Nun hab ichs geschafft!

mogpock

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06. März 2007
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Steinen
Hallo Moggler!
Könnte einen Expertentipp gebrauchen:

Habe versucht den Thermostat an meinem 411.120 zum überprüfen auszubauen nachdem die Wassertemperatur wiederholt kurzzeitig auf 100° angestiegen war (Luftblase vor Thermostat oder defekt?).
Soweit so gut.

Die Überwurfmutter sah von Anfang an so aus als wollte sie nicht aufgehen.
Also erst mal 2 Tage mit Kriechöl eingeweicht und dann vorsichtig versucht loszudrehen. Nix ging.
Nochmal einweichen und dann ein etwas etwas stärkerer Versuch.
Es ging dann auch was auf, nämlich die Lötnaht des Gewindestutzens.

Schon mal sowas gesehen?

Schonmal Danke im Voraus für nen guten Tip!

Gruß
Gerd
 

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Hallo Gerd,

das ist ein leidiges Thema :? . Du bist nicht der einzige, der den Gewindering unfreiwillig abgebaut hat !

Die Suchfunktion hat z.B. diesen Thread gefunden : Ausgleichbehälter

Du musst Dir den Ring vermutlich nachdrehen lassen. Ich weiß derzeit keinen Anbieter.

Gruss, Micha
 
Hallo Gerd,

kurzfristig 100 Grad! kommt mir bekannt vor,
habe auch den Kühlwasserregler ausgebaut, ging bei mir mit einer großen Rohrzange sehr gut. Anschließend im Kochtopf erhitzt und mit einem Backthermometer die Temperatur geprüft, bei ca 85-90 Grad machte das Element 7 mm auf, also in Ordnung. Alles wieder eingebaut und in Betrieb
genommen. Nach wenigen KM ohne große Vorankündigung hatte ich
die Zylinderkopfdichtung durchgebrannt.

Leider zu spät, aber erst jetzt kam bei einer Prüfung des Kühler heraus,
das dieser teilweise zu war. Hier wurde ein neues Netz eingelötet.

Doch mit einer durchgebrannten Zylinderkopfdichtung nicht genug es stellte sich auch ein Haarriss im Zylinderkopf heraus.

Deswegen prüfe auch deinen Kühler oder lasse dieses von einem Fachmann machen , ich kann dir nur dazu raten.

Die Verschraubung würde ich versuchen in einen Schraubstock einzuspannen dann mit einem Brenner vorsichtig zu erwärmen, dann den Gewindering vorsichtig mit einem Schraubenzieher und leichten Schlägen mit einem Hammer zu lösen.


Gruß
Schrauberheinz
 
Hallo solche Gewinderinge könnte ich vielleicht mal ein paar nachdrehen wenn bedarf da ist. Brauch allerdings ein Muster?
Kosten weiß ich noch nicht. Mal sehen was das für ein Gewinde ist und welches Messingrohr es dafür gibt.

mfg robert
 
Hallo leute der ring ist aus eisen nicht aus messing sonst frist sich das ganze :cry: aber zum thema runter bekommen wenn der ring in der mutter fest sitz,kleiner tipp so hab ichs gemacht ring von zinnrückständen befreien vollmaterial passend zum innen durchmesser gedreht(presspassung) eingepresst und dann heiss machen bis die mutter glüht da hat bis jetzt jede verschraubung nach gegeben.Leichte Hammerschläge rund herum sind auch gut zum lösen der verbindung. :wink:



mfg unidoc markus
 
Hallo Überwurfmuttergeschädigte,

@Markus, das wird nix werden, ich hatte Ring und Mutter auf ein Backenfutter einer Drehmaschine aufgespannt, vorher tagelang eingeweicht, draufgehauen, warmgemacht - ging keinen Millimeter -

Endstation Drehmaschine - bei mir war es ein Messingring, eindeutig an den Spänen zu erkennen! Da ich das neue Thermostat habe, wurde die Mutter nicht mehr montiert, sondern ein passender Distanzing aus Messing gedreht und mit dem Behälter und dem Regler - bei mir ohne Innenleben - eingelötet. Ist bislang dicht und macht keine Probleme.

