Mein 411.120

mogsammler87

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22. Juni 2012
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Hallo,

Da in diesem Winter einige Instandhaltungsarbeiten am Unimog notwendig sind möchte ich jetzt mal ein eigenes Thema rund um meine blaue Westfalia aufmachen.
(mir fehlt jetzt schon der Westfalia Smilie)
Wenn ich mal dazu komme möchte ich auch eine kleine Geschichte vom Kauf bis zum jetzigen Stand erarbeiten, aber alles mit der Zeit.

Nun zu meinem, ich will nicht Problem sagen, ich bin gerade dabei meine Pritsche und auch die Kippspinne zu reparieren. Ich verwende absichtlich den begriff "reparieren" da ich den Unimog in seinem Orginalzustand mit den Reperaturen der harten Arbeitsjahre erhalten und auch erweitern möchte, das macht für mich den Charme des Unimogs aus.
Pritsche habe ich einfach mit einem Motorheber abgehoben und nun bin ich dabei die Spinne zu demontieren. Die vorderen Befestigungsschrauben sind kein Problem, aber die hinteren mit Kronenmutter und Splint sind mir mit den befestigten Federn noch ein Hindernis. Bei der ersten hab ich den Splint gleich abgrissen bzw abgeschert. Nun ist sie zumindest locker.
Habt ihr irgendeinen Trick für mich oder ist es kein Problem die Mutter abzuschrauben und die Feder samt Halter nach unten zu legen, wie sieht es mit dem Wiederzusammenbau aus?

gruß
Robert
 
Hallo Robert,

hab das auch grad hinter mir. Die Federn sind eigentlich kein Problem, da sie nicht unter Spannung stehen. Ist nur beim Zusammenbau etwas tricky, die inneren Federn in die richtige Lage zu fummeln, gleichzeitig den Bolzen festzuhalten und die Mutter aufzudrehen. Wichtig ist, dass Du Dir möglichst genau merkst, wie die Federn eingebaut waren, das erleichtert später den Zusammenbau ungemein (ich habs leider nicht gemacht...).

Gruß und fröhliches Schrauben
Jürgen
 
Hallo Jürgen,
danke für den Hinweis, werde dann vorher noch Fotos machen.
Hat jemand eine lange Kipperspinne zur Hand und mir die Maße zu den Aufnahmekugeln des Kardanrings geben kann?
Mir geht es um die Abstände zu den Hauptrahmen da ich bei mir neue Kugeln samt Abstützung einschweißen muss.

gruß
Robert
 
Hallo,

jetzt ist doch etwas mehr Zeit verstrichen ohne dass ich viel geschrieben habe, aber jetzt möchte ich euch kurz erzählen wie ich zu meinem kleinen Mog gekommen bin.

Bei uns im Ort gibt es einen mittelgroßen Oldtimerverein der auch jedes Jahr ein Oldtimertreffen veranstaltet, auf diesen Treffen war auch immer ein U2010 Bj.1953.
Ich fand diesen Unimog immer so Toll und er war super hergerichtet, dieser hat wohl auch einen Beitrag zu meinem Kindheitstraum beigetragen.
Hab mir dann immer mal wieder Unimog Modelle gekauft und auch geschenkt bekommen.

Einige Jahre später (ich hatte inzwischen den Führerschein und auch schon meinen 1. Volvo) habe ich mich entschlossen dem Verein beizutreten.
Beim ersten Stammtisch lernte ich dann den Besitzer des U2010 kennen, einen sehr netten Unimogliebhaber der ihn schon seit 15 Jahren hat und auch selbst restauriert hatte.
Im Sommer gab es ein Nutzfahrzeug Oldtimertreffen wo wir beide hingefahren sind (das Treffen war vom Ebenhöh, ist alle 2 Jahre und eine super Veranstaltung).
Am Nachhauseweg meinte er: "Willst du mal nen Unimog anschauen?"
Wir sind dann in Garching ins Gewerbegebiet und haben auf einem Hof den 411 Westfalia angeschaut, es hing auch ein "ZU VERKAUFEN" Schild an der Anbauplatte.

