Minibagger auf Unimog 406 transportieren

Ruedi406

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24. Sep. 2007
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Viernheim
Hallo zusammen,

ich frage mich schon geraume Zeit, ob es möglich ist, auf der Ladefläche eines Unimog 406 einen Minibagger mit
etwa 1,5 Tonnen Gewicht zu transportieren.
Hat das zufällig schon mal jemand gemacht ?

Ein großes Problem scheint mir in der hohen Ladekante zu liegen, beim 406 liegt sie knapp über 1,30m hoch.
Möchte man das mit einer Rampe überwinden, dann müsste diese etwa 4,5m lang sein. Die BG macht hierzu
Vorgaben, was die zulässige Steilheit der Rampe betrifft. Solch lange Rampen sind sehr teuer. Gibt es andere Möglichkeiten ?

Vorweg stellt sich natürlich die Frage: Hält das die Ladefläche überhaupt aus ?

Würde mich über Eure Ideen und Rückmeldungen freuen,

Gruss, Rüdiger
 
Hallo Rüdiger
aushalten tiut die Ladefläche das. Problem sehe ich eher bei den Auffahrrampen bzw wenn der Bagger über die Pritschenkante fährt, wegen des Einlegedreieck ist die nicht sehr stabil. Da müsste schon eine Quertraverse über die volle Pritschenbreite bis über die Kipplager-Kugeln hin, sonst gibt das einen größeren Reparaurfall.
Desweiteren steht die Last bzw der Lastschwerpunkt sehr hoch, da schwankt das Gummipferd schon etwas stärker besonders bei Kurvenfahrt.
 
Hallo Rüdiger

Ich habe schon einige mal Maschinen mit je 1.4 T welche auf 6 Füßen stehen auf die Pritsche gestellt. Da konnte ich schon sehen das sich die Pritsche am hinten Ende jeweils nach unten gebogen hat beim Absetzen so das ich die Maschine auf Kannthölzer abgesetzt habe. Diese Kannthölzer gingen über die gesamt Breite was das Einlegedreieck geschützt hat. Was das Fahren angeht kann ich nur sagen das jede Kurve mit Vorsicht zu genießen ist sonst legst du den Mog auf die Seite.
Was sicherlich noch dazu kommt ist das der Baggerarm nach hinten stehen wird,was die Fahreigenschaften sicherlich nicht verbessern wird.
Ich fahre meine Radlader auf meinen MM mit Auffahrrampen von 3,65m länge , was recht gut funktioniert.

Ich würde dir davon abraten und lieber einen passenden Anhänger verwenden was bestimmt einfacher und ganz bestimmt sicherer ist. Schlußendlich wird es der Mog dir danken.

Vg Andreas
 
Hallo Rüdiger,
wichtig ist auch das Verzurren gemäß Ladungssicherungs (LaDuSi)- Vorgaben. Dazu müssen Sicherungsmittel der richtigen Lastklasse an dafür geeigneten (für Gewerbe zugelassenen) Strukturen fachgerecht angebracht sein. Über Bordwände zurren ist verboten, in die Pritschenrandprofile einhängen geht vielleicht hält aber - weil so nicht konstruktiv vorgesehen und kein Formschluß in alle Kraftrichtungen besteht- keiner Überprüfung stand. Ob bei dem hohen Schwerpunkt auf der Ladefläche und dem Biegemoment die 4 dürren Kipperkugelhälse im Ernstfall standhalten ist ebenfalls nicht sicher. Ausserdem ist die Pritsche so klein, dass die damit erforderlichen Abspannwinkel gemäß LaDuSi nicht darstellbar sind. Zur Fahrdynamik: wenn Hochlast, dann HA - Stabi. Schlechtes Bsp. auf 406 war der Golf 3 der so mit einem ( 1!) Gurt über die Motorhaube "gesichert" war, mit weit raushängendem Heck.......... Das war Balkanstyle in Oberbayern.
Grüße
Christoph
 
Hallo Leute,
wir haben das vor einigen Jahren mal probiert, auf dem 403 mit dem 1,6 to JCB ohne montierte Kabine. Zwei 5m Alurampen angelegt und los. Auf halber Höhe haben wir das beendet. Alles gefühlt zu instabil.
Mog federt stark ein, Rampen verschieben sich oder Mog rollt vor, beim Abladen/Ausfedern würden die Rampen wohl von der Kante rutschen. Die hinteren Ausleger der Kipperspinne bogen sich schon auf halber Höhe sichtbar. Für uns somit nicht mal als Notlösung zu gebrauchen.
Grüße Norman
 
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für Eure Antworten.

Prinzipiell scheint die Ladepritsche das Gewicht ja auszuhalten. Das Problem mit der instabilen Ladekante wäre wohl lösbar. Auch die Ladungssicherung müsste m.E. machbar sein, wenn man jeweils von vorne nach hinten abspannt, bzw. umgekehrt.
Letztlich nimmt mir jedoch die praktische Erfahrung von Norman die Illusion, daß es klappen könnte. Schade. :?

Hatte mir auch mal überlegt, ob vielleicht ein Transport über ein Aufnahmemittel im Kraftheber funktionieren könnte ? Eine Art Plattform, die man zum Auffahren des Baggers absenkt. 1,4 Tonnen würde der Kraftheber unter Umständen schaffen. Wirklich vertrauensvoll scheint mit das jedoch auch nicht zu sein.
Falls jemand noch Ideen oder praktische Erfahrungen hat, her damit !

Viele Grüsse, Rüdiger
 
Hallo Rüdiger,
Ich habe dieses Video gesehen, und seither wäre das mein Weihnachtswunsch:





https://youtu.be/sSJaeINhvNM


Die Achse ist an oder statt dem Stützschild montiert.
Die Zugdeichsel mit Schwenklager hängt im Heckkraftheber.
Ob das in D möglich ist weiß ich allerdings nicht.

