OM 636.930 in U411.119

paule09

New member
04. Apr. 2006
23
0
1
Hallo erst mal!

Habe folgende Frage an die Motorenspezialisten unter euch:

Leider hat der Vorbesitzer meines 411.119 "ganze" Arbeit geleistet und den ursprünglich verbauten Motor OM 636.914 gegen einen OM 363.930 ausgetauscht. Das Problem ist nun das an der Stelle wo normalerweise der Betriebsstundenzähler sitzt, ein Pilzförmiger Deckel ist der wesentlich höher (in Fahrtrichtung weiter nach vorn) als der ,Betriebstundenzählerdeckel ist. Selbst mit der Trixerei meines Vorbesitzers (Luftpresser weiter nach vornrechts verlegt) ist nun max. 5mm Luft zwischen der Riemenscheibe des Luftpressers und der pilzförmigen Erhebung hinter der sich ein Spritzversteller befindet. Ich möchte den Spritzversteller entfernen und gegen die Originalteile des OM363.914 ersetzen. D.h. Spritzversteller mit allem was dazugehört raus und Antriebsrad und Antriebswelle für EP rein, damit der Luftpresser wieder an seinen ursprünglichen Platz kann. Wer kann mir Tipps zum Arbeitsablauf und zur Teilebeschaffung geben? Bin für jede Anregung dankbar.
Motorbezeichnung OM636.VII / 636.930 Mo.Nr.4507886

Einspritzpumpe PES 4A50B410 RS68 EP Nr. 08005844


Gruß Matthias
 
Hallo Mathias,
mit dem Einbau eines Betriebsstundenzählers mit entsprechender Welle zur EP ist es nicht getan. Du mußt auch die EP umbauen auf Unterdruckregelung, sonst geht garnichts mehr! Da hast Du aber einiges vor, das stelle ich mir nicht so einfach vor. Mit den Teilen für den Betriebsstundenzähler könnte ich Dir helfen, aber für die EP habe ich nichts.
Gruß Thomas
 
Hallo Matthias,
wenn du ein konsequenter verfechter des zur wiederherstellung des werksseitigen originalzustandes bist , lass dich nicht aufhalten.

Wenn nicht , würde ich den mog so lassen wie er ist. Mit einem OM636 mit spritzversteller ist der mog noch nicht allzusehr entstellt, im gegenteil,diese motorenausführungen sind für die leistungssteigerung des OM636 unter vielen moglern sehr begehrt. Wenn du unbedingt die betriebsstundenzählung brauchst, setze dir vielleicht unter die haube für vergleichsweise preiswertes geld irgendwo einen elektrischen stundenzähler.

mfg heinz401
vom fuße der Wartburg
 
tomtom411 schrieb:
Hallo Mathias,
mit dem Einbau eines Betriebsstundenzählers mit entsprechender Welle zur EP ist es nicht getan. Du mußt auch die EP umbauen auf Unterdruckregelung, sonst geht garnichts mehr! Da hast Du aber einiges vor, das stelle ich mir nicht so einfach vor. Mit den Teilen für den Betriebsstundenzähler könnte ich Dir helfen, aber für die EP habe ich nichts.
Gruß Thomas

Hallo Thomas,
bei meinem Motor (636.930) ist beides verbaut! D.h. Spritzversteller und Unterdruckregelung?! Da ich keine Unterlagen vom 636.930 besitze kann ich auch nicht sagen ob das so richtig ist, oder durch Unwissenheit des Vorbesitzers entstanden ist. Grund für meine Umrüstaktion ist lediglich der fehlende Bauraum für Luftpresser, Keilriemen etc.. Der Luftpresser sitzt so besch..., das man den Ölmessstab vom Luftpresse nicht mehr raus bekommt und wie schon erwähnt maximal 5mm Luft von der Riemenscheibe zum Deckel der Spritzverstellung besteht. (sind schon tiefe Riefen von der Riemenscheibe im Deckel eingeschliffen)
Für die benötigten Teile wäre ich dankbar. Gruß Matthias
 
hallo mathias

nimm es mir nicht übel,wenn ich mal dumm frage!
kannst du es nicht ersehen,ob noch ne fliehkraftgeregelte pumpe an deinem motor sitzt!
kann man ganz leicht daran erkennen,in dem du schaust,ob zwischen zylinderkopf und luftfilter ne drosselklappe sitzt,die vom gaßpedal angesteuert wird!!
nims mir nicht übel,aber das muß ich halt fragen!!
foto von der pumpe!!

