Motor 421 mit OM 621 "Leistung"

Michael Bruno

New member
06. Feb. 2018
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Reutlingen
Hallo zusammen,
ich habe einen 421 Baujahr 1966 nach Jahren des Stillstandes wiederbelebt.
An dem Motor war die Einspritzpumpe defekt.
DIese habe ich beim Dieselcenter von Bosch komplett überholen lassen, ebenso die Düsen.
Am Motor urde eine Kompressionsdruckprüfung durchgeführt, alle Zylinder zwischen
18 und 19bar, die Ventile eingestellt, Ölwechsel etc, eh klar. dann die ESP und die Dsen wieder
eingebaut. Der Motor sprang auch sofort an, und wir haben ihn lange laufen lassen, und vorischtig eingefahren.

Ich denke damit sollten doch alle Basics richtig sein, oder ?
Meiner Meinung fehlt es dem Mog an Kraft und Performance wenn man das überhaupt sagen darf ;-)
Sobald er eine minimale Steigung auf schon auf asphaltierter Straße sieht fährt er 30km/h,
wie soll er da im Gelände geschweige mit dem Schneeschild etc. vom Fleck kommen.
Habt Ihr mir Tips, bzw. auf wieviel Grad würdet ihr die Förderpumpe einbauen ?
Oder gibt es noch andere ideen?

Danke und Gruß Michael
 
Hallo Michael,

nach heutigen Maßstäben sind die alten Unimog generell hoffnungslos untermotorisiert. Deshalb ist es wichtig, dass alles am Motor und Fahrwerk gut funktioniert und leichtgängig ist.

Bei den derzeitig tiefen Temperaturen kommen die Getriebe erst nach etlichen Kilometern richtig in Schwung sobald das Öl etwas dünnflüssiger geworden ist.

Ist der Luftfilter frei? Die Abregeldrehzahl und das Gasgestänge richtig eingestellt?

Die Kompression 18 bar ist Verschleißgrenze, 22 bis 24 bar wären normal.

Du bis vermutlich erst sehr kurze Strecken gefahren. Wenn das Fahrwerk nach einigen Tausend km und nochmaligem Ölwechsel an allen Getrieben wieder gut eingefahren ist, dürfte der Mog insgesamt noch etwas agiler werden.
 
OPTI-MOG schrieb:
Hallo Michael,

nach heutigen Maßstäben sind die alten Unimog generell hoffnungslos untermotorisiert. Deshalb ist es wichtig, dass alles am Motor und Fahrwerk gut funktioniert und leichtgängig ist.

Bei den derzeitig tiefen Temperaturen kommen die Getriebe erst nach etlichen Kilometern richtig in Schwung sobald das Öl etwas dünnflüssiger geworden ist.

Ist der Luftfilter frei? Die Abregeldrehzahl und das Gasgestänge richtig eingestellt?

Die Kompression 18 bar ist Verschleißgrenze, 22 bis 24 bar wären normal.

Du bis vermutlich erst sehr kurze Strecken gefahren. Wenn das Fahrwerk nach einigen Tausend km und nochmaligem Ölwechsel an allen Getrieben wieder gut eingefahren ist, dürfte der Mog insgesamt noch etwas agiler werden.

Hallo Christoph,

Danke fr die rasche Antwort, die Untermotorisierung habe ich bercksichtigt. Sind den Mog dann 25 KM von der Werkstatt zur Scheune gefahren, daher kann ich bestätigen, das er u.a. aufgrund der Standzeit mit der Zeit natürlich immer besser gelaufen ist.

Der Luftfilter ist frisch gereinigt und das Öl erneuert.
Gasgestänge ist frei und erreicht auch die Abregeldrehzahl die Eingestellt wurde (Vollgasanschlag).

"Letztes muss ich ja erst durch den Einsatz erfahren"

Gruß Michael
 
nobshaug schrieb:
Hallo Michael,

Interessant wäre noch ob der Motor, wenn er so eine Steigung nur mit 30 schafft, anfängt schwarz zu rauchen?

Wie Christoph schon schreibt ist es sinnvol Abregeldrehzahl und Gasgestänge zu überprüfen. Außerdem noch die Volllastmenge. Mir ist schon öfter aufgefallen das der Boschdienst eine Pumpe nach vollständiger Überholung etwas "defensiv" einstellt.

Da ist die Rauchgrenze ein guter Indikator, wenn der Mog nicht mehr kann, aber so garnicht raucht, ist da wahrscheinlich noch Luft zum optimieren. Vorrausgesetzt die anderen von Christoph genannten Punkte sind abgearbeitet.

Gruß,

Stefan

Hi Stefan,
ja er raucht schwarz.
Wie kann ich die Volllastmenge ändern, Vollgasanschlag ?
Hatte mit dem Mechaniker vom Boschdienst gesprochen (ein guterFreund meines Bruders), er sagte mir er würde wenn ich es will die Pumpe leicht modifizieren.

Wie oben geschreiben ist der Luftfilter neu gereinigt und das Öl gewechselt (Ölbad).
mehr kann man da ja nicht machen oder ?

Danke und Gruß Michael
 
Hallo
vermutlich ist noch der originale OM621 mit 40PS verbaut. Der Mog ist empfindlicher als eine Wasserwaage, der riecht schon die Steigung 100m vorher, besonders wenn er kalt ist.
Das Tabellenbuch sagt als Verschleißgrenze 20bar. Allerdings ist die Kompressionsdruckmessung sehr stark vom Zustand der Batterie und Anlasser einerseits und Außentemperatur andererseits abhängig. Je langsamer der Miotor dreht, um so rapider sinkt der Messwert.
 
Hi,
WHB nicht, habe im Internet recherchiert, aber der Kollege von Bosch will mir die Unterlagen
zum einstellen zusenden.

Ist der Papierfilter viel besser ?

Zur Kompression, sie wurde gemessen im kalten Zustand und er ist zuvor Jahre nicht gelaufen, daher hoffe ich das es
eher besser ist als angegeben. Wenn nicht dann muss man da eben auch noch ran. :roll:

Danke für die Hilfen hier schonmal.