Neuling Info zu Unimogs

strichacht

New member
25. Jan. 2004
1
0
1
Hi,

ich bin mich am umsehnennach einem alten unimog, auf eine bestimmte Typenreihe hab ich mich nicht festgelegt. Ich möchte mich mal generell informieren. Wo sind die Schwachstellen, wieviel muß ich mindestens ausgeben für ein fahrbereites Exemplar, darf ich einen Unimog überhaupt mit PKW-Führerschein der Klasse b fahren? Wie sind die laufenden Kosten in etwa, Wozu sollte ich einen Unimog nicht nutzen, wer kann die raparieren, wie sieht es mit Kraftstoofverbrauch aus, darf ich Autobahn fahren, kann ich auch mel 50 km lang 80 fahren oder ist er dazu zu kurz übersetzt`... und so weiter und so fort...

Ihr seht, bei mir ist echt noch aufklärung notwendig.

Danke André

PS. Gibt es in Nordbayern um Nürnberg einen Fanclub oder Stammtisch?
 
Also 50km lang 80 fahren mit Führerscheinklasse B könnte schwierig werden. Mit B kannst soweit ich weiß höchstens einen Abgelasteten 421 fahren(3,5t) oder einen abgelasteten 404(da darfst du nicht auf den Kraftstoffverbrauch achten) Einen 421 bekommst du nur mit großen Reifen, mit 52/60 PS (nicht die 40PS Variante, das is ne Schnecke) vielleicht so gerade auf 80, aber eine kleine Steigung und das wars............
 
Hallo André

Das sind ja gleich 1000 Fragen auf einmal.
Wer soll, und wer kann die beantworten?

Ich hatte letztes Jahr das gleiche Problem wie Du.
Wollte unbedingt einen Unimog haben und hatte keine Ahnung.

Wichtig ist erst einmal, dass Du die Frage klärst \"Wozu brauche ich den Mog?\"
Dann nehme Dir Zeit und lese sehr sehr viel hier im Forum.
Da bekommst Du fast alle Informationen die Du brauchst.

Wenn Du Dir dann ein bisschen Grundwissen angeeignet hast, schaue Dir Unimogs an und sprich mit den Leuten.

Kaufe bloß nicht den erst besten der Dir angeboten wird.

Das geht dann meistens in die Hose.

Es ist sicher nicht so, das Dir hier keiner Helfen will, aber die Frage welchen Mog usw. ist einfach viel zu global gestellt und nicht in zwei Sätzen zu beantworten.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim lesen.

Gruß aus dem Münsterland
Gerold
 
Ein guter Einstieg ist der \"Typenkompass Unimog\" aus dem Motorbuch-Verlag. Viele Bilder,viele Infos zu Gewicht (wg. Führerschein) Geschwindigkeit, ... für unter 10 EUR.
Da du dich für die alten Mogs interessierst, reicht Band 1.
 
Hallo,

also erstens kann ich Andrè auch nur raten sich die Bücher Typenkompass Unimog zu kaufen. Die haben mir auch schon deutlich weitergeholfen.

Auch ich möchte mir einen Unimog kaufen und habe mir schon welche angeschaut und auch mal gefahren. Ich lese auch hier schon längere Zeit mit, aber auch für mich sind viele Fragen noch ungeklärt, z.B. was man als Laie am Unimog selber machen kann und was man für (spezielles) Werkzeug braucht.

Vielleicht könnte sich jemand opfern und uns Neulingen mal ein paar Infos geben. Ratschläge für Internetseiten oder Bücher würden vielleicht schon weiterhelfen.

