Motor OM 615

King

New member
05. Apr. 2006
21
0
1
Cadolzburg
Hallo,
habe heute die Kompression an meinem Motor gemessen mit 1730h und 19300 gefahrenen Km allerdings ein Postmog mit Seilwinde.
1.Zyl. am Kühler beim ersten messen motor kalt 20 beim zweiten messen 14
2.Zyl bei 1+2 Messung 22
3.Zyl bei 1+2 Messung 23
4 Zyl bei 1+2 Messung 25
Motor sprang vorher schwer an auch mit vorgglühen und kam dann nach längerem durchdrehen ein Zylinder nach dem anderen,habe Kerzen überprüft ok werde jetzt die Düsen zum uberprüfen geben,bleibt jetzt noch die Ventileinstellung. Allerdings wenn er läuft ist im Kurbelgehäuse sprich Ventildeckelöffnung ein Druck da,und das Öl spritzt etwas raus.
Meine Frage an die OM 615 Kenner ist der Motor reif für eine Überholung.oder ist das bei diesen Motoren normal.
Gruß Dieter
 
Wo hast du denn am Ventildeckel eine Öffnung an der Öl rausspritzt ? Meinst du die Öleinfüllöffnung ? Da fliegt bei laufendem Motor immer Öl raus, wird von der Steuerkette verschleudert.
Wenn der Motor nach Kontrolle oder Reparatur der Einspritzdüsen immer noch nicht richtig läuft (Anmerkung: die OM 615/616 Motoren springen auch bei -10°C spätestens nach der dritten Kurbelwellenumdrehung an und laufen sofort rund), dann würde ich kein weiteres Geld investieren sondern auf einen OM 616 umstellen. Da sind Investitionen lohnender weil der mehr Power hat und deshalb nicht ständig am Limit betrieben werden muss.
Gundo
 
Hallo king Dieter,

das ist nicht in Ordnung:
1.Zyl. am Kühler beim ersten messen motor kalt 20 beim zweiten messen 14

Entweder ist da ein Ventil am Hängen, verschlissen, oder Kopfdichtung hin.

Wie sieht es mit dem Kühlwasser aus, bläst es dort bei laufendem Motor hinein ? , dann Kopfdichtung durch.
Undichtigkeit am ersten Zyl. prüfen:
etwas Öl in den Zyl. geben. --> Kompression prüfen. Bleibt sie gleich schlecht --> Hinweis, daß Ventil nicht dichtet.
Steigt die Kompr. wieder Richtung 20++ --> Hinweis: Kolbenringe hin.

Grüße
WolFgang
 
Hallo,

beim OM 615 ist die Einstellung der Ventile entscheidend. Wenn das Ventilspiel zu eng ist läuft er sehr schwer an.
Allerdings beim Einstellen der Ventile darauf achten, daß sich das Ventil nicht verdreht. Sonst kann es passieren, daß das Ventil hinterher nicht mehr trägt (Spezialwerkzeug zum Einstellen verwenden).

Gruß Jürgen
 
Ventile sollten vor der Kompressiondruckprüfung grundsätzlich eingestellt werden. Ein weiterer Hinweis bringt das Einspritzen von einigen ml Öl bei einem zweiten bzw dritten Messdurchgang. Das Öl dichtet verschlissenen Kolbenringe teilweise ab, ist die Kompression also dann bedeutend besser als ohne Öl, deutet das auf Verschleiß, ändert sich nichts, so könnten undichte Ventile die Ursache sein. Mittels Druckverlustprüfung durch Einblasen von Druckluft kann man die Luft entweder am Auspuff, dem Ansaugrohr oder im Kurbelgehäuse bzw im Kühlwasser beobachten. Dadurch kann schon ohne Demontage eine grobe Schadensabschätzung vorgenommen werden.

Rindskamuffel schrieb:
Allerdings beim Einstellen der Ventile darauf achten, daß sich das Ventil nicht verdreht. Sonst kann es passieren, daß das Ventil hinterher nicht mehr trägt
Der Motor ist serienmäßig mit Ventildrehvorrichtung ausgestattet, also keine Bange. Problematisch wirds beim Einstellen, wenn sich statt der Einstellmutter das Ventil dreht, dann wird der Halteschlüssel für den Federteller notwendig. In jedem Falle sollten die beiden verkröpften Einstellschlüssel verwendet werden, macht die Arbei ungemein leichter.