Müller Mitteltal UDBK

SUN schrieb:
Zum Schluß noch die Frage ob irgendwer ggf. weiß, ob man irgendwo anders noch ET für solche alten Anhänger bekommen könnte?

Hallo Stefan,
ich bekomme die meisten Teile für die Restaurierung meines Anhängers beim Onlineshop von BayWa.

Schöne Grüße
Michael
 
Moin Michael,

danke für die Info.

Da schaue ich doch mal da vorbei.

Gruß
Stefan
 
Hallo an alle,

zwischenzeitlich ist mal wieder etwas passiert. Zuerst wurde der Kippzylinder gereinigt und mit Öl eingeschmiert. Zusätzlich habe ich noch wie in der BAL vorgegeben ÖL am Zylinder eingefüllt.

Die Luftleckage konnte ich an einer Verschraubung nähe des Überströmventil für Bremse ausfindig machen. Auch ein Entwässerungsventil für den Kipper war nicht mehr so richtig Dicht. Da habe ich mir für alle Luftkessel direkt neue besorgt. Muss ich dann noch montieren.

Da ich ein wenig Zeit hatte, habe ich mir gedacht, das Überströmventil sowie Bremskraftregler und Anhängersteuerventil auch auszubauen und komplett zu demontieren um alles zu prüfen, reinigen damit alles Störungsfrei läuft.
Beim Überstömventil ging es schon direkt los. Der Vorbesitzer hatte eine nicht ganz korrekte Verschraubung benutzt und beim anziehen das Alugussgehäuse gesprengt. Es war ein Riss im Gewinde vorhanden. Na gut. Riss außen eingeschliffen. Gehäuse ein wenig zusammengedrückt, damit der Riss geschlossen ist und dann mit Kaltmetall vergossen. Aluschweißen kann ich leider nicht. Die neue Verschraubung dann nur leicht angezogen und gleichzeitig auch mit Loctite verklebt. Denke das sollte wieder Dicht sein.

Mal sehen ob es noch weitere Überraschungen an den anderen beiden Ventilen gibt.
Info folgt demnächst.

Grus
Stefan
 

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Hallo Michael,

wie Markus schon mitgeteilt hat ist es auf Basis eines zwei-Komponenten Epoxidharz Klebstoff.

Schau mal den Anhang als Beispiel. Gibt aber bestimmt auch noch andere Lieferanten.

Ich habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht, hat mir bei der Restauration des MAN hier und da geholfen.
Ein Kumpel schraubt des Öfteren an Autos und hat dieses auch schon im Motorbereich (z.B. teilweise weggebrochenes Gewinde) benutzt und es hält. Sicherlich gibt es aber auch grenzen für die Einsetzbarkeit.

Gruß
Stefan
 

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Hallo
Das Zeug kann keine Zugspannung aufnehmen, wenn Druck von innen die Bauteile dehnt, bricht das Zeug sofort auf. Bei der Bremsanlage ist ein plötzlicher Luftverlusst nicht spaßig
Für Alu gibt es mittlerweile sehr niedrig fließende Lote (Reibelot), die annähernd die Festigkeit von Alu erreichen. Man muss mit der Flex oder Multimaster aber einen Schnitt einbringen, um das Lot in entsprechender Gehäusewandstärke einzubringen.
Ein einfacher Bunsenbrenner reicht, wer bei der Temperatur unsicher ist, kann einen Tempilstift für das Erreichen der Temperatur zu überprüfen, dazu nehmen.
 
Hallo,

und immer darauf achten, dass Aluminium um 660°C schmilzt, auch wenn Aluminiumoxid einen wesentlich höheren Schmelzpunkt hat.

Und bei Reibelot muss immer die Oxidschicht auf dem Grundwerkstoff erst abgerieben werden. Daher auch der Name Reibelot. Also muss der Spalt sehr frisch geschnitten sein, wenige Minuten vor dem Löten oder so breit, dass die Oxidschicht weggerieben werden kann. Andernfalls muss mit Flussmittel gearbeitet werden, welches die Oxidschicht zerstört. Allerdings hält das in der Atmosphäre nur max. 10 min., dann hat sich neues Oxid gebildet.
 
