Neues Messingritzel für Bosch Anlasser

hozumog

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07. Jan. 2006
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Hallo Gemeinde,

ich habe heute meinen Anlasser vom 403 ausgebaut, nachdem beim Starten nur noch ein Schleifen und Rattern zu hören war. Mein Verdacht hat sich schnell bestätigt, das Ritzel ist total hinüber. :crazy1:

Nun stellt sich natürlich die Frage wo bekomme ich ein neues Messingritzel her? Ich habe hier im Forum gelesen, daß es wohl kein Ersatzritzel für den Typ Bosch BNG 4/12CR201 mehr gibt. Kann das sein? Die Dinger sind doch tausend mal verbaut worden in allen möglichen Fahrzeugen.
Hat jemand ein Ahnung oder Erfahrung woher man dieses Ding bekommt? Zerfressene Ritzel sind doch nicht wirklich selten, oder?
Die Boschler heutzutage können mit der Nummer leider nicht wirklich mehr viel anfangen.
Über Eure Hilfe würde ich mich sehr freuen.

Gruß Holger
 
Hallo.
Die Bezeichnung BNG..... muß in eine 10 Stellige Boschnummer umgeschlüsselt werde. Das können die Leute von Bosch. Mit der 10 stelligen Nummer sind die Boschdienste dann in der Lage Ersatzteile zu ermittel. Es ist zwar etwas mühselig für die, aber für einen alten Hasen dort im Boschdienst kein Problem.
Ich stand vorige Woche vor dem gleichen Problem, habe dann beim Bosch Großhändler an gerufen, nach 5 min wer alles geklärt und ich habe meine Ersatzteile bestellen können.

Zur Info! Wenn Dein Ritzel Schrott ist, wie sieht denn Dein Zahnkranz aus?

Gruß Jürgen PB
 
Hallo Jürgen,

der Zahnkranz sieht soweit noch in Ordnung aus. Zumindest an der Stelle, welche ich aktuell sehen kann. Ich denke, daß die Ritzel ja deswegen aus Messing gebaut worden sind, damit dem Stahl-Kranz nix passiert. Die Zehnstellige Nummer steht ja auf dem Ritzel vorne, oder? Zumindest hab ich da eine eingestanzt.

Ich bin mittlerweile auf Ebay fündig geworden. Die Nummer auf dem Zahnkranz ist mit der Artikelbeschreibung (fast) identisch. Lediglich die letzte Stelle weicht ab. Ich laß mir das Ritzel jetzt mal kommen. Von den Maßen ist es augenscheinlich gleich. Das wär echt der Knüller, nachdem ich schon Horrorgedanken über die Anschaffung eines neuen Anlasser hatte.

Was kostet das Ritzel denn bei Bosch?

Gruß Holger
 
Hallo.
Ein Ritzel zu kaufen ist ja kein Problem. Wer baut Dir das Ritzel den ein.
Zur Info:
Wenn Du den hinteren Decken ab hast, löse die 6mm Ankerschraube.
Setze den Kohlebürsten hoch.
Löse den Flansch,
Ziehe den Anker vorsichtig heraus.
Befestigungsmutten des Ritzel lösen.
Vorsicht das Dir die Scheibenkupplung nicht auseinander fällt.
Mit einer Drehbewegung das Ritzel gegnen die Kuppplung herausdrehen.
Flansch vorichtig vom Ritzel nehmen. Im Flansch befindete sich ein Schmierfilz und ein Gummidichtungsring.
Neues Ritzel in den Flasch einführen dabei den Schmierfilz etwas mit einem kleinen Schraubedreher nach oben drücken.
Einbau sonst in umgekehrter Reihenfolge.
Wenn Du Dir nicht sicher mit dieser Aktion bist suchen einen KFZ Elektriker auf der schon solche Starter instandgesetzt hat.
Normalerweise ist das eine Rep. von schulten Boschleute.
Wir haben früher bei Bosch so etwas tagtäglich gemacht.
Viel Glück!
Gruß JürgenPB
 
Hallo,

reden wir da vom selben Anlasser? Ich hab nen 403er Unimog. Auf Deinem Avantar kann ich einen 411er erkennen, ich denke dere hat evtl einen anderen Anlasser.

Mein Ritzel inkl. dem ca. 10 cm langen Führungsholm und dem Spiral-Gewinde am Ende kann ich, nachdem ich die Konter-Mutter vorne löse, einfach rausziehen. Genauso kann ich ihne wieder einstecken und ohne Schleifen drehen. Am Anlasser hinten hab ich garnix gemacht. Deinen Ausführungen zufolge dürfte mein Anlasser ja nun total zerstört sein.

Ich hab mal ein Bild vom zerfressenen Ritzel eingefügt.

