OM 636 einlagern

stephan

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21. Juli 2002
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Hallo Leute,

ich möchte einen gebrauchten OM 636 einlagern (haben ist besser als brauchen...).
Wie stelle ich das am besten an?
- äusserlich reinigen und konservieren? mit was?
- Wasserkanäle spülen? mit was?
- altes öl raus und neues rein, aber welches? normales Motoröl oder gibt es da eine Art Lageröl?
- Kipphebel und Ventilfedern entlasten?
- Kopfdichtung sifft, jetzt neu oder später oder ohne Dichtung den Kopf nur lose auflegen?
- Burgmannring muss neu, jetzt oder wenn es zum Einsatz kommen sollte?
- ESP abbauen oder dran lassen? Pumpelemente ausbauen? Lageröl oder neues Standart-Motoröl?
- regelmäßig (1-2x pro jahr) ein Spritzer Öl in die Glühkerzenöffnung und von Hand einige Male durchdrehen?

Fragen über Fragen :sorry
 
Hallo Stephan,

ich würde den Motor sauber machen, frisches Öl drauf und alle Öffnungen mit öligen Putzlappen verschließen. Dann ab in die trockene Scheune und alle halbe Jahre ein paar Runden Durchdrehen.

Wenn du ihn den irgendwann mal brauchst, kannst du Bestandsaufnahme machen und den Motor herrichten.

Gruß Alex
 
Hallo Stephan,
Alex hat schon gut vorgelegt

:idee Ich würde so vorgehen:
Wasserkänäle einfach trocken lassen.
Frisches billiges Motoröl einwechseln und mit eingesetztem Anlasser die Ölkanäle einmal durchpumpen. Dazu die Glühkerzen kurz ausbauen, später wieder einschrauben.
Einspritzpumpe! Ganz wichtig! Frisches Motoröl in die Pumpe.
Zusätzlich die Dieselleitung am besten mit reinem Petroleum durchspülen und die ganze Anlage gefüllt stehen lassen. Ist schwierig aber der Bio Anteil im aktuellen Treibstoff lässt die Elemente rasch einrosten.
Zylinderkopf auf dem Motorblock montiert lassen, Kipphebelwelle entspannen, damit wenig Aussenluft Kontakt zu den inneren Bauteilen bekommt. Offene Kanäle mit ölgetränkten Läppchen verschliessen.
Und regelmäßig etwas die Kurbelwelle durchdrehen.

:technik Den Motor wird man vor einem Einbau sowieso durchsehen oder Überholen. Dort werden dann wahrscheinlich alle Verschleißteile ersetzt.

Gruß
Jochen
 
Hallo Stephan
Zuearst stellt sich die Frage, wozu du den Motor einlagern möchtest.
Einen guten Motor erstmal ordentlich durchchecken ob sich die Einlagerung als Reserve lohnt.
Wenn du jemals den Motor oder Teile davon brauchen möchtest, und du stellst dann fest, dass der Zylinderkopf einen Stegriss hat, war die Mühe umsonst. Das gleiche gilt, wenn der Motor bereits das letzte Übermaß erreicht hat, die Kurbelwelle oder Nockenwelle eingelaufen ist........... Solltest du dann die notwendigen Teile suchen, die werden immer teurer und vor allem seltener. Wenn jetzt Teile unbrauchbar sind, hast du ausreichend Zeit, um die Augen offen zu halten, und bei günstiger Gelegenheit Ersatz beiseite zu legen.
Was das Motoröl betrifft, was macht den Unterschied, ob d 2, 5 oder 10l in der Ölwanne rumgammeln?
Zum Durchdrehen reicht soviel, dass die Ölpumpe genug ansaugen kann. Daimler empfiehlt dazu Korossionsschutzöl.
Die Einspritz- und Förderpumpe mit "Superdiesel" ordentlich spülen und verschließen, ggf das ganze System, der Bioanteil zersetzt sich und vereklebt alles.
Das ganze zumindest in einen Schrumpfhaube oder Plastiksack und zugebunden. Der Sack arbeitet als Membrane und verhindert einen Luftaustausch, damit keine feuchte Luft Zutritt hat und kondensieren kann.
Ansonste schau mal in der Betriebsanleitung zum OM636, das sind die Maßnahmen bei Stillsetzung beschrieben.