Als wir so geschaut haben kam ein Fahrschulauto angefahren und der Mann der ausstieg stellte sich als der Besitzer des Unimog heraus....
Wir haben dann noch etwas geredet und dann fragte er uns ob wir ihn kaufen wollen, ich meinte dass ich nicht viel Geld ausgeben kann da ich noch Azubi sei (hatte meine Ausbildung zwar schon beendet aber das musste er ja nicht wissen).
Also machte ich ihm mein Angebot und er meinte dass es für ihn Ok wäre, allerdings war er sich noch nicht sicher ob er ihn wirklich verkaufen würde.
Er hatte den Unimog gekauft weil er eine Einkreisbremsanlage verbaut hat, da er ein Boot samt Trailer hatte das er mit dem Unimog ziehen wollte.
Sein Traum war mit dem Unimog und dem Boot auf die Philipinen zu ziehen wenn er in Rente geht, jedoch war das mit den Zollabgaben noch nicht geregelt.
Er hatte bei einem Schosser eine Sattelplatte auf den Unimog bauen lassen da der Trailer ein Sattelauflieger war.

Es vergingen ein paar Tage bis ich ihn anrief um zu fragen ob er schon genaueres wüsste, da aber nur seine Frau am Telefon war konnte ich ihn nicht selbst fragen, jedoch meinte sie dass das mit dem Zoll geklappt hätte und er nicht mehr verkauft werden würde.
Danach habe ich hier und da nach Unimogs geschaut weil ich den Traum vom 411er nicht aufgeben wollte. einen guten Monat später rief mich der Fahrlehrer überraschend an und meinte dass die Zollabgaben doch viel zu hoch seien und er nun alles verkaufen würde und ob ich noch Interesse hätte, ich bejate diese Frage mit einem glücklichen Gefühl.
Ich besprach mich mit meinem Bekannten aus dem Verein wie man ihn denn holen könnte und so kamen wir auf den Abschleppwagen unseres Vereins der bei Ausfahrten immer mit dabei ist für Notfälle.

Wir fuhren am 24.7.2012 mit dem Auto samt Anhänger zur Fahrschule um den Deal fertig zu machen, nach dem Kaufabschluss fuhren wir gleich zum Mog und haben die Pritsche auf dem Anhänger als erstes Teil mit nach Hause gebracht.
Da wir selbst nicht viel Platz haben und nur ein Reiheneckhaus haben fragte ich unseren Nachbarn, einen Bauer, ob ich den Unimog bei Ihm unterstellen darf.
Am nächsten Tag holten wir den Schleppwagen und braachten den Unimog nach Hause, habe damals hier im Forum gefragt wie man den 411er am besten auf dem Abschlepper sichert, hat auch gut geklappt :spitze

[album]1529[/album]

Das war mal der Teil wie ich zu meinem 411er gekommen bin.

Grüße Robert
 
Hallo Jürgen,

Detailfotos gibts, hab ich aber nicht hochgeladen, es war eine Georg Fischer Platte aus dem LKW Bereich.
Hatte keine Verwendung dafür und konnte sie übers Forum verkaufen, leider hatte ich zu dem Zeitpunkt keinen Platz für den "Custom" Anbaurahmen also is der auf dem Schrott gelandet, sonst hätte ich ihn wohl behalten.

Im nachhinein beim fertig machen für den TÜV habe ich festgestellt dass das Anhängersteuerventil abgeblasen hat und es keine Bremswirkung am Anhänger gab...
Als Fahrlehrer mit einem ungebremsten Gespann, schätzungsweise 10t auf dem Hänger....

gruß
Robert
 
Hallo,

nachdem ich gestern erfahren habe dass diesen Sonntag am Hauslerhof in Hallbergmoos das alljährliche Winter-Bulldog-Treffen stattfindet hieß es heute Schrauben :technik
Wollte unbedingt mit dem 411 zum Treffen fahren, mein Bekannter aus dem Verein hat mir geholfen die Spinne mit den Federn, die Rückleuchten und die Kotflügel zu montieren.
Grad das einfädeln der Federteller war zu zweit doch sehr viel einfacher :spitze

Nun wieder zu meiner Geschichte:

Als dann nun endlich der 411 beim Nachbarn auf dem Hof stand wollte ich klären welche Arbeiten gemacht werden müssen um wieder TÜV und vorallem das H-Kennzeichen zu bekommen.
Ein Vereinsmitglied arbeitet beim TÜV und ließ sich überreden den Mog mal anzusehn, er meinte dass für den TÜV nur die Holme der Radhäuser geschweißt, der Einstieg etwas verstärkt, der Auspuff und vorallem die Reifen erneuert werden müssen.
Konnte mir beim Sohn des Nachbarn sein Schweißgerät ausleihen und von einem anderen Bastler am Hof konnte ich ein großes Blech bekommen.
Bestandsaufnahme:

