem Bergischen, michael
 
Hallo Michael,

von der Papierform her hast Du natürlich völlig recht.

In der Praxis habe ich aber nicht nur einmal erlebt, daß ich meine kleine Schmiedagraupe mit einem 3t Kettenzug plus einfacher zusätzlicher Umlenkung nicht einen cm bewegt habe, wenn sie sich schön eingegraben hatte und aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Lehm herauskam.

Das ging immer nur mit voller Motorkraft plus Winde.

Eine Selbstbergungswinde braucht man ja nur dann, wenn der Mog aus eigener Kraft nicht mehr weiter kann.

Und daß sie schön aussieht, habe ich ja schon oben nicht bestritten.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf
 
Hallo Michael!

Da hast Du nicht ganz recht. 10 mm² reicht nur dann, wenn das Kabel sehr kurz ist, nicht die Stromdichte ist entscheidend, sondern der Gesamtwiderstand und der ist nun mal proportional zur Kabellänge (Hin und zurück!).

Gruß

Ronald
 
Hallo,

alles richtig aber:

84mm2 bei Volllast, bei Halblast und dann ggf. noch mit Umlenkrolle reichen 42mm2 bzw 21mm2 also 7mm bzw 5mm Durchmesser.

Im übrigen wird die Stromdichte auf die Querschnittsfläche bezogen und nicht auf die Kabellänge.

Die Kabellänge hätte allenfalls einen Einfluss auf den Spannungsabfall von B+ zur Winde und akademisch betrachtet müsste dann auch noch die Kabelerwärmung über die 1/2h in Betracht gezogen werden usw...


Das sind aber mit Sicherheit marginale Grössen.

Wenn aber die Winde tatsächlich eine halbe Stunde läuft mit einer Übersetzung von 265:1 dann dürfte nach ersten Einschätzungen die eingezogene Seillänge Motordrehzahl*30/265*Pi*0.1m betragen also etwa Motordrehzahl*0,034 Meter.

Ich sehe also kein Problem, diese Winde für die angestrebten Zwecke zu verwenden, zumal hydraulische Winden erheblich teurer sind und kaum unter 650 Euro zu bekommen sind (Zuglast etwa 3500kg).
Gruss aus dem Bergischen, michael
 
Nur nochmal nachgesehen und nachgerechnet:

bei einem 1m langen Kupferkabel von etwa 80mm2 Querschnitt liegt ein Widerstand von etwas weniger als 2Ohm pro Meter vor, also im Verhältnis wenig bis nix.


Gruss aus dem Bergischen, michael
 
Lieber Michael!

Dann nehme mal das Ohm'sche Gesetz.
Aufgabe: Welcher Kurzschlußstrom fließt bei 12 Volt durch die Last von 2 Ohm? Das wäre der maximale Strom bei einer Leitungslänge von einem Meter.

Nächste Aufgabe: Wie groß wäre der Spannungsabfall an einer Leitung von 2 Ohm bei 100 A? Der sollte max. 20% der Batteriespannung sein.

Aber Deine Angaben stimmen ja nicht, 70 mm² hat 0,259 mOhm/Meter, 10 mm² hat 1,82 mOhm/Meter. Bei 70 mm² ist der max. zulässige Dauerstrom 245 A bei 50° Celsius nur noch 174 A, das nächste wäre dann 120 mm² mit 244 A max. Strom.

Es gibt dafür Tabellenbücher, z. B. "Kraftfahrtechnisches Taschenbuch" von Bosch.

Auf dein Ergebnisse bin ich gespannt!

Ronald
 
Hallo Ronald,

bevor jetzt die endgültige Verwirrung auftritt folgt jetzt eine richtige Rechnung.

Der spezifische Widerstand von Kupfer ist Rho=0,0018 Ohm*mm2/m.

Daraus lässt sich der Widerstand R eines Kabels von beliebiger Länge l und beliebiger Querschnittsfläche A berechnen:

R = Rho*l/A

Bei einem Kabel von 1m Länge und einer Querschnittsfläche von 75mm2 beträgt dessen elektrischer Widerstand

R= 0,0018/75 Ohm = 0,00024 Ohm.

Damit ergibt sich an diesem Kabelstück bei einem Strom von 100A über das Ohmsche Gesetz ein Spannungsabfall von 0,024V, also liegen an der Winde keine 12V sondern nur 11,976V Leerlaufspannung an.


Das ist unerheblich und hat keinen messbaren Einfluss auf die Windenleistung, weil dies etwa einer Verlustleistung von 2,4 Watt entspricht, die Windenleistung aber bei 5000W liegt.

Wird der Kabelquerschnitt darüber hinaus noch grösser, also etwa 80mm2, wird der Spannungsabfall am Kabel geringer und die Verlustleistung ebenfalls.

Wird die Kabellänge hingegen grösser, z.B. doppelt so gross, wird die Verlustleistung aufgrund des grösseren Spannungsabfalls ebenfalls doppelt so gross.

Alles ok?

Gruss aus dem Bergischen, michael