Panhardstab verbogen, bzw gebrochen

Clemens

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21. Aug. 2002
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Hallo!

Als ich heut unter unserem 417er gelegen bin, ist mir aufgefallen, dass der Panhardstab an der VA nach oben durchgebogen ist!
2003 im Herbst ist bei einem unserer 406 der Panhardstab an der VA gebrochen. Er ist auch nach oben durchgebrochen. Er ist mir im genau im Kreisverkehr gebrochen. Zum Glück is da nichts passiert, da es schon schon spät in der Nacht war und kein anderer in der Nähe war. Hatte geglaubt, dass ich den Lenker irgendwo im Wald einmal nach oben verbogen hab. Doch jetzt als ich das gleiche beim 417er festellte, macht mich die ganze Sache etwas stutzig. Hat jemand von euch eine Ahnung was die Durchbiegung nach oben verursacht haben könnte? Steh da mit meinem Fachwissen voll an.
Den einzigen Anhaltpunkt den ich hab, ist das beide Fahrzeuge früher mit Schneepflügen gefahren sind und da sich durch die hohen Kräfte auf die VA die Achse der Panhardstab verbogen hat.
Hab heut noch ein paar Bilder davon gemacht!
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Das letzte Bild ist von dem gebrochenen aus dem 406, die anderen sind vom 417er.

Ich hoffe ihr könnt mir bei der Ursachenforschung helfen.


MfG Clemens
 
Hallo Clemens,
als Ursache kommen Gewalt von unten ( der Unterfahrschutz sieht "gebraucht" aus) und Überbeanspruchung in Frage. Bei meinem 1850 ist die Halterung des Panhardstabes der VA am Rahmen angebrochen nach dem Genuß von kurzen Dünen in Tunesien, und beim 1000 er die Halterung des Stabes an der HA. Dort war die Ursache seitliches Ziehen mit der Winde.
Denkbar ist auch, daß die Gummibüchse an der Rahmenseite fest war: dann biegt jede Einfederbewegung am Panhardstab.

Wie fährt insbesondere lenkt sich der Mog mit loser Achse?

Grüße, Ingolf
 
Hallo Ingolf!

Muss da was korregieren! Beim 406 war die Spuerstange nach unten durchgebogen. Hab mich im Tread oben verschrieben!
Beim 417er lass ich es mir durch die Delle an der Schutzplatte auch einreden, aber beim 406 war mir das sehr suspekt.
Zum Fahrverhalten: Nicht sehr schön, vorallem wenn man gerade im Kreisverkehr ist! Man lenkt und lenkt, eigentlich müsste man schon auf der Insel sein, aber der Mog fährt noch annähernd gerade aus. Zum Glück hatte ich danach nur noch eine 90° Kurve vor mir, bei der ich durch ausscherren recht schön herumgekommen bin.

MfG Clemens
 
Hallo Clemens,
arbeitest Du mit dem Mog im Wald? Größere Äste, die sich beim Rangieren unter dem Fahzeug verkeilen machen manchmal richtig Schaden.
War der Panhardstab in seiner Lagerung an Achse und Rahmen frei? Das Rohr wird durch ständige Biegebewegungen "weich", wenn z.B. eine der Laschen verbogen ist.
Grüße, Ingolf
 
Wo rohe Kräfte ........

wie wärs mit einem Neubau mit kräftigerem Rohr?
Alles in Allem würde ich aber sagen, Ihr mutet den Unimogs zuviel zu.
Sehr gepflegt sieht der 417 vonunten auch nicht aus. Der gehört in Pflege, der Arme. :wink:

Ich weiß von ettlichen, gebrochenen Befestigungen am Rahmen (wurde auch beim 417 verstärkt) aber von keinem gebrochenen Stab. Ich würde auch auf Stauchung durch äußere Einflüsse tippen. Ist er verbogen, geht es dann natürlich ziemlich schnell, bis das Material ermüdet ist und bricht.