Ich würde jetzt die Nut vom alten Lötzinn reinigen, ebenso den Stutzen am Behälter und dann die Mutter mit Ring mit geeignetem Werkzeug vorspannen und wieder festlöten.

Hat damit jemand Erfahrung?


Gruß

Stephan
 
Hallo Stephan,

Erfahrung nicht direkt, aber ich habe in meinem Beruf öfter mit solchen Problemen zu kämpfen, wenn ich solche Fälle habe nehme ich immer
Silberlot (mit dem rosa Mantel) lässt sich super verarbeiten, weil es sehr gut fliesst, und dementsprechend verläuft, und es hat eine gute Beständigkeit. Aber das muss mit Acetylen+Sauerstoff (Autogen) hartgelötet werden, sonst bekommtst Du die Temperatur nicht hin.
 
Hallo Gerd,
gerade lese ich von Deinem Problem. Leider ist die Lötstelle nun schon abgerissen. Ich hatte die Situation auch, nur hab ich kurz vor dem Abreißen aufgehört zu würgen. Ich hatte mir damals von Schmidt in Wuppertal ein neuens Thermostat und eine Überwurfmutter schicken lassen. Die festsitzende Überwurfmutter habe ich mit der kleinen Schleifhexe mit eine von den ganz dünnen Scheiben quer zum Gewinde vorsichtig an 2 gegenüberliegenden Stellen eingeschnitten, aber nur bis zum Anfang des Gewindes und auch an der Unterseite. Dann mit 2 Schraubenziehern die Schittstellen auseinander geknippt. nun brauchte ich nur noch das Außengewinde vorsichtig mit einer kleinen Dreikantfeile bearbeiten.
In Deinem Fall könntest Du die Sache mit der Schleifhexe auch so machen. In den Schraubstock einspannen und dann gaaanz vorsichtig, nicht zu tief einschneiden und losknippen. Dann den Gewindering wieder anlöten Weichlot 50%.
Kriechöl ist eine gute Erfindung und hilft in so mancher Situation aber wenn es mit einer Weichlötstelle längere Zeit in Verbinkung kommt, dann löst es den Bleigehalt aus dem Lötzinn heraus, sodaß die Lötstelle porös wird und an Festigkeit und Dichtigkeit verliert, sie reißt dann noch schneller ab. aus dem Grunde ist es auch nicht erlaubt, die Heizölleitungen an der Heizungsanlage weichzulöten aber das gehört nicht mehr hier her, nur zum besseren Verständnis.

Gruß Karl Erich
 
Erstmal ein Dankeschön für eure Unterstützung :-)

Hab die gerissene Lötstelle gereinigt und den Gewindestutzen samt der Mutter drauf wieder am Behälter angelötet.
Die Mutter ließ sich mit viel Kraftaufwand lösen.
In den Gewindegängen hatten sich über die Jahre(zehnte) Frostschutzrückstände festgebacken und hatten die Mutter perfekt verklebt.
Alles schön sauber gemacht, Gewinde mit Chesterton anti-seize eingeschmiert => funzt wieder tadellos.
Hab in die Stirnfläche der Mutter 3 kleine Bohrungen gesetzt, damit evt auftretende Inkontinenz der Thermostatdichtung gleich erkennbar sind (1x festbacken genügt)
Den Tipp von Schrauberheinz hab ich berücksichtigt und Kühler und Ausgleich abdrücken lassen: Kühler Haarriß am Stutzen, sonst ok, Behälter hatte Leckstelle an einem Befestigungsloch.

So....nun noch alles wieder zusammenbauen und hoffen das es dicht is!

Und nochmal: Danke ans Forum :-)

Gerd
 

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