Hallo Helmut,

danke für deine Info. Mir ist bewusst das dieses Material Grenzen hat, also kein Wunder-/Allheilmittel ist. Ich habe damit am MAN Zylinderkopf einen feinen Riss geklebt. Dort kam immer ein ganz kleines bisschen Wasser raus während der MAN lief und warm war. Nun ist die Leckage damit behoben. Ähnliches erwarte ich auch nur an dem Ventil. Ich habe den Riss dort etwas ausgeschliffen, den Bereich zusammengepresst und dann verklebt. Die Verschraubung hat eine eigene Gummidichtung. Die Verschraubung habe ich dennoch mit Loctite eingeschraubt und nur leicht angezogen, damit nicht zu viel Kraft auf das Gewinde ausgeübt wird. Eigentlich sollte das ziemlich dicht sein. Im weiteren hatte ich auch noch vor ein Manometer im Bremsluftkreis einzubauen. Dann hab ich noch eine Kontrollmöglichkeit.

Gruß
Stefan
 
Guten Morgen an die Gemeinde,

hab schon länger nichts mehr geschrieben. Irgendwie ist es zeitlich nicht so richtig vorangegangen.

Nachdem ich das Überstömventil soweit wieder zusammen hatte, habe ich mich den übrigen Ventilen Bremskraftregler und Anhängersteuerung gewidmet. Naja was soll ich sagen, der Bremskraftregler sah von innen nicht gut aus. Im Bereich der Handverstellung war viel Strahlsand vorhanden. Das erklärt auch die extreme Schwergängigkeit. Der Vorbesitzer hatte diese Ventil ohne zu demontieren Sandgestrahlt im unteren Bereich am Handhebel gibt es ein paar Öffnung wo der Sand dann natürlich seinen Weg ins innere gefunden hat. Zum Glück hat der Sand keinen großen schaden angerichtet. Der hatte sich einfach nur zwischen Gehäuse und innerem Drehmechanismus gesetzt. Ansonsten hatte sich der Sand mit dem Fett angefreundet. Auch im Anhängersteuerventil hatte sich etwas Strahlsand eingefunden, war aber nicht weiter tragisch. Also einfach alles sauber machen und Gängigkeit prüfen. Hier ein paar Bilder.
 

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So weiter geht´s im nächsten Abschnitt.

Danach dann wieder alle Ventile zusammengebaut. Sollte soweit funktionieren.

Dann habe ich mich wieder dran gegeben den Druckverlust vom Kippbereich zu prüfen. Leider gibt es hier scheinbar immer noch irgendwo eine Leckage die ich auf einem direkten Wege nicht erkennen kann. Die muss ziemlich kein sein. Muss ich mit Lecksuchspray dran gehen. Komme aber irgendwie nicht dazu. Habe aber noch ein Manometer speziell für den Bremsluftbereich eingebaut. Im weiteren dann auch noch einen Absperrhahn vor dem Ventileingang. Ich hatte die Idee, dass ggf. die Luft aus dem Kippbereich in den Bremsluftbereich strömen könnte und im weiteren ggf. ganz nach draußen. Naja, nach weiteren Luftprüfungen ist dem auf jeden Fall nicht so. Der Kippluftvorrat sinkt trotzdem innerhalb von 24h von 5,5bar auf ca. 1,5bar ab. Ok, muss ich halt nochmal richtig intensiv suchen. Hier wieder ein paar Bilder
 

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Kommen wir jetzt zum letzten Abschnitt.

