"Neuer" Unimog 406 mit Klaus Lader 213

Hallo zusammen und ein frohes Neues.

der Klaus ist für den Winter eingemottet und von daher gibt es keine grossen Fortschritte, von denen
ich berichten kann.

In der Zwischenzeit würde ich gerne ein passendes Pendelgelenk anfertigen.
Da bei mir das Auge am Auslieger reichlich spiel hat, bin ich auf der Suche nach dem
Bolzendurchmesser des Bolzens der das Pendelgelenk mit dem Kranauslieger verbindet.
Sind es 30mm oder 32mm oder was ganz anderes?
Vielleicht weiss es ja jemand oder kann kurz nachmessen.

Gruss und vielen dank,
Torben
 
Hallo zusammen,

ich hab mal meine technische frage.
Ich füge mal ein Bild eines Klaus Laders ein, den ich mal in Holland besichtigt habe:

21085281pn.jpg


Bei diesem Klaus ist ein "Schutzbügel" angebaut, auf dem der Ausleger in Transportstellung
abgelegt wird. Der Vorteil zum standartmässigen Verbindungsstück ist, das auch mit angebautem Greifer
gefahren werden kann. Dies macht ja vor allem, wenn man oft umsetzen muss sinn.
Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass es für dem auf dem Ausleger befestigten Hydraulikzylinder
besonders gut ist, wenn der gesamte Ausleger darauf abgelegt wird.
Oder sehe ich das zu kritisch?

Gruss Torben
 
Hallo Torben,

die Zylinder sind normalerweise die robustesten Teile im System. Sie sind ja auch stets gut geschmiert.

Trotzdem würde ich während der Fahrt nur so weit wie möglich vorne am Ausleger ablegen/abstützen/fixieren. Denn die Position kann über die Zylinder nicht lange und zuverlässig gehalten werden und der Ausleger bzw. dessen Ende sinkt doch ab.

Bei entsprechender Fahrdynamik könnte ein nicht abgestützter Zylinder durch Schwingung angeregt auch in zu hohe Druckbereiche geraten, wenn keine Sekundärdruckbegrenzungsventile verbaut sind. Im anderen Falle würde sich der nicht abgestützte Teil des Auslegers kurzzeitig bewegen, was zu Kollision führen könnte.
 
Hi Christop,

ich glaube, du hast meine Frage nicht richtig verstanden. Im auf dem Bild gezeigten Fall wird der Ausleger komplett auf dem "Überrollbügel" abgelegt. Die Hydraulik ist somit drucklos. Aber der auf dem Ausleger befindliche Zylinder trägt das gesamte Gewicht
und bekommt alle schläge ab.

Gruss Torben
 
Hallo Torben,

genau so hatte ich es verstanden.

"Schläge" kommen aus der Fahrdynamik ...

Deshalb sollte ja möglichst der äußerste Punkt des Auslegers fixiert sein. Einen Bagger stellt man z. B. auf dem Tieflader ja auch mit abgesenkter Schaufel ab.

Also macht man es eher nicht so wie "Dein" Holländer.

Drucklos ist das System in Transportstellung zunächst nur von der Pumpe her. Die Funktionen haben meines Wissens nach aber mehr oder minder dichte entsperrbare Rückschlagventile, so dass an den Zylindern durchaus Lastdruck anliegen kann, wenn die Unterstützung nicht genau der aktuellen hydraulisch eingefahrenen Position entspricht.
 
Ach so, jetzt hab ich es verstanden.

Ich hatte erlich gesagt ehr Bedenken, das der Bügel eine Delle in der Zylinderrohr drückt.

Gruss Torben
 
Hallo Torben,

wenn der Zylinder auf der Ablage aufliegt, dann gibt der Klügere nach: Entweder das Zylinderrohr oder das Ablagerohr (auf dem Foto), das ja nicht gerade sehr stabil aussieht und sich leicht durchbiegen wird. :)
 
Hallo Torben

die Hydraulik wird bis zum Zylinder zum Transport drucklos gemacht. Die Beschleunigung beim durchfahren von Schlaglöcher kann ansonsten Druckstöße hervoprrufen, die eine Packung ohne weiteres durchschlägt. Ansonsten müssen Schockventile oder Blasenspeicher angebaut sein. Der Ausleger ist an einem Gelenk aufzulegen. Zumindest wurde das zu meiner Zeit beim Verladen und Transport von Hydraulikbaggern so vorgegeben.
Bei Gabelstaplern waren Gabelträger und Anbaugeräte drucklos auf dem Fahrzeug abzulegen und durch Verzurren gegen Springen zu sichern, da die Zylinder eventuell nachsaugen konnten. In keinem Falle auf die Zylinderwandung oder Kolbenstange ablegen.
 
Hallo Helmut,

hast Du einen Hydraulikschaltplan vom 203 oder 213? Wir haben leider nur Installationspläne aus denen nicht hervorgeht, ob (in den Wegeventilen integrierte) entsperrbare Rückschlagventile verbaut sind. Beim HK1 sind jedenfalls in jeder Funktion welche drin! Da kann man nichts "drucklos" machen. Und die Zylinder lassen sich auch unter äußerer Kraft nicht bewegen.
 
