OM352 fest dreht nicht mehr nach Winterpause

schwarzbrand

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18. Jan. 2020
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Guten Tag Liebe Community,
seit 2 Jahren, mit Pausen dazwischen, restauriere ich einen 75er 416er. Leider war der Vorbesitzer mit zwei Linken Händen gesegnet, aber mittlerweile ist Führerhaus, Elektrik und Druckluft wieder so wie es sein sollte. Im November hab ich das Fahrzeug in die Halle gefahren, zuvor noch den Luftkompressor erneuert, und dann bis heuer an dem Rest gearbeitet. Heute sollte er raus aus der Halle, aber der Anlasser rückt nur noch ein und dann bricht die Spannung auf unter 6V ein. 60A Ladegerät als Stütze hing dran, Batterie ist aus letzten Herbst.
Der Motor lässt sich auch am Lüfter nicht durchdrehen. Man merkt aber beim Drehversuch direkt das etwas metallisch aneinander gerät. An der Schwungscheibe mit Brecheisen ebenso keine Chance das ganze zum Drehen zu überreden.
Was kann es sein und was soll ich tun?
Motor ist ein Tauschmotor mit ca. 6500h Betriebsstunden - wenn es stimmt. Fahrzeug hat 141000km auf der Uhr. Getriebe schält gut aber ist ölfeucht wenn man mit nem halben Auge schaut. Hab eigentlich keine Lust die Hütte ein drittes mal abzunehmen, wenn doch, dann bekommt der Antriebsstrang aber noch das volle Revisionsprogramm. Halbe Sachen gibt es dann nicht mehr.

Gruß
Steffen
 
Hallo Steffen,
von der Spannung her würde ich vermuten, dass die Batterie platt ist. Evtl. in der Winterpause tiefentladen, heimlicher Verbraucher (z. B. Fahrtenschreiber) dran?
Grüßé
Henning
 
schwarzbrand schrieb:
An der Schwungscheibe mit Brecheisen ebenso keine Chance das ganze zum Drehen zu überreden.
Was kann es sein und was soll ich tun?
trennt die Kupplung oder ist das Getriebe blockiert? Da niemand von außen reinschauen kann bleibt wohl nichts anderes wie zerlegen.
 
Hallo,

am Schwungrad lässt sich der Motor auch nicht rückwärts drehen?

Wenn dem so ist, dann würde ich, bevor ich den Motor öffne, mal den Anlasser ausbauen.

Bei mir z. B. (am OM314) war oben zur Öffnung im Schwungradgehäuse mal eine kleine Mutter, (die vermutlich beim Vorbesitzer verloren ging) rein gefallen und hat sich zwischen Anlasserritzel und Schwungrad verkeilt. Zuerst ließ sich der Motor noch rückwärts drehen, aber nach dem nächsten Start war er so fest, dass er sich in keine Richtung mehr hat drehen lassen.

Als ich den Anlasser ausgebaut hatte habe ich gemerkt dass der Anker noch im Schwungrad hing. Dann konnte man das Übel zwischen den Zähnen sehen.
 
Hallo Steffen,
stimmen die Stände von Kühlwasser und Öl?Vielleicht ist ein Zylinder vollgelaufen.
Gruß Georg
 
Servus,

ist der Motor mit dem neu montierten Luftpresser schon mal gelaufen? Vielleicht blockiert es dort.

Gruß Andreas
 
Hallo zusammen,
vergangenes Jahr hatte ich ein 411 Getriebe in einer Werkstatt zum Abdichten. Zurück bemerkte ich beim Einbau, dass es sich nicht mehr drehen ließ. Metallisches Anschlaggeräusch. Ursache war die falsche Schraubenreihenfolge beim Angeflanschten Nebenabtrieb für die Zapfwelle. Da gibts unterschiedliche Schraubenlängen. Eine zu lange hat dann innen ein Ritzel blockiert.
Viele Grüße,
Markus
 
Hallo Steffen,
hatten wir so, wie Du es beschreibst an einem MAN Trecker nach mehrjähriger Standzeit. Anlasser hat eingerastet, und sich ungünstig verklemmt. Daher beim Drehversuch fester metallischer Widerstand. Würde den Anlasser lösen, und überprüfen.
Grüße Norman
 
Weder noch, eher Pfusch vom Vorbesitzer... :fluch
Hatte den Anlasser draussen und dabei eine lose Schraube Motor zur Glocke gesehen. Also diese festgezogen. Seitdem war der Motor fest.....kam ich aber erst später drauf.
Also Schraube raus und siehe da:
1. Schraube wurde händisch gekürzt, aber immer noch zu lang
2. Keine U-Scheibe zum Block darunter
Hab sie auf der Drehbank weiter gekürzt, eine dicke U-Scheibe darunter und wieder eingebaut. Dreht wieder.
Danke euch.
Gruß Steffen