Gruß Holger
 

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Ja, das ist genau der Starter den ich meine. Wenn Du das Ritzel so herausziehst, kann es sein daß die Kupplungsscheiben in dem Starter sich verschieben, und dann ist der von mir oben beschriebene Vorgang notwendig. Diese Teile habe ich zu hunderten instandgesetzt. Einfach vorne austauschen ist fast nicht zu bewerkstelligen. Zur Info, mein 411er hat einen ganz anderen Starter.

Gruß JürgenPB
 
Und was mach ich nun?

Neues Ritzel einfügen und sehen was passiert nach dem Einbau, oder ist mit großer Warscheinlichkeit davon auszugehen, daß ich den ganzen Starter zerlegen muß um ihn wieder funktionstüchtig zu bekommen. Das hat so angenehm einfach ausgesehen :?

Danke für die ganzen Infos

Gruß Holger
 
Risiko.
Wenn Du das Ritzel schon eingesetzt und verschraubt hast, würde ich folgendes prüfen.
Schraube den hinteren Deckel ab, und ziehe das Ritzen mit Hand heraus und drehe es, schau ob etwas klemmt oder unnormal schleift.
Wenn nichts außergewöhnliches passiert klemme an den 30er Pol des Starters eine Batterie an, andere Seite Minus. Dann überbrücke kurz Klemme 30 mit 50 ( das ist der kleine vom Zündschloß). Damit simulierst Du einen Startvorgang. Das Ritzen kommt herrausund der Starer dreht. Aber vorsicht mit den Fingern,das Ding geht ab wie eine Küchenschneidemaschine. Sollte alles drehen und herauskommen hast GLÜCK gehabt. Richtiger währe Instandstztung gewesen.

Schreib mal wie es ausgegangen ist!

Viel Glück JürgenPB
 
hallo!
bei dem ritzelbild würd ich mir schon die arbeit machen und durch das anlasserloch den gesamten zahnkranz zu inspizieren.
am besten mit einer feile jeden zahn den grat nehmen, sonst sieht das
messingritzel gleich wieder so aus.

beim bng anlasser würde ich übrigens noch folgenden test machen:
schliess mal in ausgebautem zustand eine batterie an, dann guck wie mein vorschreiber schon gesagt hat, beim anlegen an klemme 50 ob das ritzel auch gute 20mm oder mehr herausspurt und dann der anlasser loslegt.
desweiteren probier mal (mit helfer) , wenn du das ritzel am herausspuren hinderst (mit einem holzbrettchen oder ähnlichem, geht mit
handkraft) darf sich der anker und das ritzel nur relativ langsam und kraftlos drehen, erst wenn der anker das 20mm-mass herausspuren erreicht hat, darf der hauptstrom kommen und der anlasser mit volldampf loslegen. tut er das schon vorher ist das ein möglicher grund, wieso dein ritzel zahnlos wurde.

gruss aus dem niederbayerischen!
 
Danke Kollegen für die Tips.

Wenn das neue Ritzel da ist werde ich es nach Euren Anweisungen verbauen und einen kleinen Bericht liefern, wies gelaufen ist.

Wie kann ich den Zahnkranz denn weiterdrehen zum Inspizieren? Gang rein und dann schieben? Problem ist, daß der Mog in der Halle so in seinem Eckstekt, daß ich ihn nicht ziehen kann.

Gruß Holger
 
oder vorne an den keilriemen ziehen bzw an der riemenscheibe. ich weiss ja nicht wie viel kompression dein mog hat aber langsam gehts immer. also nen einigermaßen kräftigen helfer suchen und drehen lassen während du reinschaust.

gruß
m. groß
 
Wenn Du nicht schieben kannst, bock die Hinterachse auf und
"drehe am Rad!" Vielleicht noch einen großen Schraubenschlüssel :MBtrac19 an einer Radmutter als zusätzliches Hilfemittel um die Hebelkraft zu nutzen.

Zu Beginn ein Kreidestrich am Zahnkranz wo Du anfängst zu kontrollieren!

Gruß JürgenPB
 
Hallo,

Ich habe gestern die Zeit gefunden meinem Mog seinen Starter wieder einzupflanzen, hier wie gewünscht mein Bericht vom Einbau des Ritzels.

Zunächst habe ich den Zahnkranz überprüft--> keinen nennenswerten Abnützungen. Danach habe ich wie geplant das neue Ritzel anstatt des entfernten alten von vorne mit viel Gefühl in den Anlasser geschoben und die Kontermutter festgezogen. Bei erstem Drehtest war nix von Schleifen und Rattern zu bemerken. Aufgrund Eurer Aufführungen in diversen Beiträgen habe ich mir aber noch die Arbeit gemacht den gesamten Starter auseinanderzunehmen. Ich konnte keine Auffälligkeiten feststellen. Nach dem Zusammenbauen kam dann der "Trockentest" mit einer Autobatterie. Ergebnis: Ritzel fährt mit einer viertel-Umdrehung raus und fängt dann das schnelle Drehen an. Danach habe ich den Anlasser eingebaut und mein Moggerle gestartet. Ohne noch so ein kleines mechanisches "Fehlgeräusch" ist er sofort angesprungen. Ich wusste garnicht, daß das auch so leise geht. --> Ergo alles super gelaufen.

