Neuer Zylinderkopf am Luftpresser erneut undicht (auf Ansaugseite)? U1200 427

Stevo97

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25. Juli 2017
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Hallo zusammen,

wir haben kürzlich an unserem 1200er 427 den Kompressor-Kopf getauscht.

Ursprüngliches Problem war, dass die Verschraubung auf Druckseite locker war und somit Luft entwischt ist.
Da das Gewinde nicht mehr schließen wollte haben wir uns entschlossen einen neuen Zylinderkopf zu verbauen.
Bei der nahegelegenen Unimog-Werkstatt haben wir dann den neuen Kopf gekauft. (Nicht original Mercedes)
Nach Einbau erstmal Druck auf das System von extern gegeben, (Fremdbefüllung nach Anleitung) - alles dicht an den Verschraubungen - Super 8)

Problem jedoch dann beim ersten Ersatz-Kopf:
Bei Luftpressen via Unimog Betrieb (kein Fremdbefüllen) merkten wir schnell, dass der Luftpresser nur sehr langsam Druck auf baut.. Enttäuschend.. Außerdem entweicht schnell Luft (wo genau haben wir leider nicht geprüft...

Nach Rücksprache mit der örtlichen Werkstatt haben wir dann einen zweiten Kopf zum Verbauen erhalten..

Erneut den Kopf getauscht...Bei dem Vergleich der beiden neuen Köpfe fällt auf, dass die Hutmutter auf dem Zylinderkopf, welche am Druckventil sitzt, höher ist... hmm interessant.
originaler Kopf: Hohe Hutmutter
Nachbau Kopf 1: niedrige Hutmutter (Baut kein Druck auf)
Nachbau Kopf 2: hohe Hutmutter (Baut Druck auf)
Soweit sogut...

Eingebaut und getestet - baut nun ordentlich Druck auf. Alles super nun soweit aber nun, auch nach 50km Testfahrt, fällt jedoch auf, dass er im Stand (Motor aus) schnell Luft verliert - schneller als mit dem originalen Kopf! Also irgendwas stimmt noch nicht richtig.. Verschraubungen sind alle Dicht..

Nach kurzer Prüfung dann das Ergebnis:
Durch den dünnen Ansaugschlauch (Luftpresser <--> Luftfilter im Motorraum) entweicht Luft mit niedrigem Druck - Bis ca. 5 Bar Sicherungsdruck) Die sollte doch eigentlich nahezu Drucklos sein, oder? Mit der Hand kann man den Schlauch nur wenige Sekunden zuhalten, dann weitete sich der Schlauch bereits und der Druck wird spürbar höher!

Was meint Ihr - kann eigentlich nur am Kopf liegen, oder?
Haben wir was falsch gemacht?
Kann doch eigentlich nicht sein, dass beide Köpfe Defekt sind, oder?


Wäre um eure Meinung dankbar!
Grüße, Steffen
 
Hallo Steffen
wie sieht es mit der Ventilplatte aus, die Ventile sitzen ja nicht im Zylinderkopf sondern der daruntersitzenen Zwischenplatte?
Wenn Luft zurückströmt sind wohl beide Ventile nicht dicht.
 
Hallo Helmut,

anbei ein Bild von dem Kopf (ähnliche Ausführung - wir haben oben eine Hutmutter statt sechs-Kant..).

Analog zu dem Bild ist aber auch bei unserem keine Schraube zum Verstellen der Ventile auf Ansaugseite. Wird das dann gesamt mit der einen Schraube eingestellt?
Wie genau kann man diesen einstellen? Muss ich die Schraube mehr anziehen? Ist das "normal"? (z.B. Werkseitig nicht komplett angezogen, damit bei längerer Lagerung nichts klemmt, o.ä.?)

Gruß,
Steffen
 

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Hallo Helmut,

der Nockenwellenkompressor um den es hier geht, der hat keine Ventilplatte. Da sind beide Ventile im Zylinderkopf montiert.

Hallo Steffen,
die zu sehende Schraube ist die Spannschraube des Druckventils und die wird laut WHB mit 22 Nm angezogen.
Da wird nichts weiter eingestellt.

Die Ventile kann man bei ausgebautem Zylinderkopf einfach mit dem "Benzintest" auf Dichtheit prüfen. Da vermutlich das Ansaugventil undicht ist kannst du den Zylinderkopf gleich wieder zurück geben und machst o. g. Test mit dem nächsten Zylinderkopf vor dem Einbau.

Evtl. liegt es wirklich an der Qualität der Zubehör-Zylinderköpfe?
 
Hallo Steffen,

bei diesem Zylinderkopf sitzen die Ventile nicht in einer darunter liegenden Zwischenplatte, sondern sie sind direkt eingeschraubt.

Die Hutmutter oben drauf ist nicht zu irgendeiner Verstellung. Sie hält lediglich das Druckventil (1) im Kopf fest .

Der Kopf lässt sich lose, also ohne angebaut zu sein, einfach auf Funktion und Dichtheit der Ventile prüfen.
Druckventil: T-Stück mit Manometer anschließen, mit Druckluft beaufschlagen (z. B. mit 8 bar), Luftzufuhr abstellen, Druckabfall beobachten, Zischgeräusche lokalisieren, evtl. mit Lecksuchspray oder Bremsenreiniger genauer untersuchen
Saugventil (2): analog mit Vakuum, notfalls mit dem Mund und ins Ventil gefülltem Schnaps (Zylinderkopf umgedreht waagrecht festhalten), den man dann durch das undichte Ventil saugen kann.

Da es sich offensichtlich um Neuware handelt, kann es sein, dass die Undichtheit bedingt ist durch die (lange) Lagerung (Korrosion) oder sich die Ventile noch "einschaffen" müssen. Bei der vorliegenden Bauart der Ventile ist es nicht ungewöhnlich, dass sich anfängliche Undichtheit erst nach einiger Betriebszeit gibt.

PS: Reiner war schneller
 

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Halli Steffen
ich weiß noch nicht mal, welchen Kompressor du verbaut hast, es gibt im Laufe der Produktionszeit mehrere Varianten.
Stevo97 schrieb:
. Wird das dann gesamt mit der einen Schraube eingestellt?
Wie genau kann man diesen einstellen? Muss ich die Schraube mehr anziehen? Ist das "normal"? (z.B. Werkseitig nicht komplett angezogen, damit bei längerer Lagerung nichts klemmt, o.ä.?)
Wie ich das lese, schraubst du an irgend einem Teil rum, ohne zu wissen wofür das gedacht ist.
Ich vermute mal, zu deinem Kompressor gehört die Zwischenplatte mit den Ventilplatten, -> Abschirmung Artikel-Nr.: A0001310039. Die Platte trägt die Ventile. Diese scheinen ja undicht zu sein.
Was bei deinem Zylindekopf alles im Lieferumfang dabei ist, weiß ich auch nicht, bei Daimler sind Ventile und Platte separate Ersatzteile.
Am besten fragst du bei der Unimog-werkstatt, wo ihr duie Teile gekauft habt, direkt nach.