MB Seilwinde am 411

erny

New member
30. Juni 2003
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Frankfurt
Hallo Mog-Spezialisten,
ich habe ein Frage zu meiner MB-Winde am 411er Baujahr 1964. Die Seilwinde läßt sich über den Schalthebel bedienen, d.h. wenn ich sie über den Schalthebel einschalte funktioniert sie ganz hervorragend. Leider ist der Bedienhebel allerdings ohne Funktion. Es ist egal ob ich den Bedienhebel auf Arbeitsstellung, Leerlauf oder Bremsen stelle, die Winde zieht, wenn der Schalthebel eingeschaltet ist. Lediglich wenn ich in die Bremsstellung gehe, beginnt die Winde ruckartig zu laufen. Das Ausschalten der Winde kann also nur über den Schalthebel, nicht jedoch über den Bedienhebel erfolgen. Was kann ich tun? Woran liegt dieser Fehler?
Für Tipps bin ich sehr dankbar.
Danke
ERNY
 
Moin Erny.

Nun, um eine möglichst genaue Auskunft geben zu können, solltest du noch den Typ und Einbauort nennen.
Ganz genial ist noch ein Bild von der Winde.

Sollte es sich um die MB-Heckwinde handeln, dann könnte sie den gleichen Fehler haben, wie meine. (guckst Du Hier)


Möglichkeit 1: Die Steuerglocke hängt in der Antriebsglocke fest.
Möglichkeit 2: Der Steuerhebel kann nicht richtig auskuppeln
Möglichkeit 3: Es ist zu dickes Öl drin.

Jedenfalls empfehle ich dir das Handbuch zu kaufen. dort steht drin, wie die Winde richtig bedient und eingestellt wird. Handbücher bekommst Du bei Buch und Bild oder manchmal auch bei iiiiiiii-Bähhh.
Tipp:
Kauf Dir das Handbuch von der "alten" Winde. Handhabung und Einstellung sind gleich. Nur fehlt die Beschreibung des Schalthebels, der aber eh nur Ein/Aus schaltet, dafür sind dort Explosionszeichnungen und Teilenummern drin. oder neues Buch und Werkstatthandbuch kaufen)

Viel Spass beim spielen,

Bert. :wink:


fuxel
 
Hallo Erny,
als ich meine Heckseilwinde als verrosteter Haufen gekauft hatte, war bei mir das gleiche Problem festzustellen.
Ich habe die Winde "von außen" restauriert, ohne den Antrieb zu zerlegen.
Ich habe sie dann an den Unimog angebaut und versucht zu schalten. Ich konnte sie anfangs auch nur über die Kupplung bedienen. Ich ließ sie eine Weile laufen, bis das Öl schön warm war. Dann habe ich immer wieder den Bedienhebel auf Zug, Leerlauf und Bremsen gestellt. Nach einiger Zeit war das Problem plötzlich verschwunden. Wahrscheinlich war es so, dass auf Grund der langen Standzeit und des damit verbundenen Rostansatzes die Kupplung an deren Glocke festgebacken war. Was ich dann allerdings noch machen musste, war die korrekte Einstellung des Hebelwegs!
Seither funktioniert die Winde absolut problemsos. In Verbindung mit den Standketten ist sie eine sehr gute Anschaffung!
Mit Windengrüßen,
Joachim
 
... du könntest auch mal probeweise eine recht schwere Last an die Seilwinde hängen und auf Zug gehen. Vielleicht hast du dann Glück und sie löst sich (hoffentlich nicht vom Mog)!
Grüße,
Joachim
 
Schon mal herzlichen Dank für die Kommentare, da kann ich schon etwas besser auf die Störungssuche gehen.

@ fuxel,
es ist tatsächlich die 4000H für Heckmontage, die in Deinem Link beschrieben ist. Handbuch und dgl. habe ich natürlich schon vorliegen und intensiv studiert und bin aber immer nur auf die Stellen gestoßen bei denen es hieß, dass man die KD-Werkstatt anfragen solle.

@ Joachim,
ich hatte letzte Woche ein Bäumchen aus den Wald gezogen und dabei erst das Problem festgestellt. Werde aber nun nochmals intensiver testen und vorallem mal das Öl prüfen.

Viele Grüße
Erny
 
Hallo Erny,

ich habe mit einer Winde am U411 ex französische Armee ein ähnliches Problem gehabt, da die Winde jahrzehnte nicht benutzt worden ist. Ich habe die Glocke, da wo der Bedienhebel angesetzt wird abgebaut. dazu müssen die 12 M8-Schrauben gelöstwerden, Öl auffangen!!
Die Glocke kann man dann kpl abnehmen und hat dann die Kupplungsglocke mit der Antriebs- und Bremsscheibe in der Hand. Die Antriebsscheibe hatte bei mir in der Kupplungsglocke gefressen. Die Kupplungsglocke sieht aus wie eine Bremstrommel, nur das die Wandung für den Reibbelag schräg ausgeführt ist. Innen ist auf der Schrägen dann ein Reibbelag aufgeklebt. Tatsächlich hatten sich nun die beiden Teile so verkeilt, das auch ein Ziehen hoher Last über die Winde diese Teile sich nicht voneinander gelöst haben. Ich habe dann die beiden Teile unter eine hydraulische Presse gelegt, entsprechend unterfüttert und ein spezielles Druckstück angefertig und dann vorsichtig auseinandergedrückt. Es ist gut gegangen, muß aber nicht unbedingt. Die Abdrücke in dem Reibbelag waren so stark, das es ein Wunder war, das die Teile nicht zerbrochen sind.
Also wünsche ich Dir viel Glück, die Teile zu entzweien.
Gruß aus Hamburg
Thomas