Motor U411 zu kalt

rainers

New member
04. Mai 2010
89
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6
Weimar
Unimog 1 Typ
U411.410
Unimog 1 Baujahr
1957
Hi Leute,

ich war am Wochenende mit meinem Mog (U411, von 57) ein bisschen unterwegs. War ja recht heiß bei uns, aber die Motortemp. blieb bei ca. 80°C. Wenn es etwas bergan ging merkte man, dass die Temp. auf ca. 85°C hochging, aber auch direkt wieder runterreguliert wurde. Thermostat scheint in Ordnung zu sein. Als ich dann auf dem Heimweg war, bemerkte ich, dass die Temp. auf einmal auf unter 70°C abgefallen war und auch nicht mehr viel höher als 70°C kam. Nach unten ging sie bergab bis auf 60°C. Zuerst dachte ich, das liegt am nicht mehr schließenden Thermostat, als ich den Mog aber zu Hause noch kurz laufen ließ, um das Scheunentor zu öffnen, sah ich, nachdem ich ihn in der Scheune abgestellt hatte, dass Flüssigkeit aus dem Überlauf des Kühlmittelbehälters lief (Motor war aus). Das Wasser lief aber noch nicht als ich ankam, da habe ich nämlich sofort unter den Mog geguckt. Das sollte doch eigentlich nur dann passieren, wenn das Kühlwasser anfängt zu kochen, oder? Ich habe dann auf die Temp.anzeige geschaut und die zeigte wieder 70°C an. Ich habe dann das Kühlwasser mit einem elektr. Thermometer gemessen und bin auf irgendwas um die 65°C gekommen. Kann sich jemand vorstellen, was da passiert ist.

Gruß
Rainer
 
Hallo Rainer,

bei bergab mit dem 2-Wege-Thermostatventil können solche Temperaturstürze der Kühlflüssigkeit vorkommen. Besonders wenn ein Bypass extern gelegt ist oder ein zu großes Loch im Ventilteller ist.

Beste Abhilfemaßnahme, die ich kenne, ist die Umrüstung auf 3-Wege. Da steht die Temperatur eisern bei 80 bis 82 °C, egal wie hoch oder gering die Last ist.

siehe Projekt OPTIMOG 411
 
Moin Rainer,

Kann sich jemand vorstellen, was da passiert ist.

Ja, das Thermostat hat sich verabschiedet oder es klemmt und schließt nicht.

Während der Fahrt hat der Fahrtwind bei der Kühlung geholfen.

Das Wasser wurde heißer beim Bergauffahren weil die Geschwindigkeit nachließ und kühlte durch den Fahrtwind bei größerer Geschwindigkeit wieder ab.

Im Stand fehlte der Fahrtwind total und das heiße Wasser im Motor, durch die geringe Motordrehzahl nicht ausreichend von der Wasserpumpe unterstützt, staute sich im Ausgleichsbehälter und suchte sich einen Weg.

Bis Du Dein Thermometer eingeführt hattest, hatte sich das heiße Wasser schon verabschiedet und zeigte deshalb den durch den nicht schließenden Thermostaten zu kalten Themperaturwert.
 
Hallo Rainer,

was Reiner schreibt, kann auch der Fall sein. Aber in der Betriebsanleitung steht auch, daß man den Motor nach der Fahrt noch eine Weile im Leerlauf laufen lassen soll, um eine Überhitzung nach Motor-STOP zu vermeiden.
 
Hallo,

das komische an der Sache war halt, dass das Wasser aus dem Überlauf nach dem Abstellen noch lief und die Motortemp. bei knapp 70°C war, genauso wie die Wassertemp. im Ausgleichsbehälter, da hätte eigentlich nichts überkochen sollen. ich hatte auch das Gefühl, dass das Wasser gar nicht so heiß war. Und das kann ich mir irgendwie nicht erklären. Ich denke auch, dass der Thermostat hängt, aber vorher hatte der Mog auch schon mal höhere Temp. nach dem Abstellen, da ist aber nix übergelaufen, obwohl da ja auch der Thermostat geöffnet haben sollte. Kann es sein, dass sich irgendwo im Motor eine Luftblase gebildet hat, die sich dann irgendwann ihren Weg ins Freie gesucht und dabei das Wasser rausgedrückt hat? Kann so was passieren? Ich werde das System demnächst mal mit Zitronensäure spülen und schauen, ob sich das dann verbessert.

Gruß
Rainer
 
Hallo Rainer,
inzwischen hast du sicher wieder Wasser aufgefüllt.

