Massiver Ölverlust aus Kupplungsglocke beim 411er

HarryB

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09. Nov. 2005
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Dossenheim
Tag auch,

das ist mein erstes Posting, deshalb erst mal ein "Dankeschoen" an alle fuer Euren Einsatz - ich lese seit einem Jahr mit :)

Wir haben eine 411er Baujahr 1958, der letztens massiv Oel aus der Kupplungsglocke verloren hat (ein Oelstrahl, also kein Tropfen mehr).

Nach Euren Postings kaeme der Burgmannring, die Fluessigdichtung der Oelwanne oder die Madenschraube (Blindstopfen) hinter dem Schwungrad in Frage und genau diese scheint das Problem zu sein.

Hinter dieser Madenschraube scheint sich das Nockenwellenlager, welches anscheinend durch eine Stiftschraube (geschlitzt) arretiert wird ?!?, zu befinden.

Diese Schraube war locker (ist auf der Beifahrerseite von aussen, kurz vor der Kupplungsglocke sichtbar und anziehbar - im Werkstatthandbuch steht da nix drueber). Vorsicht, der Passstift muss in eine Bohrung rein, sonst geht die nicht ganz rein und irgendwann passiert dann wohl Folgendes:

Die ganze Madenschraube hat sich mitsamt Passung des Aussengewindes in Nockenwellengeschwindigkeit gedreht und der Oelverlust scheint damit erklaert.

1. Frage: War diese Schraube/das Gewinde/die Passung eingeklebt? Muessen wir diese irgendwie "dichten" ?

2. In der Oelablassschraube lagen zwei kleine Metallscheibchen, gehoeren die dahin oder loest sich der Motor so langsam auf?

Gruss aus Dossenheim bei Heidelberg

HarryB
 
Ich versuch mal gleich zwei Bilder einzustellen.

Das hier ist die Schraube, die von Aussen auf dem Motorblock des 411ers sichtbar ist.

<img src="http://www.unimog-community.de/4images/data/media/28/schraube1.jpg">

Und das hier ist die Madenschraube unter dem Schwungrad, die sich mitsamt Aussenring ohne Arretiertung munter mit Nockenwellengeschwindigkeit dreht und das Ganze maechtig undicht macht.

<img src="http://www.unimog-community.de/4images/data/media/28/made1.jpg">



Noch eine Frage zu den Anzugsmomenten.

Ich weiss ja, "wer Lesen kann ist klar im Vorteil", aber ich kann im Werkstatthandbuch keine Momente fuer die Oelwanne, dass Schwungrad und die Kupplungsschrauben finden. Woher bekomme ich die?

Gruss HarryB

P.S. Falls ich fuer den ersten Tag zuviel frage, bremst mich :)
 
hallo harry

wieso zu viel fragen???? :?:

nee giebt`s nicht!!

du soltest das nockenwellenlager prüfen,nicht das es durchs mit drehen
beschädigt wurde!
beim einbau muß es im hinterem bereich mit dichtmittel versehen werden
circa 20 mm breit!!

die große verschlußschraube innensechckannt auch neu eindichten!!!
merken wie weit sie rausstand,nur soweit wieder reinschrauben!!!!!!
gewinde muß leicht schwergängig sein ,damit sie sich nicht von alleine
rausdreht!

die schraube zum halten des lagers auch am ende mit dichtmittel versehen
neue dichtscheibe aus alu besorgen!! D10x20 DIN 7603 A1
einfach mit gefuhl anziehen!!!

schwungrad mit 5,5+0,5 mkp anziehen!!
ölwanne einfach so wie man jede schraube in jewaliegen größe anzieht!

kannst nicht ein deutliches foto von den gefundenen teilen einsetzen???
die halt ich für bedenklich!! :shock:

noch fragen?bin leider übers wochenende nicht da :(

gruß arne
 
Hallo Arne,

> du soltest das nockenwellenlager prüfen,nicht das es durchs mit drehen
> beschädigt wurde!

Oha, dann ist das also das Nockenwellenlager, ich dachte es waere dahinter.