Damit ich mal sehen konnte wie der Bremsluftbereich so funktioniert habe ich den MAN aus dem Winterschlaf geholt.
Alles mal richtig angeschlossen und geschaut was so passiert. Der Druck im Bremsluftbereich steigt an und es kommt auch das Überströmen ins den Kippluftbereich. Leider nur viel zu früh bei ca. 3,5bar. Aber das kann ja am Ventil noch nachjustiert werden, damit es wieder 4,5bar sind. Nachdem der MAN abgestellt war, war in der Ruhe schon wieder eine Luftleckage zu vernehmen. Diesmal im Bremsluftbereich. Im dunkeln konnte ich die Verschraubung aber schnell ausmachen. Über Nacht ist aber auch hier der Druck komplett verschwunden. Also auch noch irgendwo kleine Leckagen. Da habe ich noch ein längeres Suchspiel vor mir. Da jetzt aber alles richtig verschlaucht ist, kann ich einen Kompressor anschließen um die Luftleckagen hoffentlich zu finden.

Geht dann irgendwann mal weiter.

Gruß
Stefan
 

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Moin in die Runde,

beruflich sowie Wetterbedingt ist nicht so viel die letzte Zeit gelaufen. Habe hier und da nach weiteren Luftleckage gesucht. Alles was hörbar und mittels Lecksuchspray zu finden war, ist soweit dicht. Dennoch verliert das Luftsystem irgendwo Druck. ich denke das kann nur an irgendeinem Ventil liegen. Trotz das ich alles auseinander hatte, naja die sind halt alt. So schlimm sehe ich es aber nicht mehr. Der Druck verliert sich in 24h auf etwas unter die hälfte. Das bekommt der Kompressor locker ausgeglichen.

Ich habe lange Zeit bei ebay nach ordentlichen Reifen Ausschau gehalten, aber es war nix vernünftiges zu bekommen.
Es wurden immer mal wieder 10PR Reifen von BKT zu einem akzeptablen Preis angeboten. Mit 10PR ist der Anhänger gut über seine max. Gesamtmasse bestückt. Also alle Reifen demontiert und zum nahegelegen Reifenservice gebracht. Dabei hat unser Knubbel gut unterstützen können. Da die Räder eh komplett ab waren haben wir gleich alle Bremsen geprüft. Die waren laut Aussage meinem befreundet Nutzfahrzeugsmeister ganz in Ordnung. Also direkt die alles wieder montiert.

Jetzt fehlt nur noch die Elektrik-Kontrolle zusammen mit dem MAN. Dann wäre der Anhänger für den TÜV parat.

Gruß
Stefan
 
Hier noch Bilder
 

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Hallo Stefan,

ich würde noch Felgenschlösser montieren, damit sich das "Hänger ohne Räder" nicht wiederholt. :D
Mit der Dichtheit der Druckluftanlage kannst du, denke ich, mehr als zufrieden sein. Ist nun mal kein Neufahrzeug.

Weiterhin gutes Gelingen

Alex
 
Moin zusammen,

zwischenzeitlich war ich beim TÜV, der soweit erfolgreich war. Anmeldung erfolgte auch umgehend. Jetzt kann der UDBK endlich wieder das machen wozu er gebaut wurde.

Bei der Fahrt zum TÜV gab es aber leider doch noch eine Undichtigkeit. Bei einem kleinen Verbindungsrohr direkt nach dem Überströmventil in den Kipperluftbereich kam Luft raus. Diese Stelle war schon mal undicht und war nach anziehen auch mit Lecksuchspray dicht. Vielleicht ist es verspannt oder der Dichtring ist falsch rum montiert. Wird auch noch ausgebessert.

Ich danke nochmal allen die mich mit Informationen unterstützt haben.

Werde bei Gelegenheit mal Bilder von den Transport- und Kipparbeiten einstellen.

Irgendwann Ende des Jahres habe ich bestimmt nochmal Fragen zu einem U421. Werde einem Kumpel helfen am Getriebe ein Problem zu beheben. Der 5. Gang springt immer raus. Da soll wohl die Schaltkulisse verschlissen sein. Mal sehen.

Gruß
Stefan
 

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Hallo Stefan
Unimog-Anhänger fährt man mit einem Unimog zur HU.
Du warst bei Rudi zur HU?
 
Hallo Helmut,

da ich keine U-Mog habe macht es der MAN. Kann er auch ganz gut.

Ich war bei einem älteren Herren, der auch etwas von seinem 421 erzählte, ob er Rudi heißt weiß ich nicht so genau.

Gruß
Stefan