Motor ist fest

Uwe

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23. Aug. 2002
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wiehl
t-online.de
Ich brauche mal euren Rat.
Der Motor vom 404 ist bombenfest. Ich glaube das die Kolben festgerostet sind. Als erste Maßnahme habe ich in die Zylinder satt Rostlöser eingefüllt.
Nach dem ich den Ventildeckel abgebaut habe habe ich nur gestaunt. Der Motor sieht von innen aus wie neu. Als ob er noch nie gelaufen wäre. Kein Öl kein Dreck nichts nur saubere Schrauben wie geleckt.
Der nächste Versuch den Motor freizubekommen ist mit dem Unimog meines Kollegen einen Versuch mit abschleppen und dann im 4 Gang einkuppeln.
Welche Vorschläge habt Ihr noch?
gruß aus dem Oberbergischen.
Uwe
 
Hallo Uwe,

Bitte nur keine Gewalt anwenden.
Das mit dem Anschleppen macht vermutlich mehr kaputt, als es hiflt.
Wie lange hat der Rostlöser den schon eingewirkt?
Bei einer alten YAMAHA hatte es mal 14 Tage gebraucht, bis sich die Kurbelwelle ein ganz kleines Bisschen drehen liess. Die hatte vorher 10Jahre im Keller gestanden.
Mein Vorschlag wäre, es eher mit langer Einwirkzeit und weiter viel Rostlöser zu versuchen und Drehversuche nur rmit Handkraft z.B. mit Ringschlüssel
auf der vorderen KW- Riemenscheibe durchzuführen.
Wenn der Motor noch nie gelaufen ist: Wie sehen die Kerzen denn aus?
Eine andere Maßnahme zur Begutachtung wäre die Demontage der Ölwanne. Wie sieht denn das Öl aus? Ist es ggf. ein Bundeswehr Tauschmotor und da ist noch Konservierungsmittel drin?
Wenn Du es ganz genau wissen willst und keinen Motorschaden riskieren willst bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als den Kopf zu demontieren.

Beste Grüße aus Viersen
Klaus
 
Wie mein vorredne schon sagte mit Gewalt machst du vielleicht noch mehr kaputt ! Z.B die Kupplung .Ich wuerde den Kopf runter nehmen den wen die Kolben festgerostet sind ist der Motor
Eh im Eimer bzw neue Kolben und honen ist angesagt . Die Kurbelwelle könnte auch gefressen haben . Fuer 30 Euro gibt's bei eBay diese minimkammeras damit koennte man auch so mal in den Zylinder schauen!

Gruß Thomas
 
caracal schrieb:
Wie mein vorredne schon sagte mit Gewalt machst du vielleicht noch mehr kaputt ! Z.B die Kupplung .Ich wuerde den Kopf runter nehmen den wen die Kolben festgerostet sind ist der Motor
Eh im Eimer bzw neue Kolben und honen ist angesagt . Die Kurbelwelle könnte auch gefressen haben . Fuer 30 Euro gibt's bei eBay diese minimkammeras damit koennte man auch so mal in den Zylinder schauen!

Gruß Thomas


Hi,

wenn er sich an der KW nicht mit einem Schlüssel drehen läßt( Kerzen und Gang raus), Kopf ab und von innen die Lage beurteilen. Wenn die Ringe fest waren reicht je nach beschädigung 1000 Schleifpapier mit etwas Öl und nur neue Kolbenringe , die Kolben sind eher selten Kaputt.


Gruß Bo
 
Ja die Kolben sind aus Alu nur wenn die ringe angerostet sind ist meist auch die zylinderwand befallen .ob man mit einem 1000 Schleifpapier den kreuzschliff einer Honmaschine hinbekommt ist natürlich fraglich.somit kommt es auf Dauer gesehen jedenfalls zum oelfilmoelfilmabriss und dann Frist der Kolben .ist natuerlich alles eine Preisfrage das ist klar.
 
Mein Motor war auch fest, (sieben AJhre standzeit), vorher FEuerwehrdienst, und unsachgemässe wartung.

Der Vorbesitzer wollt Mir nen gefallen tun, und hat Ihn mit dem gabelstpler frei gemacht :cry:

Natürlcih muss ich dann auseinander bauen, und aufs zweit übermass aufbohren lassen.