Wieviel Wassser fehlte denn überhaupt ?

Hat sich das ganze wiederholt ?

Auch der Deckel, sprich das Überdruckventil im Deckel solltes du überprüfen, vielleicht schliesst das nicht mehr richtig.

Ein anders Thermostaten solltes du dir aber doch besorgen, auch um deinen bisherigen Thermostaten damit zu überprüfen.

Dein Vorhaben mit der Zitronensäure Spülung find ich gut.
Berichte uns doch bitte, was das zum Ergebnis hat.


@Alldog
Zitrocarbonat?
Ist das ein Begriff den du frei erfunden hast ?
Google kennt diesen Begriff nicht und das soll schon etwas heißen.

In welchem Handbuch, welcher KD-Mitteilung, welchem Schriftstück,
wird dieser Befgriff denn so verwendet ?

Übrigens, das gogglen Zitronesäure bringt uns da schon ein Stück merh informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Citronensäure


Und Abschliessend noch die Frage:
Was soll deine Aussage überhaupt für einen Sinn haben ?
Du stellst das einfach so hier als Meldung ein und was sollen nun die Leser damit anfangen ?
Sollen die daraus entnehmen das nur das Mittelchern zu nehmen ist, welches Mercedes auch vor 30-50 Jahren empfohlen hat ?
Oder ist Zitronesäure das gleiche, bzw. der moderne Ersatz und daher mindestens gleich gut in der Wirkung ?

Wenn es das von Dir erwähnte Zitocarboant geben sollte, dann gib uns doch bitte mehr Informatioen dazu.
 
Hallo,
@ Alldog: In der MB WIS (s. Bild) und im Handbuch vom Mog steht Zitronensäure. Kenne ich auch für Kaffeemaschinen und Wasserkocher. Löst schön den Kalk und ist nicht giftig. Kalkstein ist übrigens Calciumcarbonat, das dann mit der Säure reagiert und in Co2 (Kohlensäure) umgewandelt wird. Zumindest so ähnlich, hab ich das noch im Kopf gehabt (wenn es nicht stimmt bitte korrigieren).

@ Mähdrescherfahrer: Wasser fehlte nicht viel, vielleicht 200ml. Daher mein Verdacht auf eine Luftblase, die von unten kam und oben das Wasser rausdrückte.
Da ich bis jetzt nicht mehr gefahren bin, weiß ich nicht, ob sich das noch einmal wiederholt.
Hat der Deckel überhaupt ein Überdruckventil? Wenn ich mir den so anschaue, glaube ich das nicht. Hätte auch keinen Sinn, da der Überlauf nicht mit dem Deckel (so wie z.B. beim Auto) gekoppelt ist und das Wasser direkt über die Leitung entweicht. Und das mit dem Thermostat möchte ich gerne verhindern. Das alte auszubauen, ist ja nicht so einfach und ob die große Schraube so ohne weiteres aufgeht, wage ich auch zu bezweifeln. Ich denke erst einmal spülen, muss eh mal neuer Frostschutz rein, und mal schauen was das Thermostat macht.

Gruß
Rainer
 

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Hallo Bernd,

citrocarbonate oder sodium citrat sind amerikanische Bezeichnungen für das Salz der Zitronensäure.
 
Servus Reiner,

der Kühlwasserverschlußdeckel sollte eigentlich 2 Ventile haben. Zum einen läßt sich der ganze untere Teil des Deckels mit der Dichtung zusammendrücken (bei Überdruck) und zum anderen ist in der Mitte des Deckels ein Unterdruckventil (die kleine Platte), damit es dir beim Abkühlen des warmen Motors nicht die Schläuche zusammenzieht.

Mein OM636 (im Fahr D177S) drückt nach dem Abstellen des warmen/heißen Motors auch noch eine gewisse Zeit Wasser aus dem Überlauf raus - möchte auch bezweifeln, daß die Ventile und die Dichtungen nach 50 Jahren noch ihre angedachte Funktion zu 100% erfüllen. Woher kommts? Der heiße stehende Motor (=klumpen Gußeisen mit toller Wärmekapazität) erwärmt eine gewisse Menge Wasser partiell sehr stark (da die Pumpe nimmer läuft), somit steigt der Druck im System noch eine Weile an und wird dann durch das Ü-Druckventil abgelassen.

Das Problem mit zu kaltem Motor würde ich auf den Themostaten schieben, die arbeiten im Alter meist träge (aber sie tuns noch beim prüfen im Kochtopf), da kommt das schon mal vor. Tausch den Kollegen und es wird besser, da verwette ich die Jungfräulichkeit meiner Schwester drauf....:-))

Grüße aus dem Allgäu

Jochen
 
@Mähdrescherfahrer"
Deine Fragen:
Zitrocarbonat?
Ist das ein Begriff den du frei erfunden hast ?
Google kennt diesen Begriff nicht und das soll schon etwas heißen.

In welchem Handbuch, welcher KD-Mitteilung, welchem Schriftstück,
wird dieser Befgriff denn so verwendet ?

Wenn es das von Dir erwähnte Zitocarboant geben sollte, dann gib uns doch bitte mehr Informatioen dazu.[/quote]
________________________________________________________________
Meine Antworten:
Nutze mal den Kontakt Button von meiner HP, dann nenn ich Dir die

TM 8) Es gab davon 3 TM, eine aus dem Hause Güldner/ OM 636 :idea:
 
ALLDOG schrieb:
Meine Antworten:
Nutze mal den Kontakt Button von meiner HP, dann nenn ich Dir die
TM 8) Es gab davon 3 TM, eine aus dem Hause Güldner/ OM 636 :idea:
Eine solche Antwort habe ich beinahe erwartet,
wobei zuvor an dich gestellte Fragen eben typischer weise nicht von dir beantwortet werden !

Warum soll ich mich auf deine Seite locken lassen ?

Du hast hier von Zitrocarbonat geschrieben und ich habe hier deinen Beitrag hinterfragt.
Dem zur Folge möchte ich und sicher auch jeder andere Leser,
genau hier die Antwort von dir lesen und sich nicht erst auf deine Seite locken lassen.
(Anmerkung: Ausser verjepgte Headlines gibt es da eh nicht viel zu sehen)
 
UuUNIMOG schrieb:
Hallo Bernd,

citrocarbonate oder sodium citrat sind amerikanische Bezeichnungen für das Salz der Zitronensäure.

Vielen Dank für diese hilfreiche Antwort.
Heist das nun, das dieses Salz dann wieder in/mit Wasser gelösst werden muss,
um dann die Zitronesäure zu erhalten, welche dann zum entkalken verwendet werden kann ?
 
Moin Rainer,

was versprichst Du Dir von einer Spülung des Kühlers in diesem Zusammenhang? :?

Ist dieser verkalkt, wird die Themperatur eher zu hoch sein.
 
Hallo Rainer,

ich bin zwar kein Chemiker und meine entsprechende Schulbildung liegt Jahrzehnte zurück. Aber soweit ich mich noch erinnere, gehört Zitronensäure zu den Carbonsäuren (viele C und OH) und durch hinzufügen oder wegnehmen von OH wechselt man zwischen flüssigem und festem Zustand. Also, wenn Du zu Zitronensäurepulver (Citrocarbonat) Wasser schüttest bekommst Du Zitronensäure.

Ich hoffe, das stimmt so :wink: Aber frag' doch einfach mal Deinen Apotheker.
 
Hallo HANO H,

sinngemäß aus der Betriebsanleitung Typ 411c Ausgabe April 1969:

Vor einem Entsteinen muß entfettet werden: 2 Handvoll IMI o. ä. (Scheuermittel) einschütten und einen Tag damit fahren ...

Entsteinen nur mit Hydrochromkur, die ausschließlich von autorisierten Werkstätten und unter begleitender Prüfung des Fortschritts vorgenommen werden darf ...
 
Hallo Reiner (AR),

tja, was verspreche ich mir vom Entkalken. Also 1. wollte ich die Kühlerflüssigkeit eh mal wechseln, da ich nicht weiß wie lange die schon da drin ist und 2. Dachte ich mir, dass sich eventuell Kalk am Thermostat festgesetzt hat, der die Funktion beeinträchtigt, ist zwar nicht so wahrscheinlich, aber s. 1. schaden kann es auch nicht.

Gruß
Rainer
 
Hallo,
ich habe bei meiner Restauration den gesamten Kühlkreislauf gespült
und auch mit einer Entkalkungspumpe durchlaufen lassen.
Kann berichten das es bei meinem OM636 unnötig war obwohl er davor
6 Jahre nicht lief! Es zeigten sich kaum Rückstände geschweige den Kalk!
(ob in gelöster oder fester Form)


Vielmehr war bei mir die Ursache der Kühlwasserregler (Dichtungmasse verengte die Öffnung) und ein völlig
zerstörter Thermostat im Behälter!
 

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