MISSION IMPOSSIBLE: Restauration Fahrerhaus U427 Hochdach

Hallo UCom,

nach nun längerer Zeit fahre ich mit meinem Beitrag fort.

Für die Vorbereitung der Rostschutzgrundierung in der B-Säule, verwendete ich an schwer zugänglichen Stellen eine kleine Sandstrahlpistole mit Gummitülle.

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Danach habe ich dann wieder mit BRANTHO KORRUX NITROFEST die Grundierung aufgetragen.

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Ich entschied mich dazu, das Rückwandblech der geteilten Rückwand (oben, unten, Hochdach-Erhöhung) herauszutrennen, da bei den Überlappungsfalzen ziemlich viel Rost saß.

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Der Zustand des mittigen Trägers war auch eher mäßig, weshalb ich dann die Außenseite ebenfalls heraustrennte und ersetzen werde.

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Ein Erfolgserlebnis war dann das fertig eingeschweißte Außenblech der B-Säule.

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Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

weiter ging es mit der, bereits erwähnten, Instandsetzung eines Fachbetriebes. Eher grobschlosserartig eingebaut und die Spalte großzügig mit Spachtelmasse (?) zugeschmiert. Die weiße Masse war auf jeden Fall nicht flexibel.

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Darunter kam dann zum Vorschein, dass das alte Blech nur sehr grob herausgetrennt wurde. Reste waren einfach ins Dachinnere geklopft und dann das neue Blech darüber geklatscht.

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Nachdem die Reste sorgfältig herausgetrennt und Verbleibendes gerichtet war, habe ich ein Rep-Blech angefertigt und eingeschweißt.

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Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

weiter ging es mit dem Instandsetzen des Falzes am Türschloss. Als dieser ausgetauscht und alles schön verschlieffen war, sah das auch schon ganz nett aus.

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Danach musste noch die Dachrinne angeschweißt werden.

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Bevor ich dann den Träger am Radlauf herausgetrennt habe, mussten noch die Maße der Anbauteile, die an den Rep-Blechen teilweise nicht verbaut sind aufgenommen werden.

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Hier noch die Träger unter dem Bodenblech des Beifahrerfußraumes.

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Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

jetzt ging es an die B-Säule der Fahrerseite, beginnend mit einer Bestandsaufnahme.

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Nachdem der Rost etwas entfernt wurde (Nadelentroster), sah es dann so aus:

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Da wieder das gesamte Außenblech getauscht werden und der Falzsteg ersetzt werden sollte, habe ich zunächst die Breite des Außenbleches markiert.

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Danach noch die Lage der Bohrungen gekennzeichnet, um diese später wieder exakt erstellen zu können...

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... um danach beim Heraustrennen des Außenbleches festzustellen, dass die oberen Bohrungen (Abgasrohr) mit einem zusätzlichen Verstärkungsblech ausgestattet sind, an dem die Muttern angeschweißt sind. Naja, hätte ich mir denken sollen - jetzt gibt es dafür ein neues Verstärkungsblech... :wink:


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Da der Falz an der Dachrinne ebenfalls modrig war, musste diese auch weichen. Der innere Zustand der B-Säule war echt gut, abgesehen von dem hinteren Falzsteg, den Anschweißgewinden und dem Boden der B-Säule.

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Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

fast routiniert und mit dem Plan der vorhergehenden B-Säule in der Tasche, ging die Anfertigung des Außenbleches ganz fix. Hier eine Art Fertigungsfolge (gekantetes Blech noch mit längeren Schenkeln).

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Zweiter Schritt: Verlängerung, da ich nur 1m kanten kann. Danach Absetzung bearbeiten und anschließend gekantete Schenkel auf Maß bringen.

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Hier noch der Absatz im Detail:

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Die - mit einer Gripzangen-Garde befestigte - Dachrinne zum Einschweißen des inneren Falzbleches.

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Hier die bereits eingeschweißte Dachrinne:

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Der Falzsteg des inneren Bleches musste auch ersetzt und eingeschweißt werden:

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Um möglichst wenig Verzug in diesen Bereich zu bekommen, diesmal mit kurzen Schweißnähten eingesetzt.

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Die Dachrinne musste dann noch an der A-Säule verschweißt werden.