Eine kleine Frage hat sich aus der Aktion aber doch noch ergeben: :?:
Bei meinem Mog hat der Zahnkranz keine Spur von Schmierfett. Bei meinem Schlepper ist dieser voll davon. Ich habe bemerkt, das am Motorgehäuse unten ein Deckel fehlt, welcher direkt unter dem Zahnkranz liegt. Müsste der Zahnkranz nicht auch abgeschmiert werden oder sich sogar im Öl drehen wenn der Deckel drauf wäre?

Vielen Dank für Eure Tips.

Gruß aus Oberbayern

Holger
 
also in der ba vom om636 steht das so drin: (orig. wortlaut)

Das Anlasserritzel und den Zahnkranz des Schwungrades mit einer in Kraftstoff getauchten Bürste reinigen und mit Graphitfett einfetten. Auftretende Gratbildung an Ritzel und Zahnkranz mit einer Feile beseitigen.

gruß
m. groß
 
Hallo Mogler,

muß diesen Thread nochmal hochholen.

Das Starterritzel meines Anlasser sieht genauso aus wie Hozumogs Bild zeigt.

Einige Zähne des Zahnkranzes auf der Schwungscheibe zeigen auch Gebrauchsspuren/Abnutzung. (Habe die Schwungscheibe komplett durchgedreht)
Welcher Verschleiß des Zahnkranzes ist tolerierbar?
Hat jemand vielleicht ein Bild von einem wirklich verschlissenen Zahnkranzes zur Anschauung/Vergleich?


@Hozumog hast du noch ein Ritzel aus Messing bekommen
Meine Mog-Werkstatt meinte es gibt nur noch Stahlritzel


Danke und viele Grüße

Marco

U406 Bj78 (ehemals EAG)
 
Hi,

die Aussage halte ich für Quatsch. Natürlich ist es aus Messing.

Habe selber vor zwei Jahren ein neues Ritzel eingebaut. Die Bundeswehrjungs hatten auch bei mir ganze Arbeit geleistet. Frag mal bei Bosch nach, dort kannst Du normalerweise ein Ritzel bekommen.

Oder Du erkundigst mal bei Instandsetzungsfirmen die Anlasser reparieren. Mit der Anlassernummer bekommt Du sicherlich presiwert Ersatz.

Gruss

Arnd
 
Oder schaue einfach bei Nutzfahrzeuge Kindermann oder bei deinem freundlichen DC Händler, der Preisunterschied ist verschwindend gering.

Peter
 
Hallo,

hab mal ein paar Bilde vom Zahnkranz gemacht.
Ist der Verschleiß noch akzeptabel?
Zähne sind keine ausgebrochen.
Die Zahnspitzen sind bei diesen beien Stellen ziemlich rund.

Gruß
Marco
 

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Moin die Herren,

ich muss mal Farbe bekennen; ich hab jetzt endlich ein neues Messingritzel für den BNG. Allerdings ist das Zerlegen jetzt auch schon ne Weile her.. :oops:

Nun bin ich mir nicht ganz sicher, wie die ganzen Klamotten vor einander gehören.

Mein Vorschlag: (Natürlich ist der Flansch abgebaut)

Ganz unten kommt eine Scheibe rein( Dicke ca 2 mm) dann kommen ein paar Passscheiben (Zehntelbleche) und wieder eine der dicken Scheibe.

nun kommst, dann hab ich eine Scheibe, die auf der eine Seite etwas ausdreht ist. Die lege ich so ein, dass die Ausdrehung mich anguckt.
Dann folgt die komplette Kupplung und zuletzt vorsichtig der Deckel.

Wenn ich das alles zusammenschraube passt das schon, aber die Welle läßt sich nicht von Hand herausziehen. Ist das Ok? Wenn ich den Deckel draufgeschraubt ist, dann ist die Feder komplett zusammengedrückt.

Im Ritzel wird die Feder montiert, wird der Ring unter oder über die Feder legt. (Also erst die Feder dann der Ring oder umgekehrt?)

Tipps ala naja das sollten nur "Spezialisten" (die es mittlerweile nicht mehr bei jedem Boschdienst verfügbar sind) oder "neukaufen" bitte verkneifen, die helfen nicht bei Selberschrauben.

Bitte mal ums Drübergucken

Gruß und "FF" (Frohe Pfingsten;-)

Lars