Ölwechsel:

Erst 40L braune Brühe ablassen:

21156503ls.jpg


21156504ce.jpg


21156505oj.jpg



Dann 60L neues Öl wieder einfüllen:

21156506ri.jpg


21156507vp.jpg



der Öltank ist damit zu etwa 2/3 gefüllt.

Gruss Torben
 
Hallo Torben,

wenn's noch nicht zu spät ist dafür, füll' mal eine Ölprobe in ein sauberes Glas, stelle dieses an einen warmen Ort und gucke es Dir in einem halben Jahr noch mal an. Dann haben sich die einzelnen Bestandteile der Emulsion getrennt und man kann wunderbar sehen woraus die Brühe besteht: Öl, Rost, Wasser ...

Beispielfoto im Anhang
 

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Hi Christop kann ich mal machen.
Interessant ist, das beim ablassen erst mal ein halber Liter klares Wasser kam.
Das ganze hatte sich also schon im Tank entmischt.


Gruss Torben
 
Hallo Torben,

das ist ja ein Mist. Wasser mag die Hydraulik nämlich gar nicht. Hoffentlich ist nicht allzu viel kaputt gegangen durch die Korrosion. Aber die Funktionen sind ja noch alle da und äußere Leckage nicht nennenswert?
 
Hi,

Bis auf die Drehdurchführung funktioniert alles. Undicht ist auch nur einer der Stützfüsse, das kommt aber daher,
da dort jemand die Kolbenstange des Zylinders beschädigt hat.

Gruss Torben
 
Hallo,
eine Frage an alle KLAUS - Bagger oder Kran Besitzer:

Wie schätzt Ihr die verbauten Drehkränze ein - wurden damals normale Anhängerdrehkränze verbaut?
MFG Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

leider hatte ich noch nicht die Möglichkeit mich mit dieser Frage eingehend zu befassen. Aber schon seit Jahren bin ich damit immer wieder konfrontiert gewesen. Und immer lag die Vermutung nahe, dass es sich tatsächlich um Anhängerdrehkränze gehandelt habe. Was auch sonst. Höherwertige Großringlager hätten den Kostenrahmen gesprengt und wurden wohl nur in "echten" Baggern verbaut.
 
Hallo zusammen,

da ich im Moment keine Gelegenheit hatte an einem richtigen Projekt weiterzuarbeiten hab ich gestern mal den inkontinenten Hydraulikzylinder der vorderen linke Abstützung auseinandergenommen.

Von der demontage der Kolbanstange aus dem Zylinder hab ich auf Grund der Dunkelheit keine Bilder gemacht.
Ich hab aber festgestellt der der extra bestellte Harkenschlüssel wunder bei der demontage wirkt.

Bei der Bestandsaufnahme hat sich gezeigt, dass eine neue Stangedichtung benötigt wird. Der nicht unerhebliche Ölverlust hatte dies ja schon vermuten lassen.

21248358ei.jpg


Kolbenstange eigentlich noch sehr gut.


21248359ol.jpg


Gemeinsamer Dichtungssitz für Stangendichtung und eine Art "Führungsring"

21248360yq.jpg


Stangendichtung

21248361bt.jpg


Messingring welcher von Oben auf das Dichtpacket ausgesetzt wird und mit einem Sprengring gesichert wird.
In dem Ring befand siche eine krümelige Substand die aus meiner Sicht wohl mal eine Stangeführung gewesen ist.

Ich werde heute mal bei den Hydraulik Shops meines Vertrausens vorstellig werden und fragen, ob es noch passende Dichtungen gibt.

Zwei Fragen hab ich noch die vielleicht zufällig jemand beantworten kann:

- Was war das für ein Ring in der Messinfführung vom letzten Bild.
. Gibt es einen Trick die Dicke des Kolbenstangendichtungspackets zu bestimmen, Sie hängt ja von der Vorspannung durch den Messingring ab.
 
Hallo Torben,

die Kolbenstange wird auch eine "Behandlung" benötigen. Sonst sind die neuen Dichtungen bald wieder hin. Fehlstellen in der Chromschicht sind besonders aggressiv zu den Dichtungen.
 
Hi Christop,

ich weiss, wobei die schwarzen Punkte Dreckreste sind.
Ich schaue erst mal, ob siche die Dichtungen beschaffen lassen.
Hast du eine Idee wegen diesem Messingring under der bröckeligen Füllung??

Gruss Torben
 
Hallo Torben,

der prinzipielle Aufbau ist immer gleich:

(Von außen, Einbauräume in der angehängten Zeichnung von links nach rechts)
1. Abstreifer aus Messing, Aluminium oder Kunststoff, hält fest anhaftenden Schmutz fern
2. Dichtungssystem, hier mehrteiliger Dachmanschetten-Dichtsatz bestehend aus einem Druckring, mehreren Dichtmanschetten und einem Stützring
3. Stangenführung aus Messing oder Kunststoff, immer unter Öl

Das Spaltmaß am Verschlussdeckel für den Druckring darf höchstens 1/10 mm betragen. Das Ganze ist auch keine Stopfbuchsenabdichtung, die eine undefinierte axiale Vorspannung erhält, sondern auf den Einbauraum genau abgestimmt sein muss. Wenn Du mir die Einbaumaße mitteilst, kann ich Dir möglicherweise einen geeigneten Dichtsatz heraussuchen.
 

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