[album]1540[/album][album]1541[/album][album]1542[/album][album]1543[/album][album]1544[/album]

Auspuff konnte man nicht mehr reparieren und so wurde es ein neuer von Mogparts, nach dem ich den Rost mit der Flex entfernt hatte wurde das ausmaß sicht bar:

[album]1545[/album][album]1546[/album][album]1547[/album][album]1548[/album][album]1551[/album]

Nach dem zuschneiden der Bleche wurden sie eingeschweißt:

[album]1549[/album][album]1550[/album][album]1554[/album][album]1555[/album][album]1556[/album][album]1557[/album]

Zum neuen Auspuff gesellte sich noch ein neuer Batteriekasten:

[album]1552[/album][album]1553[/album]

Da ich keine Verwendung für die Anbauplatte habe wollte ich eine Stoßstange montieren, ich konnte eine übers Forum bekommen die zwar etwas verbogen und rostig aber sonst noch ganz gut war.
Erste Stellprobe:

[album]1560[/album]

Dann wurde sie mit den Abdeckblechen des Einstiegs lackiert:

[album]1561[/album]

Anschließend wurden die Bleche montiert:

[album]1563[/album][album]1562[/album][album]1564[/album]

Neue Reifen zu besorgen wurde dann doch etwas aufwendiger, konnte bei der BayWa erfahren dass nur 2 Typen in der größe 10,5X18 verfügbar waren, ich entschied mich für die BKT MP 567. Die waren mir aber bei der BayWA zu teuer und so kam ich über einen Arbeitskollegen zu einem Reifenhändler der mir einen guten Preis gemacht hat.
Also führen wir mit dem Auto die Reifen samt Schläuche abholen.
Als ich bezahlt hatte frage sagte der Mitarbeiter wir sollen mit dem Anhänger vors Tor fahren damit wir sie aufladen können. Ich erwiederte: "Wir haben keinen Anhänger, nur einen Kombi" :mrgreen:
Gesagt, getan: Kofferraum auf, vier neue Reifen rein und Klappe zu. Als alles verstaut war meinte er; " Dass das da reingeht hätte ich nicht gedacht!"
Ein Volvo ist eben ein Volvo :spitze

[album]1565[/album]


So das wars mal für diesen Teil, die Fahrt zum TÜV gibts evtl später noch.
gruß
Robert
 
Weiter gehts mit der fahrt zum TÜV.

Ich habe den TÜV bei der BayWa machen lassen da die noch ein paar reperaturen machen sollten, außerdem mussten noch die neuen Reifen montiert werden.
Wir haben für die Fahrten ein Kurzzeitkennzeichen geholt und dann konnte es auch schon losgehn.
Hier wartet er auf den Start:

[album]1567[/album][album]1566[/album]

Mein Vater fuhr den 411er und ich hab mit meinem Auto die Reifen hinter her gefahren.
ein paar hundert Meter vor der Baywa kam uns auf einer etwas engeren Straße ein Linienbus entgegen, bei uns sind die Busfahrer ja der Meinung wer den größten hat hat Vorfahrt...
Mein Vater hatte den Unimog grad auf 40 Sachen beschleunigt, was für den damaligen Zustand echt flott war, da er nach der längeren Standzeit doch etwas Lahm war.
Der Mog hat wohl so brutal ausgesehn dass der Busfahrer freiwillig in eine Parkbucht ausgewichen ist und uns vorbeiließ :respekt

Als ich Ihn dann ein paar Tage später mit frischem TÜV abholte (der erste TÜV nach 20 Jahren wohlgemerkt) habe ich mir den Bericht angesehn, TÜV ohne Mängel und auch das H-Gutachten konnte ohne Einwände erteilt werden :D

[album]1568[/album][album]1569[/album]

Zu diesem Zeitpunkt noch ohne Pritsche, da ich mir noch den Rost vornehmen wollte.