Gruß

Franz
 
Hallo!

Arbeiten schon lang nicht mehr im Wald bzw der 406 wurde erst gekauft als wir mit den Waldarbeiten scho ausgehört haben. Zuvor ist der Unimog in Mittersil in der Gemeinde gelaufen. Musste dort jedes Jahr Schneeschieben und ich vermute, dass er da mal einen seitlichen Schlag auf die Achse bekommen hat und sich dabei der Panhardstab verbogen hat. Wollöte nur wissen ob ihr das Krankheitsbild kennt bzw die genaue Ursache wisst.
@Franz
Kann mir nicht vorstellen, dass wir den Mogs zuviel zumuten. Sie sind als Arbeitsmaschinen konstruiert und gebaut worden und als solche setzten wir sie auch noch ein. Wir sagen Artgerechte Unimoghaltung dazu und das kann Oliver glaub ich bestättigen. Sie werdfen nicht nur zur Sonntagsausfahrt bewegt, sondern müssen sich ihr tägliches Brot verdienen! Das der 417 unten für dich ungepfelgt aussieht mag vielleicht daran liegen, das wir gerade dabei sind ihn herzurichten. Oder schaut bei dir ein 13 Jahre alter Unimog noch immer wie neu aus?
Das der Panhardstab gewechselt werden muss, ist mir klar.


MfG Clemens
 
Hallo Clemens,

war nicht so ernst gemeint. :wink: Überlege dir mal, ob Du die Gummilageraugen von dem kaputten Querlenker abflext und die Stange gegen eine Stärkere ersetzt. Ich habe das bei meinem Unimog prophylaktisch gemacht, da die Querlenker (Panthardstäbe) aus dem 404 stammen und nach meine Meinung unterdimensioniert oder an der Grenze liegen. Wie man bei Dir sieht, war diese Annahme nicht so verkehrt.

Ansonsten machte bei mir eher die Büchse von der Befestigung an der Achsenseite Probleme, bis ich sie angeschweißt habe.

Gruß

Franz

ps. ich gebe ja zu, dass ich ein Unimog-Fetischist bin. Hergenommen wird er allerdings auch ordentlich.

P1050089a.jpg
 
Hallo!

Passt schon, aber wenn einer auf unsere Unimog losgeht, überreagier ich manchmal. Meine Freunde sagen immer, bei den Mogs viel sensibler bin als bei Frauen!
Der gebrochene Panhardstab wird nicht weiter gearbeitet. Der kommt in Die Kiste mit der Aufschrift: Wie mach ich Teile ´richtig kaputt! Werd vielleicht den durchgebogenen nehmen und an dem was machen. Was für ein Rohr hast du eingeschweißt? Oder hast du ein Vollmaterial genommen? Werd vielleicht eine 3D Zeichnung machen und das ganze mit FEM nachrechnen.
An den Ausnahmen wie Ingolf beschrieben hat, hab ich keine Verformungen feststellen können. Weder beim 406 noch beim 417.

@ Franz
Welche Buchse meinst du?


MfG Clemens
 
Hallo Franz!

Hab das Bild vorhin nicht gesehen! Du meinst den Silentbloc im Panhardstab? Hab bei unseren anderen Mogs nichts bemerkt, dass da was ausgeschlagen wäre.

MfG Clemens
 
Hallo Clemens,

das gleiche ist mir vor einem Jahr auch passiert. Habe bei meinem 1000er auch einen verbogenen Panhardstab gehabt. Sechs Mon. später ist er mir dann auch gebrochen. Jedoch bei der Ausfahrt vom Kreisverkehr. Lenken war nur noch bedingt möglich.
Darum glaub ich, ist deine Theorie mit dem Schneepflug gar nicht einmal so schlecht. Denn meiner ist auch im Salz gefahren.