gruß arne
 
Hallo Arne,

dumme Fragen gibt es nicht. Wie schon gesagt wird bei meinem Motor die EP zusätzlich zu dem Fliehkraftversteller (Spritzversteller) noch per Unterdruckversteller (Rohr von der Drosselklappe zur EP) angesteuert.
Ich war bislang der Meinung das es entweder das eine oder das andere gibt. Aber beides zusammen?? Wenn der Fliehkraftrègler den Einspritzzeitpunkt von 32 Grad auf früher verändert und der Unterdruckversteller die Spritmenge lastabhängig regelt, könnte es ja so richtig sein?! Hab ich halt so noch nicht gesehen. Werde morgen (oha is ja gleich schon morgen) mal ein paar Bilder von dem Machwerk machen, damit wird die ganze Sache verständlicher. Außerdem habe ich heute beim Ölwechsel der EP festgestellt das das hinter Pumpenwellenlager ausgeschlagen ist und der Simmerring nicht mehr dichtet. Das wars dann wohl mit der EP!!

Gruß
Matthias
 
hallo mathias

du glaubst garnicht,was für verschiedene motor warieanten es gab!!
mit und ohne,dies und das!! und sogar liegend als unterflur!! :schwindelig*
na dann warte ich mal auf deine fotos!
bist du sicher das auch das lager im eimer ist?
das kommt bei den pumpen sehr selten vor!!

gruß arne
 
Hallo, ich habe in meinen Unimog 411119 ebenfalls einen Motor mit Spritzversteller und Unterdruckregelung. Noch einen zweiten dieser Sorte habe ich im Keller liegen. Beide Motoren habe ich aus Staplern entnommen. Die Motoren wurden Original in den 70er Jahrten so von einer Maschinenfabrik ( ich habe den Namen der Firma vergessen ) gebaut.
Ich habe den Motor im letzten Frühjahr eingebaut, (war ein längeres Thema) der Motor läuft jetzt echt gut und er hat auch mehr Kraft als ein Motor ohne Spritzversteller.
Gruss aus dem Oberbergischen

Udo
 
Hallo Arne,endlich hatte ich mal Zeit die Fotos zu machen. Nun kannst Du Dir selber von der Sache mal ein Bild machen. Also wie gesagt, Spritzversteller am Motor zur EP-Antriebswelle und Unterdruckverstellung an der EP. Das die Pumpe überhaupt noch den Motor zum laufen bringt ist mir ein Rätsel. Die Pumpenlagerwelle hat an dem Ende mit dem Konus mindesten 5mm Radialspiel und kein Öl mehr drinn!

Gruß Matthias
 

Anhänge

  • UNIMOG 004.jpg
    UNIMOG 004.jpg
    74,8 KB · Aufrufe: 3.441
UdoSchmidt schrieb:
Hallo, ich habe in meinen Unimog 411119 ebenfalls einen Motor mit Spritzversteller und Unterdruckregelung. Noch einen zweiten dieser Sorte habe ich im Keller liegen. Beide Motoren habe ich aus Staplern entnommen. Die Motoren wurden Original in den 70er Jahrten so von einer Maschinenfabrik ( ich habe den Namen der Firma vergessen ) gebaut.
Ich habe den Motor im letzten Frühjahr eingebaut, (war ein längeres Thema) der Motor läuft jetzt echt gut und er hat auch mehr Kraft als ein Motor ohne Spritzversteller.
Gruss aus dem Oberbergischen

Udo

Hallo Udo, wie hast Du den Luftpresser platziert? Bei mir ist trotz Verlegung nach vorn und rechts nicht genug Platz für die Riemenscheibe vom Luftpresser zur pilzförmigen Abdeckung des Spritzverstellers. An den Bildern die ich Arne geschickt habe kann man schon tiefe Schleifspuren im Deckel erkennen. Was gab es bei der Umrüstung zu beachten?