Würde es mit Rostlöser probieren, dann hinterad hoch, und dort von ahnd drehen, hodden, dass Er dann frei wird.
Dann alles auseinander, und den block honen, neue Ringe drauf.
Klar, natürlcih nur wenn die Rostschäden nicht grösser sind.


mfg Sven aus dem Saarland
 
caracal schrieb:
.ob man mit einem 1000 Schleifpapier den kreuzschliff einer Honmaschine hinbekommt ist natürlich fraglich.somit kommt es auf Dauer gesehen jedenfalls zum oelfilmoelfilmabriss und dann Frist der Kolben .ist natuerlich alles eine Preisfrage das ist klar.


Das wird er woll nicht hinbekommen, hat woll aber auch keine Honahle und die passende Maschine daheim..
Es reicht zum egalisieren. Wenn er damit nicht auskommt wird eh gebohrt. Und bestimmt nicht zu einem Ölfilmabriss!
Kolbenfresser entstehen meistens durch zuviel Hitze...
Aber es scheint das du vom Fach bist oder täusche ich mich?

Er kann den Motor aber auch bei mir oder einem anderem Instandsetzer machen lassen, falls er defekt ist. Dann hat er wenigsten Garantie.


Gruß Bo
 
Kornfeld-Maschinenbau schrieb:
Aber es scheint das du vom Fach bist oder täusche ich mich?

Er kann den Motor aber auch bei mir oder einem anderem Instandsetzer machen lassen, falls er defekt ist. Dann hat er wenigsten Garantie.


Gruß Bo
Motoren zu überholen ist kein Problem für mich, obwohl ich nicht die entsprechenden Maschienen habe, wenn ich Spezialwerkzeug brauche gehe ich zu meinen Nachbarn die mir helfen können.
Ich überlege aber jetzt mir einen Motor aufzubauen.
Entweder mit dem Orginal Block und anderem Kopf oder den M130 mit orginal 404 Vergaser zu verbauen. Beim M130 suche ich dann eine Firma die mir Schwungscheibe Kurbelwelle und Riemenscheibe feinwuchten kann.Ich habe im Forum die entsprechenden Beiträge mit interesse gelesen. Bei Ebay werden 404 Motore neu verkauft was ist von denen zu halten? gruß Uwe
 
Zum Thema vom fach ja bin LKW mechaniker bei MB gewesen und hab Fachhochschulreife im Bereich Metal Maschinenbau. Daher kenne ich mich zum Teil auch mit Motorenbau aus.

Der kreuzschlif sorgt dafür das das öl an den zylinderwaenden haften kann.

Die im eBay angebotenen Motoren sind nicht neu sie sind nur ueberhollt und das zum Teil nur das nötigste. Industriewerke Saar und wer das alles gemacht hat ... Muss man halt bedenken .
Deshalb gibts auf diese alten Motoren auch keine Garantie bei den haendlern .
 
Habt Ihr eine Idee wie ich den Zylinderkopf abnehmen kann?
Problem ist die Steuerkette zur Nockenwelle. Da der Motor nicht dreht komme ich an das Kettenschloß nicht dran. Und zerstören möchte ich die Kette nicht.
Ist es einProblem den Kopf bei eingebautem Haus zu demontieren.
 
Hi
Ist es einProblem den Kopf bei eingebautem Haus zu demontieren.

Nöö, das geht: Entweder die Blechlasche unterhalb des Warnblinkschalters
demontieren um Platz zu bekommen, oder Hütte etwas anheben.
In der TDV gibt es eine Beschreibung, wie man sich ein Hebegeschirr zum Kopf -
Abbau bei montierter Hütte bauen kann, Also geht es.