Gruß
F.F.
 
hallo Clemens,
das mit der verbognen stange am 417 ist ja noch erklärbar, aber am 406?
klar, da ist eine starke verformung, aber der bruch ist scharfkantig ohne einschnürungen. verry shocking. sieht nach falschem werkstoff aus, kaum zähigkeit.
Leute, schaut euch Eure panhardstäbe immer wieder neu an!
mit überlebensgruß, justus.
 
Scheint wohl öfter vorzukommen. Bei mir ist auch die Schraube des Pahnhardstabes beim rangieren weggebrochen. Härte der Schraube 12.4.

Heimfahrt war etwas gewöhnungsbedürtig aber wegen 25 km/h Anänger eh langsam.
Es ist übrigens auch ein E-Schneeschieber.

Markus
 
klar, wenn der pstab von fahrgestell oben links nach achse unten rechts verläuft, und der pflug nach links eingestellt ist, gibt's im pstab enorme schubkräfte.
aber der scharfe bruch ist er hammer!
ich muß doch einen pstab wie ein U verbiegen können.
Im' verry shocked, justus.
 
Hallo!

Hab heute den Panharsdstab am 417 gewechselt. Hab natürlich auch ein paar Fotos gemacht, die ich euch nicht vorenthalten will.
@Franz: Die Büchse in der die Passschraube geführt ist, ist bei mir noch ganz ok.
Zu den Fotos:
Am ersten sieht man den Vergleich zwischen alten, verbogenen Panhardstab und neuem. Zum besseren Vergleich hab ich sie übereinander gelegt.
100-0008_IMG.JPG

Hier ist der Vergleich zwischen alten gebrochenem(aus 406), alten verbogenem aus dem 417 und dem neuen für 417.
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MfG Clemens
 
hallo.
bin auf der suche nach einem U1300-querlenker auf diese diskussion gestossen.
wir setzen seit 1,5 jahren einen U1300 mit werner-doppelwinde und -rückeschild sowie einem ritter aufbaukran zum holzrücken ein.

freitag ist nun zum zwoten mal der querlenker gebrochen. schadensbild genauso wie in den vorangegangenen beiträgen. erst verbogen, dann gebrochen.

das erste mal hab ich mit dem gebrochenen querlenker noch ~60km landstrasse zurück gelegt, ausser einer halben lenkradumdrehung gegenlenken und etwas schwammigem fahrverhalten liefs ganz gut. schubrohrkonstruktion sei dank... :D

nun frage:
die überlegung, auf die reste eines gebrochenen querlenkers ein dickeres stahlrohr aufzuschweissen kam mir auch schon. hat das schon jemand ausprobiert? passt das ganze noch am differential vorbei?
wenn der querlenker stabiler als die korrespondierenden aufnahmen ist, ist bei wegbrechen der aufnahmen ja auch wenig gewonnen... :roll:


grüße, peter
 
Guten Morgen,
mal sehen wer mir widerspricht. Ich denke mal in Stichpunkten.
Schneepflug macht kopflastig und die Federn weich .Wenn der Panhardstab mehr im Gummi drehen müßte aber nicht kann,weil die "Silentblöcke " nicht mehr hergeben...einmal auf Druck verkeilt und
dann wieder auf Zug durch die Ferderwirkung, federn nicht mehr die Gummis sondern das Querrohr.
Ich bin der Meinung, daß die Silentblöcke nicht zu arg eingezwängt werden dürfen und die Schrauben mit Fett in den Buchsen sitzen müssen,um einen Ausgleich herstellen zu können.natürlich nur bedingt,
habe ich bei mir damals so probiert,weil es irgendwie nicht zur Verschränkung gepasst hat.
Gruss Uwe
PS: Silentblöck waren mit das erste was ich getauscht habe ,weil Gummi vor >ab< ,sehr hart wird.
 
