Membran EP am OM636 - Einstellen ?

wepo

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02. Mai 2005
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Swisttal
Hallo,

habe heute das Membrangehäuse der EP geöffnet und werde aufgrund eines Defekts eine neue einbauen.

Im Membrangehäuse unter der Feder waren bei mir 5 Ringe in verschiedenen stärken.
Ich vermute das hiermit die Druckstärke der Feder eingestellt wird. Liege ich da richtig?

Wie wird die Einstellung vorgenommen? Was muss ich prüfen.


Gruß

Werner
 
Hallo Werner,

die selbe Problemstellung hatte ich kürzlich auch und habe mich gefragt, ob durch Verändern der Feder bzw. Erhöhung von deren Vorspannung durch Beilagringe (bei mir war einer, ca. 2 mm stark verbaut) sich irgendeine Veränderung der Leistungscharakteristik des Motors ergeben kann.

Die Feder drückt im Ruhezustand (Motor aus) die Regelstange in Vollaststellung. Dies sollte bei intakter Feder also auch ohne Beilangringe so sein.

Bei im Leerlauf arbeitendem Motor erzeugt die Drosselklappe einen der Federkraft entgegenwirkenden Unterdruck, welcher über die Membran die Regelstange zurückzieht auf die für den Leerlauf notwendige Einspritzmenge.

Je weiter jetzt das Gaspedal betätigt wird, desto mehr öffnet sich die Drosselklappe und verringert sich der Unterdruck. Die Federkraft drückt die Regelstange immer weiter in die Teillaststellung und erhöht die Einspritzmenge. Bei Vollgas und maximal geöffneter Drosselklappe ist der Unterdruck soweit gesunken, daß die intakte Feder die Regelstange in Vollststellung drückt.

Daraus folgt, daß die Erhöhung der Vorspannung der Feder durch Beilagringe nur im Teillastbereich irgendwelche Auswirkungen haben kann. Welche Auswirkungen dies haben kann, kann vernünftig theoretisch nur beurteilt werden, wenn man die Parameter
- Unterdruck in Abhängigkeit von Drehzahl/Gaspedalstellung
- Federkonstante/Federkennlinie, daraus abgeleitet Federkraft in Abhängigkeit vom Federweg
kennt. Zumindest die "Erfinder" des OM 636 werden diese Werte gekannt haben.

Ich kenne diese Parameter jedenfalls nicht. Ich bin aber auch kein Ingenieur und sowieso kein Theoretiker. Also habe ich kürzlich das Membrangehäuse etliche Male geöffnet und wieder zusammengebaut und dabei die Feder mal mit, mal ohne Beilangring eingebaut sowie die Vorspannung durch verschiedenes Zusammenbinden einzelner Federwindungen verändert.

Das Ergebnis der längeren Probereihe (etliche Testfahrten, der Mog ist ja schließlich zum Fahren da...) war ernüchternd einfach:

Es hat sich (gefühlt) gar Nichts geändert, weder Anzug, noch Durchzug, Enddrehzahl oder sonstwas.

Aha :shock: Ich habe also alles wieder so wie ursprünglich vorgefunden zusammengebaut.

Was allerdings wirklich noch ein paar gefühlte PS gebracht hat, war die schon vor der "Testreihe" vorgenommene gründliche Reinigung des Klappenregelers in Benzin. Die Entfernung des jahrzehntealten Schmodders da drin hat wohl ein paar entscheidende Quadratmillimeter mehr Leitungsquerschnitt gebracht, welche dem Motor zu mehr Luft und damit zu mehr Leistung verholfen haben.

Anm.: Der OM 636 hat dadurch noch immer keine Bärenkräfte erlangt :( :wink: