Motorsägenlehrgang

Michel421

New member
17. Feb. 2003
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Bornich
Hallo zusammen,

ich wollte euch nur kurz meine Erfahrungen vom Motorsägenlehrgang am vergangenen Wochenende mitteilen.
Wie ihr ja sicher alle wisst, dürfen Selbstwerber nur noch mit nachgewiesenem Motorsägenlehrgang und vollständiger pers. Schutzausrüstung in den Wald.
Meiner Meinung nach eine sehr gute Entscheidung. Wie auch immer, am vergangenen Wochenende war es dann beimir so weit.
Freitag Abend von 18:00 bis 20:45 theoretische Schulung mit UVV-Belehrung, Werkzeug erklären und was da sonst noch dazu gehört.
Samstag morgen um 8:30 ging es dann ans praktissche Arbeiten mit der Säge.
Durch meinen Kumpel, er ist Forstwirt und geht Ende des Monats auf die Meisterschule, war da erstmal nicht viel neues dabei. Stechschnitt und solche Dinge hatte er mir eh schon gezeigt. Nun Gut dachte ich mir, dann wirds eben ein lockerer Tag draussen und gut. Was mir dann aber doch noch recht viel gebracht hat war der Spannungssimulator.
Geil, endlich hat Dir mal jemand gesagt, wie man unter Spannung am besten dran geht, ohne das die Säge klemmt.
Alles in allem habe ich da doch noch einiges mitnehmen können. Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, das dort völlig unbedarfte mit dabei waren,
macht es zu 100% Sinn diese Regelung einzuführen. Ich kann das nur unterstützen, dass ohne diesen Schein keiner mehr rausgelassen wird.


Gruß

Michael
 
Hallo Michael,

interessante Sache. :shock:
Wie viele Stunden hat das denn gedauert? Und gibt’s eine Abschlussprüfung oder nur einen Teilnamenachweis?
Bitte erzähl doch noch ein bischen mehr dazu.

Danke schon mal für weitere Infos
Armin P.
 
Hallo Michael,
grundsätzlich gebe ich dir schon recht, nur willst du einem "Selbstwerber" der schon seit Jahren/Jahrzenten sein Holz im Wald macht diesen Kurs abverlangen :?: :?:
Dazu kommt, das es nicht zwingend vorgeschrieben ist, zumindest in Baden Württemberg nicht. Der Förster kann es verlangen, wenn er damit durchkommt dient es auf jeden Fall der Sicherheit, vor allem für die immer mehr werdenden Hobbyholzer, die sich zur Zeit über die hohen Energiepreise ärgern.
Vermutlich werden aber auch mehr Vorschriften zu mehr Holzdiebstahl führen. Kein Kurs, kein Equipment kaufen und vor allem nicht im Wald schwitzen, nur einladen und wegfahren..... :evil: :evil:

Grüße
Ralf
(der schon mehrere Jahre sein Holz selbst macht, aber auch über einen Kurs als Auffrischung nachdenkt)
 
...Und nicht zuletzt kosten solche Kurse ja auch wohl noch ne Kleinigkeit, oder ?
werner.
 
Hi,

@Ralf, auch die die schon seit Jahren/Jahrzehnten sollten den Kurs auf alle Fälle machen bzw. gerade die. Bei mir im Kurs waren auch solche "Experten". Den Dozenten standen alle Haare zu Berge, als die angefangen haben zu sägen. Es schleichen sich halt sehr viele Fehler ein und das ne Motorsäge gefährlich ist steht wohl ausser Frage.
Die Jungs dachten auch, was kann der uns schon noch beibringen, wir machen das schon seit Jahren/Jahrzehnten so und es noch nie was passiert. Bei der Manöverkritik nach dem Lehrgang haben die dann auch mehr oder weniger kleinlaut zugegeben, dass es doch was bringt den Schein zu machen. Sicherlich 60¤ sind schon ein Haufen Geld für die paar Stunden Unterweisung und es wird auch schwer für den Förster zu argumentieren, solange es noch keine bundesweite Pflicht ist. Ich denke aber, es wird nicht mehr lange dauer bis es bundesweite Pflicht ist.
Thema Holzklau, der geht immer um. Egal ob der Schein verlangt wird oder nicht. Mir haben sie auch 2m geklaut. Bei anderen im Ort waren es sogar noch mehr. Aber das gab es immer und wird es immer geben. Daran würde ich den Sinn des Scheines nicht festmachen.


Gruß

Michael
 
Hallo Michael,

bitte nicht falsch verstehen... Natürlich stelle ich den Kurs nicht in Frage.
Sobald die bei mir einen Platz frei haben und ich die Zeit dazu, werde ich auch teilnehmen. Man lernt nie aus......

Grüße
Ralf
 
Hallo zusammen!

Ich habe vor längerer Zeit eine Kettensäge geerbt. Da ich wenig Ahnung vom richtigen Umgang mit dieser hatte, habe ich im Februar so einen Kurs besucht. Mir als Laien hat es natürlich viel gebracht. Aber auch die erfahrenen Holzmacher unter den Kursteilnehmern staunten nicht schlecht über so manche Kleinigkeiten, die der Kursleiter demonstrierte (besonders bei der Wartung).

Gruß
Matthias
 
Hallo ihr Holzmacher. Das mit dem Fichtenmopedfuehrerschein wird sich bei uns auch nicht mehr lange verhindern lassen. Und dann soll ich mit 15 Jahren Flaechenloserfahrung zum Kurs :evil: . Kann denn keine mitleidige Seele so ein Dokument mal hier einstellen, nur mal so zum Massnehmen, ohne Namen und alles.
Gruss Carin
 
Hallo Ihr Unverbesserlichen,

Leute, auch mit 15 Jahren Flächenloserfahrung, können noch Fehler machen oder an Dinge falsch rangehen.
Es ist doch nur recht un billig das die Versicherung ( also eigentlich wir, die Einzahler ) dahinter her sind Unfälle zu verhindern.

Das ganz auch bei den Profis, auch wenn die zig Jahre auf dem Buckel haben.
Die Unfallstatistik zeigt ja auf, das es auch die Profis und " Alleskönner " meistens trifft.

Ich zu meinem Teil kann nur sagen, so ein Kurs ist was wert und bringt viel.
Man kann das vergleichen wie der Erste-Hilfe-Kurs, wer von uns hat den den schon wieder erneuert ?? wer kann den noch die stabile Seitenlage von Euch ??

60,00 ¤ sind für diesen Kurs nicht zuviel, für andern Blödsinn wird mehr und öfters ohne groß nachzudenken Geld ausgegeben.

Frank
 
Hi,

@carin, nicht umsonst zählt der Beruf des Forstwirts zu den gefährlichsten bzw. unfallträchtigsten Berufen. Ein Kumpel von mir ist Forstwirst bzw. fast Forstmeister (zwei Prüfungen fehlen ihm noch), was der als Profi schon Verletzungen bzw. beinahe Verletzungen hatte, stellt man sich nicht vor. Das ist ein saugefährlicher Job. Und dann willst Du als Laie nen Schein fälschen nur um nicht zu dem Kurs zu müssen, weil Du meinst Du weisst und kannst alles??? Das würde ich mir gut überlegen. Bei uns wurde das vom Dozenten notiert wer da wa. Somit wird wohl bzw. soll wohl potenziellen Fälschern vorgebeugt werden.



Gruß

Michael
 
also ich hatte auch schon vor dem Sägekurs Holz gemacht, aber dort habe ich so viel neues gelernt. Es war richtig interessant und hat mir sehr viel gebracht.

Die 50 Euro für 2 Tage sind wirklich mal gut investiertes Geld.

Gruß ALbi
 
Hallo ihr Holzwürmer

Also ich habe den Schein auch gemacht,und schließe mich der Meinung von Michael an das die Sache mit dem Spannungssimulator einfach klasse war.Gehe auch schon ein paar Jahre zum Schlagabraum aber muß doch sagen das man auf dem Lehrgang doch noch einiges lernt.Bei uns waren auch sogenannte "Holzprofis" die schon jahrzehnte lang Holz machen.Aber auch von denen hat man nach dem Lehrgang nur positives gehört.So ein Schein sollte jeder besitzen der im Wald arbeiten will und wenn es nur zum Hobby ist.Wenn ich letztes Jahr die Spezis bei uns gesehen habe;Freitags abends schnell noch bei Obi ne Motorsäge gekauft und dann Samstags im Wald fuhrwerken wie die Forstmeister.Da stellen sich mir die Haare zu Berge.

Markus
 
Hallo ihr Holzwürmer!

Also ich habe auch gerade den Lehrgang gemacht! Und ich muß sagen,
obwohl ich schon seit mehr als 18 Jahren im Holz unterwegs bin, und
so einige Bäume gefällt und aufgearbeitet habe, hat mir der Kurs viel
gebracht. Und die Kosten von 35 Euro, die ich dafür bezahlt habe, sind
ja wohl lächerlich.

Viele Grüße
Erich
 
Hallo,

da muss ich nun doch etwas zu sagen:

- dieser ominöse Schein ist in keiner Weise irgendwie geregelt und wird von Forstämtern, Feuerwehren, THW's etc angeboten und durchgeführt. Die Inhalte und Nachweise sind z.T unterschiedlich. Falls es mal geregelt wird, wer sagt euch, dass euer Schein dann gültig ist? Und wenn es geregelt wird, entsteht ein neuer bürokratischer Moloch.

- die Scheine sind Teilnahmescheine und keine Befähigungsnachweise.

- Kurse anzubieten, ist ok. Davon aber den Zugang zur Selbstwerbung von Brennholz abhängig zu machen, ist reine Willkür.

- konsequenterweise brauchen wir dann auch Kurse für Kreissägen, Holzspalter, Seilwinden und was noch alles.

Welche Gefahren im Leben wollen wir denn noch bürokratisieren?


cu
Peter Neuland
 
Hi,

@Peter, aber gerade um die Selbstwerber geht es doch. Da ist in den vergangenen Jahren zuviel passiert. Also werden Selbstwerber nur noch unter Nachweis dieses "Lehrgangs" in den Wald gelassen, und das auch nur zum Aufarbeiten. Fällen darf man sowieso nicht mehr, da zu gefährlich. Sicherlich ist der Schein nicht bundesweit geregelt und in den paar Stunden kann einem nicht alles beigebracht werden, aber die Geundbegriffe bekommt man erklärt und gezeigt. Das ist es doch worum es dabei geht. Das Du dir nicht ins Bein sägst und dann rumjammerst, hätte mir das doch einer mal vorher gezeigt. Das hat mit Willkür nichts zu tun. Sicherheit ist hier der Gedanke. Sicherlich entstehen hier kuriose Situationen. Mein Kumpel z.B. der darf über Tag als FWM fällen. Sobald er für sich privat Holz macht ist er Selbstwerber und darf, zumindest theoretisch, dann nicht mehr fällen. Ist zwar idotisch ist aber nun mal so.
Du kannst das ja weiterhin ignorieren und ohne Schein ins Holz gehen, darfst Dich dann aber auch nicht beklagen wenn mal was passiert und die Versicherung dann nicht zahlt.


Gruß

Michael
 
Also die Versicherung moechte ich sehen die mir was zahlt wenn ich als Privatmann mir beim Flaechenlosaufarbeiten in's Bein saeg (es sei denn ich hab irgendeine Privatversicherung). Von der BG kommt da unter Garantie nichts. Und dass man beim Umgang mit Motorsaege, Winde und all den tollen Speilzeugen die wir haben erst mal das Hirn einschaltet uind sich schlau macht sollte wohl selbstverstaendlich sein. Man lernt natuerlich nie aus, aber immer gleich mit Pappe. Ich bin dafuer dass Kipperzylinder nur nach Absolvierung eines Kipperzylinderwechselkurses abgegeben werden duerfen, was da alles passieren kann, ohne Kurs ein Unding. Das Leben ist nun mal Lebensgefaehrlich. Genug polemisiert.
Gruss Carin
 
Mahlzeit! :wink:

Ich war heute auf dem ersten Teil von einem Motorsägenlehrgang. Diesen Lehrgang absolviere ich nicht, um den Schein zu erwerben, sondern aus Interesse an der Sache. Meine Erfahrungen mit Motorsägen sind nicht gewaltig. Als Berufssoldat bei den Pionieren wurde viel vermittelt. Diese Erkenntnisse habe ich immer praktisch umgesetzt.

Am meisten hat mich ein Video beeindruckt, in dem gezeigt wird, wie eine Buche beim fällen reist. Der Stamm ist um mindestens zwei Meter nach hinten geschlagen und landete genau dort, wo der Waldarbeiter zuvor gestanden hat :shock:

Danach haben wir die Halteband/Stechschnitt-Fälltechnik erklärt bekommen. Diese war mir völlig unbekannt!

Dazu noch eine gerade gefundene pdf-Datei : http://www.wald-mv.de/veroeffentlichungen/waldfuehrer/Heft8.pdf

Irgendwie bin ich heilfroh, daß bei den Bäumen der letzten Jahre immer alles normal gelaufen ist!

Der Lehrgang hat sich schon jetzt bezahlt gemacht.

Gruß aus dem Sauerland :)
Micha
 
Hallo zusammen, ich habe vor 2 Jahren den Lehrgang besucht! Ich wollte keine Stunde der 2 Tage missen! Kosten waren 102 Euro, scheißegal, es geht im Extremfall um mein, und oder das Leben meiner Kumpels, die dabei sind im Holz, das kann ich doch nicht mit solchen Diskussionen überfrachten? Ich besitze seit ca. 25 Jahren Motorsägen und arbeite auch damit und betone trotzdem, dieser Lehrgang hat seine Berechtigung!

Wolfgang
 
Meine Frau und ich haben letztes Jahr ebenfalls den Schein gemacht. Ich fälle schon lange Bäume und ging bloß zum Kurs, damit ich das auch weiterhin darf. Nach dem Absolvieren des Kurses kann ich diesen nur wärmstens empfehlen. Ich habe vieles gesehen und gelernt, was ich (und auch meine befreundeten "Waldschrate") noch nicht gewußt habe. Bei meiner Frau ging die Anzahl der "Katzenstege" nach dem Kurs rapide zurück. Ihr hat der Kurs auch praktisch viel gebracht.

Grüße, Markus

...und wenn Du denkst, Du lernst nichts mehr, kommt einer mit was Neuem her.....
 
Moin,


Lehrgang macht schon Sinn - bei uns bezahlts die Land und Forstwirtschaftliche BG (wenn man Waldbesitz angemeldet hat).
Das größte Problem ist die Lehrgangskapazität.

Ich bin Seit drei Jahren angemeldet und sollte bald mal drankommen - aber seit Kyrill gibt es vorerst keine Lehrgänge mehr...

So denn

Gruß aus Hessen, Matthias