Hallo, Leuts,

es fällt mir schwer, zu glauben, dass es möglich sein soll, dass hartgewordene Silentblöcke solche Kräfte aufbauen können, dass ein Panhardstab verbiegt. Selbst, wenn die Schraube im Röhrchen festgerostet sein sollte, kann ich es mir nicht vorstellen - eher dreht das Gummi im Rohr.

Es bleiben nach meiner Auffassung nur zwei Möglichkeiten, die die Verbiegung bewirken:

1.) Direkte Kräfte in Form von Fremdkörpern
2.) Querkräfte auf die Achse, die den Panhardstab "stauchen"

Punkt 1 ist hier schon genügend diskutiert worden.
Punkt 2 tritt zum Beispiel im kommunalen Einsatz beim Schneepflug auf.
Der Schneepflug arbeitet zur Seite und die gesamten dadurch entstehenden Querkräfte werden vom Panhardstab aufgefangen.
Auf Zug beansprucht, ist das völlig unkritisch, auf Druck jedoch reicht eine kleine initiale Biegeschwingung am Panhardstab aus, um beim nächsten Druckimpuls von ausreichender Kraft dauerhaft durchzubiegen.
Ich kann mir gut vorstellen, wie ein Schneepflug bei Auftreffen auf einen Fremdkörper zur Seite drängt, kurz bevor die Federklappen öffnen...

Eine weitere Möglichkeit sind Fahrten am extremen Seitenhang. Auch hier fängt der Panhardstab alles auf.
An der Hinterachse kann eine Seilwinde bei Seitenzug ebenfalls den Panhardstab knicken.

Clemens, könnte einer der Punkte auf Deine Situation zutreffen?

Grüße an alle Querlenker

Holger
 
Hallo,
@Uwe,

"... Ich bin der Meinung, daß die Silentblöcke nicht zu arg eingezwängt werden dürfen und die Schrauben mit Fett in den Buchsen sitzen müssen,um einen Ausgleich herstellen zu können.natürlich nur bedingt, ..."

Hab letztes Wochenende die achsseitige Panhardschraube an der Hinterachse ersetzt. Grund: sie hatte axiales Spiel und klapperte.
Natürlich riss sie beim demontieren ab. Zunächst gemessener Schaft-Durchmesser am Rest rund 12mm, also M12. Stimmt nur leider nicht - die Bohrung is D=14mm, also gehört ne M14 Schraube rein, auch die Schlüsselweite der alten Schraube gehört zu M14. Die alte Schraube scheint klein "gedengelt" und dadurch länger geworden zu sein!
Nach dem Schraubenwechsel war auch plötzlich das leichte Schwimmen auf der Landstraße weg.
Zieht also bitte eure Schrauben an den Gummibuchsen nach Handbuch bzw. sauber an. Sollte euch der Weg der Gummibuchsen nicht reichen, versucht mal sog. Uniball-Metallgelenke zu kriegen. Werden teilweise in Achs-Lenkern bei aktuellen PKW verbaut.
Ansonsten - normales Fett ja - als Korrosionsschutz, damit nicht alles festgammelt.

mfG
Axel
 
Hallo Axel,
hab verstanden daß ich Unrecht habe und auch nicht.Danke für Deine Erklärung.Ich wollte nämlich auf so etwas hinaus und niemand anregen
seine Schrauben nicht nach original Drehmoment anzuziehen.Rost und Dreck fressen in den Muffen ,die Silentblöcke verhärten
das entstehende Spiel wird durch zusammenziehen statt austauschen der ausgeleierten Teile gemindert und plötzlich verändern sich Belastungen.
Die Bilder sehen doch nach Biegemoment und weniger nach einmaliger mechanischer Belastung aus ,oder?
In Schräglage liegt doch die komlette Last incl. Vorbaugerät ?und Vorderwagen an dem Panhardstab an...

Klar, es dreht sich um Überbelastungen.Ich will aber nur Denkanstöße geben .
Gruss Uwe