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Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

weiter ging es mit dem Einbau des Falzsteges an der B-Säule. Ich habe das gekantete Blech mit Lochpunktschweißen eingesetzt.

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Danach folgte die Anprobe des neuen Außenbleches der B-Säule.

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Das Bodenblech der B-Säule musste in Teilen durch ein Rep-Blech ersetzt werden.

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In der Hoffnung, dass nach dem Wärmeeintrag beim Schweißen noch ein Teil der Beschichtung übrig bleibt, habe ich die Innenseite des Außenbleches mit KORRUX NITROFEST grundiert. Den Bereich der späteren Lochpunktschweißungen habe ich zuvor abgeklebt.

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Auch das Bodenblech wurde natürlich grundiert.

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Das Einpassen des Außenbleches war nicht so eindeutig machbar, wie es auf der Beifahrerseite war. Die Blechkante der Fahrertüre ist nämlich alles andere als exakt gerade... Nach dem Einpunkten am hinteren Falzsteg sah es dann aber schon ganz gut aus.

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Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

die nächste Baustelle, die instandgesetzt werden möchte, ist das Frontblech. Nachdem ich den Bereich des Kotflügels und Träger freigeschliffen hatte, wurden die maroden Stellen sichtbar.

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Besonders im Bereich der A-Säule war deutlich fortgeschrittener Lochfraß vorhanden, wahrscheinlich durch angestautes Kondens-/Wasser hinter dem Falz.

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Nach Entfernen der rostigen Stellen mit der Flex, kam ein ziemlicher Schmodder zum Vorschein. Nachdem ich diesen ausgekratzt und ausgeblasen hatte, sahen die Blechteile, bis auf den Falzbereich, allerdings noch gut aus.

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Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

hat zufällig jemand Erfahrung damit, ob es möglich ist, die Lackschicht uüber verzinnten Stellen abzutragen, ohne den Zinn mit entfernen?

Es geht darum, dass vor dem Lackieren die verbliebenen lackierten Stellen gestrahlt werden sollen, um einen neuen Lackaufbau herzustellen. Falls ich nicht selbst sandstrahle und die Zinnschichten leicht abgetragen werden, müsste ich recht aufwändig die entsprechenden Stellen kennzeichnen.

Ich gehe aber momentan davon aus, dass der Zinn durch die Abrasivität des Strahlmittels ohne großen Widerstand abgetragen würde!?

Ich hoffe auf Eure Erfahrungen...

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo Tobias

da sind wohl alle Problemzonen vermodert. Ich verfolge deine Arbeit regelmäßig. Eine sehr schöne Doku, :spitze und vor allem saubere Arbeit, :respekt
 
Da kannst du nur mit Beize arbeiten...

Alles andere beschädigt die Zinnoberfläche... :(
 
Moin,
Respekt erstmal vor deinem Mammutprojekt!
Ich habe da auch mit Beizer gearbeitet. Habe den Power Abbeizer von Molto verwendet. Danach das ganze mit einem Schaber vom weichen Lack befreien und die Stelle abwaschen. Wenn man dann genau sehen kann wie dick der Lack ist bzw. Wo noch reste sind per Hand nachschleifen mit Schmirgelpapier. Dann hast du die Stelle blank und kannst daran weiterarbeiten.

Zum Sandstrahlen habe ich solche Stellen mit Panzertape doppelt abgeklebt und den Strahler eindringlich daruf hingewiesen dort nicht draufzuhalen.
Das durch das Strahlen angerauhte Klebeband ging zwar beschissen ab, aber durchgekommen ist nichts.

Klebst du solche Stellen nicht ab, geht das Zinn beim Strahlen definitiv flöten!

Gruß
Alex
 
Hallo Zusammen,

vielen Dank für Euren Zuspruch und die Tipps! Ich hoffe, dass ich Euch dann im kommenden Frühjahr, auf eigenen Unimogrädern, auf einem Unimogtreffen persönlich danken kann :mrgreen:

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

während ich begonnen hatte, das Frontblech aufzuarbeiten, habe ich die Abkühlphasen der Schweißnähte dazu genutzt, die B-Säule zu verschleifen.