Gruss Markus
 
Hallo zusammen,

Nun mal keine Panik. Jeder hat mal klein angefangen.
Man kann grundsätzlich besonders an den alten Unimogs relativ viel selbst machen.
Man sollte natürlich schon etwas von der Technik verstehen und nicht als absoluter Laie, der z.B. nicht weiß was die einzelnen Teile am Unimog für ne Funktion haben, die Hoffung haben, dass man alles selber machen kann.
Man sollte sich vor dem Kauf darüber Gedanken machen, was man machen will und wie man mit der Zeit hinkommt.
Ausserdem sollte man dann direkt beim Kauf auf den Zustand vom Unimog achten.
Es bringt ja nichts, sich einen reperaturbedürftigen Unimog zu kaufen und dann nachher für allles in die Werkstatt zu fahren.
Besser beim Kauf mehr investieren und danach weniger Ärger haben und weniger Geld für Reperaturen ausgeben.
Für Anfänger würde ich sagen müssen Motor, Getriebe und Achsen in Ordnung sein.
Da wirds meistens teuer wenn man was reparieren muss und man damit in die Werkstatt muss.
Beim Kauf ist es sehr wichtig sich Zeit zu lassen.
So schnell sind die Dinger nämlich auch nicht verkauft...
Mein erster Mog war auch so ein Fehlkauf.
Im Winter bei Schnee gekauft ohne eine wirklich ausgiebige Probefahrt.
Man konnte das Ding eigentlich vergessen.... :casstet: :casstet:
Daher ist es verdammt wichtig auch jemanden dabei zu haben, der sich mit Unimogs auskennt.
Hier im Forum gibt es bestimmt einige Mogler, die in eurer Umgebung wohnen und mit euch fahren.
Wenn man nämlich noch nie mit einem Mog gefahren ist, hört man auch die Fehler nicht.
Viele mögliche Fehler erkennt man nämlich besser am Gehör als mit den Augen.
Eine sehr große Hilfe ist natürlich das Forum hier.
Gute Bücher für Anfänger ohne Mog sind selten. Der Tyenkompass ist dafür nicht schlecht.
Technische Fragen und Probleme kann man mit den entsprechenden Werkstatthandbüchern lösen. Die bringen aber nur was, wenn man auch den entsprechen Unimog hat. Um sie einfach so zu kaufen, sind sie zu teuer.
Jetzt zum Thema Werkzeuge.
Man sollte schon die Werkzeuge haben, um grobe Reperaturen durchzuführen.
Manchmal braucht man Spezialwerkzeug, was man aber teilweise nach nettem Fragen auch bei DC bekommt.

Insgesamt sollte man wissen, dass ein Unimog viel Geld kosten kann, er aber auch viel Spaß macht!
 
hallo,

ich bin auch noch ein Neuling, aber schon etwas weiter als Du. Seit Anfang des Jahres habe ich einen U 421, Bj 1979. War recht teuer, hatte aber alles was für mich zu einem Mog dazugehört:
Cabrio, Kraftheber und Verlagerungsgetriebe um ihn in meiner Pferdeweide einsetzen zu können. Der Zustand war gut und der Verkäufer hat das Fahrzeug gut behandelt und nicht das letzte aus ihm herausgeholt (war zumindest mein Eindruck)

Für mich kam nur der 421 in Frage, weil die laufenden Kosten auch noch überschaubar sein sollten (Haftpflicht 111 Euro, Steuern 210 Euro wegen schwarzem Kennzeichen, TÜV alle 2 Jahre ca. 40 Euro, Bedingungen: Ackerschlepper und Ablastung auf 3,5 t). Für Landwirte entfallen natürlich die Steuern und die Haftpflicht ist auch noch etwas günstiger.

Eine Alternative für die größeren Modelle ist das H-Kennzeichen (wenn das Fahrzeug älter als 30 Jahre ist), da hierbei die Steuer für alle gleich ist: ca. 190 Euro/a.

Mein Mog hat 52 PS. Dürfte gern 20 - 30 PS mehr haben, aber dann wird alles wieder deutlich teurer.

Trotz der Reifengröße 10,5 x 20 läuft er nur gut 60 km/h. In den Papieren steht aber 67 km/h und so darf ich damit auch auf die Autobahn. Autobahnfahren macht aber keinen Spaß, weil man ein Verkehrshindernis ist und jeder 2. vorbeirauschende PKW-Fahrer mich gern auf den Standstreifen oder in den Graben schieben würde.

Im Vergleich zu einem Ackerschlepper steckt in dem Mog wahnsinnig viel Technik, die natürlich auch mal kaputt gehen kann. Wohl dem, der sich dann bei Reparaturen selbst helfen kann.

Vor dem Kauf habe ich mir eine Betriebsanleitung für die Baureihe U 403 / 406 bei ebay ersteigert und mich so schon mal ein wenig schlau gemacht. Mehrmals wöchentlich habe ich die Angebote bei mobile.de, traktorpool, Treckerboerse, Truckmarkt, VEBEG, tec24.com und natürlich bei der Unimog-Community angeschaut, um einen Überblick über die angebotenen Modelle und deren Preise zu bekommen.