Beste Grüße
Klaus
 
Servus zusammen,

Kopf geht bei meiner 60er Pritsche ohne Probleme und ohne Spezialwerkzeug runter ohne Hütte anheben usw. Ansaug- und Abgaskrümmer können auch montiert bleiben. Hatte das gleiche Problem, Motor fest. Motor hatte 1200km seit Mat 4, Vorbesitzer hat ihn getötet mittles Wasser im Tank, Startversuch und dann stehen lassen. Motor ist unten und oben top und wie neu, nur halt mittendrinnen nicht.
@Uwe: Besorg dir nen anderen Motor, geht schneller. Den kaputten kannst immer mal noch überholen lassen. Falls du den schönen alten mit geschraubtem Seitendeckel hast, aufheben, die werden langsam selten!!! Flossenbesitzer suchen diesen Typ Block.
Ich habe in dem Zuge gleich einen M180.954 ausm /8 eingebaut. Hat 2,3l, höhere Verdichtung und mit den originalen Versagern 120PS, mit Mog-Versager gut und gerne noch 100PS, das merkt man deutlich. Einbau ist kein Problem, es paßt alles.
Bevor du aber nun den Kopf abbaust, guck erst rein (mim Endoskop, wie Thomas schon geschrieben hatte, ist billiger als ne Kopfdichtung) und rupft dann direkt den Motor raus, wenn er fest war, mußt eh mehr machen als nur reingucken.
Anders blöd gefragt, vllt. ist nicht der Motor, vllt. hängts Getriebe, weil 2 Gänge gleichzeitig geschalten sind - das nur der Vollständigkeit halber, auch wenn ich meine, daß du das selbst ausreichend gut beurteilen kannst.

Grüße aus dem Allgäu

Jochen
 
mbjoe schrieb:
Servus zusammen,

Bevor du aber nun den Kopf abbaust, guck erst rein (mim Endoskop, wie Thomas schon geschrieben hatte, ist billiger als ne Kopfdichtung) und rupft dann direkt den Motor raus, wenn er fest war, mußt eh mehr machen als nur reingucken.
Anders blöd gefragt, vllt. ist nicht der Motor, vllt. hängts Getriebe, weil 2 Gänge gleichzeitig geschalten sind - das nur der Vollständigkeit halber, auch wenn ich meine, daß du das selbst ausreichend gut beurteilen kannst.

Grüße aus dem Allgäu

Jochen
Ich glaube nicht das es das Getriebe ist. Mit meinem Stapler habe ich den 404 gezogen und alle Gänge durchgeschaltet einschlieslich Rückwärtsgang. Er rollte einwandfrei und bei Einkuppeln war Ende.
Ich habe mir überlegt die Pritsche und das Häuschen zu demotieren.
Dadurch komme ich an alles dran und kann in Ruhe die festgegammelten Teile überholen. Eventuel wird der Rahmen nochgestrahlt und neu in Zivil lackiert.
Wenn der Motor Eh raus ist baue ich mir einen guten auf. in der Bucht sind mehrere 230 Zylinderköpfe. mal sehen ob einer von denen passt.
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=230579967944&ssPageName=STRK:MEWAX:IT
Vieleicht hat einer einen Tipp.
gruß Uwe
 
Sers Uwe,

war nur ne Idee, gut daß das nicht der Fall ist.

Zu dem Kopf, der schaut mir stark nach geschönt aus, weil mit irgendwas gestrahlt. Vor allem auf den Dichtflächen gefällt mir das mal gar nicht. Aber nebenbei, was willst mit dem? Deiner wird ja noch gut sein, ich denke da hat nur der Block was abbekommen.
Mein Tipp: Hol dir einen kompletten M180.954 vom /8, die bekommt man noch recht günstig. Meiner hat vor 2 Jahren 200€ + Transport gekostet (komplett mit 2x Doppelvergaser, Gasanlage, Nebenaggregaten, usw.). Hab dann nur die Kurbelwelle raus und mal geschaut, wie die zusammen mit dem originalen Mog-Schwungrad + Riemenscheibenpaket läuft, aber wuchten war nicht nötig, einen Haufen Dichtungen neu und das Ding eingebaut. Läuft und zieht recht gut.
Bei den M180.xxx mußt halt beim zusammenstellen aus Teilen auf paar Sachen achten; es gab z.B. 2 verschiedene Ventilsteuerungen und Doppel-/Einfachketten, x verschiedene Nockenwellen, Verdichtungen, usw. Ein Blick in den Teilekatalog hilft da ungemein, Details würden hier und jetzt aber den Rahmen sprengen. Nur kurz: Die Mog-Ölwanne paßt, hat aber zur Kupplung eine breitere Nut für den Filzdichtring (hat mich nicht gestört, ist trotzdem dicht, manche arbeiten das im Block nach). Zusammen mit der Ölwanne muß die Mogpumpe rein, denn die ist länger, usw. Siehst aber alles beim Umbau. Mogwanne sollte aber wegen der Getriebeabstützung rein; ach ja, das Gasgestänge muß auch leicht geändert werden, da der 954er Block hinten oberhalb der Glocke leicht anders ist, ich habe nur Distanzen eingelegt und die Gewindestange neu justiert und das Thema war gegessen. Jedenfalls ging der Umbau deutlich schneller als den originalen Motor (schnief, mit erst 1200km) zu überholen.
Hoffe das hilft dir beim Entscheiden.