Gruß Matthias
 
hallo paule

du hast recht,da ist bei dir ein spritzversteller verbaut!!
du hast die seltene pumpe mit stupser drin!! :wink:
da würde ich sagen,fliehkraftregler raus und gegen normales rad tauschen
,welle zur pumpe muss nicht ngetauscht werden!!
EinsPritzpumpe aus bauen und spritpumpe ab,seitlich durchs loch sehen wie der verschleiß aussieht und dann entscheiden was zu tun ist!!!!!

gruß arne
 
Hallo Arne,

schönen Dank für die schnelle Antwort und den guten Tipp mit der Antriebswelle für die EP.

Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias,
das Problem stellte sich bei mir nicht da ich keinen Luftpresser habe. Von daher kann ich nicht helfen.
Gruss aus dem Oberbergischen

Udo Schmidt
 
hallo matthias

du must die welle wohl doch tauschen!!
da bin ich durcheinandergekommen mit dem unterschied zwischen stundenzähler und nicht zähler,da ist die welle gleich!!
ich hab nachgedacht und nachgedacht,ob ich die immer getauscht habe,ich weiß es nicht mehr!!aber ich meine schon!!(bei spritzversteller)
wollte es nur mitteilen,nicht das du da stehst und rätzelst!!!!!

gruß arne
 
Hallo Arne,

danke für deine Info. Hab mich dann wohl zu früh gefreut. Da dieser Motor so im 411er Handbuch und der Ersatzteilliste nicht vorkommt, fehlt mir momentan der Durchblick. Sollte ich die Welle tatsächlich tauschen müssen, hätte ich die richte Welle schon ganz gern bevor ich an´s demontieren gehe. Ich hoffe immer noch darauf das jemand eine Antriebswelle liegen hat die er mir verkaufen möchte.
PS.: Hab bei ebay eine EP ersteigert und hoffe nun das ich keinen Schrott gekauft habe.

Werde mich zu diesem Thema noch mal melden und evtl. ein Bild von der ausgeleierten EP reinstellen. Ist mir immer noch ein Rätsel wie der Motor mit dem Ding noch "gelaufen" ist.

Wünsche noch schöne warme Tage.

Gruß Matthias
 
Wenn ich die Riefen in deinem Spritzverstellerdeckel richtig deute,
reicht es ja eventuell, wenn du dem Kompressor eine kleinere
Riemenscheibe verpasst. 40mm weniger oder so da rum.
Die paar Umdrehungen mehr tun dem Kompressor nicht weh.

Das Problem mit dem Ölmeßstab läßt sich vielleicht durch verlängern des
Einfüllstutzens nach oben und einen längeren Meßstab beheben.

Ich würde jedenfalls den Spritzversteller nicht gerne hergeben wollen.

Thorsten
 
Hallo Thorsten,

da ich diese Meinung schon von mehreren gehört habe, werde ich mir die Sache nocheinmal durch den Kopf gehen lassen. Evtl. finde ich ja eine befriedigende Lösung.

Gruß
Matthias
 
Moin Mathias,

ich habe eine Dritte Riemenscheibe auf die Kurbelwelle geschraubt und den Kompressor/Hydraulikpumpe entsprechend weiter nach vorn montiert.

Trotzdem ist´s saueng.
 
Hallo Arne,
bin mir nicht ganz sicher da ich kein Ersatzteilkatalog vom OM 636.930 besitze. Benötige aber ganz sicher die Welle und die Mutter für den Antrieb des Betriebsstundenzählers.
Mittlerweile hat sich ein neues Problem ergeben. Habe die EP getauscht und weiß nun nicht ob ich die Einstellwerte für FB (32° vor OT) auch für den Motor mit Spritzversteller nehmen kann. Müßte vom Verständs her eher später sein. Übrigens habe ich bei der demontierten EP (starkes radial Spiel) die Kugeln und den Käfig des hinteren Kugellagers in der Pumpe wiedergefunden. Ist wohl schon seit längerer Zeit trocken gelaufen. Danke an den Vorbesitzer.
Schön wäre es die Einstellwerte für den OM 636.930 mit Spritzversteller zu bekommen, dann würde ich evtl. den Spritzversteller drinn lassen.
Gruß
Matthias