Der Dieselverbrauch bei Vollgas auf der Straße dürfte zwischen 15 und 17 l/ 100 km liegen. Bei den größeren Baureihen liegt er laut BA in ähnlicher Höhe.

So, für heute solls erst mal genug sein ! Viel Erfolg beim Suchen !

Mfg Gerd
 
Moin,

also das sind wirklich viele gute Fragen und auch Antworten. Ich denke mit den Führerscheinen das kannst Du nicht so pauschalisieren, es kommt drauf an was es für ein Mog ist. Ich hatte es etwas einfacher, ich bekam meinen 411.119 \"vererbt\" und bin im Prinzip absoluter Laie. Aber mit Hilfe von Werkstatthandbuch kann ich mich ganz gut damit auseinandersetzen und wenn man dann noch ein-zwei Leute an der Hand hat, die zumindest von Technik ein wenig Ahnung haben klappt das schon. Ich würde es nicht so tragisch sehen. Aber ich denke bei so einem 411er hat man den Vorteil, dass man viel selber machen kann und auch für einen Anfänger alles gut zu erreichen ist und verständlich. Das ist so meine Erfahrung...
MfG
Tobias
 
Hallo André

zuerst mal herzlich willkommen im Club der Infizierten, sei gewiß es gibt sicher keine Heilung!

Ihr seht, bei mir ist echt noch aufklärung notwendig.

Das ist die beste Einstellung um sich als Neuling damit auseinanderzusetzen! Laß Dich also nicht verrückt machen. Alle haben mehr oder weniger so angefangen.

Allerdings mußt Du Dir die wichtigsten Fragen selbst beantworten:
- zum Thema Recht gibt es das von Bernd Schömann verwaltete Forum, dort werden Fragen zu Fahrerlaubnis, Versicherung, Steueren etc. diskutiert. An dieser Stelle nur soviel, für Klasse B ist bei 3,5to Schluß, das hängt nicht vom Mog ab, nur vom zGG.

- Du mußt Dir über persönlichen Eigenschaften klar werden, darunter fällt dann die Einschätzung Deiner bastlerischen Fähigkeiten, Deine Freizeit, Dein Geldbeutel, etc.
Je älter die Mogs sind umso einfacher wir die Technik, umso mehr muß aber auch instand gesetzt werden.

- Dein Umfeld ist ebenso wichtig, was sagen Deine Familie (Lebensgefährtin) zu dem Thema. wie sehen Deine Räumlichkeiten aus, also wo stelle ich den Mog ab, wo kann ich Basteln(gibt\'s vielleicht ne Garage mit beheiztem Fußboden und Grube? Keine Angst, das hat hier so gut wie keiner...), wo ist \'ne Werkstatt falls er nicht läuft, wo fahre ich zum TÜV,

- Welchen Einsatz planst Du? Hast Du Land- oder Forstwirtschaft, bist Du Fernreisender, oder eher der Historiker, der alles möglichs Original haben will, viele Nutzungen sind denkbar, aber davon hängt ab welche Ausstattung er haben soll.

- Welcher Zustand soll es sein.
alle Mogs sind irgendie reparaturbedürftig, Frage ist (s.o) was kannst/willst Du selber reparieren, bzw. wie groß ist der Gelbdeutel.
Am Anfang möchte man natürlich auch damit fahren, also sollte er zumindest fahrbereit sein, so daß man ihn stückweise repariert.
Wichtig ist natürlich auch, wie bekomme ich ihn nach Hause nach dem ich ihn gekauft habe.
Hält er 500km Autobahnfahrt auf eigener Achse aus, oder doch lieber auf den Tieflader?

Bei der letzten Frage welcher es denn werden soll solltest vielleicht schrittweise vorgehen.

Mir haben außer diesem Forum, die Dinge wie Typenkompaß, und die Oberbayrischen Unimogfreunde mit Ihrer Homepage sehr geholfen. (Schau mal in die Unimog-Links)

Ganz gut sind auch die übrigen Internetquellen, wie mobile.de, traktorpool.de, truckscout24.de, auch ebay ist eine gute Informationsquelle. Wenn man sich die Angebote dort ansieht, dann bekommt man ziemlich schnell einen Überblick, sowohl was die Typenvielfalt, alsauch das Preisniveau angeht.