> beim einbau muß es im hinterem bereich mit dichtmittel versehen
> werden circa 20 mm breit!!

Nimmt man die normale "Dichtpampe", die man auch fuer die Oelwanne benutzt?

> schwungrad mit 5,5+0,5 mkp anziehen!!

Woher hast Du diesen Wert? Gibt es da eine Tabelle oder ist das ein
"wie- jeder-weiss"-Wert? :)

> kannst nicht ein deutliches foto von den gefundenen teilen einsetzen???
> die halt ich für bedenklich!!

Mach ich heute Abend mal, die Fotos oben hab ich mit dem Handy gemacht, deswegen so sind die so lausig. Es sind auf alle Faelle zwei kleine "Scheibchen", die sich da in der Oelwanne versenkt haben und in der Oelablassschraube gestoppt wurden.

Gruss Harry
 
hallo harry

ich bin grad weit weg von zu hause

dichtpampe wie bei ölwanne!!

drehmoment ist aus dem blauen doppelband von DB reperatur buch
für 411-421 !!
ist nicht leicht zubekommen der schincken!!! :(

ach ja M8 schrauben von der kupplung auch einfach normal anziehen und gut!

bis zu den fotos!!

gruß arne
 
Abend nochmal Arne,

> ich bin grad weit weg von zu hause

Aber den Internetzugang scheinst Du recht flott gefunden zu haben :)

>drehmoment ist aus dem blauen doppelband von DB reperatur buch
>für 411-421 !!

hmmm...ich habe nur Teil 1 von dem gruenen Handbuch zum 411er von Buch und Bild, den "Blauen" kenn ich gar nicht :( Das "Gruene" ist ja auch eine recht chaotische Sammlung von Informationen (steht ja auch so im Vorwort).

> Bis zu den fotos!!

Hier hab ich mal eins zu den "Scheibchen" - wie gehabt, lausige Qualitaet mit dem Nokia geknippst.

Irgenwie scheinen die Scheibchen da genau in die Bohrung der Oelablassschraube reinzupassen und demnach auch dahin zugehoeren....????

<img src="http://www.unimog-community.de/4images/data/media/28/Bild050.jpg">

Wenn ja, was machen die da?

aehm...wenn nicht, wo zur Hoelle kommen die her? Und vor allem, was passiert als Naechstes?

Gruss aus Dossenheim

Harry
 
hallo harry

ist eine der scheibchen magnetisch??
dann hat sie einer mit absicht dort hinein gelegt,um feinspäne aus dem
öl su sammeln!
ich kann die dinger sonst auch nicht zu ordnen
muß aber noch an einem block nachsehen!!

gruß arne
 
Hallo Freunde,
zu den scheiben: bei mir fiel eine solcher scheiben aus der ölpumpe. Ich kann an hand der fotos keine reale größe abschätzen. Zwei scheiben sind an der unterseite der ölpumpe eingepresst, wie erwähnt bei mir war eine rausgefallen. Richtete aber keinen schaden an , da auch am boden der wanne im schlamm gebunden und der motor ohnehin ein großer sanierungsfall war und ich ihn nie laufen sah. Die scheiben sind ca. 10 mm im durchmesser und etwa 1,5 mm dick. Sollte das auch bei euch zutreffen dürfte aber kein öldrucck mehr da sein.

mfg Heinz401
 
hallo harry
die stopfen,wie heinz401 beschreibt kenne ich auch!!
hab aber noch nie erlebt, das sich da etwas verabschidet hat!!
ABER ES IST JA NICHTS UNMÖGLICH!!!(mog möglich)
hast du das geprüft????
oder hat der motor schon mal ne neue pumpe bekommen??

im nockenwellen lager giebt es sowas nicht!! :shock:

gruß arne
 
Abend Arne und Heinz,

> die stopfen,wie heinz401 beschreibt kenne ich auch!!
> hab aber noch nie erlebt, das sich da etwas verabschidet hat!!

Hoffe ich doch. Ich werde sie morgen mal genau ausmessen.

> oder hat der motor schon mal ne neue pumpe bekommen??