Gruß
Jochen
 

Anhänge

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Hallo Jochen,

g...es Gerät, der Mecalac Bagger sowieso und dann noch das geniale Straßenfahrwerk.

Vielleicht bekommen wir bei einer Sammelbestellung einen ordentlichen Rabatt?!
 
Hallo,


wo muß ich mich eintragen?


Gruß

Rolf

(Seitdem überall im ganzen Land Glasfaserkabel vergraben werden, gibt es nirgendwo mehr kleine Bagger (3,5t) zu einem akzeptablen Tarif.)
 
Hallo Leute,
eine Achse am Stützschild ist ja mit Bolzenverbindung machbar, aber druckuftgebremst, weil über 750kg, das geht auch. Mit dem Druckluftkessel und den im Anhänger üblichen Ventilen auf einer Montageplatte zusammengefasst + Licht - Kennz. - Balken. Mit dem Löffel hochbocken, um mit normaler Zugöse in die AHK kommen zu können. Danach Bagger - Oberwagen so drehen, dass die Stützlast der AHK eingehalten wird.
Wer macht es zuerst?
Christoph
 
Liebe Unimog-Freunde,

... Mit TÜV Strassenzulasung ...

Da werden in der Hydraulik wohl ein paar Senkbremsventile oder entsperrbare Rückschlagventile einschließlich elektrischer Endschalter spendiert worden sein.

Hoher Aufwand, der sich aber durch die hohe Verfügbarkeit schnell amortisieren wird.

Tolle Idee - im Prinzip verblüffend einfach.
 
Hallo Allerseits,

genau zu diesem Zwecke habe ich mir einen Ruthmann Unimog angelacht.

Zugegeben, das mit dem Minibaggertransport ist nur eine kleine Ausrede,
aber stilechten Transport von Trecker oder anderm kleinerem Gerät ist auch was wert...
Ladekante 5 cm statt Pritschenhöhe
Schwerpunkt tief
Ladesicherung m.E. kein Problem
und ein Dach drüber,
Nutzlast etwas über 3,9 To
and am Wichitgsten: ein echter Unimog vorne dran :party

Im Moment bin ich mitten in der Restauration und dem Wiederaufbau
des 416 mit all seinen spezifischen Sonderteilen hinter dem Triebwagen.

Nährere Details hier :
https://www.unimog-community.de/phpBB3/neues-jahr-neues-projekt-t100226.html


Kürzlich habe ich mit dem Bagger am Absetzcontainer des Ruthmann mal Maß genommen,
Das Planendach wird wohl etwas erhöht werden müssen... :flex

[album]8026[/album]

Aber das kommt auch noch..

mit schraubenden Grüßen
Ralph
 
Hallo Ralph,

klassische Lösungen sind gerade in unseren Kreisen sehr beachtenswert. Weitere Informationen und Fotos/Videos von Dir wären da sehr willkommen.
 
Hallo zusammen,
wenns was klassisches zum Ansägen sein darf dann gäbe es noch von MM und Fahr die Absetzmulden - Tandemanhänger - mit Unimog -Rädern. Schwerpunkt sehr tief und Einfahrt auf Bodenhöhe bei Bedarf liftbar im Gelände. Für die, die nicht einen kompletten Ruthmann oder ähnlichen Mag wollen (dürfen :lol: ). Außerdem sehr flexibel verwendbar, bis hin zur Wohnkabine ! Wenn Anhänger, dann sowas......
Christoph
 
OPTI-MOG schrieb:
Hallo Ralph,

klassische Lösungen sind gerade in unseren Kreisen sehr beachtenswert. Weitere Informationen und Fotos/Videos von Dir wären da sehr willkommen.


Hallo Christoph,

werde gerne weiter berichten,
aber das Projekt hat eine ziemliche Laufzeit,
ich bin Nebenerwerbs-Schrauber :-)

Ralph
 
es wurde bereits mehrmals auf die Sschwerpunkthoehe hingewiesen und das ist auch meine Meinung, v.a. im Gelaende kann man damit nicht fahren!
Aber auf ebenen Wegen schon denkbar mit leichtem Bagger. Thema laden: lange Rampen sind unsinnig. Aber wer mit einem Bagger richtig umgehen kann, braucht keine. Man muss sicherstellen dass der Mog nicht vorrollt, mein 424 hat eine Luft Handbremse die das Teil senkrecht an einer glatten Wand festhaelt, oder halt einen Erdwall oder Baum davor.
Den Bagger senkrecht auf die Raupen stellen waehrend der Ausleger nach hinter abstuetzt. Gegen die Ladekante "rollen", dann mit Druck gegen den Mog mit den Raupen den Bagger anheben und hochfahren. Dass man alle Bewegungen koordinieren muss ist klar. Dass man dafuer keine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom TUEV bekommt ist auch klar.
 
Hallo pegrande,
schade nur , dass nur die Zirkusartisten ein Netz drunterer haben, vor allen Dingen zum Üben. Und was macht der Baggerfahrer zum Üben, Helm auf und Matratze drunter ? Keine gute Empfehlung...........
Christoph
 
Hallo
pegrande schrieb:
Den Bagger senkrecht auf die Raupen stellen waehrend der Ausleger nach hinter abstuetzt. Gegen die Ladekante "rollen", dann mit Druck gegen den Mog mit den Raupen den Bagger anheben und hochfahren.
aber bitte nicht vergessen ein Video davon machen, wie die Kipperkugeln gemächlich abknicken und sich die Pritschenkante durchbiegt und das Einlegedreieck rausbricht. :mauer