Mehr Öldruck beim OM 352

Roland406

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23. Dez. 2002
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Kürten
Mehr Öldruck beim OM 352
Ich glaub ich habs . Man muß nur einen Ölkühler 12-15 Rippen in Reihe vom
Motorblock (wo der Druckregler sitzt ) in Reihe verbauen zur Einspritzpumpe .
Also Hydraulikverschraubungen umreduzieren auf neue Schleuche Ölkühler
Einspritzpumpe . Denn mit steigender Öltemeratur sinkt der Öldruck besonders
im Leerlauf . Das ist mir gestern Abend im vollen Kopf eingefallen . Ich werde das
nächste Woche verbauen einen Ölkühler nehme ich aus meinem alten
Renn BMW .

Gruß Roland U 406
 
Ist mir auch schon aufgefallen. Wenn er richtig warm ist hab ich im Leerlauf grade mal noch 0,5 bis 1 bar obwohl ich erst Ölwechsel gemacht habe....

Reicht das denn überhaupt im Normalfalle?
 
An alle OM 352
Laut Mercedes -Benz darf der Öldruck bis auf 0,25 Bar im Leerlauf absinken , aber
was ist mit den alten Motoren ? Wenn die im Leerlauf lange Laufen haben diie kaum
noch Öldruck , 6 Zylinder mit einer Bohrung von 97 mm zu versorgen und das bei
0,25 Bar ist mir zu wenig ! Irgendwann Friert der motor fest und was kostet ein AT
oder eine Überholung ?


Gruß Roland U 406
 
Moin Moin,

seit ihr sicher bis auf 0,25 bar ? Ich find das auch etwas mager. Mein 352 hat bei niedrigster Drezahl einen Druck von 3 bar und bei Vollgas von 5 bar (laut Anzeige) Weiß aber nicht ob die noch Richtig geht, bekomme nächste Woche aber eine neue. Denke aber das es stimmt was sie anzeigt. Was auf jeden fall sehr viel aus macht ist, dass das richtige Öl verwendet wird. Bei dem Motoröl sollte man kein billig Öl fahren.
Am besten ist meiner Meinung nach das SAE 30.

Grüße

Sebastian
 
Hallo Roland,
wenn der Motor heiss ist, sinkt der Oeldruck weil die Viskositaet des Oeles abgefallen ist. Beispiel: Ein Oel hat eine Viskositaet von 220 Centistokes bei 40 Grad Celsius. Ist es ein Mineraloel, so hat das gleiche Oel eine Viskositaet von nur 22 Centistokes bei 100 Grad Celsius. Die meisten Mineraloele fallen also um eine Zehnerpotenz, wenn man die Temperaturen 40 und 100 Grad Celsius vergleicht, was international gemacht wird und anerkannt ist. Ein so \"duennfluessiges\" Oel baut automatisch einen kleineren Druckwiderstand auf, wenn es in die Lager gepumpt wird, denn es laeuft an den Lagerseiten mehr raus, usw. und es kann sich kein so grosser Widerstand aufbauen. Das Lager bekommt noch genug Oel. Allerdings: Die Schmierfilmstaerke ist direkt abhaengig von der Viskositaet UND der Geschwindigkeit, beziehungsweise Wellenumdrehung pro Minute. Das heisst, man kann dem niedrigen Oeldruck (hoehere Pumpendrehzahl), wie auch unabhaengig davon, die Gefahr der Lagermangelschmierung, entgegenwirken, indem man bei hohen Motortemperaturen geringe Drehzahlen (niedriges Standgas, usw.) vermeidet, zumindest fuer laengere Zeit.
Ich empfehle auch, Sommer und Winter ein Motoroel 15 - 40 anzuwenden.
Gruss,

Albert Koehler
aus dem sonnigen Westen Kanadas
 
Der Öldruck im Ölsystem ist noch lange nicht der Schmierdruck in den Lagern. Es ist lediglich der Versorgungsdruck. Im Gleitlager baut sich ab einer bestimmten Drehzahl der hydrodynamische Schmierdruck auf. Dieser ist primär nicht abhängig vom Versorgungsdruck sondern von der Oberfläche der Lager, der Ölviskosität und Drehzahl. Kritisch ist immer die Übergangsdrehzahl, also bei welcher der Übergang von metallischer Reibung auf Ölreibung erfolgt. Diese Drehzahl wird bereits im Leerlauf erreicht. Bei hydrodynamisch geschmierten Lagern ist die Zulaufbohrung in der entlasteten Seite, bei hydrostatisch, also mit Pumpendruck geschmierten Lagern ist die Schmierbohrung auf der Druckseite. Deshalb ist ein Ödruck von 0,25 bar ausreichend, um die Lager mit Öl zu versorgen. Erst wenn die Lager zuviel Luft haben, kann sich der Schmierkeil nicht mehr aufbauen. Wenn die Lager stärker belastet werden entsteht eine höhere Lagerreibung und dadurch Erwärmung. Deshalb wird zur Kühlung mehr Öl zugeführt, gleichzeitig steigt aber auch der Öldruck. Wer also den Öldruck dauerhaft erhöhen will, muß wohl eine größere Ölpumpe einbauen, etwa die vom 366A. Ältere Motorkonstruktionen hatten gar keine Ölpumpe, sie wurden nur mit Schleuderblechen und Tropfnasen geschmiert. Der OM 352 ist nun mal ein uralter Hund, schließlich ist er ja nur eine gerinfügige Modofizierung des alten OM 312, und der ist eine Nachkriegsentwicklung. Selbst der OM 314 ist ein um 2 Zylinder verkürzter OM 352 und der OM 366 bzw 364 sind aus dieser Familie. Erst der OM 904 etc ist eine vollkommene Neukonstruktion.
Wenn man also über den notwendigen Öldruck etc diskutiert, sollte man dieses alles mal berücksichtigen. Viel wichtiger ist ein gutes Öl., welches ein relativ gleichmäßige Viskosität besitzt, denn der Motor benötigt immer einen ausreichenden Schmierdruck, alles was darüber ist, wie etrwa 5 bar beim kalten Motor durch hochviskoses Öl nützen den Lager auch nicht mehr, es kommt nur schlechter zu den Lagern.
 
Hallo Helmut,
du schreibst: > Viel wichtiger ist ein gutes Öl., welches ein relativ gleichmäßige Viskosität besitzt, denn der Motor benötigt immer einen ausreichenden Schmierdruck...

Was ist deiner Meinung nach ein gutes Öl - speziell für den OM352?
Ich habe mir da noch keine Sorgen gemacht, weil ich eben dachte das ist ein technisch \"alter\" Motor und dann ist jedes \"moderne\" Öl gut genug.

Vielen Dank schon mal für deine Antwort

Hans Peter
 
Hallo,
ich hab in meinen Unimog schon immer 15W40 drin. Da mein aktueller U1000 mit dem OM 352 ohnehin ein wenig ( o,5l/8h-Tag) Öl braucht nehm ich das Essolube 15W40 bis das Faß leer ist. En neues Faß mit der selben Viskosität steht schon bereit, diesmal von Zeller und Gmelin. Zugelassen von MB, MAN ,..... für alle Otto- und Dieselmotoren auch mit Turbo. Das sollte dann doch auch für den 1000er reichen, oder nicht??