Gruß, Jochen
 
Moin!

Ich kann immer nur sagen: Geduld ist hier der wichtigste Faktor!

WD40 & Co. wirken nunmal nicht von jetzt auf gleich und ich selber habe mich schon manches mal gewundert, wenn ich nach 2 Wochen nach eingesprühten, scheinbar untrennbaren Teilen geschaut habe, die sich dann nur durch ihr Eingengewicht voneinander gelöst haben.

Also erstmal abwarten, öfters mal nachsprühen und schauen, ob sich der Motor nicht doch noch bewegen lässt...2 Wochen würde ich ihm mind. geben....dann kannste ihn starten und schauen was passiert. Neuen reinmachen kannste dann immernoch.

greets
Arne
 
Hallo,

Hab mal angefragt.und Folgende Antwort zu dem Kopf im Ebay Erhalten vom Verkäufer :

der Kopf ist mit
Glasperlen oberflächlich gestrahlt worden und sieht
nach meiner
Beurteilung wirklich gut aus. Ich habe den gleichen
nochmal in der
frühen Ausführung aus Gußeisen, unheimlich schwer.Die
Teile stammen wohl
aus einer geschlachteten Limousine, einschließlich
einer Hinterachse und
einem Motorblock, den wir auch noch haben.
Wir bauen im Moment einen W 187
er komplett neu auf und trennen uns
von Teilen, die wir nicht mehr
benötigen.

mfg
 
Also, starten würde ich den Motor nicht, wenn Er vorher fest war.

Wen da noch rückstände sind, iss er gleich fertig !!!!!

Dann lieber kopf runter, Ölwanne ab, Kolben raus, Lager kontrollieren, neu Kolbenringe, und mal von nem Fachmann die Zylinderinnen wände gucken lassen.

Ein kumpel von Mir hat mit der oben genannten methode, nen Borgwardmotorinnerhalb weniger minuten gekillt, klar, der iss auf allen dippen gelaufen, und dann hat der gaaanz komische geräusche gemacht.

mfg Sven aus dem Saarland


Ps.: Hat da jemand erfahrung, mit Motoren die mit wd40 zum leben erweckt wurden ?
 
Ich wiederhole mich, aber WD40 ist kein Schmiermittel!
Es ist wie ein UNIMOG: Es kann (fast) alles, aber nichts richtig. :wink:

Wenn man also etwas damit gangbar gemacht hat, es keinesfalls sofort in Betrieb nehmen. Am besten zerlegen, gründlich reingen, evtl. Oberflächen glätten, mit Schmieröl zusammenbauen, Schmierölkreislauf sicherstellen, erst dann starten.

Das gilt natürlich auch für die anderen Wundermittelchen.
 
Sers zusammen,

sehe ich genauso, nix starten, erst mal gucken was da drinnen los (oder besser gesagt:fest) ist.
Ergänzend zu Christoph und Sven möchte ich noch erwähnen, daß selbst in dem Fall Gemische aus WD40, Cola, usw. mit Motoröl nicht dazu verleiten lassen sollten, das Teil zu starten.
Der Dreck, gepaart mit dem Lösungsmittelgemischzeugs ist wie ne tolle Schleifpaste.
Hier zu hudeln bringt nur Ärger, Arbeit und Kosten.

Als Bsp. wie andere mit ihren historischen Motoren umgehen möchte ich das MB-Werksmuseum anführen. Bevor z.B. Rennmotoren gestartet werden, kommen alle Kerzen raus, ein paar Tropfen Öl rein und dann wird ohne Kerzen erst mal langsam georgelt, bis da Öldruck da ist und dieser das Zeug auch in die letzte Ecke gedrückt hat. Dann erst richtig starten.

Sicher, das mach ich bei meinen alten Benzen auch nicht (ich habe etwas 2T-Öl im Sprit, aber lieber mehr schonen und mehr fahren als mehr schrauben und mehr zahlen.

Nochmal der Hinweis, mit nem billigen Endoskop kann man zumindest abschätzen was einen in den Tiefen der Töpfe so erwartet. Bei meinem konnte ich en Rost mim Löffel rauslöffeln, da hat weder WD40 noch Cola geholfen so tot ist der im Bereich des Blocks.

Ciao, Jochen