OM 312: Öldruck 7.5 bar !!!?

hheck

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25. Okt. 2007
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Guten Abend,

ich habe 2 OM312 in meinem Boot. Der eine hat einen normalen Öldruck, der andere hat bis zu 7.5 bar im kalten und warmen Zustand.
Hal jemand eine Idee, wie das sein kann?

Sind die Druckventile in Ölpumpe, Ölfilter und Ölkühler eigentlich Überdruck- oder Bypass-Ventile?

Gruß
Helle
 
Viel ist zwa gut, zuviel aber nicht. Wie misst du- mechanisch oder elektrischer geber? Vielleicht zuerst die Anzeige prüfen, bevor du anderes angehst. Sonst steckt das Ventil in der Ölpumpe. Kann durchaus durch einen span oder so stecken, man weiß nie.
 
Hi Lukas,

sind elektrische Geber und Instrumente.
Hab die auch schon mal vertauscht. Ergebnis bleibt dasselbe.

Gruß
Helle
 
Hallo Helle,

das hört sich so an, als sei der Filter bzw. eine Leitung zu und das Überdruckventil spräche an. In der Darstellung siehst Du eine Schaltung und beispielhafte Werte für einen OM636, die ich mal theoretisch hergeleitet habe. Im Prinzip (bis auf die Volumenstromwerte) könnte es bei Deinem Motor auch so aussehen.

PS: Man gibt natürlich bei kaltem Öl nicht Vollgas. Die Zahlenwerte sind nicht ganz stimmig und können nur größenordnungsmäßig zutreffen.
 

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Nur sollte es soweit garnicht kommen, Öffnungsdrück des Ventil in der Pumpe 5,2 bar +- 0,05
 
lugge schrieb:
Nur sollte es soweit garnicht kommen, Öffnungsdrück des Ventil in der Pumpe 5,2 bar +- 0,05

Nun, in meinem Werstatthandbuch sieht das so aus wie auf dem Foto unten.
Danach ist dasÜberdruckventil auf ca 7.5 bar eingestellt.
Gezeichnet ist zwar kein Rücklauf in die Ölwanne,
ich denke aber, der muß da sein, alles andere macht ja gar keinen Sinn.
Die anderen Ventile sind wohl Bypassventile, die öffnen, wenn der Filter bzw. der Ölkühler verstopft sind. Die Druckmess-Geber sitzt an der rot markierten Stelle, er mißt also den Druck nach dem Kühler und direkt vor den Lagern.
Bleibt doch nur der Verdacht, daß in der Leitung vom Kühler zu den Kurbelwellenlagen verstopft ist. Die Lager bekommen aber wohl noch etwas Öl, sonst wär die Maschine schon kaputt. Oder gibts noch eine Erklärung?

Gruß
Helle
 

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Ja wenn ich denn jetzt nicht einen Fehler gemacht hätte- hab im TB vom 352 die Werte rausgelesen.
Sry!

Ja, wenn das Ventil 7,5 Bar hält, was sagt denn dann das WHB zum Betriebsöldruck?
Wie kam das- schlagartig oder war es immer schon so?
 
Ne Lukas, das kam schleichend, aber über mind. 1 Jahr.
Ich hatte da immer an einen Meßfehler geglaubt, bis ich eben mal neuen Geber und auch Tausch der Geber und derInstrumente vorgenommen hab.

Gruß
Helle
 
Ölwechsel und Filtertausch war wann?
Nicht dass das öl nur mehr Pudding ist und daher der Wert kommt..
 
Angaben im Handbuch:

Öldruck normal 3-5 bar
im Leerlauf mind.: 0.5 bar

Gruß
Helle
 
Ne, Ölwechsel im letzten Frühjahr.
und da ich meist nur mit einer Maschine fahre, und das meist mit der anderen, ist das Öl "neuwertig".

Gruß
Helle
 
Hallo

ich tippe eher auf einen verstopften Wasser/Ölwärmetauscher.

Das Maximal-Druck-Ventil sitz direkt an der Pumpe in der Ölwanne. Die Überförderung läuft somit in die Ölwanne zurück.

Sind an den Motoren noch die Spaltspaltfilter mit Abstreifer verbaut?
Diese haben mit den modernen Ölen leider kaum noch eine Daseinberechtigung. Bei den alten unlegierten Motorölen wurden die Partikel durch Sedimentierung abgelagert.
Mit den modernen Ölen werden Abrieb und Ruß in der Schwebe gehalten und durch den Ölfilter abgefiltert.
Ein Spaltfilter ist hoffnungslos überfordert mit dem Feinstabrieb.
 
Das ist eben die Frage- normal muss doch das Ventil komplett aufmachen, und das Bypass-Ventil auch. Ok, normal.
Wo misst der eigentlich wirklich-eingang oder ausgang?
Er sagt, am Ausgang misst er, woher soll der Mehrdruck kommen ?
2 Bar verlust im Kühler?
Muss doch trotzdem schon das Überdruckventil aufgemacht haben
 
Guten Morgen.

Der Geber sitzt am oberen Ende des Kanals, der direkt zu den Hauptlagern führt.
Eine Verstopfung im Kühler oder Filter würde den Druck also abfallen lassen, und nicht ansteigen.
Verschlossen müßte das also auf jeden Fall nach dem Geber sein.
Deshalb hab ich gestern mal den Geber abgeschraubt und mit einem Stückchen Kabel ins Loch gestochert.
Und siehe da, ich kam ohne den geringsten Widerstand bis etwa Kurbelwelle.
Zumindest ein Kanal ist also vermutlich frei.
Also doch Fehlmessung??

Da die Motoren eingewintert sind, kann ich die noch nicht laufen lassen. Ich werd jetzt mal die Meßung mit Widerständen statt mit dem Geber testen.

10 bis 184 Ohm entsprechen 0 bis 10 bar. Dann muß bei 22 Ohm die Anzeige bei etwa 1.3 bar sein und bei 33 Ohm bei etwa 2 bar.

Ich berichte.

Gruß
Helle
 
Die Messung mit einem Widerstand von 33 Ohm statt dem Geber hat an der Anzeige einen Wert von 1.6 bar ergeben.
Theoretisch sollte das einem Druck von 1.9 bar entsprechen.
D.h., die Anzeige ist verlässlich; der Druck ist tatsächlich so hoch.

Könnte es sein, daß das Überdruckventil in der Ölpumpe nicht öffnet, sodaß die Pumpe alles Öl durch den Motor drücken muß und dadurch der Druck so hoch ansteigt?
Die Bypassventile in Kühler und Filter könnten den Druck ja nicht mehr beeinflussen.

Gruß
Helle
 
Hallo Helle,

daß der gesamte Volumenstrom der Pumpe durch den Schmierkreislauf geht, ist ja der Normalfall. Dann sollte es aber unterschiedliche Drücke je nach Drehzahl und Öltemperatur geben und nicht immer ein- und denselben Wert. Wenn der Druck also immer gleich ist, dann deutet das ganz stark auf ein öffnendes/geöffnetes Druckbegrenzungsventil hin.
 
Du hast natürlich Recht :roll: ,

Da siehst du mal, auf welche Panik-Ideen ich schon komme

Gruß
Helle