Glaube ich nicht, der Motor ist wohl aus einem Maehdrescher und hat angeblich relativ wenig Betriebsstunden. Oeldruck war auch ok und der Mog laeuft satte 60 Sachen :)

> im nockenwellen lager giebt es sowas nicht!!

Morgen werden wir den Mog wohl wieder ganz zusammen haben und dann sehen wir mal, ob der
1. Einigermassen trocken ist
2. Oeldruck hat.

Wir haben ihn ja schon kurz laufenlassen (ohne Kuehler ist halt schlecht mit lang :)).

Gruss aus Dossenheim und ein dickes Dankeschoen fuer "Euer aller Einsatz".

Harry
 
Hallo freunde,

doch es gibt sie , die verlorenen scheiben aus der ölpumpe.
Bei mir lag eben auch eine im öligen harz oder harzigem öl in der ölwanne. Sonst hätte ich wahrscheinlich nie von der existenz der scheiben erfahren. An der unterseite der ölpumpe verschließen sie die lagerstellen für die zwei wellen auf denen die zahnräder zur ölförderung angebracht sind. Vermutlich damit durch diese lagerstellen der pumpen kein druck verloren geht.

Nachdem hier soviel um die zwei scheiben diskutiert wurde würde mich schon interessieren, ob das hier auch so war. Meine pumpe liegt in einer dreherei sonst hätte ich die genauen maße schon ermittelt.

mfg
Heinz 401
 
hallo heinz
keiner zweifelt deine tehorie an!!
bitte lese die texte noch etwas genauer durch! :wink:
dei stopfen waren aus vertigungs gründen drin!!wegen genauer
bohrung machen usw!!
das alles zu beschreiben wird mir mit text zuviel!!

gruß arne

ps:harry berichte bitte was bei rausgekommen ist!!!!
 
Guten Morgen Heinz und Arne,

702-411abss schrieb:
hallo heinz
dei stopfen waren aus vertigungs gründen drin!!wegen genauer
bohrung machen usw!!
ps:harry berichte bitte was bei rausgekommen ist!!!!

Naja, ich konnte die "Stopfen" leider nicht mehr vermessen, da sie mein Partner schon wieder fein saeuberlich in die Oelablassschraube gelegt hat (die passen da wirklich genau rein :) und Oel aufgefuellt hat :)

Was ich aber sagen kann, ist das wir Oeldruck haben und zwar 4 Bar - ich hoffe das bleibt auch so :)

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Gruss Harry
 
Tag,
ich wollte nur mal beschreiben, wie es weiterging.

Der Mog laeuft wieder und zwar aus, aber nicht mehr ganz so schlimm wie vorher.
Natuerlich hattet Ihr recht, dass das Nockenwellenlager wieder eingeklebt werden muss - was wir natuerlich NICHT :( gemacht haben, da wir keine Zeit mehr hatten und hofften, dass es auch so dicht ist.

Lange Rede kurzer Sinn. So wie es aussieht muss der Motor irgendwann mal wieder raus, um das Nockenwellenlager einzukleben und dann wohl auch noch die andere Haelfte des Burgmannrings zu ersetzen, was wir uns ja auch gespart haben, weil wir die Kurbelwelle nicht ausbauen wollten.

Ich weiss, jede Menge Fehler, war aber nicht anders zu machen.

Hat jemand von Euch Erfahrung mit einer "Oelwannen-" bzw. Trichterloesung unter der Kupplungsglocke um den ganzen Oelverlust aufzufangen (Verlustschmierung halt :), damit wir mit dem Motorzerlegen noch warten koenne, bis weitere Reparaturen dies erfordern?

Gruss aus Dossenheim

Harry
 
Naja, ein paar sägespäne tuen das auch :lol:

ne, im ernst: eine solche lösung ist nicht sehr sinnvoll... Ich kanns aber verstehen, wenn du dich dafür entschlossen hast. Wenn du mal von einem angehalten werden solltest, der sich darauf versteht Fahrzeuge in einer Kontrolle anzschauen wirst du ziemlich in erklärungsnot kommen. Auch dürftest du Probleme mit der geringeren Bodenfreiheit haben...