Jetzt solltest Du dir die Nutzung überlegen, damit legst Du die Ausstattung fest, denn nicht jeder Unimog hat die selbe Ausstattung.
Für eine Nutzung im land- oder forstwirtschaftl. Umfeld solltest Du auf Agraraustattung Wert legen, Achtung: Hydraulik heißt nur daß er eine n Hydraulikanschluß hat, aber noch lange keinen Kraftheber, und ob dann das Dreipunktgestänge dabei ist, ist nochmal eine eigene Frage. Die frühen Mogs hatten gar keine Hydraulik, sondern Luftkraftheber.
Nicht jeder Mog mit Pritsche kann die auch kippen, hierzu ist ein extra Kippzylinder erforderlich.
Wenn Zapfwellen angeboten werden ist wichtig, ob sie 1 3/8\" oder 1 3/4\" haben. Die Agrarausstattung bedeutet 1 3/8\", kommunale Ausstattung heißt 1 3/4\".
Für den Zapfwellenbetrieb ist eine Doppelkupplung gold wert, Großes Getriebe mit den Zwischengängen ist auch nicht zu verachten.
Lies also die Angebote genau, bzw. frage genau nach.

Spätestens hier hat sich die Suche verselbständigt, hier bevorzugst Du schon einen Typen/Baumuster, auch die Ausstattung bekommt langsam Kontour.
Auch die Sache mit dem Umfeld und den persönlichen Eigenschaften ist dann schnell geklärt. Schwierig werden die Sachen mit der Anmeldung und nicht zuletzt natürlich der Kaufpreis. Mein Tip besser etwas mehr in Zustand (Rahmen, Motor, Getriebe, Achsen) und Ausstattung (Kippritsche, Heckkraftheber etc) investieren als später teuer reparieren bzw. zukaufen.
Ich selber habe den Fehler gemacht auf den Heckkraftheber zu verzichten, ich mußte ihn jetzt teuer nachkaufen.

Aber nochmal: laß Dich nicht entmutigen, geh in Ruhe an die Sache ran, klopfe die Randbedingungen (s.o) ab. Suche ein paar Leute mit denen Du reden kannst, bilde Dir deine eigene (!) Meinung, schau möglichst viele Mogs an,
und lerne zunächst eines: GEDULD.
Warte auf das richtige Angebot, sei aber dann schnell!

Viel Glück bei der Suche und immer einen Euro mehr in der Tasche als die Ersatzteile kosten
 
Hi,

wer sich \"Strichacht\" nennt, sollt mal über einen 404 nachdenken. Da findet er seine bekannten Motoren wieder:

den M180, den M130 und die Dieselmotoren OM617.
 
allerdings fragte er nach einem UNImog nicht nach einem mog, bei den 404s ist es ja mit der Universalität nicht so weit her ;) , und fürn LoF einsatz kaum zu gebrauchen............. :D
 
Hallo Andre,

das Problem beim 404er ist eben, das man ihn so ohne weiteres mit dem neuen B-Führerschein nicht fahren kann. Man müsste den also ablasten von 4,75 Tonnen auf 3,5 (und das geht meiner Meinung nach, nur mit der Pritsche und nicht mit dem Funkkoffer). Der 404er hat eine gewisse \"Sondersetellung\" bei den Unimogs. Zapfwelle? Fehlanzeige! Hatten nur ganz wenige. Mann kann sie zwar nachrüsten, kostet aber dementsprechend ein paar Hunderter. Der M180er ist ein Benzinmotor, dessen Spritverbrauch Bände spricht und jeden Tankwart glücklich machen kann. Dieselmotoren im 404er sind zumeist selbst umgebaut, was dann das H-Kennzeichen in weite Ferne rücken lässt. Und wenn man es selbst umbaut,kostet es ein Heidengeld und für technisch unversierte ohne Hilfestellung nahezu unmöglich.

So jetzt die gute Nachricht (ja, es gibt eine!). Ich selbst hatte von Mogs und Mechanik keinen blassen Dunst und komme mit meinem 404er eigentlcih ganz gut zurecht. Ein paar Reparaturen und Pannen hatte ich auch schon hinter mir und irgendwie habe ich ihn immer wieder zum Laufen gebracht. Merke: wenn man sich dafür interessiert, kann man es lernen. Wobei ein oder zwei \"Schrauber\" im Bekanntenkreis nicht zu verachten sind. ;)

Meine \"Mog-Leidensgeschichte\" kann man ja auf meiner Homepage nachlesen - ein bissl Eigenwerbung, sorry ;)

Viel Spaß und Erfolg beim Suchen. Den passenden Mog wirst Du schon finden.

Gruß,
Martin