gruß
Robert
 
Hallo,

gestern hatte ich endlich eine Idee wie ich die Halterung für meinen Rückfahrscheinwerfer realisiere... Habe dann gleich mal den ersten Teil gebaut :technik
4-Kantrohr zurechtgesägt und 2 Löcher rein gebohrt, leider hatte ich keine passenden M8er schrauben also habe ich 2 Schlossschrauben genommen die ich mal bei einer Baustelle gefunden habe, jetzt musste ich nur die 2 Löcher für den 4-Kant größer bohren und schon konnte ich das kleine Teil anschrauben.
Befestigt habe ich ihn am Kotflügel rechts, weil da das Kennzeichen nicht im Weg ist und außerdem waren im Halter des Kotflügls schon 2 löcher :spitze
Schalten möchte ich den Scheinwerfer über einen Zugschalter im Armaturenbrett, ich habe da noch einen leeren Platz zwischen Scheibenwischer und Scheibenspritzwasser
Ich hoffe euch gefällt meine kleine Bastelei für zwischen den Feiertagen

gruß
Robert

[album]1791[/album]
[album]1790[/album]
 
Heute habe ich den Halter geheftet und mal eine Passprobe gestartet, mit dem Ergebnis; Sieht gut aus :technik
Möchte noch ein Schutzgitter bauen aber da ist der Rahmen noch in der Konstruktionsabteilung :D

[album]1844[/album]
[album]1846[/album]

gruß
Robert
 
Hallo,

gestern hab ich nach längerer Zeit an dem Rückfahrscheinwerfer gearbeitet.
Habe den gehefteten Halter geschweißt und die Halter des Schutzgitters zugeschnitten und angeschweißt.

[album]1968[/album]

[album]1970[/album]

[album]1969[/album]

Jetzt muss ich nurnoch das Kabel zum Schalter legen da ich den Schweinwerfer mit einem einfachen Zugschalter betätigen möchte.
Dazu muss die Pritsche dann wieder runter, aber das geht mit einem Motorkran und einer Kette sehr einfach auch alleine :technik

Heute wird auch bei uns im Ort der Maibaum aufgestellt und er wird Stilgemäß mit einem Unimog 407 mit Drehschemel zum Aufstellungsort gebracht :spitze
gruß
Robert
 
Hallo,

endlich wieder etwas weiter gemacht, Kabel in Schutzschlauch verlegt, Schalter eingebaut und angeschlossen.
Leuchten kann er auch :D

[album]2013[/album]

[album]2014[/album]

Hab auch mein Trittbrett neu verstärkt da sich die alte reperatur als etwas zu schwach herausgestellt hat (ob das jetzt an der Qualität oder am Gewicht des Fahrers liegt?)

gruß
Robert
 
Hallo Robert,

ich hoffe du hast auch gleichzeitig eine Kontrolleuchte neben dem Zugschalter angebracht. Bei mir hat der TÜV darauf bestanden, damit man sieht, dass der "Arbeitsscheinwerfer" eingeschaltet ist. Als Rückfahrscheinwerfer hat er ihn nicht akzeptiert, da er nicht unmittelbar mit der Rückfahrfunktion gekoppelt ist.

Gruß,
Markus
 
Moin ihr Beleuchter,

warum nutzt Ihr den Scheinwerfer nicht gleich für beide Funktionen? :?

Der Aufwand ist der Gleiche, lediglich ein 2ter Schalter wäre notwendig.
 
Moin Markus,

sorry für meine anarchistischen Gedanken. :oops:

Der Mensch ist schwach und kommt immer wieder in Versuchung. :roll:
 
Hallo,

eine Kontrolllampe habe ich nicht verbaut, wenn sie gefordert wird mache ich eine ran.
Aber eigentlich ist es doch klar, Schalter gezogen - An....
Wer weis was die Herren in Blau dazu sagen, mal sehn
 
Hallo Robert,

war nur ein freundlich gemeinter Rat. Dein Blinkschalter hat auch eine Kontrollleuchte, im Unimog, wie auch im PKW, oder? Die Leuchte gibt Aufschluss über die Funktion und nicht über den Schaltzustand, das macht die Position des Schalters.

Gruß,
Markus
 
Hallo Markus,

bin über jeden Rat oder Denkanstoß dankbar.
Das mit der Kontrolllampe stimmt schon, hatte darüber nicht nachgedacht.
Werde mal bei nem TÜVler nachfragen.

gruß
Robert