Hallo, Frank,
das mit synthetisch oder nicht sollte man am besten in einem Versuch testen.
Grundsätzlich ist Zweitaktöl sehr leicht selbstmischend - aber eben mit Benzin, nicht mit Diesel, es müsste aber auch mit Diesel gehen, da es sich ja ebenfalls um Kohlenwasserstoffe handelt.
Zudem hat Zweitaktöl, egal, ob synthetisch oder mineralisch immer nur den einen Zweck: Schmierung, Schmierung und noch mal Schmierung aller im Zwitaktmotor vorhandenen bewegten Bauteile.
Drittens sollte die Bezeichnung "synthetisch" nicht überbewertet werden, denn die Grundsubstanzen auch aller synthetischen Öle sind...
...mineralölbasierten Ursprungs.
Der Unterschied ist, dass die Öle auf molekularer Ebene erst "zerlegt" und dann wieder neu "zusammengesetzt" = synthetisiert werden...
Ich würde das Öl meiner Wahl, wenn ich nicht sicher bin, in einem durchsichtigen Gefäß (1 Liter-Klarsichtbecher oder ähnlich) mal 1:100 mit Diesel zusammenbringen und die Suppe gegen das Licht beobachten. Wenn nach etwas Wartezeit und ein bis zweimaligem Umrühren eine homogene Flüssigkeit entsteht (keine Schlieren), dann ist das Öl sehr wahrscheinlich geeignet.
Das preisgünstigste Öl dürfte wohl genügen.
Wenn man den Tank einigermaßen regelmäßig leert, müsste auch normales Motorenöl gehen. Auch eine etwas längere Standzeit dürfte nicht das Problem sein, da bereits bei normaler Fahrt der Kraftstoff im Tank ja ständig durchgeschüttelt wird...
@jürgen: Das mit den Verteilereinspritzpumpen ist natürlich richtig, da diese Pumpen bauartbedingt empfindlicher sind, als die Reiheneinspritzpumpen (die leider bald ausgestorben sein werden), aber die Tatsache, dass auch die Düsen nach kurzer Zeit verschleißen, deutet mir auf ein ernstes Problem hin, das grundsätzlicher Beachtung bedarf.
Grüße an alle Direkteinspritzer und Vorglüher
Holger