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Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

das Außenblech der B-Säule wurde wieder mit BRANTHO KORRUX NITROFEST grundiert. Danach musste noch das Verstärkungsblech für die obere Abgasrohr-Halterung angefertigt und eingeschweißt werden. Dafür war es zunächst erforderlich, die zuvor aufgenommene Bemaßung auf das neue Blech zu übertragen. Man könnte sich nun darüber streiten, ob es sinnvoller gewesen wäre, die Verstärkung vor Einschweißen des Außenbleches anzubringen, habe mich jedoch dazu entschlossen, aufgrund der Lagegenauigkeit der Bohrungen die Verstärkung später einzusetzen.

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Einziger Nachteil dabei war, dass das Blech auf keinen Fall ins Innerer der B-Säule fallen darf. Deshalb habe ich eine einfache Sicherungsmaßnahme mit einer Richtschnur angewandt.

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Zum Glück war die Schnur an das Blech angebracht, sonst hätte ich zweimal einen seeehr langen Magneten und viel Geduld benötigt... :wink:

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

ich denke gerade darùber nach, wie ich das zu erneuernde Dachblech an die Rinne heran führe. Ursprünglich war das Dachblech einfach umgekantet. Die Kantung lag damit quasi auf dem Dachrinnenboden auf. Ich halte diese Variante jedoch für sehr anfällig. Das fachgerechte Abdichten ist hier nur schwer möglich und sollte es zu Fehlstellen kommen, dringt bei jedem Regen sofort Wasser in den Spalt.

Meine Idee hierzu ist nun, dass ich das Dachblech zweimal umkante, so dass die zweite Kante senkrecht mit der Dachrinnenkante abschließt. Jetzt könnte man darüber nachdenken, ob man die beiden Bleche von Dach und Rinne vorsichtig mit einem WIG-Brenner zusammenfügt, um es dicht zu bekommen. Danach wäre jedoch keine Spaltversiegelung mit z.B. OWATROL ÖL mehr möglich. Kondenswasser, das am inneren Dachblech entsteht, könnte herabfließend in den Spalt an der Rinne laufen. Damit auch nicht Ideal. Wenn ich jedoch erst versiegele und dann schweisße, verbrennt mir das Öl, ohne Verschweißen dürfte es schwer werden, Rinne und Dachblech optisch sauber auszurichten (vielleicht durch Punktschweißen am Rinnenboden).

Wie habt Ihr das gelöst? Wie sind Eure Erfahrungen? Ich wäre dankbar um ein paar Tipps.

Viele Grüße
Tobias
 
...es gibt auch schweißbare Dichtmasse, die zwischen die Bleche kommt..

Allerdings nur für Wiederstandspunktschweißen geeignet..

Moderne Dichtmassen sind aber schon wesentlich besser geworden..

Ich würde es so bauen , wie es war..., mach dir keinen ´Stress..... :wink:

Lieber 1x im Jahr in die Rinne gucken..
 
Hab mir Deine Doku gerade durchgesehen. Top Arbeit. was mich beruhigt, das Fahrerhaus lässt sich also mit selbst gekanteten Blechen restaurieren. :D :D
Danke fürs Dokumentieren.

BG
Bernd
 
Hallo Olli,

vielen Dank für Deine Einschätzung. Manchmal hilft ein "...mach Dir keinen Stress", um über seinen eigenen Schatten zu springen. Allerdings fällt es schwer, die "Originale Konstruktionsschwäche" einfach wiederherzustellen 8)

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo Bernd,

ich würde sagen, dass es möglich ist, zahlreiche Bleche selbst herzustellen. Vorausgesetzt, man hat keinen Zeitdruck. Genau aus diesem heraus, habe ich verschiedene Bleche bei MB gekauft, um die aufwändige Herstellungszeit zu sparen.

Spontan fallen mir 3 Bleche (je Fahrzeugseite) ein, die schwierig wären, komplett nachzubauen:

Kotflügel, Radlaufblech im Fußraum, Grundträger zwischen A- und B-Säule.

Als Mindestausstattung würde ich eine Hand-Abkantbank und eine Handhebel-Blechschere und natürlich Flex und Schweißgerät sehen. Wenn die Abkantbank eine Segment-Abkantbank wäre, hätte dies riesige Vorteile.

Viele Grüße
Tobias